Mittel bei Zierfischkrankheiten:





Bakterielle Infektionen bei Fischen und Zierfischen

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Äußere Symptome

  • Hautgeschwüre, meist mit roter Umrandung
  • gerötete und entzündete Körperstellen
  • Blutungen an Haut, Kiemen und Flossen
  • gerötete Flossen
  • ausgefranste Flossen
  • abstehende Schuppen
  • Glotzaugen
  • geschwollener Bauch
  • Abmagerung
  • schwarze Körperteile

Verhalten

  • Trägheit
  • Fressunlust

Innere Symptome

  • Blutige Flüssigkeit im Bauchraum
  • Wunden an inneren Organen
  • Blutungen an inneren Organen und Muskulatur

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Fotos

Ein Klick auf ein Foto zeigt das ganze Bild, soweit vorhanden.


Foto: Ina Grieser

Chela dadyburjori (Dadyburjors Kielbauchbärbling) mit starken Rötungen, die auf eine mögliche bakterielle Infektion hinweisen.



Foto: Jenni Daus

Roter von Rio mit roten Flecken am Bauch, die auf eine innere bakterielle Infektion hindeuten. Als Nebenwirkungen traten Flossenfäule und Glotzaugen auf.



Fotos: Klaus Bauerfeld

Buntbarsch mit bakterieller Infektion



Fotos: Iris Genrich

Blauer Fadenfisch mit entzündeter Flosse



Foto: Steve Käs

Schlierenwels mit Verpilzung und bakterieller Infektion am Fühler. Der Fühler verfärbte sich weiß. Der Übergang zwischen weiß verfärbtem und normalfarbigem Teil war rot entzündet. Um den Fühler bildete sich ein Pilzknäuel. Der verfärbte Teil des Fühlers fiel kurz nach Aufnahme des Fotos ab.



Foto: André Hamscher

Labidachromis Yellow mit bakterieller Entzündung oder Lochkrankheit



Fotos: Frank Staudenmaier

Sumatrabarbe mit entzündeten Kiemen, möglicherweise durch Parasiten oder Kiemenwürmer verursacht.



Foto: Lizzy T.

Weißer Black Molly mit entzündetem Glotzauge. Ursache ist vermutlich eine Verletzung.



Foto: Reinhold Weinberger

Karfunkelsalmler mit Schwimmblasenentzündung.



Foto: Matthias Beck

Todesfall aufgrund starker bakterieller Infektion



Fotos: Marcus W.

Apistogramma agassizii mit bakterieller Infektion. Der Fisch starb kurz nach der Aufnahme.



Foto: Kerstin

Schmerle mit bakterieller Infektion. Neben der offenen Stelle befindet sich eine weitere Schwellung bzw. Beule unter der Haut, die auf dem Bild kaum erkennbar ist.



Foto: Klaus Dreymann

Apistogramma macmasteri Weibchen mit Schilddrüsengeschwulst oder innerer bakterieller Infektion.
Das Weibchen ist an der Erkrankung gestorben.


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Foto: Jiro

Pelviachromis pulcher mit Schilddrüsengeschwulst oder innerer bakterieller Infektion



Fotos: Alex

Corydoras trilineatus mit rotem Bauch und Flossenfäule aufgrund einer bakteriellen Infektion



Foto: Sabine Fröhlich

Kugelfisch mit innerer bakterieller Infektion



Foto: Simon

Ein Fadenfisch mit bakterieller Infektion. Entsprechende Symptome treten auch häufig bei der Zwergfadenfischkrankheit auf.


Foto: Simon

Bei einem Flösselaal im selben Aquarium trat zur gleichen Zeit ein weißer Belag an der Seite auf. Evtl. ebenfalls durch eine bakterielle Infektion verursacht.



Foto: Peter Stock

Goldfisch mit bakterieller Infektion



Foto: Christian R.

Goldfische mit heftigen bakteriellen Infektionen



Fotos: Mandy

Kugelfisch mit verschiedenen Symptomen einer bakteriellen Infektion. Die Hinterflosse ist zerfranst wie bei Flossenfäule. Der vermeintliche Pilz am Auge könnte Columnaris sein. Die Verfärbungen am Bauch könnten eine innere bakterielle Infektion anzeigen. Möglicherweise wurde die Infektion ausgelöst, weil der Fisch im Handel in Süßwasser gehalten wurde, obwohl er Brackwasser benötigte. Der Kugelfisch starb kurz nach den Aufnahmen.



Fotos: Gyelt

Corydoras trilineatus mit bakterieller Infektion. Nach einer Behandlung mit Nifurpirinol gingen die roten Entzündungsherde bei vier von fünf betroffenen Tieren zurück.
Ursprünglich war ein Tier auffällig geworden, weil es die Schwanzflosse zusammenkniff. Mit der Lupe betrachtet waren unter den Schuppen einige unregelmäßige rote Punkte zu erkennen. Diese waren etwa 0,5 mm groß und wirkten wie eine erhöhte Durchblutung oder kleine Entzündung. Haut und Schuppen sahen normal und unverletzt aus.



Fotos: Viola (Forum)

Keilfleckbärbling mit bakterieller Infektion, erkennbar an den roten Flecken. Nach Behandlung mit antibakteriellen Mitteln wurde der Fisch innerhalb weniger Tage gesund.



Fotos: Sonja (Forum)

Kupfersalmler mit bakterieller Infektion, erkennbar an der leicht roten Beule. Ein zweiter Kupfersalmler bekam ein Glotzauge und einem kleinen, weißen und flauschigen Belag an einer Stelle. Der Belag wurde kurz später ebenfalls rötlich. Die Salmler wurden mit Furanol lt. Packungsbeilage behandelt. Die Beule bildete sich zurück. Die Stelle war nur noch leicht grau. Der andere Salmler starb.



Fotos: Heinz Gaugenrieder

Fiederbartwels mit weißlichem Maul. An beiden Körperseiten hatte das Tier kleine Löcher. Zumindest auf den Bildern scheint der Beriech vor der Schwanzwurzel gerötet. Die Symptome weisen auf eine bakterielle Infektion, evtl. Columnaris, hin.



Fotos: Manadis (Forum)

Sternflecksalmler mit innerer bakterieller Infektion. Salmler im betroffenen Aquarium wurden immer blasser und fast schon milchig, bekamen aufgetriebene Bäuche, Glotzaugen. Bei den Sternflecksalmlern sah man die Innereinen rötlich durchschimmern. Nach und nach frassen die Tiere immer weniger, kapselten sich ab und starben ca. 2 Tage später.
Gleichzeitig trat in einem anderen Aquarium vermutlich die Falsche Neonkrankheit auf, ebenfalls eine bakterielle Infektion.
Andere Fischarten waren nicht betroffen.
Auslöser war vermutlich eine erhöhte Anfälligkeit der Salmler durch hartes Aquarienwasser mit 13°gH und 8°kH nach einem Umzug.



Fotos: Detlef Beyer

Panzerwelse mit vermutlich bakterieller Infektion. Die Blasen sind vermutlich mit Flüssigkeit gefüllt, die durch die bakterielle Infektion entsteht. Ähnliche Blasen können durch Sporozoen oder Würmer verursacht werden. Die genaue Ursache kann nur durch Aufschneiden der Blasen und ggf. eine mikroskopische Untersuchung des Inhalts festgestellt werden. Anhaltspunkte geben die Herkunft und Haltungsdauer der befallenen Fische. Bei Fischen aus nachzuchten, die schon lange im eigenen Aquarium gehalten werden, ist eine bakterielle Infektion sehr wahrscheinlich und Sporozoen bzw. Würmer sehr unwahrscheinlich.

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Fotos: Michael Einar Reynis

Fisch mit Blasen am Kopf. Der weiße Belag auf der mittleren Blase könnte durch einen Pilz entstanden sein. Auf dem Foto ist nicht erkennbar, ob es sich um längere Pilzfäden handelt oder einen Bakterienbelag. Im Zusammenhang mit den Blasen kann vermutet werden, dass es sich um eine bakterielle Infektion handelt. Die Blasen sind vermutlich mit Flüssigkeit gefüllt, die durch die bakterielle Infektion entsteht. Ähnliche Blasen können durch Sporozoen oder Würmer verursacht werden. Die genaue Ursache kann nur durch Aufschneiden der Blasen und ggf. eine mikroskopische Untersuchung des Inhalts festgestellt werden. Anhaltspunkte geben die Herkunft und Haltungsdauer der befallenen Fische. Bei Fischen aus nachzuchten, die schon lange im eigenen Aquarium gehalten werden, ist eine bakterielle Infektion sehr wahrscheinlich und Sporozoen bzw. Würmer sehr unwahrscheinlich.



Foto: Thomas Boening

Roter Neon mit weißen Punkten. Bei so scharf begrenzten, weißen Punkten handelt es sich vermutlich um harmlose Bakterienkolonien, die sich an leicht geschädigten Hautstellen bilden. Meist reichen kräftige Wasserwechsel, damit die Punkte verschwinden. Zusätzlich können leicht antibakterielle Mitteln eingesetzt werden, wie Seemandelbaumblätter , Erlenzäpfen usw.



Fotos: Lisa Schellauf

Nach einer Unterbringung in einem Übergangsbecken sahen zwei Neonsalmler aus einer Gruppe Neonsalmler, wie auf dem Foto gezeigt aus. Andere Fische waren nicht betroffen.
Die betroffenen Tiere frassen normal und waren normal im Schwarm integriert. Einen zweistündigen Transport im Auto verkrafteten die Salmler problemlos. Die Symptome waren bei Aufnahme des Fotos schon mehrere Monate zu sehen.

Weißer Belag wird oft durch Bakterien aus dem Columnaris-Umfeld verursacht. Die weißen Knoten könnten ebenfalls Bakterienkolonien sein. Die weißen Knoten ähneln auch den Symptomen an Roten Neons, die unter Beulenkrankheit eingeordnet sind.



Fotos: Lisa Schellauf

Die Wirbelsäulen der betroffenen Neons waren kurz vor der Schwanzflosse geknickt. Später hatte ein weiterer Neon ebenfalls einen solchen Knick, die anderen Symptome aber noch nicht. Weiterhin fraßen die Tiere und schwammen brav im Schwarm.
Pilzfäden wurden keine bemerkt. Allerdings wurde bei einem Neon die Beule größer und wirkte etwas bläulich.



Fotos: Juli

Ancistrus sp. Albino mit starker bakterieller Infektion. Auf dem ersten Bild ist er gesund zu sehen, auf dem zweiten Bild scheint er Blasen zu haben und innerlich zu bluten. Die Blasen sind evtl. mit Flüssigkeit gefüllte Zysten aufgrund der Infektion.



Fotos: D. Hagedorn

Blauorfe mit starker bakterieller Infektion. Das Tier wurde mit einer blutunterlaufenden Stelle im vorderen Bauchbereich tot in einem großen Schwimmteich gefunden. Nach ca. einer Stunde waren weitere Bauchbereiche gerötet. Die anfänglich rote Stelle blutete auch wirklich, ebenso blutete es im Bereich des Afters. Diesen Zustand zeigt das linke Bild. Die Kiemen im rechten Bild schienen gesund zu sein.



Fotos: Iris Küspert

Schleierschwanz-Goldfisch mit bakterieller Infektion, der starke Schwierigkeiten beim Schwimmen hatte. Darauf deutete u.a. die rote Stelle am Körper hin. Die Vermutung wird unterstützt durch den dicken Bauch und die abstehenden Schuppen. Das entsteht in der Regel durch Flüssigkeitsansammlungen im Körper. Da viele Fische trotz dicker Bäuche und weiter abstehender Schuppen, in Normallage schwimmen, liegt der Verdacht nahe, dass in diesem Fall die Schwimmblase auch betroffen ist. Der Fisch lag meistens auf dem Rücken und atmete sehr schnell.

Ob man das jetzt Bauchwassersucht, Schwimmblasenentzündung oder bakterielle Infektion nennt, ist eigentlich sekundär. Das könnte nur durch Aufschneiden, Betrachten der betroffenen Organe und Ermittlung des genauen Erregers durch eine Bakterienkultur festgestellt werden.

Behandlungsversuche mit Baktopur und eSHa 2000 haten keinen Erfolg. Evtl. kann versucht werden durch eine Salzzugabe ins Wasser die Flüssigkeitsabgabe der Zellen zu unterstützen, wie unter Bauchwassersucht beschrieben ist. Generell ist es jedoch sehr unwahrscheinlich so stark erkrankte Fische retten zu können.



Foto: Stefan Schmid

Keilfleckbarbe mit bakterieller Infektion, erkennbar an den sehr stark geröteten Flossen.



Fotos: Ulrich Rüffer

Blauer Fadenfisch mit bakterieller Infektion. Bei Fadenfischen mit solchen Symptomen besteht der Verdacht auf EUS.



Fotos: Christina (Forum)

Roter Neon mit Bakterienkolonie.



Fotos: coy (Forum)

Otocinclus mit bakterieller Infektion. In dem betroffenen Aqaurium hatten auch mehrere Guppies rote Stellen an der Kopfseite und Risse in den Schwanzflossen.



Fotos: Daniel Schütz

Gelber Phantomsalmler mit bakterieller Infektion. Zunächst trat an der Schwanzflosse ein schwarzer Fleck auf, der von beiden Seiten zu sehen war. Wenige Tage später wurde in der Nähe der Brustflosse ein zweiter Fleck sichtbar. Beide Flecken sahen nun dunkelrot aus. Der Fisch schwamm leicht schräg und schnappte nach Luft. Wenige Tage später starb der Salmler.



Fotos: Uwe Zabel

Koi mit einer heftigen bakteriellen Infektion, die mit frei verkäuflichen Mitteln kaum zu heilen ist. Ob dahinter die Frühjahrsanämie der Karpfen (SVC) steht, die nicht nur im Frühjahr auftritt, kann nur ein Tierarzt sagen.

Kurzinformation

Hauptsymptom: Rote Stellen an Körper oder Flossen
Ursachen: Bakterien, die sich stark vermehren, oft durch mangelnde Wasserhygiene, gestresste Fische oder bei gleichzeitigem Parasitenbefall
Heilbarkeit: Bei rechtzeitiger Diagnose heilbar. Bei starkem Befall kaum heilbar.

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Ursachen

Sowohl im Wasser als auch auf den Oberflächen der Fische außen und im Körper leben viele Bakterien unterschiedlicher Arten. Durch das Futter gelangen zusätzlich Bakterien in die Verdauungsorgane der Fische. Fische sind so noch stärker durch Bakterien gefährdet als Landbewohner.
Aber nicht alle Bakterien verursachen Krankheiten und nicht alle durch Bakterien verursachten Krankheiten sind tödlich.

Bei guten Haltungsbedingungen kommt es normalerweise nicht zu Erkrankungen. Aufgrund der Schleimbildung der Fische können sich die Bakterien nicht an der Fischhaut festsetzen, sondern sie befinden sich in einem dünnen Film aus Schleim über der Hautoberfläche.
Der Schleim hat antibakteriell wirkende Bestandteile, die zum Teil gegen ganz bestimmte Bakterienarten wirken, zum Teil aber auch allgemein gegen Bakterien wirken. Zusätzlich verhindert vermutlich die gesamte Mikroflora des Schleims das Eindringen zusätzlicher Erreger.

Rangkämpfe, Fang- und Transportschäden, plötzliche Temperaturänderungen, Parasiten usw. können diesem Schleimschutz kleinste, unsichtbare Beschädigungen zufügen. Diese Schäden bieten den vorhandenen Bakterien ideale Voraussetzungen zur explosionsartigen Vermehrung.
Vermutlich sind solche Beschädigungen der Grund für viele der immer wieder berichteten, plötzlichen Massensterben, bei denen innerhalb kurzer Zeit ganze Fischbestände sterben.

Auch das manchmal auftretende Sterben bestimmter Fischarten beim Neukauf von Fischen ist sicher häufig nicht auf Bakterien zurückzuführen, die dem Immunsystem der alten oder der neuen Fische völlig unbekannt sind. Ursache ist eher, dass die schon lange mit den jeweiligen Fischen lebenden Bakterien plötzlich Bedingungen vorfinden, bei denen sie sich rasant ausbreiten können.

Selbst unter sonst besten Bedingungen stellt das Einsetzen neuer Fische sowohl für die alten Beckenbewohner als auch für die Neuzugänge Stress dar. Schon die Herstellung der neuen Hierarchie, z. B. bei der Fütterung, kann zu kleinsten Hautschädigungen führen. Es kommt dann auf den Einzelfall an, ob zuerst die vorhandenen Fische oder die Neuzugänge erkranken. Dies hängt davon ab, wie gesund und kräftig die jeweiligen Fische sind und wie stark sie von Bakterien angegriffen werden. Besonders weit verbreitet sind Mykobakterien, die in praktisch jedem Aquarium auf Möglichkeiten zur Ausbreitung warten.

Es sind auch einige Stämme von bestimmten Bakterienarten, z. B. Aeromonas, tödlicher als andere Stämme. Sind die davon befallenen Fische mit der Zeit gegen einen solchen Stamm immun geworden, kann es schwierig werden, diese Fische mit anderen Fischen zu vergesellschaften. Unter den Fischen ohne Immunität gegen diese Stämme kann es zu hohen Verlusten kommen.

Wie solche besonders tödlichen Stämme entstehen ist nicht geklärt. Scheinbar stehen die Bakterien unter einem besonderen Selektionsdruck, wenn sie durch das Immunsystem eines befallenen Fisches angegriffen werden. Dadurch können sie zu besonders tödlichen Formen mutieren. Werden solche Stämme in ein normales Aquarium zurückgesetzt oder in Petrischalen kultiviert, verlieren sie in den folgenden Generationen ihre besondere Gefährlichkeit.
Das bedeutet aber auch, dass einmal befallene und scheinbar geheilte Fische möglicherweise besonders tödliche Bakterien in sich tragen. Bei der Behandlung werden in der Regel nicht alle Bakterien getötet. Die sogenannten antibakteriellen Mittel verzögern in der Regel nur die Teilung der Bakterien. Die Heilung einer bakteriellen Erkrankung muss normalerweise das Immunsystem der befallenen Fische erzielen, indem es zu einem Gleichgewicht zwischen Immunsystem und Erregern kommt.

Bakterielle Infektionen werden von verschiedenen Erregern hervorgerufen. Zudem können Viren, Parasiten und schlechte Lebensbedingungen gleichartige Symptome verursachen. Die endgültige und zuverlässige Diagnose einer bakteriellen Ursache setzt daher viel Erfahrung, das Anlegen von Bakterienkulturen und mikroskopische Untersuchungen voraus. Häufig ziehen bakterielle Erkrankungen verstärkten Parasitenbefall nach sich und umgekehrt. Bei Symptomen bakterieller Erkrankungen sollten betroffene Fische deshalb auch immer auf Parasiten untersucht werden.

Bakterielle Erreger sind ständig im Aquarium vorhanden. Bei guten Haltungsbedingungen werden die Fische in der Regel selbst mit den Erregern fertig und es tritt keine akute Erkrankung auf. Erst wenn sich das Gleichgewicht zwischen Erregern und Immunsystem des Fisches zugunsten der Erreger verschiebt, tritt eine akute Erkrankung ein.

Mögliche Ursachen für eine Verschiebung des Gleichgewichtes können sein:

  • Transportstress
  • falsche und einseitige Ernährung
  • zu hohe Besatzdichte
  • unpassende Haltungsbedingungen (z. B. ph-Wert, Wasserhärte, mangelnde Wasserhygiene)
  • unpassende Vergesellschaftung
  • ungeeignete Ernährung
  • Hautirritationen (z. B. Bisswunden, Fang- und Transportschäden, chemische Wasserzusätze, unsachgemäß verwendete Heilmittel, plötzliche Temperaturänderungen, Parasiten)
  • sprunghafte Vermehrung der Erreger (z. B. neue Fische, Erkrankungen)

Durch gute Haltungsbedingungen kann der Ausbruch bakterieller Erkrankungen zuverlässig verhindert werden. Erkrankungen im Anfangsstadium können oft durch Herstellung optimaler Bedingungen erfolgreich bekämpft werden.

Nach Verletzungen sind Fische besonders anfällig für bakterielle Erkrankungen an den betroffenen Stellen.

Bei inneren bakteriellen Infektionen können mit Flüssigkeit gefüllte Zysten entstehen. Diese Zysten können von außen unsichtbar bleiben, aber für die Körperfarbe zuständige Nervenbahnen einklemmen, so dass sich ganze Körperteile schwarz färben. Wenn der Kopf betroffen ist, gleichen die Symptome den Symptomen bei einem Schilddrüsengeschwulst. Möglicherweise sind solche Zysten auch Anzeichen für einen Befall mit Sporozoen.

Infektionen mit dem Bakterium Nocardia asteroides werden auch als Falsche Neonkrankheit bezeichnet. Diese Bakterien befallen verschiedene Fischarten. Die Symptome entsprechen denen bei anderen bakteriellen Infektionen, also z. B. flächige Hauttrübungen, Glotzaugen, aufgetriebener Bauch und Abmagerung.

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Behandlungsvorschläge

Vor der Behandlung einer bakteriellen Infektion muss vor allem die Ursache der Erkrankung ergründet und beseitigt werden. Die meisten Behandlungsarten vernichten alle Baktieren, sowohl Krankheitserreger als auch nützliche Bakterien, wie z. B. die Filterbakterien, die zum Schadstoffabbau benötigt werden.

Durch diese radikale Verringerung der Bakterienzahl wird das Gleichgewicht zu Gunsten der Immunabwehr der Fische verschoben. Diese kurzfristige Verschiebung kann jedoch nur dann zu einer Heilung führen, wenn gleichzeitig die Umweltbedingungen für die Fische verbessert werden und die Bakterienzahl dauerhaft so klein wie möglich gehalten wird.

Zur Vorbeugung und Behandlung leichter bakterieller Infektionen können antibakteriell wirkende Naturstoffe wie Torf, Erlenzapfen und Seemandelbaumblätter verwendet werden.

Voraussetzung für die erfolgreiche Behandlung einer akuten bakteriellen Infektion ist eine frühzeitige und korrekte Diagnose und Behandlung. Wird die Erkrankung falsch oder zu spät behandelt, können massive Verluste auftreten, da die Erreger sich äußerst schnell vermehren können.

Zur Behandlung stärkerer Infektionen kommen Kaliumpermanganat und Tosylchloramid-Natrium (Chloramin T) in Frage.
In kritischen Fällen kann eine Behandlung mit Antibiotika erforderlich werden. In diesem Fall muss unbedingt ein Tierarzt oder eine Beratungsstelle konsultiert werden. Die Behandlung mit Antibiotika auf eigene Faust ist in jedem Fall abzulehnen.

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Bäder

Die Behandlung mit Bädern in antibakteriellen Mitteln wie Kaliumpermanganat, Tosylchloramid-Natrium (ChloraminT) oder Antibiotika kann bei leichten Infektionen, wie Rötungen und kleinen Geschwüren Erfolg bringen.

Möglich sind:

Wundbehandlung

Die betroffenen Stellen werden mit einem desinfizierenden Mittel vorsichtig abgetupft und anschließend mit einer wasserfesten Heilsalbe eingerieben. Die Wundbehandlung kann bei leichten Infektionen eingesetzt werden.

Mit Medikamenten angereichertes Futter

Das Fischfutter wird mit einem Antibiotikum versetzt. Dosierung und Antibiotikum müssen vom Tierarzt der Schwere der Infektion und dem Zustand der erkrankten Fische angepasst werden. Das Medikament kann bei dieser Behandlungsmethode erst verzögert wirken.

Spritzen von Antibiotika

Der Tierarzt spritzt dem erkrankten Fisch, ggf. mehrmals, ein Antibiotikum. Diese Behandlungsform kann langwierig sein, verspricht aber die höchste Heilungschance.

Weitere Informationen

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Weitere Zierfischkrankheiten:
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Anmerkungen zu dieser Seite
Anonym....16.01.2007 19:46 Uhr [X]
Diese Seite ist sehr umfangreich und interresant.
Jetzt weiß ich wie ich meinen Rotflossen-Glassalmler behandeln
kann,der eine Bakterrielle infektion mit endzündeten glotzaugen hat.