Rottweiler

Datenblatt Rottweiler

Größe: Groß (56 bis 68 cm)
Lebenserwartung: 8 bis 10 Jahre
Felllänge: Mittellang
Fellstruktur: kurzes Stockhaar aus Unterfell und Deckhaar
Geeignet als: Begleithund
Verhalten: gehorsam, selbstbewusst, zutraulich, tapfer
Kinderfreundlich: ja
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mar_qs, Rottweiler -52773841920, CC0 1.0

Rassemerkmale und Erscheinungsbild des Rottweilers

Der Rottweiler zählt mit einer Schulterhöhe von 61 bis 68 Zentimetern beim Rüden und 56 bis 63 Zentimetern bei der Hündin zu den mittelgroßen bis großen Hunderassen. Das Körpergewicht variiert je nach Größe zwischen 42 und 50 Kilogramm.

Das Erscheinungsbild des Vierbeiners ist stattlich: Rottweiler besitzen einen breiten Kopf, kräftigen Schwanz, gut bemuskelten Hals sowie eine tiefe Brust und einen geraden, strammen Rücken.

Die Ohren sind mittelgroß und dreieckig, hoch angesetzt und hängen nach vorn. Seine mandelförmige Augen sind tiefbraun gefärbt.

Das dunkle Rottweilerfell ist aus einem mittellangen, dichten Deckhaar und eine kurze, weiche Unterwolle zusammengesetzt. Zudem zeichnet sich die Rasse durch die typisch braunen bis rotbraunen „Abzeichen“ an Kopf, Läufen und Brust aus.

Wesen und Charaktermerkmale

Der Rottweiler ist eine liebevolle und friedliche Rasse und kommt sowohl mit Kindern als auch anderen Hunden gut zurecht. Als temperamentvoller und anhänglicher Hund entwickelt er eine starke Bindung zu seinem Besitzer.

Oft reagieren Rottweiler im jungen Alter übermütig freudig, wenn sie ihren Halter sehen, da sie ihre eigene Kraft noch nicht richtig einschätzen können.

Ein gut erzogener Rottweiler ist jedoch weder nervös noch aggressiv, sondern bleibt in stressigen Situationen stets wachsam und ruhig.

Die Hunderasse besitzt einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Um Zwischenfälle zu vermeiden, ist es notwendig, den Vierbeiner konsequent aber liebevoll zu erziehen.

Durch seine leistungsorientierte Zucht ist die Hunderasse auch im hohen Alter noch aktiv und benötigt viel Bewegung und Aufgaben, die ihn fordern.

Herkunft und Geschichte der Rottweiler

Rottweiler zählen zu den ältesten Hunderassen. Seine wendigen und kräftigen Vorfahren wurden bereits im Alten Rom als Hüte- und Treibhunde eingesetzt.

Mit den römischen Legionen kamen Vieh und ihre Hütehunde in die verschiedenen Viehhandelsmärkte des Reiches. Auf diese Weise gelangten die Tiere über die Alpen nach Rottweil. Die eingewanderten Hunde paarten sich mit ortsansässigen Hunden in der Nähe von Rottweil.

Die Nachkommen der Vierbeiner hüteten und trieben die Viehherden und beschützten das Grundstück ihrer Halter.

Metzger erkannten den hohen Nutzen der Arbeitshunde und begannen mit ihrer Zucht. Nach und nach entwickelte sich aus der ursprünglichen Rasse eine neue, speziell auf Intelligenz, Ausdauer und Treibeeigenschaften gezüchtete Rasse.

Die Hunde breiteten sich dann im späten Mittelalter über Baden-Württemberg hinaus aus. Allerdings waren sie bald arbeitslos, da Eisenbahnen den Viehtransport effektiver und schneller machten.

Die Polizei erkannte im 20. Jahrhundert schnell das Potenzial der starken Tiere. Mit der Anerkennung der Rasse im Jahr 1910 begann ihr Einsatz als Diensthund.

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izzyplante, Mr. C. (5047529646), CC BY 2.0

Die richtige Fütterung von Rottweilern

Rottweiler benötigen, wie alle Hunderassen, eine artgerechte Ernährung, um gesund und fit zu bleiben. Da die Rasse zu Übergewicht neigt, sollten Sie auf die richtige Futtermenge Wert legen.

Für Rottweiler ist eine kohlenhydratarme, fettärmere Ernährung sowie eine ausgewogene Proteinzufuhr von Bedeutung. Ziehen Sie von der Futterration außerdem Leckerbissen, Kauknochen und Co. ab und vermeiden Sie die Zugabe von Zucker, künstlichen Geschmacksverstärkern und Farbstoffen.

Rottweiler richtig pflegen

Rottweiler sind im Vergleich zu anderen Hunderassen pflegeleicht. Es genügt, wenn Sie das Fell gelegentlich ausbürsten.

Zusätzlich sollten Sie die Augen, Pfoten und Ohren regelmäßig kontrollieren. Um lange Krallen zu kürzen, können Sie eine Krallenschere verwenden.

Um Ihren Vierbeiner vor Parasiten zu schützen, sollten Sie ihn nach Spaziergängen im Wald oder auf Wiesen untersuchen.

Rottweiler-Gesundheit: typische Erbkrankheiten

Die ursprünglichen Treib- und Hütehunde sind sehr belastbar und zeichnen sich durch eine robuste Gesundheit aus. Dennoch gibt es einige Erbkrankheiten:

  • Hüftgelenkdysplasie (Hüftdysplasie): Diese Fehlstellung der Hüfte kann in jedem Alter auftreten. Bei einer frühzeitigen Erkennung können Sie der Krankheit durch die richtige Ernährung und Bewegungstherapie gegensteuern.
  • Kreuzbandabriss: Der Rottweiler beginnt zu humpeln oder mit den Hinterläufen zu lahmen. Besonders betrifft die Krankheit Hunde zwischen zwei und sechs Jahren.
  • Degenerative Rückenmarksentzündung: Zu den Symptomen zählen hier eine Schonhaltung, Berührungsempfindlichkeit am Rücken, Probleme beim Laufen sowie Lahmen.

  • Ellbogendysplasie: Die Krankheit zeichnet sich durch das Lahmheit der vorderen Gliedmaßen aus.

  • Osteochondrose: Bei dieser Erbkrankheit wandelt sich ein Knorpel zu einem Knochen um, was zu Lahmheit und Schmerzen führt. Insbesondere junge Hunde sind davon betroffen.
  • Schilddrüsenunterfunktion: Wichtige Indikatoren sind hier Entzündungen, Haarausfall, Fresslust sowie ein erhöhtes Bedürfnis nach Wärme.

Holen Sie Ihren Rottweiler von einem seriösen Züchter und lassen Sie ihn frühzeitig auf rassespezifische Krankheiten untersuchen, um Erbkrankheiten zu vermeiden.

Eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sind ebenfalls für die Gesundheit Ihres Vierbeiners wichtig.

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Xdotcommer, Rottweiler Face, CC BY-SA 3.0

Sonstige Fragen

Sind Rottweiler gefährlich?

Kein Hund wird gefährlich geboren. Wenn Rottweiler richtig erzogen und trainiert werden, sind sie liebevolle und freundliche Begleiter und Familienhunde.

In den falschen Händen kann jeder Hund aggressiv reagieren und für Erwachsene und Kinder gefährlich werden.

Was kostet ein Rottweiler vom Züchter?

Bei seriösen Züchter*innen kostet ein Rottweiler-Welpe zwischen 800 und 1.200 Euro. Neben dem Kaufpreis kommt noch die Erstausstattung des Vierbeiners dazu.

Sind Rottweiler Listenhunde?

In folgenden fünf Bundesländern gilt der Rottweiler als Listenhund: Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg, Bayern und Brandenburg.

Durch ein Wesenstest kann die Gefährlichkeit jedoch widerlegt werden. Ist dieser bestanden, ist die Haltung auch ohne zusätzliche Auflagen möglich.

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