Kaninchenrassen im Überblick

Vor allem Familien mit Kindern entschließen sich oft ein Kaninchen als Haustier anzuschaffen.

Doch ganz egal, ob Sie sich selber um das Tier kümmern wollen oder diese Aufgabe ihren Kindern zustehen soll, bevor Sie sich für für den Kauf eines Kaninchens entscheiden, sollten Sie mehrere Dinge bedenken. Es ist vorrangig wichtig, dass Sie die Kosten für die Verpflegung eines Kaninchens bedenken.

Junge Zwergkaninchen sitzen nebeneinander auf Strohballen
© DoraZett ID:193128394 stock.adobe.com

Das ist aber längst nicht alles, was zählt. Neben den Kosten sollten Sie auch bestimmen welche Rasse am besten zu Ihnen und Ihren Lebensgewohnheiten passt. Jede Kaninchenrasse hat ihre Vor- und Nachteile, ihre Besonderheiten und Eigenschaften. Lesen Sie hier die wichtigsten Fakten über die beliebtesten Kaninchenrassen und was jede von ihnen einzigartig macht.

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Kaninchenrassen und ihre Besonderheiten

Kaninchenrassen werden nach mehreren Kategorien klassifiziert. Zum einen ist da die Größe, dann nach ihrem Aussehen und dem Charakter. Wenn die Rede von der Größe ist, unterscheiden wir große, mittelgroße und Zwergrassen.

Die äußeren Merkmale wie beispielsweise das Fell lassen uns zwischen Satinrassen, Kurzhaar- und Langhaarrassen unterscheiden. Ganz egal von welcher Kategorie die Rede ist, in allen gibt es Tiere, die besonders beliebt sind, ob für ihr Aussehen oder aber für den Charakter, der von Rasse zu Rasse unterschiedlich ist. Hier sind die beliebtesten Rassen.

Englische Schecken

Englische Schecken
Trio32, English Spot Black, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Hierbei handelt es sich um eine der beliebtesten Kaninchenrassen, vor allem unter Kindern. Wie der Name schon sagt, stammt diese Kaninchenrasse aus England. Bei artgerechter Haltung können Englische Schekcen bis zu 13 Jahre alt werden, was für klene Normalhaarkaninchen ein stolzes Alter ist. Im Durchschnitt wiegen Englische Scheeken zwischen 2 und 4 Kilo. Früher war diese Kaninchenrasse ausscließlich ein Fell und Fleischlieferant. Etwa Anfang des 19-ten Jahrhunderst wurde die Rasse aufgrund der auffälligen Farben des Fells immer beliebter unter Züchtern in England. Kurz darauf fand man auch im Rest Europas Gefallen an den Englsichen Schecken. Bald schon waren sie in ganz Europa weit verbreitet.

Englische Schecken sind weiß mit blauen, thüringischen oder braunen Schecken. Die Schönheit ihres Fells ist etwas, dass sie besonders bei Kindern so beliebt macht. Besonders auffällig ist die Farbe am Kopf. Zwischen den Ohren haben Englische Schecken meist einen Punkt i n Form eines Schmetterling, die Ohren sind ebenfalls braun oder blau, wöhrend die meisten Exemplare auch dünne und gleichmäßige Augenringe haben.

Was den Körperbau dieser Kaninchen angeht, kann man sie als leicht gestreckt beschreiben. Ihre Gliedmaßen sind fein. Englische Schecken haben eine abgerundete Rücklinie. Anders als bei anderen kleinen Kaninchenrassen ist der Kopf bei dieser Rasse nicht so nah am Rumpf. Die Ohren sind lang und entsprechen der Körpergröße, der Hals ist klar sichtbar und das maximale Körpergewicht liegt bei 4 Kilo. Perfekt sind für diese Kaninchen allerdings 2,5 Kilo. Englische Schecken sind zwar aufgrund ihres Aussehens besonders beliebt bei Kindern, dennoch eignet sich diese Rasse eher für Hobbyzüchter als als Haustier.

Was man bei dieses Kaninchen besonders bedenken sollte ist ihr Charakter. Sie sind launisch, schwierig und anspruchsvoll in der Haltung. Wer diese Herausforderung jedoch gerne annimmt, hat mit Englischen Schecken eine sehr gute Wahl getroffen.

Der Farbenzwerg

Der Farbenzwerg ist ein sehr kleines Kaninchen niedlicher Optik, weswegen er besonders gut als Haustier geeignet ist. Dennoch muss man auch hier beachten, dass diese Kaninchen nicht in jedes Leben passen und ihre Besonderheiten haben, auf die man bei der Haltung Acht geben muss. Sie benötigen viel Auslauf. Daher benötigt man für eine artgerechte Haltung viel Platz für einen ausreichend großen Käfig oder einen Garten, in dem sich die Tiere austoben können. Farbenzwerge sind sehr verspielt und eignen sich dadurch bestens für Familien mit Kindern. Hier ein kurzer Überblick über ihre wichtigsten Eigenschaften…

Farbenzwerge sind recht klein, wiegen in der Regel maximal 1,5 Kilo und werden meist zwischen 8-10 Jahre alt. Sie sind meistens schwarz, können aber auch rot oder gefleckt sein. Diese Kaninchenrasse stammt aus den Niederlanden. Sie sind in der Regel zwischen 20 und 40 cm lang, haben sehr weiches Fell und einen gedrungenen Körperbau. Farbenzwerge sind nicht nur sehr niedlich, sie haben auch einige Besonderheiten, auf die man unbedingt achten sollte. Diese Zwergkaninchen darf man keinesfalls erschrecken. Farbenzwerge erstarren, wenn sie erschreckt werden. Daher brauchen Sie für diese Rasse unbedingt einen ruhigen Platz, um den Käfig aufzubauen. Diese Kaninchen können Stress nicht vertragen und wenn sie sich in einer hektischen oder lauten Situation wiederfinden, neigen sie dazu sich zu verstecken und orientierungslos zu fliehen.

Wenn Sie sich für einen Farbenzwerg als Haustier entschieden haben, sollten Sie auch berücksichtigen, dass die Tiere nicht zur Einzelhaltung geeignet sind. Sie sind sehr gesellig und benötigen daher Kontakt zu Artgenossen. Eine Alternative wäre die Verbindung mit Meerschweinchen, mit denen sie in der Regel gut auskommen.

Angorakaninchen

Angorakaninchen
Ross Little, Fluffy white bunny rabbit, CC BY-SA 2.0

Eine der beliebstesten Rassen ist das Angorakaninchen. Das Besondere an diesen Tieren ist ihr Fell. Angorakaninchen haben ein Fell aus dichter Wolle, das ständig nachwächst und sehr flauschig ist. Das Fell muss daher jährlich 3-4 Mal geschoren werden. Die Haare sind bis zu 7 cm lang und sehr weich. Das Angorakaninchen zählt daher zur Kategorie der Langhaarkaninchen.

Sie stammen aus ursprünglich aus England, sind aber heute in ganz Europa weit verbreitet. Angorakaninchen sind zwischen 20 und 30 cm lang, wiegen zwischen 3 und 5 Kilo und ihre Farbe ist in der Regel weiß. Ein unverkennliches optisches Merkmal dieser Rasse sind die dichten Fellbüschel an den Ohren, der Stirn und den Backen, was diese Tiere besonders niedlich aussehen lässt.

Der Körper dieser Kaninchen ist gestreckt, der Kopf etwas breiter als bei anderen Rassen und ihre Augen sind rot. Sie sind zwar ziemlich neugierig, dafür aber auch anhänglich und friedlich, was sie zur perfekten Wahl für Familien mit kleinen und lebhaften Kindern macht.

Angorakaninchen werden 5-10 Jahre alt, integrieren sich gut in den Alltag und sind nicht besonders anspruchsvoll für die Haltung. Ihr Lieblingsessen ist Grünsalat oder Kohl. Sie sind eine der ältesten englischen Kaninchenrassen der Welt und wurden vor ungefähr 300 Jahren erstmals aus der Türkei inportiert.

Der Zwergwidder

Widderkaninchen
Rosalia Wilhelm, Widderkaninchen, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Der Zwergwidder ist ein besonders beliebtes Haustier aufgrund seiner kleinen Körpergröße und seiner Freundlichkeit. Sie sind sehr sozial, anhänglich und zutraulich. Zwergwidder sind kompakt, rundlich und mit ihrem freundlichen Wesen eine ausgezeichnete Wahl für Kleinkinder.

Der Zwergwidder ist im Durchschnitt 20-40 cm lang. Ein ausgeprägtes optisches Merkmal sind die 25-30 cm langen Ohren, die vom Kopf nach unten hängen, was ihn besonders süß aussehen lässt. Bei sehr jungen Zwergwiddern stehen die Ohren noch aufrecht und senken sich ca. Ab der sechsten Woche nach ihrer Geburt. Ihr Kopf ist zwar kräftig, dafür aber kurz, den Hals sieht man in der Regel nicht. Ihr Körper ist ebenfalls kürzer als bei anderen Zwergrassen, sie sind breitschultrig und rund. Das Fell ist kurz und dicht. Zwergwidder sind zwischen 1,5-3,5 Kilo schwer und werden zwischen 8 und 12 Jahre alt.

Zwergkaninchen stammen aus den Niederlanden, wo sie seit den 1950-er Jahren gezüchtet werden. Sie sind aus der Kreuzung zwischen Farbenzwergen und französischen Widderkaninchen entstanden. In Deutschland ist diese Kaninchenrassen seit den 1970-er Jahren als eigenständig anerkannt.

Was ihren Charakter angeht, kann man nur positives über diese Kaninchen sagen. Sie sind zutraulich, ruhig, gutmütig und geduldig. Auch sind sie sehr schlau. Mit etwas Geduld kann man diesen Zwergkaninchen sogar mehrere Kunststücke beibringen. Dennoch sollte man beachten, dass sie sich schnell bedroht fühlen können, was für Kaninchen normal ist. Der Zwergwidder kann sowohl in der Wohnung als auch im Außenbereich gehalten werden. Wenn Sie ihn in ihrer Wohnung unterbringen wollen, benötigen Sie einen Käfig der mindestens 150x60x50 groß ist.

Blaue Wiener Kaninchen

Grauer Wiener
Ailura, Grauer Wiener 03, CC BY-SA 3.0

Ihr nicht alltägliches Aussehen ist das, was diese Kaninchenrasse so beliebt macht. Wie der Name schon sagt, haben sie ein blaues und ungewöhnliches Fell. Es ist in der Regel mittel bis dunkelblau und schimmernd. Blaue Wiener wiegen zwischen 3 und 5,5 Kilo und haben etwa 13-15 cm lange nach oben gestreckte Ohren. Sie sind sehr kräftig, muskulös und robust. Sie weisen einen geringen Pflegeaufwand auf, was sie zu den perfekten Haustieren für Anfänger macht. Blaue Wiener Kaninchen gehören zur Kategorie der mittelgroßen Normalhaarkaninchen. Sie eigenen sich auch bestens für Hobbyzüchter aufgrund ihrer hohen Fruchtbarkeit und ihrer enormen Widerstandskraft.

Blaue Wiener Kaninchen sind walzenförmig, sehr stark und weisen eine gleichmäßige Körperform auf. Die Ohren stehen aufrecht und sind am oberen Ende rund. Blaue Wiener haben ein blaues in der Unterwolle dichtes Fell, welches aber sehr pflegeleicht ist. Sie stammen aus Österreich, wo sie seit den 1890-er Jahren gezüchtet werden. Damals nannte man sie noch Blaue Riesen. Zu der Zeit wurden diese Kaninchen mit belgischen und französischen Widderkaninchen gekreuzt, was sie kleiner werden ließ.

Vom Wesen her sind Blaue Wiener Kaninchen sehr zahm und friedfertig. Sie werden schnell anhänglich und sind auch sonst anspruchslos. Diese Kaninchen lieben viel Bewegung, sie sind neugierig und wollen alles in ihrer Umgebung gründlich erkunden. Deswegen wäre es gut für die Haltung einen Garten zu haben, in dem sie sich ausreichen bewegen und austoben können. Auch täglicher Auslauf ist für eine srtgerechte Haltung dieser Rasse sehr wichtig.

Löwenkopfkaninchen

Löwenkopfkaninchen
Cr4nK at German Wikipedia, Loewenkopfkaninchen beim fressen, CC BY-SA 3.0 DE

Woher stammt wohl der Name dieser Rasse? Das kann man sich sicherlich denken. Sie sind bekannt für das lange und sehr dichte Fell am Kopf, dass an die Mähne eines Löwen erinnert. Das auffällig lange Haar wächst besonder dicht zwischen Kopf und Hals.

Löwenkopfkaninchen gehören zu den Zwergkaninchen. Der Körper dieser Tiere hat eine walzige Form mit ziemlich kurzen Läufen. Sie sind in der Regel zwischen 20 und 40 cm lang, wiegen im Durchschnitt etwa 1-2 Kilo und werden etwa 10-14 Jahre alt, was für ein Zwergkaninchen ein stolzes Alter ist.

Löwenkopfkaninchen haben außer dem Kopfbereich am Körper ein kurzes, dichtes und sehr weiches Fell. Es gibt sie in so gut wie allen Farben. Ihr Kopf ist rund, die Schnauze sehr ausgeprägt und ihre Augen gibt es ebenfalls in verschiedenen Farben. Auch unter allen anderen Zwergkaninchen gelten Sie als “die Zwerge” weil sie meist nur 1,5-1,7 Kilo schwer werden und somit sehr klein und niedlich sind.

Diese Zwergkaninchen gelten als ausgeglichen, zahm, ruhig und friedlich. Dennoch sind sie sehr neugierig, aufgeweckt und spielfreudig. Sie sind offen Fremden gegenüber und für ihr besonders freundliches Wesen bekannt. Was man bei der Haltung dieser Kaninchen jedoch beachten sollte, ist, dass sie am liebsten alleine sind und daher besser für Einzelhaltung geeignet sind. Meerschweinchen und anderen Kaninchen gegenüber verhalten sie sich eher scheu. Bei der Haltung ist auch zu beachten, dass diese Kaninchen nicht in einen Käfig passen. Sie benötigen etwa 2 Quadratmeter Platz. Im Sommer muss man beachten, dass sie nicht lange in der Sonne sein dürfen und sich viel wohler im Gras als im Streu fühlen.

Das Thüringer Kaninchen

Thüringer (Kaninchenrasse)
Afribee, Thuringian colouring, CC BY-SA 3.0

Diese Rasse ist optisch besonders ansprechend. Thüringer Kaninchen sind gelb-rot mit langen nach oben gestreckten dunklen Ohren. Auch um die Augen herum haben sie dunkle Ringe. Sie sind sehr süß und flauschig, das Fell wird mit dem Alter immer dunkler. Es ist sehr dicht, weich und hat reichlich viel Unterwolle. Thüringer Kaninchen können bis zu 15 Jahre alt werden, sie wiegen in der Regel zwischen 2 und 3,5 Kilo. Manche Exemplare werden aber auch bis zu 4,5 Kilo schwer. Neben Hunden und Katzen sind die Thüringer Kaninchen die beliebtesten Haustiere.

Der Körper dieser Kaninchen ist walzenfürmig mit gleichmäßigen Proportionen. Sie haben eine ziemlich breite Brust, sowie einen ausgeprägten Hinterbau. Ihre Lüfe sind mittellang, die Ohren sehr ausgeprät und fleischig, etwa 12 cm lang. Den Hals sieht man bei diesen Tieren nicht.

Erstmals gezüchtet wurde diese Kaninchenrasse, die eigentlich zur Gattung der Hasen gehört Ende des 19-ten Jh., als Kreuzung zwischen dem Silber- und dem Riesenkaninchen. Sie stammen ursprünglich als Belgien, wurden aber bis zum II-ten Weltkrieg nicht als Rasse anerkannt. Heute zählen sie zu den beliebtesten Kaninchenrassen überhaupt.

Was diese Kanichen auch besonders macht. ist der Wunsch nach einer ausgewogenen und gesunden Ernährung. Thüringer Kanincgen fressen nicht alles. Die beste Wahl ist frisches und hochwertiges Heu. Daneben fressen sie gerne frische Obst und Gemüse, brauchen stets sauberes Wasser und einen trockenen Stall.

Thüringer Kaninchen sind vom Wesen her sehr freundlich. Sie passen sich ihrer Umgebung schnell an, sind zutraulich und zahm. Dennoch brauchen sie von Zeit zu Zeit viel Ruhe und ziehen sich zurück. Sie benötigen viel Auslauf und ausreichend Platz, fühlen sich in freier Natur sehr wohl und spielen den größten Teil des Tages. Sie sind sehr neugierig, erkunden ihre Umgebung ununterbrochen und brauchen viel Zuneigung. Thüringer Kaninchen sind für die Haltung ziemlich anspruchsvoll, brauchen viel Pflege und sind daher weniger für Anfänger geeignet.

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