Hakennasennatter

Datenblatt Hakennasennatter

Handelsname: Hakennasennatter
Lateinischer Name: Heterodon nasicus
Herkunft: Nordamerika, sowie der Norden Mexikos
Größe: 45 – 60cm, maximal 90cm
Lebenserwartung: 15 – 18 Jahre
Verhalten/Besatz: ausgeprägtes Verteidigungsverhalten bei Gefahr (Einsatz der Giftzähne, Aufrichten, Scheinangriffe, Versprühen einer faulig riechenden Flüssigkeit), Totstellen (durch gezielte Ruptur von Blutgefäßen Blutung aus dem Maul), sehr aktiv, verbringt viel Zeit vergraben, tagaktiv, pflanzlicher Besatz eher ungeeignet (wird ausgegraben)
Gruppen vs. Einzelhaltung: Gruppenhaltung oder die Haltung als Paar ist möglich; Einzelhaltung ist aber am stressfreisten für das Tier
Futter: Frösche, Kröten, Echsen, Reptilien, kleine Vögel, Kleinsäugetiere; Lebendfutter meist gefährlich für die Schlange und mit Qualen des Tiers verbunden; Frostfutter wird oft abgelehnt; Prekilled-Futter ist eine gute Alternative
Schwierigkeitsgrad Sehr genügsam, stellt keine hohen Ansprüche an den Halter
Hakennasennatter
Peter Paplanus from St. Louis, Missouri, Dusty Hognose Snake (Heterodon gloydi) (30203048175), CC BY 2.0

Bei der schön in Erdfarben gesprenkelten Schlange handelt es sich um eine Trugnatter aus der Familie der Nattern. Wie alle anderen Reptilien auch, zählt sie zu den exotischeren Haustieren, das ein gewisses Maß an Grundkenntnissen erfordert.

Die Hakennasennatter hat sich im Laufe der Zeit zudem unter Reptilienhaltern etabliert und erfreut sich einiger Beliebtheit. Für wen gerade ein solches Exemplar geeignet ist und worauf man achten muss, wurde in diesem Artikel zusammengefasst.

Anschaffung und Haltung

Wie bei jedem anderen Haustier auch, müssen sowohl bei der Anschaffung als auch bei der Haltung gewisse Punkte beachtet werden. Die wichtigsten Eckdaten dazu sind im folgendem Absatz zu finden.

Anschaffung

In Deutschland ist die Haltung von Gifttieren grundsätzlich verboten. Da die Hakennasennatter eines ist, gilt dieses Verbot erst einmal auch für sie. Weil ihr Gift für den Menschen aber nicht gefährlich ist, kann man für diese Art eine Ausnahmegenehmigung beantragen.

Um diese zu erhalten, muss bei einem Besuch durch das Veterinäramt bestätigt werden, dass eine sichere und artgerechte Haltung gegeben ist. Zusätzlich muss jedes Tier bei der zuständigen Behörde angemeldet werden.

Wichtig: dieses Prozedere muss nicht in jedem deutschen Bundesland durchlaufen werden! Einige Bundesländer, wie z. B. Nordrhein-Westfalen, verzichten ganz auf eine offizielle Anmeldung bzw. Genehmigung.

Erwerben kann man Hakennasennattern bei professionellen Züchtern. Hierbei ist in jedem Fall darauf zu achten, dass die Quelle, von der das Tier bezogen wird, auch wirklich seriös ist.

Andernfalls riskiert man, sich ein illegal eingeführtes, krankes oder anderweitig verletztes Tier zuzulegen.

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Haltung

Wie bereits erwähnt, ist die Haltung vergleichsweise unkompliziert und kann sowohl eines als auch mehrere Tiere in einem Terrarium umfassen.

Anforderungen an das Terrarium

Zunächst ist je nach Anzahl der gehaltenen Schlangen die Größe des Terrariums wichtig. Bei einem einzelnen Exemplar sollte es mindestens die Maße 90 x 50 x 60 cm umfassen, für ein Paar liegt das Minimum bei 120 x 50 x 60 cm.

Für die Haltung einer Hakennasennatter ist zudem der Bodengrund entscheidend. Weil sie ganze Tunnelsysteme gräbt, wird hier Kokosfaser, Torf, sowie Erde empfohlen.

Von Sand wird dringend abgeraten, da sich die Natter sonst mit der Zeit Deformierungen zuzieht. Der Grund sollte 8-12cm hoch eingefüllt werden.

Pro Tier müssen zudem ein bis zwei Versteckmöglichkeiten an der Oberfläche zur Verfügung gestellt werden. Höhlen, Steinformationen und Korkröhren eignen sich hierfür am besten.

Trotzdem müssen sie stets gut gesichert werden, weil die Hakennasennatter sie untergraben und von ihnen verletzt werden könnte. Eines der Verstecke sollte außerdem als Wetbox eingerichtet werden, weil dies sowohl Häutung als auch Eiablage erleichtert.

Wie oben bereits genannt, sind Dekopflanzen echten vorzuziehen, da diese genauso von den intensiven Grabtätigkeiten betroffen sind. Zum Baden muss des weiteren eine Wasserschale zur Verfügung stehen. Um das Haustier vor dem Ertrinken zu schützen, darf diese nicht zu tief sein.

Die Temperaturen sollten tagsüber zwischen 25 und 30 Grad Celsius liegen, ein gesonderter Sonnenplatz sollte 35 Grad Celsius erreichen. Nachts sollte es dennoch auf Zimmertemperatur herunterkühlen.

Die Beleuchtung variiert nach Jahreszeit. Je nachdem sollte zwischen 6 und 14 Stunden pro Tag für eine Grundbeleuchtung gesorgt sein.

Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit von 40 – 60%, die bei richtiger Einrichtung des Terrariums sehr leicht zu halten ist.

Damit das Tier sich wohl fühlt, müssen Haut- und Futterreste, sowie Kot täglich entfernt werden.

Heterodon nasicus
Ltshears, Western Hognose Snake by Trisha, CC BY-SA 3.0

Geschlechtsunterschiede

Das Geschlecht dieser Schlangenart lässt sich sehr gut an der Statur erkennen. Die Weibchen sind nicht nur deutlich größer und massiger als die Männchen, sondern haben zudem einen viel kürzeren Schwanz.

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Futter und Ernährung

Die Hakennasennatter ist, was ihre Ernährung betrifft, sehr wählerisch. Oftmals braucht es eine Weile, bis sie das Futter annimmt und es ist nicht immer einfach herauszufinden, was sie bevorzugt. Genauere Angaben, was gefüttert werden kann, sind oben im Datenblatt zu finden.

Jungtiere bis 24 Monate haben einen sehr schnellen Stoffwechsel, sodass sie praktisch gar nicht überfüttert werden können. Alle 4 – 5 Tage benötigen sie neue Nahrung. Für ausgewachsene Exemplare wird ein Futterrythmus von 8 – 12 Tagen empfohlen.

Hält man sich mehrere dieser Nattern, sollte man unbedingt darauf achten, die einzelnen Tiere separat zu füttern.

Eingewöhnung und Umgang

Die Hakennasennatter bevorzugt allgemein die Flucht, statt anzugreifen. Aus diesem Grund sollte man ihr mindestens einige Tage Zeit geben, sich an ihr neues Terrarium zu gewöhnen.

Dabei tritt man nur während der Fütterung mit dem Tier in Kontakt, um es nicht zusätzlich zu stressen.

Nach der Eingewöhnungsphase sollte man die Natter schrittweise an Körperkontakt gewöhnen. Dabei sollte sehr vorsichtig vorgegangen werden, da sie zu Abwehrverhalten greift, wenn sie sich in die Ecke gedrängt fühlt. Insgesamt ist Heterodon nasicus kein Kuscheltier und sollte auch dementsprechend behandelt werden.

Sonstige Fragen

Zum Schluss werden noch Fragen beantwortet, die besonders häufig auftreten.

Wie gefährlich ist das Gift der Hakennasennatter?

Das Gift dieser Schlangenart ist für den Menschen zwar unangenehm, aber nicht lebensgefährlich. Einzige Ausnahme sind Allergiker, da dieses Gift sich ähnlich wie das von Bienen oder Wespen verhält und somit eine anaphylaktische Reaktion hervorrufen kann.

Wie viel kostet eine Hakennasennatter?

Der Preis für eine solche Natter variiert zwischen den verschiedenen Züchtern stark. Meist liegt er zwischen 80 und 250 Euro.

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