Goldstaubtaggecko

Datenblatt Goldstaubtaggecko

Handelsname: Goldstaubtaggecko, Goldstaub-Taggecko
Lateinischer Name: Phelsuma laticauda, Pachydactylus laticauda
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Familie: Geckos (Gekkonidae)
Gattung: Taggeckos (Phelsuma)
Herkunft: Komoren, Norden Madagaskars
Größe in cm: 12
Terrariumgröße Länge und Breite: ab 50 x 50 cm
Temperatur: am Tag 25 bis 30 °C, Nachts 18 bis 23 °C
Verhalten
Futter: Allesfresser, Lebendfutter (Insekten), Obst, Nektar, Pollen
Verhalten: Einzelgänger, aggressiv, revierbildend
Anzahl: Paarweise
Lebenserwartung: 8 bis 10 Jahre
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Goldstaubtaggecko
Thomas Shahan, Phelsuma laticauda, Oahu, CC BY 2.0
Der Goldstaub-Taggecko
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Der Goldstaub-Taggecko*
  • Krause, Peter (Autor)

Allgemeine Einleitung

Den Baumbewohner findet man auf größeren Pflanzen, Laubbäumen, Kokospalmen, Bananenstauden, Sisalagaven und anderen Palmenarten. Als Kulturfolger sind die Tiere häufig in Häusern und in der Nähe von Siedlungen zu finden.

Die farbenfrohen Geckos sind beliebte in Terrarienbewohner. Attraktiv und doch einfach in der Pflege werden sie gern von Einsteigern gehalten.

Aussehen

Ihren Namen haben die Geckos von den goldgelben Schuppen im Nacken und auf dem vorderen Rücken. Es sieht aus, als hätte jemand Goldstaub über sie verschüttet.

Ihre Grundfarbe sind verschiedene Grüntöne, von hellgrün über gelbgrün bis blaugrün ist alles möglich. Die Bauchseite ist cremeweiß. Auf dem hinteren Rücken leuchten drei rote Längsstreifen. Sie werden in Richtung zum Schwanzansatz schmaler.

Der Schwanz ist ungefähr so lang wie der Körper. Er ist leicht abgeflacht und breit. Auf der Oberseite sind die Tiere mit körnchenartigen Schuppen bedeckt.

Der Körper wird von kräftigen Beinen mit nicht zu stark verbreiterten Zehen und Fingern getragen. An der Oberseite der Augen fällt ein türkisblauer Streifen auf. Die Pupillen sind rund.

Verhalten

Die tagaktiven Geckos sind ständig in Bewegung. Ihre Kommunikation untereinander ist interessant und spannend zu beobachten. Sie benutzen zur Verständigung ein breites Spektrum an Gesten.

Ihr Sehvermögen ist ausgezeichnet. Sowie sich etwas bewegt, sind sie sofort in Alarmbereitschaft. Es könnte Futter im Anflug sein, oder eine Gefahr nähert sich.

Den Tag beginnen sie mit einem ausgiebigen Sonnenbad. Haben sie ihre Wohlfühltemperatur erreicht, gehen sie auf Nahrungssuche. Die Kletterkünstler bewegen sich geschickt auf Ästen, Ranken und Baumstämmen durch ihr Habitat.

Die Männchen verteidigen ihr Revier mit Nachdruck. Vor allem andere Männchen werden vertrieben. Kommt es zum Kampf, gibt der Unterlegene auf und flieht. Teilweise leben mehrere Weibchen zusammen in einem Revier. Dann regelt eine Rangordnung das Zusammenleben.

In zu kleinen Terrarien kann es vorkommen, dass das Weibchen vom Männchen ständig attackiert und eventuell verletzt wird. Es muss ausreichend Platz sein, damit sie sich zurückziehen kann.

Das Paar sollte zusammen gekauft und zusammen in sein neues Heim eingesetzt werden. Kommt das zweite Tier erst später dazu, wird es als Eindringling behandelt.

Gefüttert wird zwei- bis dreimal in der Woche. Davon zweimal Insektennahrung und einmal Bananenbrei oder anderes Fruchtmus. Die Insekten sollten mit Vitaminen und Mineralstoffpräparaten bestäubt werden. Die Tiere fühlen sich wohler, wenn ihr Habitat täglich mit Wasser besprüht wird.

Terrarium

Der Boden sollte mit Kokoserde oder ungedüngter Blumenerde bedeckt sein. Die Geckos brauchen viele Klettermöglichkeiten wie Äste (Bambus), großblättrige Pflanzen (Sanseverien), eine Rückwand aus Kork usw.

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Zwingend notwendig ist eine Abdeckung aus Drahtgaze, da die flinken Kletterer andernfalls schnell entwischen. Damit sie ausreichend Frischluft bekommen, können eine oder mehrere Seitenwände ebenfalls aus Gaze bestehen.

Die Geckos brauchen ausreichend UV-Licht. Entweder durch entsprechende Lampen oder wenn möglich im Sommer durch Freilandhaltung. Sind schattige Plätze unter Blättern oä. vorhanden, kann das Terrarium in der Sonne stehen. Die Temperatur sollte an den Sonnenplätzen jedoch 38 °C nicht übersteigen.

Alternativ zur Sonne können ausgewählte Plätze mit Spotstrahlern erwärmt werden. Die Beleuchtung sollte im Sommer täglich 14 Stunden und im Winter 12 Stunden an sein. Die Stärke der Lampen (Wattzahl) ist von der Größe des Terrariums abhängig. Es darf nicht zu warm werden.

Nachts kann die Temperatur auf 20 °C sinken. Zusätzliche Heizgeräte sind nicht erforderlich.

Geschlechtsunterschiede

Bei den Männchen sind die Präanofemoralschuppen vergrößert und deutlicher ausgeprägt. Des Weiteren sind ihre Hemipenistaschen gut sichtbar.

Zucht

Das Weibchen muss während der Paarungszeit ausreichend Kalzium bekommen. Sie braucht es, um stabile Eierschalen auszubilden. Fehlt es in der Nahrung, greift sie ihre körpereigenen Substanzen an. Das schwächt das Tier, schlimmstenfalls kann sie daran sterben.

Am Kopf des Weibchens befinden sich rechts und links je ein Kalziumspeicherorgan. Ist genug Kalzium vorhanden, ist es dick und rund. 35 bis 40 Tage nach der Paarung legt das Weibchen 2 rundliche Eier. Sie müssen in einem Inkubator ausgebrütet werden. Die Eltern würden die frisch geschlüpften Jungtiere fressen.

Im Brüter sollten Temperaturen zwischen 25 und 28 °C und eine Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80 % herrschen.

Nach 40 bis 45 Tagen schlüpfen die Jungen. Sie sind dann 4 bis 5 cm lang. Das Geschlecht der Junggeckos ist von der Temperatur im Inkubator abhängig. Bei 25 bis 26 °C schlüpfen hauptsächlich Weibchen, bei höherer Temperatur Männchen. Die Tiere paaren sich bis zu fünfmal im Jahr. Das Weibchen legt demnach jedes Jahr insgesamt 10 Eier.

Aufzucht

Weil schon die Jungtiere aggressiv gegenüber Artgenossen sind, müssen sie getrennt aufgezogen werden. Geeignetes Futter sind Obstfliegen und Mikroheimchen.

Im Alter von 12 Monaten werden die Junggeckos geschlechtsreif, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig ausgewachsen sind.

Vergesellschaftung

In der Natur leben Golstaubtaggeckos im selben Lebensraum wie Palmen-Taggeckos. In einem entsprechend großen Terrarium mit vielen Verstecken sollte eine Vergesellschaftung möglich sein.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten:

Die Tiere sollten gesund wirken und aus einer artgerechten Haltung kommen. Achten Sie darauf, dass sie munter sind und sich normal verhalten (fremden Menschen gegenüber eher scheu).

Lassen Sie sich den Herkunftsnachweis der Tiere zeigen. Unseriöse Händler bringen eventuell illegal eingeführte Tiere in Umlauf. Beim Kauf bekommen die Geckos den Herkunftsnachweis mit. Den sollten Sie auf keinen Fall vergessen.

Phelsuma laticauda braucht nicht bei der Artenschutzbehörde gemeldet zu werden, es besteht jedoch eine Nachweispflicht über die Herkunft der Tiere.

Goldstaubtaggeckos werden zahlreich nachgezüchtet. Die Tiere, die im Handel sind, sind fast alle deutsche Nachzuchten.

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1 Gedanke zu „Goldstaubtaggecko“

  1. Hallo, wir haben uns vor etwa einem Monat zwei Goldstaubtaggeckos ein jüngeres und einen der schon ein wenig älter schien, wie alt die sind konnte man uns nicht sagen. aber das man die Paarweise zusammen setzen sollte in einem Terrarium, ich hab mich auch so viel es nur geht versucht über die beiden zu informieren über Internet und Foren. Naja und jetzt ist etwas passiert was wir uns bisher gar nicht erklären konnten und worüber wir bisher überhaupt nichts gefunden haben, das kleinere ist nämlich plötzlich verschwunden und im gleichen Moment ist der Größere ordentlich dicker geworden gut doppelt so dick. Daraufhin haben wir erstmal das Terrarium auf dem Kopf gestellt und das Terrarium abgesucht, doch keine Spur. Dann haben wir die Wohnung auf dem Kopf gestellt, doch keine Spur. Wir haben auch versucht nachzuvollziehen, wo sie aus dem Terrarium gekrochen sein konnte, aber da war alles dich und zu klein. Von daher stellt sich für uns die Frage … Kann es wirklich sein dass das ältere das jüngere verschlungen hat? Das Große ist etwa 9cm groß und das kleine war etwa 5cm groß

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