Allgemeines über Nannacara anomala

Nannacara anomala 
Nannacara anomala  Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: CC Attr. SA 3.0 Urheber: Tomolyka 

Nannacara anomala stammen aus Guayana. Der deutsche Name ist Glänzender Zwergbuntbarsch. Die Art lebt in Gewässern mit unterschiedlichen Eigenschaften und ist deshalb nicht besonders anspruchsvoll.

Die Wasserhärte kann bis zu 15° dGH betragen. Der pH-Wert sollte leicht sauer oder neutral sein. Temperaturen um 24° sind zur Haltung geeignet.

Männchen werden bis 10 Zentimeter groß. Weibchen bleiben kleiner.

Das Aquarium sollte gut bepflanzt sein. In Bodennähe sollten feinfiedrige Pflanzen stehen. Auf dem Bodengrund sollte etwas Mulm liegen.

Nannocara sind außerhalb der Brutzeit relativ friedlich. Während der Brutpflege haben sie einen erhöhten Platzbedarf an Bodenfläche. Der Brutplatz wird gegen Artgenossen und andere Fische, z. B. Welse, verteidigt.

Die Tiere sollten paarweise gehalten werden. Nach einigen Erfahrungen bringen sie sich sonst gegenseitig um.

Mit Salmlern und Diskus können sie gut vergesellschaftet werden. Apistogramma agassizii, Schmetterlingsbuntbarsche, Kakadu-Zwergbuntbarsche, Rote Neons, Rotkopfsalmler, Marmorbeilbäuche, Nannostomus trifasciatus, Panzerwelse und kleinere Harnischwelse sind ebenfalls zur Vergesellschaftung geeignet.

Im Aquarium müssen ausreichend Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Bewährt haben sich kleine Höhlen in Bodennähe. Wenn das Weibchen nicht das Brutkleid trägt, treibt das Männchen es mit großer Aggressivität.

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Männchen können in dieser Situation zum Beispiel mit anderen revierbildenden Zwergbuntbarschen vom Weibchen abgelenkt werden.
Die Besatzdichte in Bodennähe sollte eher gering sein. Größere Harnischwelse und andere brütende Zwergbuntbarschweibchen können die Tiere stören.

Wenn das Weibchen ein Gelege oder Jungfische führt, sind das Männchen und andere Fische in Bodennähe stark gefährdet. Brutpflegende Weibchen können z. B. die Flossen ausgewachsener Kakadu-Männchen stark rupfen.

Nannacara-Männchen können Weibchenfärbung annehmen.

Wie bei Apistogramma nehmen unterdrückte Männchen oft die Weibchenfärbung an. Das kann auch passieren, wenn ein neues Männchen zu kräftigen Weibchen gesetzt wird. Die Weibchen jagen dann unter Umständen das Männchen, so dass dieses sich als Weibchen tarnt.

Hinweise zur Aufzucht

Nannacara anomala - ca. 2 cm großes Jungtier
Nannacara anomala – ca. 2 cm großes Jungtier Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: Public domain Urheber: Soulkeeper 

N. anomala laichen in Höhlen. Manchmal wird auch offen auf Wurzeln gelaicht. Die Mutter pflegt die Brut. Das Männchen greift nur in Notfällen ein, wenn andere Fische die Jungen entdecken.

Die Jungen schwimmen nach 12 Tagen frei. Das Weibchen trägt dann ein kontrastreiches Schachbrettmuster als Brutpflegekleid.

Wenn ein Weibchen ein Gelege im Gesellschaftsbecken führt, sollte es schnellstmöglich in ein Zuchtbecken überführt werden. Um das Brutpflegeverhalten beobachten zu können, kann eine kleine Gruppe anderer Fische, z. B. Roter Neons in das Zuchtbecken gesetzt werden. Kleinere Feindfische stimulieren das Abwehrverhalten.

Als Futter für die Jungen ist z. B. fein zerriebenes Flockenfutter geeignet. Trockenfutter wird von Zwergbuntbarschjungen manchmal nur zögerlich angenommen. Es kann dann zu Defiziten in der Entwicklung der Jungen kommen.

Besser sind Artemianauplien. Dekapsulierte Artemia sind zur direkten Verfütterung sehr gut geeignet. Sie machen weniger Arbeit als lebende Artemia. Lebende Artemia sind aber noch besser.

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Das Futter sollte direkt in den Jungfischschwarm gegeben werden. Es kann z. B. mit einer 5 ml Spritze und einem dünnen, grünen Rohr aus dem Aquarienhandel in den Schwarm gespritzt werden.

Nannacara anomala - ca. 2 cm großes Jungtier
Nannacara anomala – ca. 2 cm großes Jungtier Quelle: Bild auf Wikimedia Commons Lizenz: Public domain Urheber: Soulkeeper

Noch wichtiger als die Futterzugabe ist viel frisches Wasser. Häufige Wasserwechsel sind gerade am Anfang sehr wichtig. Liegen gebliebene Futterreste sollten dabei gleich mit entfernt werden.

In Gesellschaftsbecken kommen je nach Besatz kaum Eier und auf Dauer auch keine Jungfische durch. Einige Weibchen können sich z. B. nicht gegen Kupfersalmler und Panzerwelse durchsetzen. Andere Weibchen sind rabiater.

Wenn andere Fische das Weibchen zu sehr mit der Verteidigung der Jungen beanspruchen wird es problematisch. Hat das Weibchen in ihrer Ecke mit den Jungen viel Ruhe, kommen evtl. Junge durch.

Dabei sind die Versteckmöglichkeiten und die Wasserbedingungen entscheidend. Große Becken sind zur Aufzucht oft weniger geeignet, weil die Bakterienzahl höher ist als in kleineren Becken. Deshalb muss viel Wasser gewechselt werden.

Normalerweise reichen wöchentliche Wechsel von 50 %. Wenn viel Zeit zur Verfügung steht, werden besser 20 % an jedem dritten Tag gewechselt. Täglich ist noch besser, aber es muss nicht unbedingt sein.

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Letzte Aktualisierung am 9.11.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API