Gicht bei Vögeln

Gicht ist eine Erkrankung, die bei Käfigvögeln nicht selten auftritt. Je nachdem wo sich die Purin-Kristalle hauptsächlich absetzen, wird zwischen der Visceral-Gicht, Nierengicht und Gelenkgicht unterschieden. Bei den ersten beiden Formen sind keine sichtbaren Symptome vorhanden, sie sind allerdings gefährlich und enden fast immer mit dem plötzlichen vorzeitigen Tod der Vögel. Nur selten bemerkt der Besitzer rechtzeitig, dass mit seinen Vögeln etwas nicht stimmt. Die Gelenkgicht dagegen verursacht sichtbare Symptome und ist deshalb behandelbar.

Welche Symptome weisen auf die Gelenkgicht von Vögeln hin?

Bei befallenen Vögeln zeigen sich an den Füßen und Zehengelenken sichtbare weiße oder gelbliche kleine Knötchen. Außerdem fühlt sich die betroffene Stelle warm an. Man merkt auch, dass jede Berührung für den Vogel schmerzhaft ist. Ist nur ein Fuß betroffen, fällt auf, dass der Vogel oft auf den kranken Fuß schont und nur auf einem steht. Manchmal kommt es auch zu Krampfanfällen.

Welche Ursachen hat die Gicht bei Vögeln?

Generell ist jede Form von Gicht auf einen gestörten Purin-Stoffwechsel im Körper zurückzuführen. Wenn der Purin-Abbau über die Nieren nicht funktioniert, setzen sich Harnsäuresteine (Purine) im Gewebe oder in den Gelenken ab. Kommt das bei Vögeln vor, liegt es in erster Linie an einer falschen Ernährung. Oft ist sie zu fettreich und/oder zu eiweißreich. Aber auch Giftstoffe, die der Vogel mit der Nahrung oder beim Herumknabbern aufgenommen hat, können Gicht auslösen. Ein weiterer möglicher Auslöser sind zu geringe Flüssigkeitszufuhr oder zu wenig Vitamin A in der Nahrung.

Wie wird die Gicht bei Vögeln diagnostiziert?

Der Tierarzt kann eine Gelenkgicht an den erwähnten kleinen Knötchen relativ leicht feststellen. Wenn sie fehlen und lediglich Schwellungen und und eine Erwärmung vorliegen, dann können unter Umständen auch andere Ursachen wie Tumore, Entzündungen oder Abzesse vorliegen, die durch eine Blutuntersuchung abgeklärt werden müssen. Dabei lässt sich ein zu hoher Harnsäurewert feststellen. Eine Viszeral-Gicht oder Nierengicht kann vom Tierarzt auch per Endoskopie oder durch eine Gewebeprobe diagnostiziert werden

Wie kann Gicht bei Vögeln behandelt werden?

Bis heute ist Gicht bei Vögeln leider nicht heilbar Aber es gibt verschiedene Therapien, die das Fortschreiten der Erkrankung etwas verlangsamen können und dazu führen, das die Vögel nicht unnötig leiden müssen. Zu diesen Therapiemaßnahmen gehören:

– Gabe von Medikamenten mit den Wirkstoffen Colchizin und Allopurinol

– Gabe von Vitamin A und B 12

– Gabe von zusätzlichen Mineralstoffen und Spurenelementen

– Verabreichung von Elektrolyt-Lösung über das Trinkwasser.

Bei Visceral- und Nierengicht wird in über 90 Prozent der Fälle die Erkrankung allerdings gar nicht, oder erst nach dem Tod der Tiere festgestellt.

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