Sonnentau

Datenblatt Sonnentau

Botanischer Name: Drosera rotundifolia
Deutscher Name: Rundblättriger Sonnentau
Herkunft: kommt fast auf der gesamten Nordhalbkugel vor
Wuchshöhe / Größe ca. 5 cm
Blattfarbe: hellgrün
Blütenfarbe: weiß
Verhalten/Besatz
Standort am Teich: Moorbeet
Blütezeit: Juni bis August
Lichtanspruch: vollsonnig
Winterhart: ja
Sonnentau mit gegabelten Fangblättern - Drosera Binata - aufregende...
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Sonnentau mit gegabelten Fangblättern - Drosera Binata - aufregende...*
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Alpsdake, Drosera rotundifolia (bud), CC BY-SA 4.0

Drosera rotundifolia, der Rundblättrige Sonnentau ist eine mehrjährige, karnivore, das heißt fleischfressende Pflanze. Die lang gestielten Fangblätter bilden eine flache Rosette aus, die auf dem Bodensubtrat aufliegt.

Die Oberseite der Blätter ist bis zum Rand hin mit Tentakeln in leuchtend roter Farbe besetzt, die Klebdrüsen besitzen. Insekten bleiben an diesen Fangblättern hängen. Durch das Insekt wird ein Reiz ausgelöst und das Blatt rollt sich ein. Um das gefangene Insekt mit klebrigen Schleim zu fixieren, bewegen sich weitere Fangblätter darauf zu.

Die Drüsen des Blattes scheiden proteolytische Substanzen aus, welche die Eiweiße der Beute und schließlich das Insekt auflöst. Am Ende bleiben nur die Chitinreste der Beute übrig, da diese von der Pflanze nicht verdaut werden können.

Besonders auf stickstoffarmen Moorböden versorgt sich der Rundblättrigen Sonnentau durch die tierische Nahrung mit Stickstoff und anderen notwendigen Nährstoffen.

Anschaffung und Haltung / Pflege:

Der Rundblättrige Sonnentau ist im Bestand stark gefährdet. Daher steht er in Deutschland unter Naturschutz und ist durch die Bundesartenschutzverordung(BArtSchV) streng geschützt. Man bekommt ihn aber im Fachhandel aus zertifizierten Nachzuchten von Gärtnereien, die auf solche fleischfressende Pflanzen spezialisiert sind.

Im Moorbeet benötigt Drosera rotundifolia einen sonnigen Platz in einem feuchtnassen Bereich mit torfigen oder moosreichen Untergrund, der jedoch nicht mit Wasser überstaut ist. Am besten pflanzt man den Sonnentau mitten in eine Torfmoos-Kolonie.

Um die feuchteliebende Pflanze vor Austrocknung zu schützen, muss der Bereich um die Sonnentaurosetten herum feucht gehalten werden. Gegossen wird mit sauberem, abgestandenem Regenwasser.

Anforderung an den Teich:

Als Moorbeet gestaltete Ufer- bzw. Flachwasserzone in einem sonnigem Bereich im Garten (vgl. Anschaffung und Haltung/Pflege).

Vermehrung:

Der Rundblättrige Sonnentau lässt sich durch Samen (siehe Vermehrung durch Samen) und vegetativ über Blatt- oder Wurzelstecklinge (siehe Vermehrung durch Blatt- u. Wurzelstecklinge) vermehren.

Vermehrung durch Samen:

Drosera rotundifolia bekommt im Sommer zwischen Juni und August kleine, weiße Blüten. Aus reifen Früchten können Samen gewonnen werden. Fruchtreife ist von August bis Oktober.

Die Samen streut man auf nassem Torf aus und hält sie hell und feucht. Dazu benutzt man eine durchsichtige Folie, die über die Anzuchttöpfe gestülpt wird – oder man stellt die Anzuchtstöpfe in ein handelsübliches Minigewächshaus.

Drosera rotundifolia ist ein Lichtkeimer, daher sollten die Samen nur leicht auf das nasse Substrat aufgetragen und nicht mit Erde bedeckt werden.

Die ersten Keimlinge erscheinen bereits nach einigen Wochen. Die Pflänzchen werden pikiert, d.h. einzeln in Kulturtöpfe gesetzt, sobald sie dicht zusammenstehen und ihre Blätter sich gegenseitig berühren. Starke und kräftige Jungpflanzen können im Frühjahr im Moorbeet im Freien ausgepflanzt werden.

Der Rundblättrige Sonnentau benötigt eine Kälteperiode um zu keimen. Daher sollten die Samen vor der Aussaat kühl gelagert werden, z.B. im Kühlschrank.

Man kann die Samen auch auf natürliche Art und Weise zum Keimen bringen, indem man sie im Winter einfach nach draußen stellt. Dadurch bekommen die Samen die kalten Temperaturen, die sie benötigen. Im Frühjahr fangen sie, mit zunehmend wärmeren Temperaturen, an zu keimen.

Vermehrung durch Blatt- oder Wurzelstecklinge:

Um den Rundblättrigen Sonnentau durch Blattstecklinge zu vermehren. trenn man einfach ein Fangblatt von der Mutterpflanze ab. Das Blatt legt man mit seiner Unterseite flach auf das feuchte Kultursubstrat. Das Ganze stellt man an einen sonnigen Platz.

Bis sich aus diesem Blatt erste Triebe entwickeln, dauert es einige Wochen. Nach weiteren Wochen bilden sich dann die ersten Blättchen mit Fangblättern.

Ebenso kann man Drosera rotundifolia mittels Wurzelstecklinge vermehren. Hierbei werden einzelne Wurzelstücke flach auf das feuchtes Kultursubstrat gelegt. Das weitere Verfahren gleicht der Vermehrung durch Blattstecklinge.

Überwinterung:

Drosera rotundifolia ist eine einheimische Sonnentau-Art und winterhart. Im frühen Herbst beginnt die Pflanze, sich zurückzuziehen, wobei die die Blätter absterben und der Rundblättrige Sonnentau eine Winterknospe im Boden bildet. In dieser Form überwintert die Pflanze.

Im Frühjahr treibt der Rundblättrige Sonnentau aus der Winterknopse neu aus und bildet eine bodenständige Rosette aus. Nach der Blüte setzt im frühen Herbst dann wieder die Winterruhe der Pflanze ein, indem sie ihre Fangblätter komplett einzieht und erneut eine Winterknospe bildet.

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