Regenwasser im Garten nutzen

Wasser stellt eine der wichtigsten Lebensgrundlagen für sämtliche Lebewesen dar, die unsere Welt bevölkern. Bislang sind noch keine Tiere, Pflanzen oder andere Organismen bekannt, die vollkommen ohne jede Form von Wasser überleben können.

Insofern ist auch im Bereich der Gartenpflege eine zuverlässige Wasserversorgung unabdingbar, damit die jeweiligen Gartenpflanzen und dort ansässigen Tiere lange leben und prächtig gedeihen können. Da allerdings immer mehr Gartenbesitzer mit der Qualität ihres Leitungswassers deutlich unzufriedener werden, gehen viele von ihnen dazu über, den heimischen Garten mit zuvor angesammelten Regenwasser zu bewässern.

Regenwassertonne
© Ingo Bartussekstock.adobe.com – 108549998

Die Vorteile von Regenwasser

Ein großer Vorteil von Regenwasser ist die Tatsache, dass es völlig umsonst ist. Während für jeden Tropfen Leitungswasser bares Geld ausgegeben werden muss, kommt das Regenwasser ohne jedes Zutun ganz von alleine. Diverse Statistiken haben ergeben, dass jeder deutsche Bürger pro Tag im Durchschnitt ungefähr 150 Liter Trinkwasser verbraucht.

Allerdings muss dieses Wasser nur für die Hälfte aller damit verbundenen Anwendungen auch wirklich die Qualität von gutem Trinkwasser aufweisen. Tatsächlich ist es sogar so, dass sich Regenwasser für die Gartenbewässerung deutlich besser eignet als Trinkwasser. Selbiges gilt für die Waschmaschine und die Toilettenspülung.

Außerdem vertragen die meisten Gartenpflanzen das weiche Regenwasser sehr viel besser als hartes Trinkwasser. Auch Gartenteiche können mit einfachem Regenwasser befüllt werden. Auf hygienischer Ebene ist also der Gebrauch von Regenwasser für die Gartenbewässerung praktisch unbedenklich. Nur sollte man besser aufpassen, sobald das Regenwasser von bestimmten Dachflächen abläuft.

Besteht eine Dachfläche beispielsweise aus Zink oder Kupfer, können unter Umständen diverse Metallverbindungen durch ablaufendes Regenwasser abgeschwemmt werden. Und solches Wasser kann für die Umwelt äußerst schädlich sein.

Dann können noch Bitumenabdichtungen von Hausdächern mit Teerpappe problematische Biozide freisetzen, welche dann wiederum zusammen mit dem Wasser aufgesammelt werden. Bei einigen Dachflächen sollte also besser nicht das abfließende Regenwasser wiederverwendet werden.

Die klassische Regentonne

Die wohl simpelste und gebräuchlichste Vorgehensweise, um Regenwasser für die Gartenbewässerung aufzufangen, ist der Einsatz einer Regentonne. Dabei handelt es sich lediglich um einen großen Sammelbehälter, der oberirdisch so angeschlossen (bzw. positioniert) wird, dass das Regenwasser durch das Fallrohr der Dachrinne direkt in die Regentonne fließen kann.

Neben diesem klassischen Behältnis gibt es noch andere Varianten, die nicht sofort als Regentonne erkennbar sind, und im Garten dementsprechend auch gut als Dekoration oder Sichtschutz verwendet werden können.

Es ist jedoch von größter Wichtigkeit, dass das Wasser möglichst sauber in die Regentonne gelangt. Damit das geschehen kann, muss irgendwo vorher an der Regenrinne ein sogenannter Wassersammler (inkl. Filtersystem) installiert werden.

Des Weiteren sollte die Regentonne immer abgedeckt sein und an einem schattigen Platz stehen. Auf diese Weise wird sowohl Veralgung als auch die Ansiedelung von Mücken im Wasser der Regentonne verhindert.

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Der Regenwassertank (Erdtank)

Natürlich lässt sich aufgefangenes Regenwasser nicht nur für die Gartenbewässerung, sondern auch für die Waschmaschine und Toilette einsetzen. Zu diesem Zweck können diverse Tanks aus Kunststoff oder Beton unterirdisch installiert werden.

Erdtank Wasser
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Dabei werden sämtliche Ableitungsmöglichkeiten des Regenwassers an den unterirdischen Tank angeschlossen, der dann dieses Wasser wiederum an die entsprechenden Einsatzorte (WC, Waschmaschine) weiterleitet. Finanziell mag sich ein Erdtank für die erste Zeit nach dem Einbau aufgrund des relativ hohen Anschaffungspreises nicht rentieren. Je mehr Zeit allerdings vergeht, und je höher die Trinkwasserpreise möglicherweise noch klettern, desto mehr rentiert sich auch die Nutzung eines solchen Tanks.

Bei derartige Anlagen, die gesammeltes Regenwasser auch für WC und Waschmaschine verwenden können, spricht man von Regenwassernutzungsanlagen. Haushalte mit so einer (gut funktionierenden) Anlage können ihren gesamten Trinkwasserverbrauch um die Hälfte reduzieren. Dafür muss der installierte Erdtank mit sämtlichen Regenrinnen über Kunststoffrohre verbunden sein, und über einen qualitativ hochwertigen Filter verfügen.

Ein Erdtank lässt sich sowohl in den Garten, als auch in eine Auffahrt (bzw. unter einem Autostellplatz) verlegen. Das meiste davon wird unterirdisch verlegt. Nur der Tankschacht-Deckel ragt hinterher noch aus dem Boden heraus. Je größer der Haushalt, desto größer sollte auch der Erdtank sein.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, sämtliche Dachflächen über Rohre an den Regenwassertank anzuschließen – auch die Dachflächen von Carports, Gerätehäusern und Gartenpavillons, da diese Dächer auch einen wichtigen Beitrag zum Aufsammeln von Regenwasser leisten können. Außerdem bringen Erdtanks noch den großen Vorteil mit, dass sie schon von Haus aus mit eigenen Filtersystemen im Tankschacht ausgestattet sind.

Diese Tanks können in unterschiedlichsten Größen erworben werden. Die kleinsten fangen etwa bei 2.000 Liter Fassungsvermögen an, und hören bei 9.000 Liter auf. Für einen Haushalt von vier Personen empfiehlt sich eine Tankgröße von 3.000 bis 4.000 Liter, sofern das damit aufgefangene Regenwasser auch für WC und Maschine eingesetzt werden soll.

Des Weiteren verfügt eine vollständige Regennutzungsanlage auch immer über eine sogenannte „Trinkwassernachspeisung„. Diese stellt sicher, dass die Wasserversorgung von Regenwasser auf Trinkwasser umgestellt werden kann, sobald zu wenig Regenwasser zur Verfügung steht. Was den Kaufpreis angeht, so beläuft sich dieser (je nach Ausstattung und Größe des Tanks) auf etwa 2.500 bis 4.500 Euro.

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