Garnelenchampionat

Das Internationale Garnelenchampionat, ein Wettbewerb unter Garnelenzüchtern, war das erste der mittlerweile mehreren Garnelenchampionate in Deutschland.

Die Veranstaltung fand von 2009 bis 2017 jährlich Ende Januar oder Anfang Februar im Rahmen der Heimtiermesse Hannover statt und leistete Pionierarbeit bei der Entwicklung und Popularisierung des zunächst noch exotischen Hobbys der Zwerggarnelen-Zucht.

Sobald der Wettbewerb wieder startet informieren wir hier an dieser Stellen alle Leser

Das Championat bot privaten und gewerblichen Züchtern aus aller Welt die Möglichkeit, ihre Caridina- und Neocaridina-Exemplare der Öffentlichkeit vorzustellen und von einer ebenfalls internationalen Jury auf Farbe, Farbdeckung, Konformität und Vitalität der gezeigten Tiere bewerten zu lassen. Preise für die züchterische Leistung wurden in mehreren Wettbewerbsgruppen verliehen.

Wettbewerbsteilnehmer und Jurymitglieder kamen überwiegend aus Europa und Asien. Ihren Teilnehmerrekord erreichte die Veranstaltung im Jahr 2012: In diesem Jahr meldeten Züchter aus fünf Ländern über 170 Wettbewerbssätze an.

Die Veranstalter des Garnelenchampionats

Initiator des Garnelenchampionats war Friedrich Bitter, damals Redakteur des vom Dähne Verlag herausgegebenen Wirbellosen-Magazins „caridina“. Als Organisatoren traten zunächst der Dähne Verlag und der netzbasierte Aquaristik-Spartenkanal Aquanet.TV auf.

Ab 2010 beteiligte sich der Arbeitskreis Wirbellose in Binnengewässern (AKWB) e.V., eine Interessenvereinigung von Wirbellosen-Haltern und -Züchtern. Mitglieder des AKWB unterstützten seitdem als freiwillige Helfer die Auf- und Abbauarbeiten und die Durchführung des Wettbewerbs.

Sponsoren

Die Ausstellungen wurden durch die Hilfe von Sponsoren aus der Industrie ermöglich. Über die Jahre traten unter anderem die Aquaristik-Hersteller Dennerle, Eheim, Fluval und Tetra sowie der Nürnberger Aquaristik-Shop Aqua-Tropica als Sponsoren auf.

Der Wettbewerb

Die von den Ausstellern eingereichten etwa 100 bis 170 Garnelensätze wurden, nach Wettbewerbsgruppen geordnet, in kleinen, gut ausgeleuchteten Becken präsentiert. Mit Ausnahme des Zeitraums der Bewertung durch die Jury war die Ausstellung für die Messeöffentlichkeit geöffnet.

Die Wettbewerbskategorien

Die Wettbewerbsgruppen, in denen Garnelensätze zur Bewertung eingereicht werden konnten, wurden über die Jahre immer wieder etwas angepasst. Es existierten zwischen neun und elf Kategorien, die in der Regel folgende Arten und Zuchtformen umfassten:

  • Neocaridina davidi in roten, orangen und weiteren Farbformen
  • Neocaridina mariae (Tigergarnele) in verschiedenen Farbformen und mit oranger bzw. normaler Augenfarbe
  • Caridina logemanni (Bienengarnele)
  • unterschiedliche Farbformen von Taiwan Bees / Shadow Bees
  • Kreuzungen und neue Farben von Bienengarnelen, Tigergarnelen und Neocaridina davidi

Die Bewertung

Ein zur Bewertung der züchterischen Leistung eingereichter Garnelensatz bestand aus drei bis fünf Exemplaren. Pro Wettbewerbsgruppe wurde die Bewertung durch zwei Preisrichter durchgeführt. Beurteilt und auch untereinander verglichen wurden jeweils die drei besten Tiere des Satzes. In den einzelnen Gruppen waren maximal acht, bei gemusterten Garnelen zehn Punkte zu erreichen.

Punkte wurden vergeben für

  • Farbe und Farbintensität
  • Zeichnungsmuster (sofern zutreffend)
  • Größe und Körperform
  • Größenverhältnis untereinander
  • Gesundheitszustand und Vitalität

Zusätzlich zu den Siegern der einzelnen Gruppen wurde ab 2014 jährlich der Gesamtsieger, der mit einer Geldprämie von 1000 Euro dotierte „Shrimp King“, ermittelt. In den Gruppen der Kreuzungen oder Varianten wurden Sonderpreise für die züchterische Innovation vergeben. Zusätzlich konnten die Besucher des Garnelenchampionats den Publikumsliebling wählen.

Pause seit 2018

Seit 2018 pausiert die Veranstaltung. Als Grund für die Absage des für 2018 geplanten Garnelenchampionats wurden Veränderungen in der Messelandschaft angegeben. Die Organisatoren schlossen eine Fortsetzung zu einem späteren Zeitpunkt jedoch nicht aus.

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