Flussbarsch

Datenblatt Flussbarsch

Lateinischer Name: Perca fluviatilis
Handelsname: Flussbarsch
Ordnungsname: Barschartige (Perciformes)
Familie:
Echte Barsche (Percidae)
Gattung:
Perca
Herkunft: Europa und Russland
Größe in cm:
20 bis 30
Teichgröße
Länge und Breite (cm): ab 300
Inhalt in Litern:
ab 5000
Wasserwerte
Temperatur: 4 bis 26 °C
pH:
6 bis 8
GH: 5 bis 15 °dGH
KH:
ab 4
Verhalten/Besatz
Bereich: unterer bis mittlerer Bereich
Futter: Fleischfresser, Insekten, Larven, Kleinkrebse, Schnecken, kleine Fische, Würmer, Fischbrut, Forellen- oder Störfutter, Frostfutter, Rinderherz
Verhalten: in der Jugend Schwarmfisch, erwachsen Einzelgänger, Raubfisch
Anzahl: Einzelfisch
Lebenserwartung:
bis 20 Jahre
Vergesellschaftung:
nein
Schwierigkeitsgrad: Haltung Anfängerfisch, Zucht Fortgeschrittene
Der Flussbarsch - Perca fluviatilis: Biologie, Ökologie und...
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flussbarsch
KareljPerca fluviatilis Prague Vltava 3, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Allgemeine Einleitung

Flussbarsche sind anpassungsfähige Wasserbewohner. Sie leben sowohl in fließenden als auch in stehenden Gewässern, vom Brackwasser der Ostsee bis hin zu Gebirgsbächen in 1000 m Höhe. Verschlammte Gewässer meiden die Fische, sie bevorzugen tiefe, steinige Untergründe. In Flüssen halten sie sich gern in Ufernähe auf.

In der Küche werden die Tiere wegen ihres mageren, weißen, eiweißreichen Fleisches geschätzt. Sie schmecken vorzüglich.

Barsche werden nicht in Fischteichen gezüchtet, sie stammen aus Wildfängen.

Aussehen

Ihr Körperbau ist gedrungen und seitlich abgeflacht. Im Alter werden die Tiere zunehmend hochrückig.

Der Rücken ist dunkel graubraun bis olivfarben. Die Seiten sind deutlich heller. Am Bauch ist der Barsch silbrig bis weiß, teilweise mit rötlichem Schimmer. Typisch für die Art sind 6 bis 8 dunkle Querbinden. Ihnen hat er den Spitznamen Buntbarsch zu verdanken. Brust- und Bauchflossen sind rötlich.

Sein Maul ist oberständig bis fast endständig. Es ist weit gespalten und hat viele kleine Zähne. Die Kiemendeckel laufen nach hinten spitz aus und haben einen Dorn. Sein Körper ist mit rauen Kammschuppen bedeckt, die am freien Rand mit Zähnchen besetzt sind.

Wie alle Barsche hat auch der Flussbarsch eine geteilte Rückenflosse. Die Rückenflossen können zusammengefaltet und nach hinten gelegt werden. Sie sind, wie die Afterflosse, mit spitzen Hartstrahlen ausgerüstet. Die Häute zwischen den Strahlen sind grau/transparent mit unterschiedlich großen schwarzen Flecken.

Verhalten

Als junge Fische leben die Barsche in Schwärmen in Ufernähe. Mit Einsetzen der Geschlechtsreife ziehen sie in tiefere Bereiche. Jeder Fisch sucht sich sein Territorium, das er allein bewohnt. Artgenossen werden nicht geduldet.

Die Raubfische erbeuten alles, was ihnen vor die Schnauze schwimmt. Jungfische ernähren sich von Zooplankton, später von Insekten, deren Larven und anderem Kleingetier. Je größer die Fische werden, umso größer werden die Beutetiere. Sie machen auch vor anderen Fischen, nicht einmal vor jungen Barschen der eigenen Art halt.

Flussbarsche sind ausgesprochen intelligent und neugierig. Sie können Gefahren erkennen und meiden. Beschäftigt man sich viel mit seinem Barsch, kann er handzahm werden. Den Winter verbringen sie in tiefen Wasserschichten unter dem Eis.

Teich

Ein Barsch braucht Höhlen und Rückzugsmöglichkeiten aus Wurzeln oder Steinen am Teichgrund. Der Teichrand sollte dicht bepflanzt sein. Der Boden kann mit dunklem Kies bedeckt sein.

Die Fische benötigen sauerstoffreiches Wasser. Der Teich sollte stets belüftet und gut gefiltert werden. Er muss mindestens 140 cm tief sein. Damit ist gewährleistet, dass das Wasser nicht komplett durchfriert. Mit einem Eisfreihalter gelangt genügend Sauerstoff zu den Fischen.

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Geschlechtsunterschiede

Erst, wenn die Fische mindestens 20 cm groß sind, lassen sich die Geschlechter sicher erkennen. Die Weibchen werden dicker und größer.

Zucht

Für eine erfolgreiche Nachzucht muss der Teich groß genug für zwei Tiere sein. Die Männchen werden mit 2 bis 4 Jahren und die Weibchen mit 4 bis 5 Jahren geschlechtsreif.

Damit sich bei den Weibchen befruchtungsfähige Eier bilden können, muss die Wassertemperatur im Winter unter 6 °C sinken. Barsche sind Haftlaicher.

Von März bis in den Juni hinein laichen die Tiere im flachen Wasser in Ufernähe ab. Die Eier bilden Laichschläuche oder Laichschnüre (Barschschnüre). Sie bleiben an den Pflanzen kleben. Oft reißen die Schnüre auf und es entsteht ein markantes Netzmuster.

Die Eier sind 1,5 bis 2,5 mm groß. Je kg Körpergewicht legt ein Weibchen bis zu 45.000 Eier. Die Eltern betreiben keine Brutpflege. Nach der Eiablage ziehen sie sich wieder in tiefere Wasserzonen zurück.

Aufzucht

Sind die Larven geschlüpft, steigen sie sofort zur Oberfläche und füllen ihre Schwimmblasen. Sie werden von der Strömung in uferferne Wasserbereiche getrieben. In dieser Zeit ernähren sie sich von Zooplankton.

Als Jährlinge kehrt der Schwarm in ufernahe Gebiete zurück. Jetzt beginnen die Jungfische Insekten und andere größere Tiere zu fressen.

Vergesellschaftung

Flussbarsche können ausschließlich mit großen Fischen, die nicht mehr in ihr Beuteschema passen, vergesellschaftet werden.

Ein einzelner Barsch kann allein im Teich gehalten werden. Bei entsprechender Teichgröße können mehrere Tiere einziehen.

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