Nach der ersten Seite weißt Du schon viel über Fische. Aber die Fische müssen ja auch irgendwo drin schwimmen. Kaufe ein richtiges Aquarium. Je größer, desto besser. Kaufe kein Goldfischglas oder andere komische Behälter. Sonst fühlen die Fische sich nicht wohl. Willst Du in Deinem Zimmer etwa immer im Kreis herumlaufen? Kann ich mir nicht vorstellen.

Was Du für Dein Aquarium alles brauchst

  • Einen Glaskasten, das Aquarium
  • Eine Unterlage, auf der das Aquarium steht
  • Eine Rückwand
  • Bodengrund
  • Eine Heizung
  • Einen Filter
  • Eine Abdeckung mit Beleuchtung
  • Ein Thermometer
  • Wasserpflanzen
  • Einen Schlauch
  • Ein Fischfangnetz

Der Händler will Dir vielleicht noch mehr Sachen verkaufen. Für den Anfang brauchst Du aber nicht mehr.

Aquarium kaufen

Schmetterlingsbuntbarsch
© Carmen Brehm Schmetterlingsbuntbarsch vor Tronkrug

Im Zoogeschäft kannst Du alle oben aufgeschriebenen Teile einzeln kaufen. Es gibt auch Komplettsets, bei denen viele Teile schon dabei sind und wo die Sachen auch zusammenpassen. Die Sets kosten auch meistens weniger Geld als alle Teile einzeln. Die fehlenden Teile kaufst Du dann dazu.

Achte darauf, dass die Sachen von guten und bekannten Firmen sind. Gute Firmen sind zum Beispiel Eheim, Tetra, Jäger, JBL und Juwel. Gute Komplettsets gibt es von der Firma MP. Oft steht der Name von MP nur klein auf dem Karton und ganz groß der Name vom Zoogeschäft.

Schau genau nach und frage den Zoohändler. In den Kartons von MP ist normalerweise immer ein Filter von Eheim, eine Heizung von Jäger, eine Beleuchtung von MP selbst und noch andere Teile. Die Sets von MP gibt es in vielen Zoogeschäften, Baumärkten und Gartencentern. Wenn ein Geschäft keine hat, dann schaue einfach im nächsten Geschäft nach.

 

Aquarium aufstellen

Kirchflecksalmler im Schwarm
Kirchflecksalmler im Schwarm

Bevor Du Dein Aquarium aufbaust, lies erst alle Anleitungen durch. Auch die Anleitung von Heizung und Filter. Auch wenn es langweilig ist, es ist wichtig alles zu lesen und zu verstehen. Wenn Du etwas nicht verstehst, frage Deine Eltern. Wenn Du alles verstanden hast, kannst Du mit dem Aufbau anfangen.

Wenn das Aquarium nicht auf einer ganz glatten Fläche steht, kann es auseinanderbrechen. Manche Aquarien haben unten einen Rahmen. Du musst das Aquarium dann auch in den Rahmen stellen. Der Rahmen sorgt dafür, dass nichts passiert. Wenn kein Rahmen da ist, dann musst Du das Aquarium auf eine Matte stellen. Richtige Aquarienunterlagen sind teuer. Diese fertigen Aquarienunterlagen sind meistens schwarze Moosgummimatten, die schon für die entsprechende Aquariengröße zugeschnitten sind. Du kannst aber auch für wenig Geld im Baumarkt eine Styroporplatte kaufen. Die schneidest Du mit einem scharfen Messer so zurecht, dass das Aquarium ganz fest und sicher darauf steht. Pass beim Schneiden auf Deine Finger auf, oder lass Dir dabei von Deinen Eltern helfen.

Als Rückwand kannst Du eine mit Pflanzenbildern bedruckte Rückwand nehmen. Schwarze, grüne oder blaue Pappe sieht auch gut aus und ist billig. Du kannst auch selbst Pflanzen auf eine Pappe malen. Erlaubt ist, was Dir gefällt. Aber denke daran, dass sich die Rückwand später nur schwierig ändern lässt. Glückliche rosa Kühe auf blau-rot kariertem Hintergrund sind den Fischen zwar ziemlich egal, aber auf Dauer ist das vielleicht doch nicht ganz so schön. Schneide die Rückwand passend aus und klebe sie mit Tesafilm einfach an der hinteren Scheibe fest. Nimm viel Tesafilm, damit die Rückwand sich später nicht wellt. Das sieht schlecht aus und wenn erst einmal Wasser im Aquarium ist, kann man das nur schwierig ändern.

Boden im Aquarium

Damit die Fische nicht auf Glas herumrutschen und damit Du Pflanzen in das Aquarium setzen kannst, füllst Du in das Aquarium Sand oder Kies ein, wobei Du in Kies 3 – 5 mm Körnung die Pflanzen am besten befestigen kannst. Der Boden muss mindestens 5 Zentimeter hoch sein. Wie viel Du ungefähr brauchst, kannst Du so ausrechnen
Länge des Aquariums mal Tiefe des Aquariums mal Höhe des Bodens mal 1,6. Das Ergebnis teilst Du durch 1000.
Ein Beispiel:
Dein Aquarium ist 60 Zentimeter lang und 30 Zentimeter tief. Der Boden soll 5 Zentimeter hoch werden:
60 x 30 x 5 x 1,6 / 1000 = 14,4

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Du brauchst also ungefähr 14 Kilo Kies oder Sand. Oft sind in einem Sack 12,5 Kilo drin. Das reicht dann auch aus.

Wenn Du Sand nimmst, achte darauf, dass kein Lehm drin ist, sonst ist Dein Wasser am Anfang erstmal ganz trüb. Du kannst auch Spielsand für Sandkästen nehmen. Kaufe aber neuen Sand. Sand, in den Hunde und Katzen reingemacht haben, ist für das Aquarium nicht geeignet. Im Sand darf auch kein Mittel gegen Pilze und andere Sachen sein.

Bei Kies dürfen die Körner nicht zu groß sein. Höchstens 2 Millimeter. Sonst fallen Futterreste rein, die verderben und das Wasser vergiften können. Der Kies darf auch keine scharfen Kanten haben. Sonst verletzen sich vielleicht die Fische daran.

Den Bodengrund kannst Du billiger im Baumarkt kaufen, als im Zoogeschäft. Achte aber darauf, dass der Bodengrund nicht chemisch behandelt ist. Die Fische könnten sonst erkranken oder sterben.

Zuerst musst Du den Bodengrund waschen. Schütte den Sand oder Kies in einen Eimer oder eine Wanne. Fülle den Behälter mit warmem Wasser und rühre den Sand oder Kies einfach mit der Hand um. Schütte das schmutzige Wasser ab. Das machst Du solange, bis das Wasser auch beim Umrühren einigermaßen sauber bleibt. Ganz sauber wird es nicht. Wasche den Bodengrund am besten draußen, damit das Wasser nicht den Abfluss verstopft, wenn Du mal aus Versehen etwas Sand oder Kies mit auskippst. Nach dem Waschen schüttest Du den Bodengrund vorsichtig in das Aquarium und verteilst ihn auf dem Boden.

Aquarium einrichten

Wenn der Bodengrund im Aquarium ist, machst Du als nächstes den Filter, die Heizung und das Thermometer rein. Die haben dicke Saugknöpfe, die fest an die Scheiben gedrückt werden müssen. Manchmal gehen die Sauger von alleine wieder los. Dann musst Du sie eben wieder festdrücken. Manchmal gehen die Sauger aber auch nur noch schwer ab. Überlege Dir also vorher gut, wo Du sie festmachen willst, am besten in einer Ecke hinten im Aquarium. Die Kabel müssen bis zur Steckdose reichen. Wenn es geht, verwende eine Mehrfachsteckdose oder Verteilersteckdose, weil viele Geräte für das Aquarium Strom brauchen und deshalb einen Stecker haben.

Wenn Du noch Steine oder Wurzeln zum schöneren Aussehen in das Aquarium tun willst, machst Du das am Besten jetzt. Du kannst dann noch probieren, wie es am Schönsten aussieht, ohne gleich alles nasszumachen. Viele Wurzeln schwimmen zuerst auf dem Wasser. Du musst sie ein paar Tage in einem Eimer Wasser liegen lassen, bis sie sich voll Wasser gesaugt haben und untergehen. Oder Du kaufst direkt eine Wurzel, die schwer genug ist und nicht schwimmt. Bevor Du Wurzeln und Steine ins Aquarium legst, braust Du sie in der Dusche oder in der Badewanne mit heißem Wasser ab, damit sie sauber werden.

Wasser in das Aquarium einlassen

solut_rai / Pixabay

Wenn Boden, Geräte, Steine und Wurzeln im Aquarium sind, lässt Du Wasser ein. Aber lege Dir ein paar Handtücher hin, Du wirst Dich ein paar Mal abtrocknen müssen. Das Wasser muss ungefähr so warm sein, wie später im Aquarium auch. Wenn es etwas kühler ist, kannst Du gleich bequem sehen, ob die Heizung in Ordnung ist. Stell einen kleinen Teller auf den Boden und lasse das Wasser darauflaufen. Dann wirbelt nicht der ganze Boden herum. Der Eimer aus dem Du das Wasser ins Aquarium lässt, muss höher stehen als das Aquarium. Du tust das eine Ende eines Schlauches in das Wasser im Eimer. Das andere Ende hältst Du über das Aquarium. Dann saugst Du einmal kurz und fest am Schlauchende über dem Aquarium und hältst dieses Ende dann schnell über den Teller. Beim Ansaugen muss Dein Kopf tiefer sein als die Wasseroberfläche im Eimer. Das musst Du ein paar Mal üben, bevor es klappt. Wenn Du zu kurz oder nicht fest genug saugst, dann kommt das Wasser nicht durch den Schlauch. Wenn Du zu fest oder zu lange saugst, dann kommt das Wasser so schnell, dass Wasser in Deinen Mund kommt. Schlucke das dann einfach runter, es ist ja nur Wasser. Ja, Du brauchst beide Hände und den Kopf gleichzeitig, aber mit ein wenig Übung klappt das schon. Übe einfach mal vorher in der Dusche oder Badewanne.

Fülle erst mal nur etwa 20 bis 30 Zentimeter Wasser ein. Dann kannst Du die Pflanzen einsetzen, ohne dass Du ganz nass wirst und gleichzeitig ungefähr sehen, wie das denn mit den Pflanzen aussieht. Wenn Dir etwas nicht gefällt, kannst Du so noch bequem umräumen.

Aquarium bepflanzen

218860 / Pixabay

Die Pflanzen stecken meistens in kleinen Töpfen mit vielen Löchern aus Kunststoff. Manchmal sind die Wurzeln durch die Löcher gewachsen und Du kannst die Pflanzen nicht einfach aus dem Topf ziehen. Schneide dann einfach mit einer Schere den Topf so lange durch, bis die Pflanzen und Wurzeln aus dem Topf raus sind. Fast immer wachsen in einem Topf mehrere Pflanzen und die Wurzeln stecken in einem komischen braunen Zeug, das man Steinwolle nennt. Wasche in einer kleinen Schüssel mit Wasser diese Steinwolle vorsichtig ab und mache vorsichtig die einzelnen Pflanzen auseinander. Gelbe Blätter schneidest Du vorsichtig ab.

Die Wurzeln kannst Du mit einer scharfen Schere etwas kürzer schneiden, sie wachsen dann schneller weiter. Bohre mit einem Finger kleine Löcher in den Boden im Aquarium und setze die Pflanzen vorsichtig ein. Dann schiebst Du mit der Hand vorsichtig Bodengrund an die Pflanze, bis diese festsitzt. Es gibt Pflanzen, die ganz lange Stiele oder Stängel haben und deshalb auch Stängelpflanzen heißen.

Die Stängelpflanzen auf dem Bild heißen Großblättriges Fettblatt. Dahinter siehst Du Filter und Heizung.

Solche Stängelpflanzen gehen in den ersten Tagen manchmal wieder los. Pflanze sie dann einfach wieder ein. Passe beim Einpflanzen auf, dass Du bei Stängelpflanzen den Stängel nicht abknickst. Wenn das passiert, mache das abgeknickte untere Stück ganz ab und pflanze den oberen Teil ein.

Wenn Dir alles gefällt, füllst Du das Aquarium ganz mit Wasser. Aber nicht ganz bis zum Rand füllen, lass oben so 5 Zentimeter frei. Manche Aquarien haben auch eine Markierung, die zeigt wie hoch das Wasser sein darf.

Aquarium in Betrieb nehmen

Als nächstes stellst Du jetzt die Heizung ein. Die meisten Heizungen haben oben zwei Markierungen. Das Wasser muss höher sein als die tiefere Markierung und niedriger als die obere Markierung. Ganz oben auf vielen Heizungen ist ein kleines Rad mit einem kleinen Pfeil. Daneben stehen Zahlen. Drehe das Rad so, dass der Pfeil auf die Temperatur zeigt, die das Wasser haben soll. Wenn Deine Heizung etwas anders aussieht, musst Du in der Anleitung lesen, wie Du sie richtig einstellst. Wenn die Heizung eingestellt ist, steckst Du den Stecker der Heizung in die Steckdose. Wenn die eingestellte Temperatur höher ist als die Temperatur des Wassers, dann leuchtet jetzt ein kleines Lämpchen auf. Immer wenn das Lämpchen leuchtet, dann ist die Heizung an. Wenn das Wasser wärmer ist als die Temperatur an der Heizung, bleibt die Lampe aus. Das Wasser wird aber langsam kälter und sobald es zu kalt wird, geht die Heizung an. Die Anzeigen von Thermometer und Heizung gehen aber nicht immer genau gleich. Es ist auch in Ordnung, wenn Du zum Beispiel an der Heizung 27 Grad einstellst und die Heizung angeht, wenn das Thermometer 25 Grad anzeigt. Richte Dich nach der Temperatur, die das Thermometer anzeigt.

Wenn das klappt, kannst Du den Stecker vom Filter in die Steckdose einstecken und der Filter läuft los und wirbelt das Wasser herum. Es gibt viele verschiedene Filter. Deshalb musst Du in der Anleitung genau nachlesen, wie Deiner funktioniert.

Jetzt setzt Du die Abdeckung mit der Beleuchtung auf das Aquarium und machst das Licht an. Das Licht soll 10 bis 12 Stunden am Tag an sein, damit die Pflanzen gut wachsen.

Was alles ins Wasser kommt

Wahrscheinlich empfiehlt Dir der Zoohändler Wasseraufbereiter und Dünger. Wasseraufbereiter ist meistens eine blau aussehende Flüssigkeit. Du kannst das ins Becken tun, musst das aber nicht. Nur wenn das Aquarienwasser so richtig nach Schwimmbad riecht, solltest Du auf jeden Fall Wasseraufbereiter reintun. Dann ist nämlich Chlor im Wasser und das ist schädlich für Fische. Wie viel Wasseraufbereiter Du brauchst, steht auf der Flasche oder auf der Packung.

Dünger solltest Du etwas ins Wasser tun, damit die Pflanzen gut wachsen. Nimm aber zuerst einmal nur die Hälfte von der Menge, die auf der Flasche oder der Packung steht. Sonst wachsen schnell viele Algen in Deinem Aquarium. Algen kommen sowieso ganz von selbst in jedem Aquarium. Solange es nicht so viele sind, ist es nicht schlimm. Wenn es aber ganz viele werden, sieht es hässlich aus. Dann können sie den Pflanzen sogar allen Dünger oder alles Licht wegnehmen, bis die Pflanzen absterben. Wenn Du später nur wenige Algen hast und die Pflanzen schlecht wachsen, kannst Du mehr Dünger nehmen.

Pflanzen und Algen machen in jedem Aquarium ein ständiges Wettrennen. Wer den meisten Dünger bekommt und so besser wachsen kann gewinnt und macht sich breit. Deshalb musst Du am Anfang ganz viele Pflanzen ins Aquarium setzen, die schnell wachsen und so den Algen keine Chancen geben. Die meisten Stängelpflanzen wachsen schnell und es gibt in jedem Zoogeschäft Stängelpflanzen. Eine solche Pflanze wächst so schnell, dass sie sogar Wasserpest heißt. Eine andere ist zum Beispiel die Haarnixe.

Geduld, Geduld und nochmal Geduld

So, jetzt ist Dein Aquarium aufgebaut, alles klappt, die Pflanzen wachsen und Du? Du brauchst jetzt erst einmal viel Geduld. Du darfst nämlich auf keinen Fall jetzt schon Fische ins Aquarium setzen. Erst müssen im Aquarium und im Filter noch viele Bakterien aufwachsen, die dafür sorgen, dass das Wasser sauber bleibt, auch wenn die Fische später reinpinkeln oder scheißen. Wenn nicht genug solcher Bakterien im Aquarium sind, werden die Fische krank und sterben. Stelle Dir einfach vor, wie es Dir gehen würde, wenn Du nicht zum Klo gehen könntest und deshalb alles in Dein Zimmer machst, ohne dass jemand das wegräumt. So was willst Du Deinen Fischen doch nicht zumuten. Im Zoogeschäft gibt es Bakterienstarter, in denen solche Bakterien drin sind. Die nützlichen Bakterien kommen ganz von selbst ins Wasser und Du kannst Dir das Geld sparen. Wenn Du es aber kaufst, dann tu es ruhig in das Wasser.

Warte aber auf jeden Fall sechs Wochen bevor Du die ersten Fische ins Aquarium tust. Ganz viele Leute haben nicht so viel Geduld und bei fast all diesen Ungeduldigen sterben viele Fische. Höre einfach nicht auf Leute die sagen, dass Du auch früher Fische ins Aquarium setzen kannst. Frage sie einfach, ob sie Dir Dein Geld wiedergeben, wenn Dir ein Fisch stirbt. Du siehst dann schnell, ob sie selber glauben, was sie Dir erzählen.

Erst wenn sechs Wochen vorbei sind, alle Geräte richtig funktionieren und die Pflanzen wachsen, kannst Du die ersten Fische reintun.

Für Eltern
Preiswertere Einzelteile oder Sets von unbekannten Firmen sind oft nicht zu empfehlen. Zu oft stellt sich nach kurzer Zeit heraus, dass die Filterleistung zu schlecht ist, die Abdeckplatte der Beleuchtung sich verbiegt usw. Außerdem erhält man meistens keine Ersatzteile.

Ein Aquarium lässt sich auf viele verschiedene Arten betreiben. Die Aquarienindustrie bietet eine unübersehbare Menge von Geräten, Pulvern, Flüssigkeiten usw. an. Einige Dinge sind unbedingt notwendig und manche Sachen können nützlich sein. Anderes ist überflüssig und wieder anderes kann sogar schädlich sein.

Auf den Hauptseiten vom DRTA-Archiv finden sich viele Beiträge zu Vor- und Nachteilen dieser Angebote.

Helfen Sie Ihrem Kind bitte besonders beim Aufbau und der Inbetriebnahme der technischen Geräte. Die Geräte unterscheiden sich alle voneinander, so dass eine allgemeingültige Anleitung nicht gegeben werden kann. Wie Sie sicher aus eigener Erfahrung wissen, sind Bedienungsanleitungen oft nur schwer verständlich. Gerade in der Vorfreude ist schnell etwas übersehen und zum Beispiel die Heizung in Betrieb genommen, ohne korrekt von Wasser umspült zu sein. Nicht nur teure Schäden können die Folge sein. Wasser und Strom können bei unsachgemäßer Bedienung zur tödlichen Gefahr werden.

Aquarienpflege

Sobald Dein Aquarium eingerichtet ist und Du Fische eingesetzt hast, musst Du Deine Fische und Dein Aquarium täglich beobachten. Überprüfe die Temperatur und schau nach, ob der Filter noch Wasser pumpt. Schau besonders genau, wie sich die Fische verhalten. Wenn sie sich ungewöhnlich verhalten, zum Beispiel die Flossen eng am Körper haben oder alle nach Luft schnappen, sind sie möglicherweise krank.

Wie Du füttern musst

Füttere Deine Fische einmal oder zweimal am Tag. Gib ihnen nur so viel Futter, wie sie in zwei Minuten ganz auffressen. Lass Dich nicht täuschen, die sind immer hungrig und fressen bis sie platzen. Du kannst auch ruhig einmal in der Woche gar nicht füttern. Zuviel Futter macht sie auf Dauer krank. Die Fische verhungern gar nicht so schnell, wie viele Leute glauben.

Schnecken im Becken

Mit den Pflanzen kommen vielleicht auch Schnecken in Dein Aquarium. Ein paar Schnecken sind ganz nützlich. Wenn es in Deinem Aquarium aber nur so von Schnecken wimmelt, fütterst Du viel zu viel. Füttere weniger, dann werden es auch wieder weniger Schnecken.

Rennschnecke
Rennschnecke Foto: Andrea Bernd

Die Rennschnecken heißen vielleicht so, weil sie wie Rennautos bemalt aussehen. Du brauchst jedenfalls keine Angst haben, dass sie Dir weglaufen. Obwohl sie im Dunkeln ganz schön schnell sein sollen. Vielleicht werden sie auch deshalb Rennschnecken genannt. Rennschnecken kommen nicht zufällig mit Pflanzen ins Aquarium, sondern man muss sie kaufen.

Allerdings können sie nachts schon mal durch Lücken in der Aquarienabdeckung, z. B. für Technikkabel, herauskriechen und sterben.

Weil Rennschnecken fast immer Wildfänge sind, sollten sie besser von erfahrenen Aquarianern gehalten werden. Viele Rennschnecken fressen nur Algen und kein Fertigfutter. Sie verhungern, wenn sie nicht gezielt mit gezüchteten Algen versorgt werden.

Du musst Dein Aquarium pflegen

Einmal in der Woche muss Dein Aquarium gepflegt werden. Mach das immer am selben Tag, dann vergisst Du es auch nicht. Du hast ja schon ein paar Mal gelesen, dass die Fische das Aquarienwasser auch dreckig machen. Der Filter macht zwar einen Teil dieses Drecks raus, aber nicht alles. Leider sieht man dem Wasser nicht an, wie viel Dreck drin ist. Deshalb muss man vorsorglich jede Woche ein Viertel des Wassers im Aquarium durch frisches Wasser ersetzen.

Aber bevor Du mit der Pflege anfängst, ziehe unbedingt alle Stecker aus der Steckdose. Wenn Du in das Wasser fasst, kannst Du sonst einen Stromschlag bekommen und sterben.

Das alte Wasser holst Du mit einem Schlauch aus dem Aquarium, so wie beim Einfüllen. Der Eimer muss beim Wasser herausholen aber tiefer als das Aquarium stehen. Und natürlich musst Du am Schlauchende beim Eimer ansaugen. Pass auf, dass kein Fisch dem Schlauch zu nahe kommt. Wenn er angesaugt wird, kann er sich verletzen.

Als nächstes schaust Du nach den Pflanzen. Blätter, die nicht mehr schön grün sind, schneidest Du mit einer scharfen Schere ab, oder knippst sie mit einem Fingernagel durch. Stängelpflanzen, die zu groß geworden sind, holst Du aus dem Boden und schneidest sie vorsichtig in der Mitte durch. Du kannst sogar beide Teile wieder neu einpflanzen. Sie dürfen nur nicht zu nahe stehen, sonst bekommen die unteren Blätter nicht genug Licht und fallen ab. Ein 3 Meter Stängel mit 2 Blättern ganz oben sieht einfach unschön aus. Wenn nicht mehr genug Platz im Aquarium ist, dann pflanze nur den Teil wieder ein, der am Schönsten ist. Probiere es einfach aus. Wenn Du ein paar Mal neu gepflanzt hast, merkst Du schon, wie weit die Pflanzen auseinander stehen müssen, damit sie schön bleiben.

Wenn Du beim täglichen Beobachten des Aquariums bemerkt hast, dass durch den Filter kaum noch Wasser kommt, musst Du ihn jetzt reinigen. Viele Filter haben innen Schaumstoff. Den drückst Du ein paar Mal in dem Eimer mit dem alten Aquarienwasser aus und steckst ihn wieder in den Filter. Was Du bei Deinem Filter genau machen musst, musst Du in der Anleitung nachlesen.

Wenn auf den Scheiben viele Algen sind, kannst Du sie jetzt mit einem Schwamm vorsichtig abreiben. Pass auf, dass Du nicht in den Boden kommst und Dir mit Sand oder Kies Kratzer in die Scheiben machst. Algen auf Pflanzen kannst Du vorsichtig mit den Fingern abreiben, aber alle Algen gehen dabei nicht ab.

Zum Schluss wird das Wasser wieder aufgefüllt. Das neue Wasser muss die gleiche Temperatur wie das Aquarienwasser haben. Wie Du Wasser einfüllst, weißt Du ja schon. Etwas Dünger solltest Du auf jeden Fall ins neue Wasser tun. Aber höchstens so viel, wie die neue Wassermenge braucht. Wenn Du fertig bist und nicht mehr ins Aquarium fassen musst, kannst Du die Stecker wieder in die Steckdose tun.

Für Eltern
Fische können uns leider nicht sagen, wenn es ihnen nicht gut geht. Sie teilen uns das aber oft durch verändertes Verhalten mit. Diese Veränderungen stellt man nur durch tägliches intensivesBeobachten fest. Verhalten sich die Fische anders, ändert sich ihr Aussehen, bekommen sie kleine Pünktchen am Körper, sehen die Flossen zerrupft aus? Viele dieser kleinen Hinweise werden beim flüchtigen Hinschauen übersehen. Wenn die Symptome unübersehbar werden, ist es oft zur Rettung schon zu spät. Die Aquarienfische sind meist nur sehr klein und können gegen eine einmal ausgebrochene Krankheit nur kurz Widerstand leisten.
Stellt man jedoch schon die ersten Symptome sehr früh fest, dann können bei vielen Krankheiten geeignete Gegenmaßnahmen erfolgreich durchgeführt werden.

Noch besser als eine Behandlung ist die Vorbeugung. Viele Krankheitserreger befinden sich ständig im Aquarium und werden vom Immunsystem der Fische erfolgreich bekämpft. Sie breiten sich erst dann schlagartig aus und führen zur akuten Erkrankung, wenn das Immunsystem der Fische durch andere Ursachen bereits geschwächt ist. Neben den bereits mehrfach erwähnten Stressfaktoren für das Immunsystem wie z. B. zu starker Besatz, ist oft mangelnde Wasserhygiene ein Auslöser für Krankheiten.

Es gibt wohl keine bessere und preiswerte Vorbeugemaßnahme gegen Krankheiten als der wöchentliche Austausch von 20 bis 30 % Wasser.

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Letzte Aktualisierung am 12.07.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Das erste Aquarium
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