Bachschmerle

Datenblatt Bachschmerle

Lateinischer Name: Barbatula barbatula
Handelsname: Bachschmerle
Ordnungsname: Karpfenartige (Cypriniformes)
Familie:
Bachschmerlen (Nemacheilidae)
Gattung:
Barbatula
Herkunft: Europa
Größe in cm:
7 bis 20
Teichgröße
Länge und Breite (cm): 2 Meter lang und 2 Meter breit
Inhalt in Litern:
8000 bis 10000 Liter
Wasserwerte
Temperatur: 16 bis 18 Grad Celsius
pH:
6,5 – 7,5
GH: 5 °dGH
KH:
8-10 °dH
Verhalten/Besatz
Bereich: Bodenfisch
Futter: Algentabletten, Algen, kleine Krebse, kleine Larven
Verhalten: Schwarmfisch, friedlich
Anzahl: 2 bis 10
Lebenserwartung:
6 bis 8 Jahre
Vergesellschaftung:
ja, mit friedlichen Fischen
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
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bachschmerle
Photograph: Michal Maňas creator QS:P170,Q58300160, Barbatula barbatulaCC BY 3.0

Allgemeine Einleitung

Barbatula barbatula wird im Handel auch oft als Bachschmerle, Schmerle oder Bartgrundel angeboten. Die Bachschmerle stammt aus Europa und ist mit den Balitoridae verwandt, obwohl diese sonst nicht auf dem europäischen Festland vorkommen.

Besonders in Deutschland erfreut sich der Fisch großer Beliebtheit. Im Jahre 1984 war er sogar Fisch des Jahres. Bachschmerlen kommen besonders in Bächen und Flüssen vor.

Sie leben nah am Boden und mögen einen kiesigen oder sandigen Boden, in dem sie gerne graben. Meistens verstecken sie sich tagsüber zwischen Steinen und Wurzeln, da sie nachtaktiv sind. Aus diesem Grund sollten am Boden des Teiches ein paar größere Steine liegen.

Nachts suchen die Schmerlen zwischen dem Kies und Sand ihr Futter. Sie fressen organische Abfälle, Larven, kleine Krebse, Wasserschnecken und Egel. Leider ist auch Laich vor ihnen nicht sicher. Aus diesem Grund ist die Zucht von anderen Fischen in dem Teich etwas schwierig.

Manchmal findet man Bachschmerlen auch am Ufer von Seen und großen Teichen. Da Bachschmerlen Strömungen mögen, sollte der Teich zudem mit einem Wasserfall oder einem Springbrunnen ausgestattet sein. Es ist wichtig, dass die Oberfläche ständig in Bewegung ist.

Die Atmung findet über die Haut, den Darm und natürlich die Kiemen statt. Eine ausgewachsene Bachschmerle kann bis zu 20 cm groß werden. Meistens sind sie jedoch 7 bis 13 cm groß. Bei guten Bedingungen werden die Fische 8 Jahre alt.

Optisch gesehen besitzt der Körper der Bachschmerlen eine rundliche Form. Die Farbe variiert zwischen hell und mittelgrau. Zudem weist der Körper dunklere Flecken auf. Am Maul befinden sich kleine Bartfäden.

Die Schuppen sind sehr klein, einige Exemplare sind sogar schuppenlos. Als Schutzschicht haben sie dafür eine dicke Schleimhaut. Über diese Haut kann der Fisch einen Teil seines Sauerstoffbedarfs decken.

Die Fische stellen keine allzu großen Ansprüche an die Wasserqualität und kommen daher auch mit verschmutzen Wasser recht gut klar. Oftmals sind Schmerlen die ersten Fische, die in einem schmutzigen Bach wieder auftauchen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass man die Pflege des Teiches vernachlässigen kann. Auch Bachschmerlen werden krank. Trotzdem sind sie recht unempfindlich.

In Deutschland fand man in einer unterirdischen Höhle sogar pigmentlose Bachschmerlen. Sie haben sehr lange Barthaare und wesentlich kleinere Augen. Diese neue Art wurde 2017 entdeckt.

Geschlechtsunterschiede

Rein optisch sind die Geschlechter nicht leicht zu unterscheiden. Die Männchen sind in der Regel jedoch schlanker und kleiner als die Weibchen. Beide haben einen hellgrauen, rundlichen Körper und recht kleine Flossen.

Vor allem bei jungen Fischen ist die Unterscheidung sehr schwierig. Mit 1 bis 3 Jahren werden die Fische geschlechtsreif und können sich fortpflanzen.

Zucht

Der Boden sollte mit gröberen Flusskieseln vorbereitet werden. Bachschmerlen mögen dunkle Stellen für die Eiablage. Eine Wurzel oder eine Höhle sind daher vorteilhaft.

In der freien Natur laichen die Bachschmerlen zwischen März und Juni. Wenn das Wetter nicht gut ist, legen die Weibchen auch erst im August Eier. Jedes Weibchen legt zwischen 2000 und 3000 Eier.

Auch im Aquarium wurden schon erfolgreich Bachschmerlen gezüchtet. Für die erfolgreiche Zucht sollte ein Teil des Aquariums dunkel sein. Aus den Eiern schlüpfen nach sieben Tagen die Larven.

Zunächst ernähren sie sich von dem Dottersack. Sobald dieser Sack verschwunden ist, schwimmen die Jungfische frei im Becken herum.

Aufzucht

Die Jungfische sollten zweimal am Tag mit kleinen Futtertabletten für pflanzenfressende Bodenfische gefüttert werden. Diese Tabletten sind einfach zu gut platzieren und sinken schnell. Ein hoher Anteil an Spirulina ist vorteilhaft. Einige Schmerlen fressen auch gerne kleine Krebse.

Vergesellschaftung

Eine Vergesellschaftung generell kein Problem. Die anderen Fische sollen jedoch ebenfalls friedlich sein. Wichtig ist es, dass das Futter zu Boden sinken kann. Bachschmerlen kommen nicht zum Fressen an die Wasseroberfläche.

Wenn Bachschmerlen mit anderen Fischen leben, brauchen sie reichlich Verstecke. Steine, Höhlen und Wurzeln sollten daher zur Verfügung stehen. Bachschmerlen ziehen fest in eine Höhle und verteidigen diese auch gegen andere Fische.

Wann sind die Bachschmerlen aktiv?

In der freien Natur geht der Fisch bevorzugt in der Nacht auf Futtersuche. Natürlich stellt er sich auf den Menschen ein. Wenn es tagsüber Futter gibt, frisst er auch. Am aktivsten sind die Fische in der Dämmerung.

Dann verlassen sie ihre Höhlen und suchen den Boden ab. Tagsüber sind sie oft in den Unterschlupfen zu finden. Aus diesem Grund sind Bachschmerlen nicht unbedingt die unterhaltsamsten Fische für ein Aquarium. Dafür halten sie den Boden sehr sauber.

Warum ist die Wassertemperatur so niedrig?

Bachschmerlen bevorzugen ein Kaltwasserbecken. Dies sollte man bei der Vergesellschaftung berücksichtigen. Die Wassertemperatur in dem Teich oder dem Aquarium sollte nicht viel höher als 16 bis 17 Grad Celsius liegen.

Für die Fische wird es ab 20 Grad Celsius wirklich gefährlich. Auch kurzfristig darf das Wasser nie so warm werden. Bachschmerlen benötigen viel Sauerstoff und im warmen Wasser ist stets weniger Sauerstoff vorhanden.

Jedes Becken benötigt daher einen guten Filter und eine kräftige Belüftung. Auch der Wasserwechsel ist sehr nötig. Jede Woche sollte ein Großteil des Wassers gewechselt werden.

Das Futter darf keinesfalls am Boden verrotten, da die Bakterien viel Sauerstoff aus dem Wasser ziehen. Aus diesem Grund sollte man die Futtermengen stets im Auge haben.

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