Asiatischer Hausgecko

Hemydatylus frenatus

Datenblatt Asiatischer Hausgecko

Deutscher Name: Asiatischer Hausgecko
Wissenschaftlicher Name: Hemydactylus frenatus
Herkunft: ursprünglich aus Südostasien, Verbreitung bis Hinterindien, Inseln des südlichen Pazifiks, Südafrika, Ostafrika, Mexiko, Australien, Madagaskar
Körperlänge: 13 cm – 15 cm
Alterserwartung: ca. 10 Jahre
Verhalten
Futter: Insekten, wie Grillen, Heimchen und Wachsmotten
Verhalten: Kletterkünstler, kann zahm werden, im Terrarium tagaktiv
Anzahl: Gruppenhaltung
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Asiatischer Hausgecko
Basile Morin, Hemidactylus frenatus (Common House Gecko) on white background, focus stacking, CC BY-SA 4.0

Aussehen

Der Asiatische Hausgecko ist vor allem in tropischen und subtropischen Gegenden zu Hause. Er ist ein Schuppenkriechtier und zählt zu den echsenartigen Reptilien. Der Gecko ist nachtaktiv. Er sitzt gern an Hauswänden, auf Steinen oder an Bäumen. Der Asiatische Hausgecko passt sich farblich an die Tageszeit an. Nachts oder wenn es dämmert, verblasst er.

Ansonsten ist seine Haut grau bis beigebraun. Seine Augen sind elipsenförmig. Sein Körper ist mit Schuppen überzogen. Am Kopf und Rumpf sitzen Körnchenschuppen, zum Teil auch mit Höckern versehen, die dann optisch hervorstechen. Die Bauchschuppen sind größer als die Rückenschuppen. Direkt am Schwanz des Tieres finden sich kegelförmige Schuppen.

Verhalten

Wenn man sich mit dem Hausgecko ausreichend beschäftigt, kann er zahm werden. Er ist ein wahrer Kletterkünstler und kann auch springen. In Gefangenschaft ist er auch am Tag aktiv. Bei Gefahr verliert er ein Teil seines Schwanzes, der aber wieder nachwächst. Damit verwirrt er seine Gegner und gewinnt einen Vorsprung bei der Flucht. Wenn er sich mit seinen Artgenossen um sein Territorium streitet, macht er spannende Klickgeräusche. An den Zehen hat der kleine Geselle sogenannte Haftlamellen, mit denen er auch glatte Wände besteigen kann.

Zucht

Mit einem Jahr ist der Asiatische Hausgecko geschlechtsreif. Vier bis sechsmal im Jahr haben die weiblichen Geckos die Möglichkeit, zwei Eier abzulegen. Sie werden versteckt und am Boden festgeklebt. Nach 60 Tagen erblicken die kleinen Geckos das Licht der Welt. Die Bruttemperatur beträgt 28 Grad Celcius. Die kleinen Geckobabys haben eine Gesamtlänge zwischen 36 und 44 Millimeter.

Anforderungen an das Terrarium

Der Asiatische Hausgecko ist ein Einsteigertier und auch für Anfänger in der Reptilienhaltung geeignet. Geckos sollten artgerecht, also paarweise in einem Terrarium mit einer Abmessung von 40 x 40 x 50 cm gehalten werden. Zwei Männchen streiten sich schnell um ihr Revier, so dass man lieber auf ein Pärchen oder zwei Weibchen umswitchen sollte. Zwölf Stunden Lichteinstrahlung ist für die Geckos angemessen. Danach sollte durch eine Lampe mit 15 W, die mit einer Zeit-Schaltuhr versehen ist, eine künstliche Dämmerung erzeugt werden. Die ideale Lufttemperatur sollte für diese Tiere 28 bis 30 Grad Celcius betragen. Sie fühlen sich bei einer Luftfeuchtigkeit von 75 bis 85 Prozent am wohlsten.

Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium lässt sich mit einem Hygrometer messen. Die Pflanzen, die im Terrarium eingesetzt sind, sollten täglich mit einer Sprühflasche befeuchtet werden, um das tropische Klima optimal zu imitieren. Verstecke, wie kleine Höhlen aus Steinen und dicke Äste bieten dem Gecko viel Abwechslung und Unterschlupf in seinem Terrarium. Auf dem Terrarium-Boden sollte eine Schicht aus Erde und Sand gestreut werden. Die Schicht ist saugfähig und nimmt den Urin des Tieres auf. Die Wände des Terrariums kann man mit Kork verzieren. Das erleichtert dem Gecko das Klettern. Ein künstlich erzeugter Wasserfall kommt bei den Geckos gut an. Eine Wasserschale tut es natürlich auch.

Wie oft muss das Terrarium gereinigt werden?

Einmal in der Woche sollte man mit einer Pinzette, den Kot des Tieres aus dem Terrarium entfernen. Je nach Verschmutzungsgrad muss auch der Bodenbelag gewechselt werden, mindestens ein Mal im Jahr. Steine und Äste können mit einer Bürste unter warmen Wasser gereinigt werden und dann wieder ins Terrarium gesetzt werden. Ist die Verschmutzung zu groß, sollten die Utensilien einfach ausgetauscht werden.

Vergesellschaftung

Der Asiatische Hausgecko versteht sich unter anderem mit Saumfingern, Laubfröschen oder Flugdrachen.

Nahrung und Ernährung

Grillen, Heimchen und Wachsmotten sollten den Tieren alle zwei Tage angeboten werden. Wasser schlecken die kleinen Flitzer von den besprühten Pflanzen. Um die Ernährung hochwertig zu gestalten, gibt es auf dem Markt entsprechende Präparate, mit denen das Lebendfutter behandelt werden kann. Der Asiatische Hausgecko benötigt neben Lebendfutter auch Calcium- und Vitaminpräparate, um auch in Gefangenschaft gesund und munter zu bleiben und um seinen exzessiven Bewegungsdrang ausleben zu können.

Wie geht der Gecko auf die Jagd?

Der Asiatische Hausgecko wartet in seinem Versteck auf seine potentielle Beute. Hat er sie gewittert, springt er blitzartig hervor und schnappt sich Grillen, Fliegen, Spinnen, Schaben & Co.

Anschaffung

Wer sich einen Asiatischen Hausgecko zulegen will, wird sich schnell in das kleine Geschöpf verlieben. Beim Kauf sollte auf eine gesunde Hautfärbung, auf vorhandene Zehen und Zehenhäute sowie auf den mentalen Zustand und den Bewegungsdrang des Tieres geachtet werden. Auch der Ernährungszustand sollte unter die Lupe genommen werden, um ein gesundes und kräftiges Tier zu erhalten.

Wer einmal einen Asiatischen Hausgecko sein Eigen nennt, wird sich wahrscheinlich immer wieder einen anschaffen, weil sie so entzückende und spannende Tiere sind.

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