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cu und c.japonica
hallo forum,
wieviel kupfer verträgt c japonica?
danke christian
Hallo Christian:
LD50 oder bereits PENC(water)?
Gruß
Sieglinde
äh wiebitte (ich nix verstehen) ich hab 0.01 mg/l und drei amanogarnelen.
mich interessiert ob ich die schätzchen evakuieren muß oder nicht!
danke christian
Hallo Christian:
Bei Toxocitätstests ist LD50 (bzw. LC50) die Konzentration, bei der 50% der Tiere sterben. Es wird dabei auch noch die Dauer des Versuchs (also der Einwirkzeit der Substanz, z.B. 24h LD50) angegeben.
PENC ist die Konzentration, bei der angenommen wird, daß keine Schädigung (dazu gehören dann auch Verhaltensänderungen, Änderungen im Wachstum, Reproduktion u.a.) mehr auftritt. Dieser Wert liegt natürlich weit unter dem LD50-Wert, läßt sich aber in Tests nicht genau ermitteln.
> ich hab 0.01 mg/l
Kommt das aus der Leitung?
Entscheidend ist dabei auch deine Wasserhärte. Kupfer ist in weichem Wasser wesentlich toxischer als in hartem Wasser. Bei Fischen werden für akute Toxicität Werte von 0,02-0,1 mg/l in weichem Wasser und o,1-1,1 mg/l in hartem Wasser angegeben (für Salmoniden). Das Wasserqualitätsziel sollte je nach Härte <0,005 -<0,01 mg/l sein (Fischtoxikologie, Hofer und Lackner, 1995).
Als Notmaßnahme könntest du zunächst mal etwas EDTA (in Wasseraufbereitern enthalten) zugeben. Das ist aber keine Dauerlösung, da das mit EDTA komplexierte Cu irgendwann wieder frei wird.
Für Garnelen habe ich auch noch einen Artikel gefunden, konnte aber nur den Abstact herunterladen und lesen.Untersucht wurden die verschiedenen Empfindlichkeiten auf Kupfer bei verschiedenen Entwicklungsstadien von Penaeus japonicus (Hallo Wirbellosen-Kenner, welche Art ist das?).
Nauplien in Seewasser: 48h LD50 = 1 µg/l
Zoeae-Stadium: 48h LD50 = 3 - 46 µg/l
Postlarve: 96h LD50 = 20 - 1450 µg/l
Jungtiere: 96h LD50 = 2050 µg/l
Jungtiere in Brackwasser: 96h LD50 = 1200 µg/l
Quelle: Y. Bambang et al.: Effect of copper on survival and osmoregulation of various developmental stages of the shrimp Penaeus japonicus Bate (Crustacea, Decapoda), Aquatic Toxicology Vol 33(2) pp. 125-139 (1995).
Trotz der hohen Toxicität ist Kupfer sowohl für die Pflanzen als auch für Tiere in Spuren essestenziell. Es ist Bestandteil etlicher Enzyme.
Gruß
Sieglinde
Hai Christian...
LD 50 heisst meines Wissens Ledale Dosis 50 Prozent d.h. die Menge bei der 50 Prozent der Tiere in einem Test sterben.
PENC(water) muss ein(e) andere(r) erklaeren. Ich bin auch wissbegierig :-).
M.V.
Hallo Manfred:
Habe gerade noch mal die genaue Bezeichnung herausgesucht:
PENC = predicted no-effect concentration
Diese Werte basieren auf Daten aus aktuen Toxicitätstests. Sind nur einige Daten aus solchen Tests verfügbar, so wird ein Faktor von 1000 (vom niedrigsten LD50-Wert) angenommen.
Für die Jungtiere von Penaeus japonicus im Brackwasser (LD50 = 1200 µg/l) würde das also bedeuten,daß der Cu-Wert unter 1,2 µg/l sein sollte.
Gruß
Sieglinde
Bis sie tot ist!
Hallo
super Antwort. Damit hast du dem Christian sicher weitergeholfen!
Daß Garnelen kein Kupfer vertragen ist ja wohl klar, daß aber eine gewisse Menge Kupfer für die Pflanzen essenziell sind ist aber auch erwiesen. Hab längere Zeit im Netz gesucht, aber keinen Grenzwert für Garnelen gefunden, nur Werte, ab wann Cu für Pflanzen oder Fische schädlich sein soll. Vielleicht weiss ja jemand anderes mehr? Ein Wert in Zahlen würde da weiterhelfen. Würde mich selber auch sehr interessieren.
Grüße t.
moin Christian.
Kurze und leider sehr sehr präzise: sehr wenig. Geh einfach davon aus, daß sobald du Kupfer mit den normalen Tests messen kannst du zuviel Kupfer im Becken hast.
Gruß Sven
Hi,
um das vorhergesagte noch zu ergänzen, EDTA und andere Komplexbildner sind nicht nur in Wasseraufbereitern,sondern auch in Pflanzendüngern enthalten. Solange regelmäßig gedüngt wird bleibt das Kupfer in dieser geringen Konzentration sicher komplexiert. Die Toxizität von EDTA-komplexierten Cu liegt mind. um den Faktor 100 niedriger, als die freien Cu's.
Dann würde mich noch interessieren, ob diese Konzentration im Leitungswasser oder im Becken gemessen wurde. Im Becken fände ich den Wert kritischer, da normalerweise durch bakterielle Anreicherungsprozesse und die Aufnahme durch die Pflanzen der Wert mit üblichen Test immer unter der Nachweisgrenze liegt. Liegt er schon im Becken so hoch, dann ist der Wert des Leitungswasser garantiert wesentlich höher. Ist es der Leitungswasserwert und ist das Becken bepflanzet, bräuchte man sich IMHO kaum weitere Gedanken machen.
ciao Andreas
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