Ringelhandgarnelen
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Allgemeines über Ringelhandgarnelen

Ringelhandgarnelen, Macrobrachium, werden ca. 10 Zentimeter groß. Um zwei Männchen in einem Aquarium zu halten, muss das Aquarium über 100 Liter groß sein. Sonst bekämpfen sie sich gegenseitig bis sie Gliedmaßen verloren haben oder tot sind. Das dominante Männchen hat die größten Scherenarme.

Nach einer Häutung fressen Ringelhandgarnelen ihren abgelegten Panzer oft auf. So werden die in den alten Panzer verbauten Mineralstoffe wieder genutzt.

Tragende Ringelhandgarnelen sind dicker und weniger wendig, als nicht tragende Tiere. Weil unter dem Hinterleib die Eier getragen werden, können sie die Schwimmbeine kaum bewege. Ein Weibchen bekommt ca. 20 Jungtiere.

Ringelhandgarnelen fressen praktisch alles, was vor ihre Scheren kommt, z.B. junge Blätter, Flockenfutter, Mückenlarven, Futtergemüse, Welstabletten, Tetra TabiMin und TetraTips

Posthornschnecken werden sich in einem Becken mit Ringelhandgarnelen nicht vermehren. Sie gehören zu den Leibgerichten der Garnelen und werden auch aus dem Gehäuse heraus geholt. Schneckenlaich wird sofort verspeist. Auch Blasenschnecken und Turmdeckelschnecken werden gefressen, besonders nachts. Ein besonderer Leckerbissen sind zerdrückte Schnecken.

Hauptsächlich von ausgewachsenen, männlichen Garnelen werden auch Fische gefressen. Es gibt Berichte, dass unter anderem Panzerwelse, Neons, Regenbogenfische, Harnischwelse, Antennenwelse und Guppies gefressen wurden.

Kleinere, anderen Garnelen, z.B. Amanogarnelen oder Bienengarnelen werden ebenfalls gefressen, wenn sie nicht schnell genug fliehen können.

Es gibt allerdings auch Erfahrungen, nach denen Ringelhandgarnelen weder Fische noch Schnecken gefressen haben und z.B. Antennenwelse und L144 sich trotz Ringelhandgarnelen vermehrten.

Nach anderen Berichten wurden Fische nur gefressen, wenn sich zufällig die Gelegenheit ergab. Z.B. als ein Guppy sich in einer Höhle verschwommen hatte und nicht mehr fliehen konnte, oder als eine weibliche, 6 Zentimeter große Ringelhandgarnele aus Versehen einen 15 mm großen Antennenwels, statt einer Futtertablette gegriffen hatte.

Ringelhandgarnelen jagen demnach Fischen in der Regel nicht extra nach. Wird aber ein Fisch erwischt, wird er auch gefressen. Das klappt am Besten bei kleineren, weicheren Fischen, die am Boden schlafen oder nach der Geburt am Boden liegen. Die Garnelen können auch in den Pflanzen lauern und versuchen vorbei kommende Fische zu fangen. Dabei können sogar Skalare angeknabbert werden. Männchen können dabei sehr aggressiv sein und auf alles losgehen, was nicht schnell genug weg kann. Die Gefahr für größere, wenige und wehrhafte Fische ist eher gering. Evtl. versuchen die Ringelhandgarnelen die Fische anzuknabbern. Wenn die Fische sich wehren, geben die Garnelen aber auf.

Bei Ringelhandgarnelen kann man oft auch eine Rang- und Aggressionsordnung feststellen. Das größte Männchen ist ein oft richtiges Raubtier. Das kleinste Weibchen ist oft kaum zu sehen und zahm.

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04.06.2009 - 13:01

Markus?

RINGELHAND-Garnele frisst andere Fische

Hallo,

Nach 2 Monaten 3 tote Fische: 1 Neon, 1 Panda-Wels, 1 Platy!

Somit kommen die 4 Ringelhandgarnelen jetzt aus dem 112-liter-Gesellschaftsbecken raus. Haben sich nach ca. 1 Monat 1 Neon geschnappt (wir dachten, dass er bestimmt krank war). Super Wasserpolizei, denn es blieb nichts von ihm über. Nach 2 Wochen war von unseren Panda-Welsen einer nur noch zur Hälfte da (eigentlich ca. 3 cm groß).

Haben dann verstärkt mit Wels-Tabs gefüttert und kleine Schnecken hinzugegebn, da wir dachten die Garnelen kämen beim Futter zu kurz. Haben zusetzlich letztes WE auch noch Garnelen-Pillen (Futter) gekauft.

Aber vorgestern hat es einen ca. 2,5 cm großen / kleinen Platy erwischt. Am Vortag hatte er eine kleine Macke in der Schwanzflosse, als sei er schon einmal davon gekommen, aber über Nacht konnte ihm wohl keiner helfen.

Schade, denn es sind eigentlich sehr schöne interessante Tiere. Das Alpha-Männchen hat bereits ca. 6-7 cm Länge (inklusive Scheren) zzgl. Antennen. Die Weibchen (evtl. andere Männchen) sind etwas kleiner. Wahrscheinlich ist der Rat jedes ZWEITEN Ringelhandbesitzers wohl der beste: ARTENBECKEN !!!

12.10.2010 - 16:00

Uwe?

Ringelhandgarnelen fressen Fische

Ich kann dem Jagdfieber und der Freßlust der RHG nur zustimmen. Rote Neons und Rotkopfsalmler gehören neuerdings auf den Speiseplan meines dominierenden Männchens im 850-Liter-Becken! Es lauert in den Pflanzen und schlägt blitzschnell zu, sobald sich ein Fisch in Fangnähe aufhält. Und die Treffergenauigkeit ist erschreckend gut. Ich werde mich nun darum leider auch von den RHG trennen.

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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Ringelhandgarnelen
Systematik
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Überfamilie: Großarmgarnelen (Palaemonoidea)
Familie: Felsen- und Partnergarnelen (Palaemonidae)
Unterfamilie: Felsengarnelen (Palaemoninae)
Gattung: Macrobrachium
ohne Rang: Ringelhandgarnelen
Macrobrachium assamense, männlich, fast ausgewachsen
Macrobrachium assamense, ca. 3 Wochen alt

Als Ringelhandgarnelen bezeichnet man eine Gruppe eng verwandter Arten aus der Gattung Macrobrachium.

Ringelhandgarnelen bewohnen Süßwasserbäche in hügeligen und Mittelgebirgsregionen Pakistans, Nordindiens und Myanmar bis nach Thailand. Von allen Vertretern dieser Gattung sind sie am besten an das Leben im Süßwasser angepasst.

Gemeinsames morphologisches Merkmal sind die längsgerillten Scherenfinger des zweiten Schreitbeinpaares der Männchen. Diese Rillen sind mit dichten, pelzartigen Haaren besetzt. Namensgebend ist die auffällige Ringelfärbung der Schreitbeine bei den Jungtieren. Diese Zeichnung bleibt bei adulten Weibchen zumindest in undeutlicherer Form erhalten. Frisch geschlüpfte Ringelhandgarnelen entwickeln sich innerhalb nur eines Larvenstadiums zur juvenilen Form.

[Bearbeiten] Arten

Zu dieser Gruppe werden derzeit die folgenden Arten gezählt:

  • M. assamense (Tiwari, 1956)
  • M. cacacharense
  • M. cavernicola
  • M. dayanum (Henderson, 1893)
  • M. hendersodayanum
  • M. hendersoni (De Man, 1906)
  • M. platyrostre
  • M. siwalikense

[Bearbeiten] Literatur

  • Andreas Karge, Werner Klotz: Süßwassergarnelen aus aller Welt. Dähne Verlag, Ettlingen 2007, ISBN 978-3-935175-39-5. S. 135

[Bearbeiten] Weblinks



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