Wie gefährlich ist Nitrit für Garnelen
Hohe Nitritwerte verhindern bei Fischen, dass genug Sauerstoff an das Hämoglobin im Blut gebunden wird. Deshalb können Fische bei zu hohen Nitritwerten ersticken.
Bei Wirbellosen, z.B. Garnelen, wird Sauerstoff durch Hämozyanin transportiert und nicht durch Hämoglobin, wie bei Wirbeltieren, z.B. bei Fischen. Nitrit stört die Fähigkeit Sauerstoff zu binden bei Hämozyanin nicht. Kurzzeitig haben Garnelen deshalb keine Probleme bei der Sauerstoffaufnahme, wenn die Nitritwerte im Aquarium hoch sind. Nitritwerte, wie z.B. in der Einfahrphase eines Aquariums, überleben Garnelen in der Regel ohne Probleme, während Fische oft sterben.
Für Garnelen ist Nitrit kurzzeitig also deutlich weniger giftig, als für Fische. Ab welchen Werten Nitrit auch für Garnelen akut giftig ist, ist nicht bekannt. Für Krebse sind Nitritwerte ab ca. 22 mg/L giftig.
Auf keinen Fall sind hohe Nitritwerte für Garnelen völlig unschädlich. Auf Dauer können sich Stickstoffabbauprodukte an den Kiemen der Garnelen ablagern. Das Kiemengewebe wird geschädigt und so doch wieder die Sauerstoffaufnahme beeinträchtigt.
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