Tipps zur Garnelenzucht
Relativ einfach zu züchten sind Garnelen der Neocaridina- und einige Macrobrachium-Arten mit spezialisiertem Fortpflanzungs- bzw. Entwicklungstyp. Bei diesen Arten schlüpfen relativ wenige Jungtiere aus relativ großen Eiern. Die Jungtiere sind schon vollständig entwickelt. Sie nehmen bereits normales Futter auf und sind daher einfach aufzuziehen.
Viele Caridina-, Macrobrachium- und andere Arten haben einen primitiven Fortpflanzungstyp. Bei diesen Arten werden sehr viele Larven abgesetzt, die einige Entwicklungsstadien durchlaufen, bei denen die Larven frei im Wasser schweben. Die Fütterung der Larven kann problematisch sein. Es wird sehr feines und oft spezielles Futter benötigt.
Außerdem brauchen einige Arten Brackwasser zur Larvenentwicklung, weil die Jungen in der Natur ins Meer gespült werden und später erst wieder in die Flüsse wandern. Zu diesen Arten gehören z.B. die Amanogarnelen.
Die eigentliche Eiabgabe von Garnelen wird nur selten beobachtet. In der Regel sind erst die geschlüpften Jungtiere bzw. Larven zu sehen. Es existiert aber mindestens ein Bericht, nach dem ein Neocaridina-Weibchen eindeutig mit den beiden hinteren Beinen Eier aus den Bauchtaschen streifte. Die Eier wurden mit einer Lupe betrachtet. Es waren eindeutig keine lebenden Jungtiere.
Leicht zu züchtende Garnelenarten:
Im Gesellschaftsbecken hängt die Vermehrungsrate natürlich davon ab, wie viele junge Garnelen von Fischen gefressen werden. Hilfreich ist ein sehr dichter Pflanzwenwuchs. Besonders in Javamoos können sich die Garnelen verstecken. Dort finden sie auch viele Mikroorganismen als erstes Futter. Gut geeignet sind auch Javafarn, z.B. die buschartige Windelov-Version, oder Schwimmpflanzen mit dichtem Wurzelwerk wie Muschelblume oder EichhorniaCrassipes.
Tipp zum Fangen von Garnelen
Ein Fangnetz wird vorsichtig hinter die Garnele gehalten. Mit einem Stab wird ganz vorsichtig gegen die Fühler der Garnelen getippt. Die Garnele klappt dann häufig den Schwanz um und flitzt schnell in das Fangnetz.
Futter für junge Garnelen
Normalerweise finden junge Garnelen von Arten mit spezialisierter Fortpflanzung in einem bepflanzten Aquarium genug Algen und Mikroorganismen als erstes Futter.
Um Algen zu züchten, füllt man ein Glas, z.B. ein Gurkenglas, mit Aquarienwasser. Dazu kommt ein Stück Holz oder ein Stein. Das Glas stellt man an ein Fenster. Nach einigen Tagen sind die Wurzel oder der Stein veralgt. Bei Bedarf gibt man etwas Pflanzendünger dazu.
Man kann auch einen Filterschwamm oder Filterwatte aus einem eingefahrenen Aquarium einfach im Garnelenbecken ausdrücken.
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