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Wirbellose -> Heilmittel

Garnelen und Concurat

Bei der Behandlung von Fischen gegen Würmer konnten bei Dosierungen bis zu 8,5g/100 Liter Concurat über bis zu 14 Tagen keine Veränderungen bei Amanogarnelen, Bienengarnelen, Zebragarnelen und Hummelgarnelen beobachtet werden.

Garnelen und Malachitgrün

Heilmittel gegen Ichthyo die nur Malachitgrün enthalten und kein Kupger werden von Garnelen problemlos vertragen. Konkrete Berichte liegen von Ringelhandgarnelen, Amanogarnelen und Neocaridina-Arten vor.

Garnelen und Kupfer

Kupferhaltige Heilmittel sollten in Aquarien mit Wirbellosen grundsätzlich nicht eingesetzt werden. Genau Werte, ab denen Kupfer für häufig gehaltene Garnelen schädlich ist, sind nicht bekannt.

In weichem Wasser ist Kupfer wesentlich giftiger, als in hartem Wasser. Bei Fischen werden für akute Toxizität Werte von 0,02-0,1 mg/l in weichem Wasser und o,1-1,1 mg/l in hartem Wasser angegeben (für Salmoniden). Das Wasserqualitätsziel sollte je nach Härte <0,005 -<0,01 mg/l sein (Fischtoxikologie, Hofer und Lackner, 1995).

Bei Garnelen der Art Penaeus japonicus sterben nach Tests 50% der Tiere bei folgenden Kupferwerten:
Nauplien in Seewasser: 48h LD50 = 1 µg/l
Zoeae-Stadium: 48h LD50 = 3 - 46 µg/l
Postlarve: 96h LD50 = 20 - 1450 µg/l
Jungtiere: 96h LD50 = 2050 µg/l
Jungtiere in Brackwasser: 96h LD50 = 1200 µg/l

Quelle: Y. Bambang et al.: Effect of copper on survival and osmoregulation of various developmental stages of the shrimp Penaeus japonicus Bate (Crustacea, Decapoda), Aquatic Toxicology Vol 33(2) pp. 125-139 (1995).

Sind nur einige Daten aus solchen Tests verfügbar, so wird ein Faktor von 1000, vom niedrigsten LD50-Wert, als unschädlich angenommen. Für die Jungtiere von Penaeus japonicus im Brackwasser (LD50 = 1200 µg/l) sollte der Kupferwert also unter 1,2 µg/l sein.

Als Notmaßnahme kann bei höheren Kupferwerten zunächst etwas EDTA, dass in Wasseraufbereitern enthalten ist, zugeben werden. Das ist aber keine Dauerlösung, da das mit EDTA komplexierte Kupfer irgendwann wieder frei wird.
EDTA und andere Komplexbildner sind nicht nur in Wasseraufbereitern, sondern auch in Pflanzendüngern enthalten. Solange regelmäßig gedüngt wird, bleibt das Kupfer in geringen Konzentrationen sicher komplexiert. Die Toxizität von EDTA-komplexierten Kupfer liegt mindestens um den Faktor 100 niedriger, als bei freiem Kupfer.



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Seite wurde zuletzt am 22.07.2014 15:23 Uhr geändert