PH Wert Senken
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Den pH-Wert mit CO2 senken

Muss der pH-Wert nur wenig gesenkt werden, kann evtl. eine CO2-Anlage verwendet werden. Gleichzeitig werden damit die Pflanzen gedüngt. Bei stärkeren Senkungen muss aber zu viel CO2 in das Wasser geleitet werden. Es kann dann zu Schäden an den Fischen kommen, z. B. Verätzungen der Kiemen. Bei hoher Karbonathärte und hohem pH-Wert ist CO2 aus diesem Grund nicht geeignet, um den pH-Wert nennenswert zu verringern.

Den pH-Wert mit Torf senken

Torf kann den pH-Wert etwas senken. Torf wirkt als schwach saurer Kationenaustauscher. Die Kapazität liegt bei ca. 0,1 mol/Liter einwertige Ionen.

Das Aquarienwasser wird durch Torf gelbbraun verfärbt. Viele Fische kommen aus Gewässern, die auch in der Natur so gefärbt sind. Torf wirkt zudem antibakteriell. Durch die Färbung wird das Licht abgedunkelt. Lichthungrige Pflanzen können deshalb unter Lichtmangel leiden.

Torf setzt die Karbonathärte ebenfalls herab. Die im Torf enthaltenen Huminsäuren zerstören die Karbonathärte, wie andere Säuren auch.

Bei hoher Karbonathärte ist Torf ungeeignet. Die Karbonathärte wird höchstens um 2 bis 3° verringert. Es wäre viel zu viel Torf notwendig, um die Karbonathärte bzw. den pH-Wert wesentlich zu verringern.

Nach ca. 14 Tagen muss der Torf erneuert werden, weil er sonst mikrobiologisch abgebaut und das Wasser mit den Abbaustoffen belastet wird.

Den pH-Wert mit Eichenextrakt senken

Die meisten Eichenextrakte bestehen aus Salz- oder Phosphorsäure.

Den pH-Wert mit Säuren senken

Säuren zerstören die Karbonathärte. Eine Verringerung der Karbonathärte führt zu einem niedrigeren pH-Wert, wenn gleichzeitig der Gehalt an Kohlendioxid im Wasser gleichbleibt. Mineralische Säuren, z. B. Salzsäure, sind preiswert, können hoch konzentriert aber Verätzungen usw. hervorrufen. Organische Säuren, z. B. Zitronensäure, werden von Bakterien als Nahrung verbraucht und können so zu Bakterienblüten führen. Organische Säuren wirken aufgrund des Abbaus durch Bakterien relativ kurz. Bei wiederholter Anwendung wird die Wirkung immer geringer, weil die Bakterienzahl immer größer wird.

Bei unsachgemäßem Einsatz von Säuren kann es leicht zu einem Säuresturz kommen. Bei der Verwendung von Salzsäure steigt der Leitwert merklich an. Das Wasser muss außerhalb des Aquariums behandelt werden. Es können sonst starke Säurekonzentrationen im Aquarium entstehen. Der pH-Wert im Aquarium kann auch zu schnell und zu stark sinken. Säuren treiben CO2 aus dem Puffersystem aus Karbonat und Hydrogenkarbonat aus. Kurzfristig kann dabei viel CO2 freigesetzt werden. Das CO2 verflüchtigt sich zwar schnell, kann bei zu hoher Konzentration den Fischen aber trotzdem schaden. Säuren dürfen nur vorsichtig und mit entsprechenden Kenntnissen verwendet werden.

Auch die im Zoohandel erhältlichen Produkte, wie Tetra pH/KH minus enthalten entsprechende Säuren und müssen vorsichtig eingesetzt werden. Diese Mittel enthalten die Säuren in verdünnter Form und sind im Umgang deshalb nicht ganz so riskant wie unverdünnte Säuren.

Für spezielle Aufgaben, z. B. bei der Zucht anspruchsvoller Fischarten, die sehr geringe pH-Werte zur Zucht benötigen, kann der Einsatz von Säuren die einzige Möglichkeit sein, stabile und kontrollierbare Wasserverhältnisse einzustellen, die den natürlichen Bedingungen entsprechen. Die Gewässer aus denen viele solcher Fischarten stammen, haben pH-Werte deutlich unter 6 und kaum nachweisbare Leitwerte.

Den pH-Wert mit Osmoseanlagen oder Ionenaustauschanlagen senken

Bei hoher Karbonathärte sind Osmoseanlagen oder Ionenaustauscher geeignet, die Karbonathärte und in der Folge den pH-Wert zu verringern. Beide Anlagentypen erzeugen extrem weiches Wasser. Karbonathärte und pH-Wert lassen sich durch Mischung dieses Wassers mit Leitungswasser oder durch spezielle Aufhärtungssalze auf die gewünschte Härte einstellen. Mit geringen und unschädlichen Mengen CO2 oder Torf kann der pH-Wert dann fein eingestellt werden.

Die Gesamthärte senken

Die Gesamthärte kann nur mit einer Osmoseanlage gesenkt werden. Die anderen Methoden ändern die Gesamthärte nicht. Auch wenn im Leitungswasser andere unerwünschte Stoffe sind, z. B. Nitrit oder Phosphat, ist die Osmose die einzige Methode, mit der diese Stoffe entfernt werden können.

CO2-Düngung und Salzsäure

Wenn der pH-Wert mit Salzsäure verringert wurde, bleibt auch bei Düngung mit CO2 die HCO3-Konzentration konstant. Die Konzentration steigt nur geringfügig an. Die Mineralisation beeinflusst die HCO3-Konzentration im Wesentlichen. Steigt der Nitratgehalt im Wasser, sinkt die HCO3-Konzentration. Sinkt der Nitratgehalt aufgrund des Verbrauchs von Pflanzen oder durch Nitratatmung, steigt die Konzentration. In diesem Fall überwiegen die alkalischen Anteile der Mineralisation.

Eine plötzliche Senkung des pH-Werts kann die Mikrobiologie im Aquarium so stark stören, dass der Nitratgehalt stark steigt und ein Säuresturz folgt.

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