Düngerrezept 1
KA-Dünger (Aquariendünger pulverförmig. Rezeptur vom 26.1.1991. Dr. Gerd Kassebeer)
- K2SO4 2000 g (Kalium 897 g, Schwefel 370 g)
- MgOHHCO3 1000 g (Magnesium 238 g)
- NH4FeIIIEDTA x 1,5 H2O 1000 g (Eisen 143 g)
- MnSO4 x H2O 200 g (Mangan 65 g)
- CuSO4 x 5 H2O 25 g (Kupfer 6,4 g)
- ZnSO4 x 7 H2O 25 g (Zink 5,7 g)
- H3BO3 10 g (Bor 1,75 g)
- (NH4)6Mo7O24 x 4 H2O 5 g (Molybdän 2,72 g)
- CoCl2 x 6 H2O 5 g (Cobalt 1,24 g)
- Summe = 4270 g
Hinweise für die Zubereitung:
Zuerst werden die Spurenelemente in einer Reibschale angerieben. Die Kupfer- und Zinksalze sind stark wasserhaltig und grobkristallin. Hier hilft der Zusatz von etwas Magnesiumsalz. Zur Kontrolle wird die Anreibung durch ein feines Sieb passiert und der Rückstand erneut verrieben, bis alles durchs Sieb geht.
Lagerung:
Das Pulver muss trocken gelagert werden. Am besten eignen sich Glasgefäße oder Pulverflaschen mit Schraubdeckeln.
Dosierung:
Das Schüttgewicht ist (0,5 g/cm3. Wöchentlich nach 20 % Wasserwechsel 1 g pro 100 Liter auf die Wasseroberfläche des Aquariums streuen. Das Magnesiumsalz löst sich langsam, alle anderen Komponenten schnell.
Düngerrezept 2
- Ascorbinsäure - 500 mg
- EDTA - 13.670 mg
- Eisen-II-sulfat x 7 H2O - 5.970 mg
- Mangan(II)-chlorid x 4 H2O - 2.130 mg
- Zinksulfat x 7 H2O - 660 mg
- Kupfersulfat x 5 H2O - 300 mg
- Kobaltsulfat x 7 H2O - 60 mg
- Nickelsulfat x 6 H2O - 200 mg
- Borsäure - 1130 mg
- Ammoniummolybdat x 4 H2O - 60 mg
- Lithiumchlorid - 600 mg<br />
- Aluminiumsulfat x 16 H2O - 1160 mg
- Titandioxid - 60 mg
- Zinnchlorid x 2 H2O - 60 mg
- Kaliumbromid - 60 mg
- Kaliumiodid - 1.300 mg
Die Angaben beziehen sich auf eine Mischung mit 1 Liter destilliertem Wasser. Dosiert wird 1 ml auf 10 Liter Frischwasser beim Wasserwechsel.
Wenn Kalium nicht durch Aufhärtesalz oder Tagesdünger in das Aquarienwasser kommt kann Kalium wie folgt zugegeben werden:
- Ammoniumcarbonat - 5.500 mg
- di-Ammoniumhydrogenphosphat - 280 mg
- Kaliumsulfat - mindestens 9.000 mg (alternativ Kaliumnitrat)
Die Angaben beziehen sich auf eine Mischung mit 1 Liter destilliertem Wasser. Dosiert wird 1 ml auf 25 Liter Wasser.
Wenn im ungedüngten Wasser bereits Phosphat nachweisbar ist, wird kein Phosphat in den Dünger gegeben. Osmosewasser kann beim Wasserwechsel ca. 5 mg/l Nitrat und ca. 0,04 mg/l Phosphat zugegeben werden. Phosphat ist z. B. in Torumin.
Messungen
Statt Ammoniomhydrogenphosphat kann Tetra Torumin verwendet werden. Torumin enthält Phosphat, das mit einem Phosphattest nachgewiesen werden kann.
Das Ammonium im Ammoniumkarbonat kann nur mit einem Test für Ammonium/Ammoniak festgestellt werden. Bevor Nitrat mit einem Nitrattest gemessen werden kann, muss Ammoniumkarbonat im Aquarium erst in Nitrat umgewandelt werden.
Wird Ammoniumkarbonat oder Ammoniumsulfat verwendet?
Es sollte möglichst Ammoniumkarbonat verwendet werden.
Ammoniumkarbonat wird in Ammoniak und Kohlensäure zerlegt. Ammoniak wird von den Pflanzen aufgenommen. Die Kohlensäure zerfällt zum größten Teil in Kohlendioxid und Wasser. Bei Verwendung von Ammoniumsulfat entsteht Schwefelsäure, die nicht weiter zerfallen kann.
Düngerrezept 3
NPK-Dünger:
- Pottasche
- Ammoniumkarbonat
- di-Kaliumhydrogrenphosphat
Ammoniumkarbonat ist z. B. in Hirschhornsalz enthalten, das alternativ verwendet werden kann. Pottasche und Hirschhornsalz können einfach gemischt werden.
Ist di-Kaliumhydrogrenphosphat in der Apotheke nicht erhältlich, kann es bei der Firma Omikron bestellt werden. Ggf. bietet sich auch hier die Verwendung von Torumin an.
Phosphat wird mit 0,02 mg/Liter Wasser Aquarieninhalt gedüngt, weil der Pflanzenwuchs unterhalb von 0,02 mg/Liter stocken kann. Bei der Berechnung der Kaliummenge muss der Kaliumanteil in der Pottasche nicht berücksichtigt werden. Die Pflanzen verbrauchen die Nährstoffe nicht in so genauen Mengen.
Nitratmangel
Fehlt im Aquarium nur Nitrat, kann Hirschhornsalz oder Kaliumnitrat verwendet werden. Bei Kaliumnitrat muss berücksichtigt werden, dass es nur zu 70 % aus Nitrat besteht. 30 % sind Kalium. Es wird so gedüngt, dass 10 bis 20 mg/Liter Wasser Nitrat vorhanden sind. Es kann ca. 3 Wochen dauern bis ein Effekt merkbar wird.
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