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Das Anfängerbecken

Da das drta-Archiv häufig von Anfängern in der Aquaristik besucht wird, folgen hier ein paar kurze und einfache Tipps, die Anfängern den Einstieg erleichtern sollen.

Neueinrichtung

Ein gefülltes Aquarium hat ein erhebliches Gewicht und muss deshalb auf einer stabilen Unterkonstruktion stehen. Das Aquarium muss auf einer ebenen Fläche aufgestellt werden und sollte nicht über die Auflagefläche hinausreichen. Ob eine Unterlage benutzt werden soll, hängt von der Herstellungsart des Beckens ab. Damit keine Garantieansprüche verfallen, unbedingt die entsprechenden Hinweise des Herstellers beachten.

Nach der Aufstellung wird zuerst der gewaschene Bodengrund bis zu einer Höhe von ca. 7 bis 10 cm eingebracht. Dabei kann Bodendünger mit eingebracht werden. Allerdings erhöht dies die Gefahr, dass es zu starkem Algenwachstum kommt.

Nun wird das Becken zur Hälfte mit temperiertem Wasser gefüllt. Damit der Bodengrund nicht aufgewirbelt wird, stellt man einen Teller auf den Boden und lässt das Wasser mit einem Schlauch vorsichtig auf den Teller laufen.

Danach empfiehlt es sich Heizung und Filter anzuschließen. Große Innenfilter müssen ggf. schon vor dem Einfüllen des Bodengrunds eingepasst werden.

Im nächsten Schritt werden die Dekoration und die Wasserpflanzen eingesetzt. Bei halbem Wasserstand kann man einerseits noch bequem im Becken arbeiten, erhält aber andererseits schon einen Eindruck vom Aussehen der eingesetzten Pflanzen. Um die zu Beginn unvermeidliche Algenbildung möglichst weitgehend zu unterdrücken sollten viele schnellwüchsige Pflanzen eingesetzt werden.

Zum Abschluss wird das Wasser aufgefüllt und die technische Einrichtung wie Heizung, Filter und Beleuchtung angeschlossen und getestet.

Nach der Einrichtung muss das neue Aquarium unbedingt mehrere Wochen lang eingefahren werden. Vor Ablauf dieser Einfahrzeit unter keinen Umständen Fische einsetzen.

Auch bei Verwendung von Aufbereitungsmitteln oder Zugabe von Bakterienkulturen muss vor Einsetzen von Fischen unbedingt der Nitritpeak abgewartet werden. Andernfalls ist ein großes Fischsterben fast garantiert.

Während der Einlaufphase wird regelmäßig ein wenig Fischfutter zugegeben, von dem sich die gewünschten Bakterien vermehren, damit der Schadstoffabbau beginnen kann. Es sollte nur moderat oder gar nicht gedüngt werden.

Die Einlaufphase ist der ideale Zeitpunkt die Rubrik Anfängerfragen zu lesen, in der viele weitere Fragen und Probleme der Anfangszeit diskutiert werden.

Nach einigen Wochen Einfahrzeit können erste Fische vorsichtig eingesetzt werden. Ab diesem Zeitpunkt ist der wöchentliche Wasserwechsel unbedingt durchzuführen.

Besatzvorschlag

Neben einer zu kurzen Einfahrzeit und ungenügendem Wasserwechsel ist der Einsatz von für Anfänger ungeeigneten Fischen wohl der wesentliche Grund für die häufigen Fischsterben in den Aquarien von Anfängern.

Zu oft wird ausgehend von bunten Farben und auffälligen Formen ein ungeeigneter Erstbesatz zusammengestellt. Die oft empfohlenen lebendgebärenden Fische (Guppy, Black Molly? etc.) sind durch Überzüchtung teilweise schon nicht mehr pflegeleicht. Zudem führt ihre Vermehrungsfreude schon recht schnell zu gefährlichem Überbesatz bzw. der Frage, wohin die vielen Jungfische gegeben werden können.

Außerdem sind die Ansprüche der Lebendgebärenden an die Wasserwerte zu verschieden von den Ansprüchen z. B. der Salmler, als dass sie und die gleichfalls bei Anfängern beliebten Neonsalmler sich in einem gemeinsamen Aquarium richtig wohlfühlen können.

Die oft als Algenfresser gehaltenen Welse der Gattung Otocinclus sind empfindlich gegen Umsetzen und damit für neue Becken nicht wirklich empfehlenswert. Skalare wiederum benötigen ein sehr großes Becken, das Anfängern meist nicht zur Verfügung steht.

Nach dieser ausführlichen, aber durchaus noch erweiterbaren Begründung gegen einige der oft gemachten Fischempfehlungen für Anfänger folgt nun ein Alternativvorschlag, der für fast alle Beckengrößen und Wasserwerte, die im deutschsprachigen Raum zu finden sind, umsetzbar ist.

Als Fische für den Bodengrund ist ein Trupp von Panzerwelsen geeignet. Den darüberliegenden Schwimmraum besetzen Keilfleckbarben, während der Raum direkt unter der Wasseroberfläche von Zebrabarben beansprucht wird. Alle diese Fische sind recht robust und für die im deutschsprachigen Raum vorherrschenden Wasserwerte geeignet. Zudem sind diese Fische unter Anpassung der genauen Anzahl für fast alle Aquariengrößen geeignet. Sie zeigen zudem ein recht interessantes Verhalten in ihren jeweiligen Gruppen.

Alternativ können anstatt der Barben robustere Salmler gehalten werden, beispielsweise Schwarze Neon für die Oberfläche und Zitronen-, Kupfersalmler oder Rote von Rio für die Beckenmitte. Allerdings bevorzugen Salmler deutlich weicheres Wasser und zeigen erst dann ihre wirkliche Farbenpracht.

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Seite wurde zuletzt am 21.06.2010 11:24 Uhr geändert