Preiswerte Dosierpumpen
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Preiswerte Dosierpumpen selbst bauen

Fertige Dosierpumpen zur kontinuierlichen Versorgung eines Aquariums mit Pflanzendünger sind im Handel recht teuer. Als preiswerte Alternative kann man eine Munddusche verwenden, die durch eine Zeitschaltuhr täglich automatisch an- und ausgeschaltet wird. Die Düngermenge wird an der Munddusche fein eingestellt. Da es hin und wieder preiswerte Angebote von Mundduschen gibt, z. B. bei den bekannten Discountläden, kommt man so preisgünstig an eine Dosierpumpe.

Statt einer Munddusche kann auch eine Benzinpumpe aus dem Modellbau verwendet werden. Hobbybastler können sich auch aus einer Scheibenwaschanlage aus einem Auto, einem Magnetventil und einer Zeitschaltuhr eine Dosierpumpe basteln.

Für kleinere Aquarien lässt sich eine Dosierpumpe basteln, die ganz ohne mechanischen Antrieb auskommt.

Benötigt werden:

  • 1 Kunststoffflasche für 1 Liter Flüssigkeit (bei Bedarf andere Größe)
  • 1 Schraubdeckel für die Kunststoffflasche
  • PVC Schlauch mit 6 mm Durchmesser, Länge nach Bedarf
  • 1 Kordel aus Acryl mit ca 6 mm Durchmesser (oder andere wasserleitende Kordel, z. B. Baumwollfäden verdrillen, Anorakkordel), Länge ca. 20 cm mehr als der Schlauch

In den Schraubdeckel wird ein Loch mit knapp 6 mm Durchmesser gebohrt, in das der Schlauch eng sitzend eingepresst werden. Ein zweites Loch im Deckel mit ca. 1 mm Durchmesser dient als Luftloch.

In den Schlauch wird die Kordel so eingezogen, dass auf einer Seite ca. 20 cm überstehen, auf der anderen Seite nur ein kurzes Stück. Die Kordel sollte so dicht wie möglich an der Innenseite des Schlauches anliegen. Die Seite des Schlauches, an der 20 cm Kordel überstehen, wird in das 6 mm Loch im Schraubdeckel gepresst und so weit durchgezogen, dass bei aufgeschraubtem Deckel der Schlauch etwa 2 cm über dem Flaschenboden endet und die Kordel sich auf dem Flaschenboden kringelt.

Anschließend wird die Flasche mit Dünger aufgefüllt und der Deckel festgeschaubt. Die Flasche wird höher aufgestellt als der Wasserspiegel des Aquariums, z. B. auf der Abdeckung. Wie beim Wasserwechsel muss der Dünger kurz angesaugt werden. Das Ende des Schlauches aus dem die Kordel nur kurz herausragt, wird so im Aquarium verlegt, dass er ständig in das Wasser eintaucht. Dazu kann der Schlauch auch mit einem Saugnapf befestigt werden. Nun sollte beständig eine geringe Menge Dünger über die Fasern der Kordel ins Aquarium fließen. Die genaue Düngermenge hängt von der Struktur und Dicke der Kordel ab. Der Dünger fließt durch die Kapillarwirkung der Kordel in das Aquarium, nicht nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren. Der Schlauch verhindert das Austrocknen der Schnur und damit das Auskristallisieren der Düngesalze.

Bei Bedarf muss mit verschiedenen Materialien und Kordeldurchmessern experimentiert werden, um die gewünschte Düngermenge einzustellen.

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