Wie schnell die Härte im Aquarium gesenkt werden kann
Eine Osmoseanlage wird in der Regel angeschafft, um die Härte des Aquarienwassers auf einen bestimmten Zielwert zu verringern. Um diesen Zielwert zum ersten Mal einzustellen, wird am Besten reines Osmosewasser verwendet.
Beim wöchentlichen Wasserwechsel werden etwa 25 % bis 30 % Aquarienwasser durch reines Osmosewasser ersetzt. Das Osmosewasser sollte möglichst langsam in das Aquarium laufen, damit die Umstellung für Fische und Pflanzen nicht zu plötzlich ist.
Trotzdem können empfindliche Pflanzen wie Elodea densa, Alternatheras und Cryptocorynen vorübergehend das Wachstum einstellen oder völlig zusammenbrechen. Empfindlich sind auch Vallisneria spiralis und Nymphaea lotus.
Selbst mit dieser Methode dauert es 2 bis 3 Monate, bis z. B. in einem Aquarium mit 300 Liter Wasser der Gesamthärte 18 das Wasser bis auf die Gesamthärte 3 verringert ist.
Wenn das neu eingefüllte Wasser schon auf die Zielhärte aufgehärtet ist, dauert es noch länger, bis im ganzen Aquarium die Zielhärte erreicht ist.
Wenn empfindliche Fische oder Pflanzen im Aquarium sind, kann die Anpassung über einen längeren Zeitraum gestreckt werden, wenn z. B. jeweils nur 10 % Aquarienwasser durch reines Osmosewasser ersetzt wird. Allerdings gibt es auch Erfahrungen, nach denen problemlos direkt bei einem Wasserwechsel 70 % Wasser durch Osmosewasser ersetzt wurde und die Zielhärte so schnell erreicht wurde. Das Wasser sollte dann aber sehr langsam einfließen. Im Grunde gelten die gleichen Überlegungen, die auch beim Einsetzen neuer Fische gelten.
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