Aufhärtesalz trübt vor dem vollständigen Auflösen das Wasser ein, so dass ein leichter Nebel entsteht.
Zuerst lösen sich die schnell und leicht löslichen Härtebildner Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumhydrogenkarbonat. Kalziumkarbonat löst sich dagegen nur schwer und langsam. Einige Hersteller geben Zitronensäure zu, damit sich die schwer löslichen Karbonate schneller lösen, andere Hersteller verzichten darauf, weil Zitronensäure Nachteile hat und die Zugabe nicht sinnvoll ist.
Wenn CaCO3 verwendet wird, ist CO2 notwendig, damit sich das gesamte Aufhärtesalz löst.
Es muss darauf geachtet werden, dass sich das gesamte Aufhärtesalz vollständig aufgelöst hat, bevor der endgültige KH-Wert gemessen wird. Wenn aufgrund einer scheinbar zu niedrigen Karbonathärte weiter Aufhärtesalz hinzugefügt wird, bevor das schon vorhandene Aufhärtesalz vollständig aufgelöst ist, wird die Karbonathärte nur auf Basis der schnell löslichen Karbonate eingestellt. Wenn sich später das gesamte Salz gelöst hat, ist die Karbonathärte dann höher als gewünscht. Zudem kann es zu erheblichen Schwankungen des pH-Werts kommen.
So wird von einer pH-Wert Änderung von 6,8 auf 8 bei der Aufhärtung von Osmosewasser auf KH 3 mit Duradrakon berichtet. Die tatsächliche Karbonathärte lag nach vollständiger Auflösung zwischen 4 und 5.
Ein solcher pH-Sprung ist unvermeidlich, wenn auf das Ansäuern mit Zitronensäure verzichtet wird. Die HCO3-Salze sind basisch, die Karbonate sogar stark basisch. Natriumhydrogenkarbonat wird zum Beispiel zum Neutralisieren von sauren Lösungen benutzt.
Die Wasseraufbereitung muss deshalb immer außerhalb des Aquariums erfolgen.
Möglichkeiten, das Aufhärtesalz vollständig aufzulösen
- Vor dem Einfüllen in das Aquarium das Wasser kräftig mit CO2 anreichern. Darauf achten, dass der CO2-Gehalt im Aquarium nach dem Einfüllen nicht zu hoch ist.
- Mit einem Sodasprudler aus Osmosewasser eine oder mehrere Flaschen Sprudel erzeugen und in das aufzubereitende Wasser schütten. Anschließend umrühren. Wenn dann der pH-Wert noch zu niedrig ist, muss belüftet werden. Im Prinzip könnte Mineralwasser verwendet werden, dieses enthält aber oft zu viel Salz und andere unerwünschte Inhaltsstoffe.
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