Teilentsalzer
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Was ein Teilentsalzer ist

Bei der Teilentsalzung wird nur der Kationentauscher verwendet. Dieser tauscht alle Kationen im Wasser gegen H+, also Kalzium, Magnesium, Kalium usw.
Alle Salze werden in die entsprechende Säure umgewandelt. Aus Sulfat wird Schwefelsäure, aus Nitrat Salpetersäure, aus Chlorid Salzsäure, aus Phosphat Phosphorsäure usw.

Das ablaufende Wasser ist stark sauer. Der pH-Wert gibt ja die Konzentration der H+ Ionen an.

In der Grundform sind Kationenaustauscher mit Natrium-Ionen beladen. Kationen wie Kalzium, Magnesium usw. können diese Natrium-Ionen leicht verdrängen. Die Natrium-Ionen gelangen im Gegenzug in das Wasser. Kalzium ist zweiwertig. Natrium ist einwertig.

Um ein Kalzium-Ion im Austauscher einzulagern müssen deshalb zwei Natrium-Ionen in das Wasser abgegeben werden.
Um ein mit Kalzium beladenes Ionentauscherharze mit Kalzium zu regenerieren, muss daher ein Überschuss an Natrium-Ionen vorhanden sein. Deshalb wird verdünnte Salzlösung zur Regeneration des Harzes verwendet. Die Natrium-Ionen verdrängen die Kalzium-Ionen wieder aus dem Austauscher. Die Solelösung wird durch eine Spülung mit Wasser aus dem Harzbett verdrängt.

Nach der Enthärtung ist nicht mehr Kochsalz im Wasser als vor der Enthärtung. Die Ionenbilanz insgesamt bleibt unverändert. Deshalb wird der Vorgang Neutraltausch genannt.

Für die Aquaristik ist der Neutralaustausch in einigen Fällen möglich.
Wenn das Ausgangswasser fast nur aus Karbonaten und Bikarbonaten besteht, erzeugt die Teilentsalzung fast destilliertes Wasser. Es entsteht dann fast nur die zugehörige Saure, also Kohlensäure. Die Kohlensäure kann durch intensive Belüftung ausgetrieben werden. Den Rest der Säuren kann neutralisiert werden, indem das teilentsalzte Wasser mit Leitungswasser verschnitten wird.
Teilentsalzung lässt sich also einsetzen, wenn die Wasserhärte überwiegend von der Karbonathärte bestimmt wird, d. h. wenn die Karbonathärte mindestens 80 % der Gesamthärte ausmacht.

Wichtiger als die Wasserhärte ist in der Aquaristik der Leitwert des Wassers. Die Entwicklung von Fischlaich hängt z. B. vom Leitwert ab. Durch die Osmoseregulation schrumpft das Ei je nach Leitwert oder es quillt zu stark auf. In beiden Fällen kommt es zu Entwicklungsstörungen beim Fischnachwuchs.

Durch den Neutraltausch ändert sich die Leitfähigkeit praktisch nicht. Je nach Temperatur kann der Leitwert sogar etwas ansteigen. Das Wasser für die Aquaristik wird deshalb besser mit anderen Verfahren entsalzt bzw. enthärtet.

Geeignet sind Ionentauscher in OH- bzw. H+-Plus-Form. Der H+-Tauscher sollte vor den OH-Tauscher geschaltet werden. Ebenfalls geeignet sind Mischbettharze und Umkehrosmoseanlagen. Bei Bedarf kann ein Mischbetttauscher nachgeschaltet werden.

Bei einem Vollentsalzer werden auch die Säurereste ersetzt und es entsteht reines Wasser.

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