Geeignete Behälter für Säure und Lauge
- Kanister mit Wasserauslass unten in Bodennähe für Camping aus dem Baumarkt
- Alter Filtertopf mit Auslauf in Bodennähe
- In den Boden eines rechteckigen Kunststoffbehälters, z. B. aus dem Campingzubehör, eine verschraubbare Schlauchtülle mit Dichtung, ebenfalls aus dem Campingzubehör oder aus Aquaristik-PVC Teilen, einsetzen.
- Eine Wasserstrahlpumpe verwenden. Diese ist relativ preiswert, spült mit Leitungsdruck und verdünnt gleichzeitig. Ein Behälter wird dann nicht benötigt.
Wie hoch der Arbeitsaufwand ist
Für aquaristische Zwecke verwendbare Vollentsalzer bestehen aus zwei Harzsäulen, Kationen- und Anionentauscher. Diese werden mit verdünnter Salzsäure, bzw. Natronlauge regeneriert. Daneben gibt es Mischbetttauscher, die zum Regenerieren abgegeben werden.
Das Waschwasser für den Anionentauscher bzw. das Wasser zum Verdünnen der Lauge muss unbedingt entsalztes Wasser sein. Sonst verdirbt das Harz und kann nicht regeneriert werden. Beim Kationenaustauscher muss das Wasser nicht entsalzt sein.
Bei einer Säule mit 2,5 kg stark saurem Harz z. B. lässt man 5 Liter des Salzsäure-Wassergemisch aus einem kleinen Kanister mit Ablaufhahn langsam wie beim Wasser machen zapfen durchlaufen. Wenn der Kanisterinhalt durchgelaufen ist, bleibt die Säule mit dem Säuregemisch 20 Minuten stehen lassen und wird dann kurz durchgespült. Im Detail müssen die Bedienungsanleitungen des jeweiligen Herstellers beachtet werden.
Mit etwas Übung beträgt der reine Zeitaufwand für die Regenerierung der Säulen ohne Wartezeit etwa 30 Minuten. Die Gesamtzeit hängt von der Größe der Säulen bzw. der Menge Harz ab. Das Ausgangswasser bestimmt, wie oft regeneriert werden muss. Je Säule kann mit etwa einer Stunde Dauer gerechnet werden, wenn die Säulen eine übliche Größe von ca. 1 Liter Inhalt haben.
Vor der Anschaffung einer VE-Anlage sollte berechnet werden, welche Wassermengen zum Wasserwechsel in welchem Zeitraum benötigt werden.
Beispiel:
Die Säulen haben bei jeweils einem Liter Harz ein theoretisches Enthärtungsvermögen von insgesamt 4500 Härtelitern. Das Ausgangswasser hat eine Gesamthärte von 33° dH.
4500 geteilt durch 33 ergibt ca. 136 Liter enthärtetes Wasser bevor die Säulen erschöpfen. Bei einem Bedarf von 50 Liter pro Woche muss nach jeweils zwei Wochen regeneriert werden. Die Regenerierzeit pro Säule beträgt 30 - 45 Minuten.
Um nicht so oft Regenerieren zu müssen, sind größere Säulen mit einer größeren Menge Harz besser. Es wird dann aber die Menge der verdünnten Salzsäure HCL und Natronlauge NaOH größer, die zum Regenerieren benötigt werden.
Die während des Regenerierens angefallene Regenerierflüssigkeit muss unbedingt neutralisiert werden.
Wie hoch die laufenden Kosten sind
Für die Säure und Lauge wird keine p. a. (pro analysi) Qualität aus der Drogerie oder der Apotheke benötigt. Einfache technische Qualität reicht aus. Diese ist wesentlich preiswerter.
Ein Liter 30 %iger Salzsäure HCL kostet 3 bis 4 €. Ein Kilo NaOH kostet 8 bis 10 €. Bei einem wöchentlichen Verbrauch von 150 bis 200 Liter vollentsalztem Wasser betragen die Kosten bei einem Ausgangswasser mit GH 15 etwa 80 €.
Was mit den Rückständen gemacht wird
Die Rückstände nach der Regeneration können zusammengeschüttet werden. Es entsteht dann im Grunde Salzwasser mit den unerwünschten, d. h. von der Anlage zurückgehaltenen Salzen. Nach der Formel
(H302+ Cl-) + (Na+ OH-) -> 2H2O + Na+ + Cl- entsteht Kochsalz gelöst in Wasser. Dieses kann in den Abfluss oder die Toilette geschüttet werden.
Zur Sicherheit kann vorher der pH-Wert gemessen und ggf. mit Ätznatron neutralisiert werden.
Du suchst hier Hilfe? Dann entlaste die Helfer hier und mach mit!
Gesucht werden:
- Fotos von Fischen, Pflanzen, Krankheiten, Technik usw. Bitte benutzt eure Digitalkameras und schickt Bilder an nheidbuechel/at-nospam/web.de.
Das /at-nospam/ bitte durch @ ersetzen.
- Mithelfer bei der Seitenpflege. Wirklich jede Leserin und jeder Leser kann helfen.
Anmerkungen zu dieser Seite
(Fragen im Forum stellen)