Eheim 2008
Der Eheim 2008 ist ein Innenfilter der oft in Komplettsets zu finden ist, aber auch einzeln erhältlich ist. Der einzeln erhältliche Eheim 2008 hat einen Deckel, an dem die Durchflussgeschwindigkeit des Wassers verstellt werden kann. Die Version aus Komplettsets hat diese Möglichkeit in der Regel nicht. Allerdings kann ein einzelner Deckel für ca. 8 Euro (Stand 2004) nachgekauft werden. Im Inneren des Filters dient ein Schaumstoffblock als Besiedlungsfläche für Schadstoff abbauende Bakterien und als mechanischer Filter zur Entfernung grober Teilchen.
So kann der Durchfluss verändert werden
Bei einem ganz neuen oder gründlich gereinigten Filter ist die Filterströmung zu stark für viele Aquarien, in denen der Filter verwendet wird. Ist ein regelbarer Filterdeckel vorhanden, kann die Strömung gegen eine Aquarienscheibe gerichtet und so die Strömungsgeschwindigkeit verringert werden. Ist die Strömung auch dann noch zu stark oder ist kein drehbarer Deckel vorhanden, kann man die freien Stellen um den Schaumstoffblock herum und das Loch im Schaumstoffblock mit Filterwatte zustopfen. Je nachdem wie viel Watte verwendet wird und wie dicht diese gestopft wird, kann der Durchfluss und damit die Strömung etwas variiert werden. Statt Watte kann auch Schaumstoff verwendet werden.
Allerdings verstopfen nach einiger Zeit die Poren im originalen Filterschwamm, so dass auch ohne zusätzliche Maßnahmen der Wasserdurchfluss immer geringer wird. Der Filterschwamm muss deshalb ungefähr alle 4 Wochen in Aquarienwasser gereinigt werden. Damit die Poren wieder frei werden, muss der Filterschwamm kräftig ausgewaschen und ausgedrückt werden. Dabei muss das Filtermaterial auch von innen gereinigt werden, sprich von beiden Seiten mit den Fingern in das Loch im Schaumstoff gegriffen und dort gerieben und gedrückt werden. Bei weniger gründlicher Reinigung ist der Filter häufig schon nach kurzer Zeit wieder verstopft.
Aufgrund der kurzen Reinigungsintervalle filtert der Eheim 2008 in erster Linie mechanisch. Grobe Partikel im Wasser werden gut zurückgehalten, so dass das Wasser klar bleibt. Eine biologische Filterung, dass heißt der Abbau von Schadstoffen durch Filterbakterien findet kaum statt, da ein hoher Anteil der Bakterien immer wieder ausgewaschen wird. Zudem bietet der Filter aufgrund des kleinen Volumens relativ wenigen Bakterien Siedlungsraum.
Wird der Filterschwamm in zwei Hälften geschnitten, kann immer abwechselnd eine Hälfte gereinigt werden. Es werden dann weniger Bakterien ausgewaschen und Bakterien aus der ungereinigten Hälfte können die gereinigte Hälfte schnell neu besiedeln.
Scheinbar verstopfen die Poren des Filterschwamms mit der Zeit immer stärker und schneller bzw. können immer schlechter gereinigt werden. Damit wird die Filterleistung dauerhaft immer geringer. Der Originalschwamm kann durch eine passend zugeschnittene blaue Filtermatte ersetzt werden. Die Poren von blauen Filtermatten setzen sich nicht so schnell zu und verstopfen auch dauerhaft nicht so stark wie die Poren des Originalschwamms. Statt blauer Filtermatte kann auch normale weiße Filterwatte verwendet werden. Die Filterwatte darf nicht an die rotierenden Teile des Filters kommen, da sie sich dort sonst aufwickelt und evtl. den Motor zerstört.
Garnelen und kleine Fische verfangen sich
Obwohl dem Filter kleine Verschlusskappen beigefügt sind, die die Öffnungen für das Stromkabel an der Hinterseite des Filters verschließen sollen, verfangen sich Garnelen und kleine Fische hinter dem Filter und sterben dort oft. Wird der Filter nicht mit den Saugnäpfen an der Aquarienscheibe befestigt, sondern in wenigen Zentimetern Abstand von der Scheibe auf den Bodengrund gestellt, können sich keine Tiere mehr hinter dem Filter verfangen. Damit Sand und feinkörniger Kies nicht in den Filter gesogen werden, werden ein oder mehrere flache Steine unter den Filter gelegt. Alternativ werden die Gummisauger entfernt, eine Damensocke (Material wie Feinstrumpfhosen) über den Filter gezogen, die Gummisauger wieder aufgesteckt und der Filter so an der Scheibe befestigt. Dies verhindert gleichzeitig, dass kleine Tiere durch die Filterschlitze eingesogen werden. Durch den Strumpf erhöht sich auch die Standzeit des Filters, da grobe Partikel bereits vom Strumpf aufgefangen werden.
Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Schaumstoffblock zwischen Filter und Beckenscheibe zu klemmen, in den passende Löcher für die Sauger geschnitten werden.
Man kann auch die Verschlusskappen entfernen und die Löcher mit Aquarienkleber oder Silikon abdichten. Wird dabei gleichzeitig das Stromkabel in einem der Schächte festgeklebt, verursacht auch kein falsch sitzendes Stromkabel Öffnungen zwischen Filter und Aquarienscheibe, durch die Garnelen oder Fische zwischen Filter und Scheibe geraten.
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