Aussenfilter
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Welche Außenfilter zur CO2-Einleitung geeignet sind

Eine effiziente Methode um CO2 einzuleiten ist die Einleitung über einen Außenfilter. Weil CO2 in Wasser aufsteigt, sind alle Außenfilter geeignet, bei denen der Wasserzulauf unten ist und der Wasserablauf oben. Auch bei vielen Außenfiltern, die die Anschlüsse für Zulauf und Ablauf oben haben, wird das einströmende Wasser im Topf zuerst nach unten geführt und steigt dann auf. Auch diese Filter sind geeignet.

Filter mit Strömung von oben nach unten sind nicht geeignet. Die Gasblasen versuchen gegen die Strömungsrichtung nach oben zu steigen. Wenn das gelingt, sammeln sich die Blasen oben am Filtereinlass und können dort nicht entweichen. Mit der Zeit wird die Gasblase immer größer und der Filter läuft trocken.

Bei Innenfiltern kann evtl. versucht werden, ein Loch für den CO2-Schlauch in das Filtergehäuse zu bohren. Das Loch muss so angebracht werden, dass das CO2 möglichst lange mit dem Wasser in Kontakt ist und die Blasen in der Pumpe zerkleinert werden.

Wie das CO2 eingeleitet wird

Einleitung im Aquarium

Das CO'2_' kann mit einem kleinen U-Rohr oder Schlauch in den Ansaugkorb geleitet werden. Es kann auch ein Loch, das etwas kleiner als der CO2-Schlauch ist, in das Ansaugrohr gebohrt werden. Der CO2-Schlauch wird ca. einen Millimeter weit in das Loch gepresst. Wenn er zu weit in das Rohr ragt, wird die Wasserströmung zu stark gestört bzw. verwirbelt.

Vorteil aller Methoden, bei denen CO2 im Aquarium in den Filterkreislauf gebracht wird ist, dass undichte Stellen ohne negative Folgen bleiben. Im Zweifel wird das CO2 nicht effektiv aufgelöst und steigt ungenutzt in die Raumluft.

Einleitung außerhalb des Aquariums

Zur Einleitung wird einfach ein T-Stück in die Zuleitung zum Filter eingebaut. Über das T-Stück wird das CO2 eingeleitet. Zum Selbstbau wird in ein etwa 6 cm langes PVC-Rohr, das in den Filterschlauch passt, ein 5 mm Loch gebohrt. In das Loch wird mit PVC-Kleber ein Schlauchverbinder für einen Luft- bzw. CO2-Schlauch geklebt. Auf beide Enden des PVC-Rohrs wird der Filterschlauch geschoben und mit Schlauchschellen gesichert. Der CO2-Schlauch wird aufgesteckt und mit Kabelbinder gesichert.

Alternativ wird am CO2-Schlauch die Kanüle einer Spritze befestigt. In kochendem Wasser wird der CO2-Schlauch weich und lässt sich einfach auf die Kanüle schieben. Nach Abkühlung ist der Schlauch wieder enger und hält dicht. Die Kanüle wird in den Zulaufschlauch des Filters gestochen. Weil der Durchmesser der Kanüle klein ist, entstehen kleine CO2-Blasen, die sich gut auflösen.

Fertige Lösungen

Einen speziellen Micro-Ansauger für Außenfilter gibt es von der Firma Dennerle. Andere Firmen, wie Zajac, bieten spezielle T-Stücke an.

Wirkungsweise

Die Flügel der Filterpumpe hacken die CO2-Blasen klein, so dass sich das CO2 gut im Wasser löst. Deshalb soll die CO2-Zufuhr in die Filterzufuhr und nicht in den Filterablauf gelegt werden.

Der Filter sollte nicht ausschließlich mit Watte oder Schaumstoff betrieben werden. Das CO2 löst sich bei Einspeisung in den Einlauf eines Topffilters nur dann ordentlich im Filter auf, wenn im Filter eine Verwirbelung des Wassers mit den Luftblasen stattfindet. Wegen der Strömungsverhältnisse ist eine solche Verwirbelung nur gewährleistet, wenn der Filter mit rundem, körnigen Material gefüllt ist, z. B. Steinen, Röllchen, Substrat oder Filterigel.

Unter Watte oder Schaumstoff sammeln sich Blasen von Falschgasen und CO2 und strömungsfreie Zonen. Im harmlosen Fall rutschen die Gase in einer großen Blase durch die Filterpumpe und machen dabei ein lautes Geräusch. Im schlimmsten Fall soll der Filter trockengelegt und die Pumpe zerstört werden.
Einen konkreten Bericht gibt es darüber, dass der Filter bei Hefegärung ins "Stottern" geriet und schließlich gar kein Wasser mehr pumpte. Die Filterfüllung in diesem Fall ist unbekannt.
Nach einem weiteren Bericht verringerte sich die Filterwirkung durch Blasen im Filter und im Aquarum erhöhte sich der Nitratwert und der Sauerstoffgehalt verringerte sich.

Andererseits gibt es Berichte, nach denen die Einleitung in vollständig mit Watte oder Schaumstoff gefüllte Filter problemlos funktioniert.

Wenn der Filter mit Röhrchen, Biobällen oder Filterkies gefüllt ist, sollten sich keine großen Blasen bilden. Eine funktionierende Filterfüllung besteht z. B. aus 50 % Keramikröhrchen, 25 % grobem Filterschaum und 25 % feiner Watte.

Wenn der Filter abgestellt wird, muss auch die CO2-Zufuhr abgestellt werden. Sonst entstehen natürlich Gasblasen.

Eine gewisse Geräuschentwicklung muss bei dieser Methode unter Umständen in Kauf genommen werden, weil auch kleine CO2-Blasen im Filter und in der Pumpe Geräusche verursachen können.

Risiken und Geräusche werden vermieden, wenn das CO2 in den Filterablauf eingeleitet wird. Allerdings ist die Auflösung nicht so effektiv. Als Vorteil bleibt der relativ lange Weg, auf dem die CO2-Blasen mit dem Wasser in Kontakt stehen.

Hilfe, wenn die Filterströmung gering ist

Bei langsam laufenden Außenfiltern, die unter dem Aquarium stehen, kann es vorkommen, dass die Strömung nicht ausreicht, um das CO2 bis in das Aquarium zu bringen. CO2 sammelt sich dann im Filterabfluss in Höhe der oberen Aquarienkante.
Ein ähnlicher Effekt kann entstehen, wenn das CO2 schon im Aquarium in das Ansaugrohr geleitet wird. Sind die Blasen zu groß, reißt das Wasser das CO2 nicht stark genug bis in den unten stehenden Filter mit. Das CO2 sammelt sich dann im Rohrbogen des Filterzulaufs an der Aquarienkante.

Eine Lösung ist, das CO2 in feinen Blasen in den Ansaugkorb des Filters einzulassen. Dazu wird ein 6/4 mm Luftschlauch in eine selbst gemachte enge Bohrung von unten axial in den Ansaugkorb eingeführt. Der Schlauch wird am Ende verschweißt, verklebt etc. Die letzten 4 cm, die im Ansaugkorb sind, werden sehr fein und gleichmäßig perforiert. Es können z. B. mit der Zirkelnadel mit Zentrierspitze ca. 100 Löcher gestochen werden. Wichtig ist, dass der Schlauch weit in das Ansaugrohr hineinragt.
Der verbleibende Querschnitt des Filterzulaufs, also der Querschnitt des Ansaugrohrs abzüglich des Luftschlauchs, ist immer noch groß genug für einen starken Filterstrom.

Die entstehenden Bläschen werden beim Austreten durch die recht hohe Fließgeschwindigkeit und den herrschenden Unterdruck zum großen Teil gelöst. Die sehr feinen Restblasen wollen gegen die Abwärtsströmung hoch treiben und bleiben deshalb sehr lange im Filterzulauf. Kaum noch sichtbar kommen sie im Filter an, wo die Filterfüllung und das Flügelrad der Pumpe den Rest auflösen.

Keine Gefahr für Filterbakterien

Aufgrund der geringen Menge CO2 sind Störungen oder Schäden an den Bakterienkulturen im Filter nicht zu befürchten.

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