Überlauf
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Verschiedene Varianten für Überläufe

Damit kein Loch in die Aquarienscheibe gebohrt werden muss, kann ein Überlauf eingesetzt werden. Von der Firma Tunze gibt es einen drucklosen Überlauf durch den bis zu 900 Liter pro Stunde laufen können. Dieser Überlauf zieht das Wasser nicht nur über die Oberfläche ab, sondern hat zusätzlich einen Bodenabzug. Wenn oben nicht so viel Wasser eingezogen wird, z. B. weil der Überlauf durch Pflanzenreste verstopft ist, wird mehr Wasser von unten gezogen. Allerdings hilft der Bodenabzug nicht immer. Nach einem Bericht lief ein Aquarium mit dem Überlauf von Tunze fast über.

Überlauf 1

Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren arbeitet der Ablauf nach Krauses Handbuch Aquarientechnik, Bede Verlag.
Es handelt sich um einen selbst ablaufenden Überlaufkrümmer, dessen Ablaufhöhe leicht einstellbar ist. Wenn der Wasserspiegel über eine gewisse Höhe steigt, läuft das Wasser selbsttätig über den Krümmer hinüber. Sinkt der Wasserspiegel verliert der Krümmer seine Funktion trotzdem nicht und zieht keine Luft.

Wenn der Krümmer richtig entlüftet ist, kann normalerweise nichts mehr passieren, aber trotzdem sollten zur Sicherheit möglichst zwei Krümmer eingesetzt werden.

Nach einem Bericht konnten nach diesem Prinzip mit annehmbaren Rohrdurchmessern von 25 mm nur mangelhafte Durchflussraten erzielt werden. Dieser Ablauf kann demnach nur für langsame Wasserwechsel oder Durchlaufbecken verwendet werden. Für drucklose Abläufe im Filterbetrieb ist er nicht geeignet, weil nicht so viel Wasser ablaufen kann, wie notwendigerweise zugepumpt wird.

Überlauf 2

Skizzen für einen Überauf nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren befinden sich auf der Webseite von Andreas Karge.
Im Prinzip läuft soviel Wasser in den im Unterschrank stehenden Filter, wie zugepumpt wird. Der Wasserspiegel im Becken bleibt konstant. Der Zulauf darf weder zu stark noch zu schwach sein. Sonst kann Wasser auslaufen. Deshalb sollten zusätzliche Sicherheitsfunktionen, z. B. ein Loch zum Luftsaugen im Zulauf, verwendet werden.

Überlauf 3

               L
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  |*|  ## |*| |**|  /\ | |
  |*|  ## |*| |**|     |A|
  |*|  ## |*| |**|      x
   Z   ## |*| |**|
       ## |*+-+**|
       ## |******|
       ## +------+
       ##
  • A Ablauf
  • x Absperrhahn
  • # Aquarienscheibe
  • ~ Wasserspiegel
  • L Entlüftung
  • /\ Stützpunkt, Aufhängung
  • * Wasser im Überheber
  • Z Zulauf

Material

  • 22er graues PVC-Rohr
  • klares Acrylrohr für das Steigrohr und den Entlüftungsstutzen
  • einstellbares T-Stück
  • Simmerringe zur Abdichtung
  • Gardenaanschluss mit Absperrhahn
  • Schlauch
  • Korken

Bauhinweise

Die Rohre werden so zusammengesteckt und geklebt, dass das T-Stück plan zu Aquarienscheibe liegt. Der Zulauf ist um etwa 90° abgewinkelt und reicht in das Aquarium.

Am Punkt A ist ein Gardenaanschluss mit Absperrhahn befestigt. beim Wasserwechsel wird die Luftöffnung L mit einem Korken verschlossen. Der Wasserstand im Aquarium wird etwas erhöht. Anschließend wird der Absperrhahn geöffnet. Das Wasser läuft aus dem Aquarium direkt in einen Abfluss.
Der Wasserspiegel darf nicht unter den Punkt Z sinken. Sonst läuft der Überlauf leer. Wenn die gewünschte Menge Wasser aus dem Aquarium geflossen ist, wird der Korken entfernt. Das Wasser hört von selbst auf zu laufen.
Der Absperrhahn wird geschlossen und das Aquarium mit Wasser aufgefüllt. Alternativ kann der Absperrhahn offen bleiben und das Wasser direkt in das Aquarium gefüllt werden. Dann läuft das Wasser von selbst aus dem Becken.
Die Wasserhöhe stellt sich auf die Unterkante des T-Stücks ein. Weil das Wasser langsam abläuft, sollte das frische Wasser nicht zu schnell in das Aquarium laufen.
Der ganze Vorgang sollte überwacht werden.

Überlauf 4

An ein großes Aquarium wird ein kleines Becken von ca. 20 x 20 cm über die halbe Höhe angeklebt. Das kleine Becken hat ein Loch im Boden, in dem ein Überlaufrohr steht.

Alternative Bohren

IEinige Aquarianer raten von Überlaufen, U-Rohren etc. ab, weil sowohl die Sicherheit nach außen als auch die Betriebssicherheit des Aquariums gefährdet sind.

Diese Aquarianer bevorzugen ein Loch in die Aquarienscheibe zu bohren. Das Bohren von Löchern in das Aquarium ist nach dieser Auffassung problemlos möglich und ist genauso sicher wie das Schneiden von Glasplatten.

Das Bohren ist aber nur bei der Neueinrichtung eines Aquariums möglich.

Überlaufen, Schnecken und Verstopfungen

Das Überlaufen des Aquariums wird durch ausreichende Dimensionierung des Überlaufs sichergestellt. Es sollten gewisse Reserven berücksichtigt werden.

Das Filterbecken läuft nur leer, wenn der Überlauf verstopft, defekt oder unterdimensioniert ist oder wenn zu viel Wasser verdunstet ist. Diese Probleme wirken sich ausschließlich auf den Wasserstand im Filter aus und können zum Trockenlauf und damit zur Zerstörung der Pumpe führen.

Ein Überlaufen des Filters und daraus folgend ein Auslaufen des Aquariums droht im Falle eines Stromausfalls. Dagegen hilft ein kleines Loch, das knapp unter der Oberfläche des Wasserpiegels im Aquarium in den Aquarienzulauf gebohrt wird. Das Aquarium läuft nur bis zu dieser Bohrung leer. Dann wird nur noch Luft angesaugt. Der Filter muss die entsprechende Menge Rücklaufwasser aufnehmen können.
Aber auch eine Lochbohrung kann verstopfen und zu Problemen führen, wenn z. B. Pflanzenreste das Loch verstopfen.

Nach einem Bericht waren zwei Apfelschnecken von oben in ein Überlaufrohr gekrochen. Dadurch liefen schon 6 Liter Wasser über den Beckenrand bevor das Problem bereinigt war. Wenn die Verstopfung später bemerkt worden wäre, wäre erheblich mehr Wasser ausgelaufen. Den Überlauf verstopfen können auch Pflanzenreste usw.

Ein Überlauf sollt deshalb unbedingt gegen Verstopfung gesichert werden, z. B. durch ein Sieb, Filterschwamm usw.

Evtl. kann der Kamm des Überlaufs höher gemacht werden. Der Wasserspiegel steigt dann höher und nimmt die Blätter mit hoch. Das Wasser läuft unter den Blättern durch den Überlaufkamm. Eine weitere Idee sind ein zweiter Kamm oder ein Futterring um den ersten Kamm, um Blätter etc. vom Kamm des Überlaufs fernzuhalten.

Zum Schutz vor Schwimmpflanzen kann quer über das Becken direkt unter der Oberfläche ein Nylonfaden gespannt werden. Die Schwimmpflanzen bleiben am Nylonfaden hängen und der Oberflächenabzug ist frei. Bei Wasserlinsen hilft ein Nylonfaden aber nicht.

Ideal ist eine Absicherung mit Schwimmschaltern, z. B. von Conrad Electronic. Ein Schalter wird im Aquarium angebracht. Dieser schaltet die Pumpe ab, wenn der Wasserspiegel im Aquarium einen kritischen Stand erreicht hat. Ist der Wasserstand wieder unkritisch, wird die Pumpe wieder angeschaltet. Zwei Schalter überwachen den Wasserpegel im Filter als Trockenlaufschutz für die Pumpe.

Die gleiche Schaltung kann mit zwei Pegelschaltern als Niveauregulierung im Filter selbst verwendet werden, indem je nach Verdunstung Wasser aus einem nebenstehenden Behälter in den Filter gepumpt wird. Das kann z. B. bei längerer Abwesenheit nützlich sein, wenn z. B. im Sommer viel Wasser verdunstet.

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