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Bodengrund und Pflanzen
Hallo NG-Mitglieder,
mein AQ-Grund besteht aus Sand 0-2mm fein, 10 cm dick, ohne Dünger und ohne Bodenheizung. Erst 2 Monate alt und mit verschiedenen Pflanzen besetzt. Heute habe ich eine ziemlich große Pflanze (evtl. Echinodorus Art) rausgezogen, weil die Blätter nur noch aus dem Wasser rausgewachsen sind. Mein AQ ist abgedeckt. Die Pflanze hatte schon wahnsinnig lange Wurzeln, einige waren allerdings etwas schwärzlich - Anfang von Fäulnis? Wie entfernt man am besten große Pflanzen, die schon stark eingewachsen sind? Verfaulen die verbliebenen Wurzeln im Grund,wenn alle Blätter ganz abgeschnitten sind? Danke für eure Antworten.
Gruß Claudia
Hallo,
gerade die Echinodorus ist eine Sumpfpflanze wie fast alle Aquarienpflanzen mit starken Wurzeln. Sie bezieht ihre Nährstoffe aus den Wurzeln. Von nichts kommt nichts! Also muß schon eine gewisse Düngung im Bodengrund eingebracht werden.
Gruß Uwe
Hallo Claudia,
Wenn Pflanzen neu ins AQ eingesetzt werden, sollten die Wurzeln so kurz abgeschnitten werden, daß gerade noch ein Halt im Boden möglich ist. Denn die vorhandenen Wurzeln verfaulen allesamt, und zwar im gleichen Maße,wie auch die vorhandenen Blätter welken. Weder Wurzeln, noch Blätter wachsen weiter. Nur die neuen Blätter bilden neue Wurzeln. Wenn diese durch mechanische Eingriffe verletzt werden, sterben auch sie ab. Man sollte daher möglichst den einmal eingefahrenen Bodengrund nicht stören. Die faulenden Wurzeln sind massemäßig, wenn's sich nur um eine einzelne Pflanze handelt, nur ganz klein. Es zählt ja nur die Trockenmasse. Daher brauchst Du Dir darüber keine großen Gedanken zu machen. Ich handhabe das immer so,daß ich die zu entfernenden Pflanzen, wenn möglich, ganz langsam mitsamt Wurzeln herausziehe. Wenn sich bereits ein Wurzelgeflecht gebildet hat, ziehe ich die Pflanzen so weit heraus, wie es geht, ohne daß sie abreißt, und schneide dann oberhalb des Bodengrundes die Wurzeln einzeln ab, während ich weiter ziehe. Dann stehen anschließend nur noch die Wurzelenden heraus, die nach einigen Tagen, wenn die feinen Haarwurzeln bereits abgefault sind, meist problemlos einzeln ziehbar sind, ohne andere Pflanzen zu beeinträchtigen.
Gruß, Norbert
Hallo Claudia,
die schwarzen Enden deuten auf sauerstoffarme Bereiche im Bodengrund hin. Das ist positiv zu beurteilen, denn dort sind die Spurenelemente einfacher für die Pflanze aufnehmbar. Wäre dieses Milieu für die Pflanze unangenehm, so würde sie ihre Wurzeln nicht bis dorthin austreiben. Ich sehe schon zu, daß ich alte Pflanzenstengel mit möglichst viel Wurzelwerk herausbekomme. Was aber abreißt, daß belasse ich auch im Sand. Da wird dann nicht nachgesucht.
Gruß Olaf
Hallo,
>Schwarze Wurzeln sind positiv zu bewerten? Was ist denn mit den
>weissen und braunen Wurzeln los? Sind die nicht gesund?
;-)
Wurzeln halte ich, unabhaengig von ihrer Farbe, dann fuer gesund, wenn sie auf ihrer gesamten Laenge (jedenfalls auf der Laenge, die beim Rausrupfen erhalten bleibt...) fest sind, und keine Faulstellen aufweisen.
Viele Gruesse Robert
Hallo Olaf
Schwarze Wurzeln sind positiv zu bewerten? Was ist denn mit den weissen und braunen Wurzeln los? Sind die nicht gesund? Bisher dachte ich immer, die schwarzen Wurzeln, sind verfaulte. Du schreibst aber, die sind gesund!? Sicher?Ganz sicher? Wirklich ganz sicher? :-)
bye bye Dusty
Ok,
war wohl etwas blöde ausgedrückt. Ich meinte natürlich, daß ein schwarzer Sand auf ein sauerstoffarmes bis sauerstoff-freies Milieu hindeuten kann. Das wiederum macht es den Pflanzen leichter, an die Spurenelemente heranzukommen. Sollte es den Pflanzen zu O2-arm sein, so können sie aktiv O2 von oben in ihre Wurzeln pumpen und im Bereich um ihre Wurzeln etwas herumoxidieren. Man kann solches mitunter sehen. Wenn die Wurzeln an der Scheibe sichtbar werden, erkennt man mitunter Bodenverfärbungen einige Millimeter um sie herum. Dort ist der Sand wieder hell. Die eigentliche Farbe der Wurzeln ist natürlich unerheblich und artspezifisch.
Gruß Olaf
Hallo Olaf
Ja, jetzt. Ich hatte es so verstanden, daß du schwarze Wurzeln (die ich bisher nur als tote und verfaulte kenne) meinst. :-)
> Spurenelemente heranzukommen. Sollte es den Pflanzen zu O2-arm sein,
> so können sie aktiv O2 von oben in ihre Wurzeln pumpen und im Bereich
Ja, das machen sie. Sie zerstören sich damit selbst das sauerstoffarme Milieu und oxidieren wertvolle Stoffe,die sie nicht oder nur unter großer Kraftanstrengung aufnehmen um sie zu spalten und sich zuführen. Dumme Dinger, die. :-)))
Bye bye Dusty
Hi Dusty,
nein, nein, Dusty. Sie zersören mit dem nach unten transportierten Sauerstoff anaerobes Milieu. Anaerob heißt nicht sauerstoffarm sondern sauerstoffFREI. Wird oft verwechselt: - aerob = mit Sauerstoff - anaerob = ohne Sauerstoff - anoxisch = sauerstoffarm In einem anoxischem Milieu kann z.B. Nitrat von fakultativ anaeroben (m.E. der falsche Begriff) Bakterien reduziert werden, wie in einem speziell dafür vorgesehenem Nitratfilter. In einem anaeroben Milieu werden unter Sauerstoffabschluß Schwefelverbindungen und andere Verbindungen von Bakterien umgebaut. Das passiert in einem stinkendem, vergammelten Bodengrund. Genau deshalb transportieren Pflanzen den Sauerstoff nach unten, damit die Schwefelverbindungen-produzierenden Bakterien verdrängt werden oder sich dort erst gar nicht verbreiten können. Les' mal den Artikel, dann verstehst Du's schon.
"In addition, inadequate O2 transport to the roots can reduce the general root function because of toxification by for example sulfide (the nasty smelling substance known from boiled eggs). If the O2 transport to the roots is sufficient, however, an oxidized sphere will build up around the root and sulfide will be oxidized and thereby detoxified." Schwefel (und seine Verbindungen) wird oxidiert und somit unschädlich gemacht.
Gruß Markus
Hallo Dusty,
so blöd ist das nicht. Die Pflanzen können sich so z.B. das Eisen mundgerecht aufarbeiten. Das Fe-II ist ihnen am liebsten. Also reduzieren sie z.B. durch Citronensäure oder aber sie oxidieren dur O2. Je nach dem, wie das Eisen vorliegt. Insofern ist es nicht zwingend erforderliche, den Pflanzen genau Fe-II zu kredenzen. Eigentlich also eine ganz schlaue Sache. Übrigens oxidieren und reduzieren sie das aufgenommene Eisen im inneren auch noch hin und her. Ich meine, sie können nur das Fe-III transportieren, also müssen sie O2 zufügen. Das passiert in der Wurzel.
Gruß Olaf
Hallo Dusty,
sieh' doch mal bei http://www.tropica.com/aqh2.shtml vorbei. Ganz unten links sind zwar keine schwarzen Wurzeln zu sehen, diese sind aber teilweise von schwarzem "Zeug" umgeben. Wenn die Wurzeln schwarz und gesund sind, sollte sich die schwarze Farbe abwaschen lassen. Der Artikel ist übrigens sehr lesenswert.
Gruß Markus
Hallo Markus
Ja, wenn sie fest sind. Die schwarzen Wurzeln (ausser der Schwarzwurzel) die ich bisher sah, waren verfaulte Stücke. Also alles andere als gesund zu nennen. Woher kann denn eine Färbung ins Schwarze kommen? Braun ist soweit klar. Viel Eisen. Aber schwarz?
> Der Artikel ist übrigens sehr lesenswert.
Das werde ich bald sehen. Danke schon mal für den Tip!
Bye bye Dusty
Hi Dusty,
steht doch unter dem Bild links unten auf http://www.tropica.com/aqh2.shtml: Mangan.
Gruß Markus
Wurzelspitzen abschneiden?
Hallo Newsgroup,
ich glaube mich zu erinnern in einem älteren Aquaristikbuch gelesen zu haben,dass man die Wurzelspitzen vor dem einpflanzen abschneidet. Soll den Efekt haben,dass sie dann besser anwachsen.Ist das so immer noch richtig oder auch bloss ein Märchen? Ist bloss mal so eine Frage die mir so gerade in den Kopf kam.Vielen Dank schon mal für Eure antworten.
Guten Rutsch ins neue Jahr!!
mfg Sandy
Hallo Sandy,
Der Sinn und zweck war erstens, dass die absterbenden Wurzeln einen Fäulnisprozess verursachen (und der sollte so gering wie möglich gehalten werden) und zweitens, daß die Pflanzen schneller neue, gesunde Wurzeln bilden.
Ich schneid sie einfach deshalb ab, weil mir das Gewurschtel zuviel ist, bis auch der letzte Wurzelzweig im Boden versteckt ist und nix mehr rausguggt.
C H R I S
Hallo Sandy,
ich schneide von Rosettenpflanzen wie Echinodorus, Vallisneria, Cryptocorynen etc. die Wurzeln auf eine Länge von ca. 2cm ab, da sie eh absterben sollen. Ich habe das Absterben zwar noch nicht nachgeprüft, hatte aber mit einer solchen Behandlung noch keine Probleme. Außerdem schneidet man beim Umtopfen von Zimmerpflanzen auch immer die Wurzeln ab, die vom Ballen herunter hängen. Tropica empfiehlt ja, die Wurzeln gleichmäßig auszubreiten, von Abschneiden schreiben die nichts. Mir ist dieses Prozedere aber zu aufwendig. Bei Cryptocorynen könnte ich mir aber durchaus einen Vorteil vorstellen. Stengelpflanzen schneide ich grundsätzlich ab, vor allem die aus dem Topf, da das Gepfriemle mit der Steinwolle dann entfällt. Wurzeln brauchen die zum Anwachsen gar keine.
Gruß Markus
Echi. parviflorus entfernen
Hai NG,
ich müsste eine Echi. parviflorus aus einem 60 cm AQ entfernen. Die Pflanze steht jetzt seit 2 Jahren.Wahrscheinlich werde ich nicht alle Wurzeln herausziehen können :-(
Kann das problematisch werden sprich werden die verbleibenden Wurzeln faulen? Hätte das Folgen? Worauf muss ich verstärkt achten? Oder helfen die vielen TDS und fressen die restlichen Wurzeln auf? Auf eine komplette Neueinrichtung will ich auf jeden Fall verzichten. Das Becken läuft super, nur den Fischen fehlt Schwimmraum.
Bis die Tage
Petra
Hallo Petra,
Die gängige Lehrmeinung sagt: Faulen.
Ich habe gegenteilige Erfahrungen gemacht. Ich habe eine viel zu groß gewordene Echinodorus bleheri regelrecht aus ihrem Wurzelwerk herausgeschnitten, weil ich beim Versuch, die Pflanze mit Wurzeln herauszuziehen, das Aquarium verwüstet hätte.
Das verbliebende Wurzelgeflecht war teilweise so dicht, daß ich nicht mal einen Finger in den Bodengrund stecken konnte. Der Bodengrund selbst war 3 - 5 mm Kies, noch vor meiner Umstellung auf Sand. Das Aquarium lief bis zur Umstellung noch 2 oder 3 Jahr mit den abgeschnittenen Wurzeln im Bodengrund. Keinerlei Probleme bis auf das schon angesprochene Manko mit dem dichten Wurzelwerk. Bei mir hat da nix gefault.
Viele Grüße Robert
Hallo Petra,
kannst Du ruhig tun. Vor zwei Jahren habe ich auch eine Monsterechi aus meinem 240er entfernt indem ich die Wurzeln einfach abgeschnitten habe. Die Wurzeln haetten mir sonst den kompletten Boden herausgehoben. Die TDS haben anschliessend wohl gute Arbeit geleistet. Es gab keine Probleme.
Viele Gruesse
Trixie
Hallo Trixie und Robert,
ich habe die Pflanze heute so entfernen können, dass ich sie an einen Neueinrichter verschicken kann. Zuerst habe ich die Pflanze leicht ruckelnd angehoben und dann kleine "Wurzelbüschel" herausgezogen. Eine Schere musste ich nicht benutzen. Das befürchtete Chaos ist ausgeblieben. Ob es dem AQ geschadet hat bleibt dann wohl abzuwarten.
Danke Petra
Pflanzen bekommen schwarze Wurzeln !!!
Hallo Jungs und Mädels !!
Kann mir jemand helfen !!??
Meine Pflanzen bekommen auf einmal schwarze Wurzeln ?????
Was kann das sein ??
Habe ein 120L AQ 5-7 cm Kies Viele Pflanzen eine große Wurzel CO² Zugabe über Denerle Gährflasche,regelmäßige Düngung der Pflanzen erfolgt mit Flora-Zac alles ist wunderbar. Pflanzen wachsen gut den Fischen geht es auch meiner Meinung nach gut.
Währe für jegliche Hilfestellung dankbar.
Gruss Jacek
Hallo Jacek,
das kommt von den Fäkalien und Pflanzenresten. Die lagern sich am Boden ab und bilden einen Sauerstoffarmen Bereich. Das ist also Gülle,Jauche und wird später wenn die Bedingungen stimmen zu Dünger umgewandelt.
Wenn die Wurzeln nur Schwarz sind ist das in Ordnung, wenn die aber anfangen zu stinken und sich etwas auflösen dann nicht. In dem falle muß du mit der Mulmglocke regulieren. Da muß man dann ein Gefühl für entwickeln und ansonsten klappts ja ;-)
Viele Grüße Norbert
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