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Optik verbessern
Howdy
Kurz und knapp: Wie kann ich in einem rechteckigen AQ, 100x40x50, die Tiefenwirkung verbessern? Das Ding sieht aus wie ein flaches Bild. Gibt es ein paar Tricks um das Auge zu täuschen?
TNX
Ja. Nimm ein paar schwarze Plastik-Müllsäcke und knülle sie zusammen. Hinter das Aquarium geklemmt ist die Wirkung überraschend. (anstelle einer Fototapete)
Ein frisch eingerichtetes Becken wirkt immer recht nackig. Also reichlich Stängelpflanzen reinstopfen.
Und eine große Solitärpflanze (Amazonas, Tigerlotus, ...) braucht nun mal einige Zeit, bis sie das Auge erfreut. (Das ist auch gut so, weil sie sonst laufend verkleinert werden muß)
Reinhardt
Hallo Uwe:
Ja, gibt es. Setze die Pflanzen so, daß du nach hinten ansteigende 'Straßen' bekommst und vor allem laß im Pflanzendickicht Durchbliche frei, die bis fast an die Rückwand reichen (parallel dazu sollten auch einzelne schmal und hochwachsende Pflanzen bis fast an die Frontscheibe reichen). Ordne diese Durchbliche aber nicht gerade von vorne hach hinten an, sondern eher etwas diagonal. Und berücksichige den goldenen Schnitt. Setze an sie sog. starken Punkte nicht unbedingt eine Solitärpflanze als Blickfang, sondern lieber einen dieser Druchblicke (z.B. mit rasenbildenden Pflanzen) nach hinten. Gut ist es auch, wenn du in ein Feld von klein bleibenden Pflanzen (bis zur Rückwand) eine hoch wachsende Pflanze setzt, diese aber mit etwas Abstand von der Rückwand (damit dahinter sich das Feld der Kleinwüchser fortsetzen kann). Den Trick von Modelleisenbahnern kann man aber bei AQ wohl nicht anwenden (oder doch?). Dort werden im Hintergrund einfach Modelle (z.B. Häuser und Bäume) in einem kleineren Maßstab gesetzt. Damit erreicht man eine große Tiefe (entferntere Gegenstände erscheinen unserem Auge nun mal viel kleiner als nahe). Vielleicht kann man im AQ da mit den Blattgrößen arbeiten? In dem Buch 'Das Wunder im Wohnzimmer' (A. v.d. Nieuwenhuizen) stehen diese Gestaltungsregeln auch recht ausführlich drin. Und in der DATZ läuft z.Zt. auch eine Artikelserie über das Thema (die Bilder sind identisch mit denen aus dem Buch). Schau dir auch ruhig die Amano-AQ an. Die eintönige Aufteilung in Vordergrund (mit rasenbildenden Pflanzen), Mittelgrund (mittelhoch wachsenden Pflenzen) und Hintergrund (bis zur Wasseroberfläche oder gar flutende Pflanzen) machen jedes AQ (soagar ein 60 cm breites) zu einem flachen Bild.
Gruß Sieglinde
Howdy
>Die eintönige Aufteilung in Vordergrund (mit rasenbildenden Pflanzen),
>Mittelgrund (mittelhoch wachsenden Pflenzen) und Hintergrund (bis zur
>Wasseroberfläche oder gar flutende Pflanzen) machen jedes AQ (soagar ein
>60 cm breites) zu einem flachen Bild.
Ist ja nicht. Ich habe versucht eine Straße mit Lilaeopsis zu bauen, die geht (nicht mittig) schräg durch's AQ. Rechts ist ein Wald mit Cabomba, die linke Seitenscheibe wird mit Echnidorus zugedeckt (da ist auch die Technik, deshalb), die rechte Seitenscheibe ist frei. Im Hintergrund wächst Gymnocoronis, und als derzeitig einzigen Solitär habe ich eine Echnidorus opacus. Außerdem wächst noch eine Hydrocotyle quer durch die Landschaft. Den Boden habe ich schön hügelig geformt, und er steigt nach hinten an. Eigentlich gefiel mir das bisher von der Bepflanzung her. Aber in der letzten Zeit stehe ich davor und finde daß dem Becken Tiefe fehlt.Ich könnte mir auch vorstellen, daß es vielleicht etwas hilft wenn man die größeren Pflanzen mehr in die Mitte holt, und dahinter etwas rasenartiges setzt. Dann ergibt das vielleicht ein Gefühl, als wenn es dahinter noch irgendwie weiter geht. Was meinst Du?
Nochmal Hallo:
Ja, genau. Aber ich denke, man sollte eher auf solche Monster wie Echinidoren verzichten (oder nur wirklich klein bleibende verwenden) und lieber vermehrt kleinblättrige und zierliche Arten verwenden (können dabei ruhig hoch sein), denn eine große Echi nimmt schnell mindestens die halbe, oft sogar die ganze Breite eines AQ ein.Dadurch wirk das AQ dann kleiner (bzw. hat weniger Tiefe), als bei einer längeren Reihe hintereinander stehender zierlicher Pflänzchen.
Gruß Sieglinde
Hallo Uwe,
das ist das Problem nach dem Pflanzenwuchs, hihi. Wie Sieglinde schon geschrieben hat, sind im "Wunder im Wohnzimmer" sehr interessante Hinweise zu finden. Amano zeigt es durch seine Bilder. Doch wie soll man es realisieren.Ich habe auch ein solches Becken und kenne die Probleme mit diesen kleinen Grundflächen. Auf der einen Seite soll man ja größere Bestände einer Art zusammenfassen, zum anderen will man verschiedenartige Pflanzen haben. Straßen z.B. lassen sich schön mit Lobelia cardinalis bauen. Die Pflanze läßt sich ja einiges gefallen und wächst auch bei weniger Licht. Damit die Straße eine Wirkung hat, muß sie aber eine gewisse Größe und Länge haben. Das wiederum beißt sich mit der Beckengröße.
Folgendes habe ich für mich herausgefunden:
Eine große Wurzel braucht zu viel Platz, kleinere Wurzeln sieht man nicht. Also raus mit den Dingern und nur mit Pflanzen strukturieren.
Wenn man Rechtshänder ist, vernachlässigt man gestalterisch die rechte Beckenseite (und umgekehrt). Also darauf achten.
Pflanzen einzeln setzen, auch wenn es lange dauert. Dann bekommt man auch Straßen mit kleinen Pflanzen hin (Didiplis diandra, Micranthemum umbrosum).
Zu große Pflanzen gnadenlos rausschmmeißen, auch wenn es schwerfällt. Große Echinodoren,Cryptocorynen oder Nympheas sind Optikkiller in kleinen bis mittlere Aquarien. Lieber kleinblättrigere Pflanzen nehmen, die vergrößern optisch das Becken und lassen sich besser einbringen.
Gruß Olaf
Hallo,
> Zu große Pflanzen gnadenlos rausschmmeißen, auch wenn es schwerfällt.
Nicht unbedingt. Eine mittelgroße Echinodorus vollkommen unüblich im vorderen Teil plaziert bringt einige erstaunliche Effekte. W.Weigel hatte vor vielen Jahren das Prinzip der Gegensätze und Kontraste in einer kleinen Broschüre beschrieben und ich kann seine Ausführungen nur bestätigen.http://www.velociraptor.de/f2aqet.shtml Ansonsten wie bereits angemerkt versuchen eine "Leydener Straße" mit geeigneten Pflanzen aufzubauen. Das kann (kann, muß nicht!) den räumlichen Effekt erhöhen (oder besser vertiefen?). Saururus wie leider oft empfohlen ist denkbar ungeeignet, Lobelia cardinalis nach meinen eigenen schlechten Erfahrungen ebenso. Denkbar wären z.B. Ludwigia ...
bis dann Andreas
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