Bei einigen Männchen kann die Laichwilligkeit einem blauen Fleck unter den Kiemen bzw. an einer blauen Brust erkennen. Je größer und intensiver der Fleck ist, desto laichbereiter ist das Männchen. Bei höheren Temperaturen ab ca. 27 Grad werden die Männchen aktiver.
Bei Weibchen treten die Längsstreifen etwas deutlicher hervor. Ein dicker Bauch in der Mitte des Körpers des Weibchens weist auf Laichansatz hin. Wenn der Bauch mehr in der unteren Körperhälfte dick ist, ist das Weibchen wahrscheinlich voll gefressen.
Hinweise zur Zucht.
Paare die nicht laichbereit sind, schwimmen häufig in gegenseitiger Nähe umher, ohne direkt in Kontakt zu treten. Wenn das Männchen laichbereit ist, jagt es das Weibchen quer durch das Becken. Nicht laichbereite Weibchen können in einem Aquarium ohne genug Versteckmöglichkeiten zu Tode gehetzt werden.
Die Eltern werden am Besten in einem großen Becken gehalten. Das Weibchen wird einige Tage vor dem Männchen eingesetzt und gut gefüttert, damit es laichwillig wird. Dieses Ablaichbecken muss wirklich groß sein, denn es dient auch als Wasservorrat. Wenn später Wasser für Aufzuchtbecken benötigt wird, wird es nur aus dem Ablaichbecken genommen. Jeder Wasserwechsel in den Aufzuchtbecken erfolgt mit diesem Wasser. Bei Bedarf kann frisches Riccia fluitans aus dem Ablaichbecken entnommen werden. Darin befinden sich die ersten Futterreserven für die Larven.
Wenn ein zweites Aquarium zur Verfügung steht, können das Weibchen und das Männchen getrennt gehalten werden. Beide werden erst dann zusammen gesetzt, wenn das Weibchen einen Laichansatz bekommen hat.
Das Paar sollte möglichst in ein gesondertes Zucht- und Aufzuchtbecken gesetzt werden. Sonst beginnt für alle anderen Fische eine längere Stressphase. Das Männchen jagt während und nach dem Ablaichen Alles, was sich bewegt.
Als Ablaichbecken kann eine große, lebensmittelechte Plastikwanne von ca. 35 Liter aus dem Supermarkt verwendet werden. Die Wanne kann mit Sandgrund ausgestattet werden und gut bepflanzt werden. Je nach Aufstellungsort und Jahreszeit muss die Wanne beheizt werden. Weil eine solche Wanne bei niedrigem Wasserstand von ca. 15-20 Zentimeter eine sehr große Wasseroberfläche hat, können die Tiere von oben beobachtet werden. Die Wanne kann mit Glas oder Plexiglas abgedeckt werden. Das schützt auch vor Verdunstung. Eine Beleuchtung ist so ebenfalls möglich.
Häufig kommt es zur Nachzucht, wenn der Wasserstand auf ca. 10 bis 20 Zentimeter Höhe abgesenkt wird, sobald das Weibchen einen deutlichen Laichansatz zeigt.
Das Männchen baut ein ungewöhnlich kompaktes Schaumnest aus Hornkraut, Muschelblumen, Javamoos, Riccia, Wasserlinsen, Algen etc. Schwimmpflanzen oder Wasserpflanzentreibgut werden als Haltegerüst verwendet. Das Männchen verwendet jegliches Pflanzenmaterial, das es im Maul gut transportieren kann, zum Stabilisieren des Nests. Es werden auch gerne einzelne Fäden aus Javamoos, braune Blätter vom Boden oder Algen in das Nest eingebaut. Das Nest ist ein kugeliges, kompaktes Wunderwerk aus Luftblasen und Pflanzenteilen. Das Nest ragt kugelig aus dem Wasser
Während des Nestbaus verjagt das Männchen alle Fische, die in seine Nähe kommen, auch das Weibchen. Die Dauer des Nestbaus ist unterschiedlich. Einige Paare laichen schon nach 2 Tagen ab, andere bauen 3 Wochen am Nest. Die Dauer hängt vermutlich auch davon ab, wie laichbereit das Weibchen ist.
Wenn das Weibchen bereit ist, stupst sie das Männchen immer in die Seite. Wenn das Männchen dann auch mit dem Nest fertig ist, lässt er das Weibchen für den Paarungsakt kurz an sich ran.
Bei der Eiablage umschlingt das Männchen das Weibchen und besamt sofort die freigegebenen Eier. Die Eier treiben nach oben, weil sie von einem öligen Mantel umgeben sind. Wenn die Eier absinken, spuckt das Männchen die Eier wieder in das Schaumnest.
Nach der Eiablage sollte das Weibchen herausgefangen werden. Das Weibchen versucht ständig, die Eier zu fressen. Das Männchen vertreibt das Weibchen vom Nest und kann dabei sehr aggressiv werden.
Wenn das Männchen die ersten 1,5mm großen Larven zurück in das Nest spuckt, wird auch das Männchen heraus gefangen.
Balz und Paarungsverhalten:
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Max 84.148.225.x02.01.2007 20:16 Uhr [X] Du solltest als estes die Wassertemperatur auf 29 Grad erhöhen und dann den Wasserstand auf 30cm regulieren
Max 84.148.225.x02.01.2007 20:18 Uhr [X] Du solltest als estes die Wassertemperatur auf 29 Grad erhöhen und dann den Wasserstand auf 30cm regulieren
Aiko 84.183.79.xx03.03.2007 18:44 Uhr [X] Sind Zwergfadenfische wirklich so mörderisch und fressen sogar Rote Neons? mfg Aiko
NH 84.176.49.xxx05.03.2007 18:00 Uhr [X] Fast alle Fische fressen kleinere Fische die in ihr Maul passen. Zwergfadenfische auch. Mörderisch sind sie bestimmt nicht und große, gesunde Neons werden nicht gefressen.
patricksiebr@yahoo.de 77.183.24.xx29.04.2007 16:03 Uhr [X] Hallo, ich selbst züchte professionell fadenfische in vielen variationen... Mir ist aufgefallen das nicht die wasserhärte entscheidend ist sondern eher die größe des beckens. Ich habe sehr gute erfahrungen mit 120L. Becken gemacht wo auch fremdbesatz vorhanden ist. Es ist auch wichtig viele Schwimmpflanzen in den Becken zu haben die sehr dicht wachsen. Es kann auch manchmal von vorteil sein das Becken für 1-2 Tage abzudunkeln, länger aber nicht. man sollte dann das nest mit laiwasser in ein aufzuchtbecken mit ca. 2o-30 Liter wasser halten und die temperatur bei 28-30Grad halten. Wichtig ist das das becken mit einer Glasscheibe abgedeckt ist damit auch die luft schön warm ist. Filtern mittels einer schwach eingestellten Luftfilterung.
Seite wurde zuletzt am 07.09.2011 18:13 Uhr geändert
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