Apistogramma njisseni werden auch Panda-Zwergbuntbarsche genannt. Weibchen sind gelb und haben einen schwarzen Punkt im Bereich der Brustflossen. Über den Augen befindet sich ein schwarzer Strich. Die Schwanzflosse ist rot umrandet. Männchen sind leicht grau und haben eine gelbe Brust und gelbe Rückenflossen. Die Schwanzflosse ist leicht bläulich und rot umrandet.
A. nijsseni gehören zur selben Gattung wie Kakaduzwergbuntbarsche und haben eine ähnliche Körperform.
A. nijsseni sehen A. panduro sehr ähnlich und haben wie diese einen roten Saum an der Schwanzflosse. Unterschieden werden können beide Arten am Schwanzwurzelfleck. Bei A. panduro ist der Fleck stark ausgeprägt. A. nijsseni ist etwas heller und zierlicher. A. panduro ist bulliger.
A. nijsseni bilden große Reviere.
A. nijsseni haben relativ große Revieransprüche. Wenn eine Gruppe aus mehreren Männchen gehalten werden soll, werden besser einige Männchen mehr eingesetzt, damit die Aggressionen verteilt werden. Besser ist natürlich, ausreichend viel Platz zur Verfügung zu stellen. Der Durchmesser der Reviere beträgt ungefähr 40 Zentimeter um die Laichhöhle herum.
Die Männchen können für ihre Größe recht aggressiv sein und greifen z. B. auch viel größere Purpurprachtbuntbarsche erfolgreich an.
In einem 80 Zentimeter Aquarium können 1 Männchen und 2 Weibchen gehalten werden. Besser ist aber ein größeres Aquarium. Ein Weibchen greift sonst oft das andere Weibchen an, auch wenn das Becken gut strukturiert ist. Auf jeden Fall muss für jedes Weibchen eine Laichhöhle vorhanden sein. In einem dicht bewachsenen 80 Zentimeter Becken können je nach Temperament der Tiere 2 Männchen mit 3 Weibchen gehalten werden.
Ein Paar A. nijsseni kann auch in einem 240 Liter Aquarium für starke Unruhe sorgen. Besonders in der Brutzeit bilden sie Reviere um die Laichhöhlen, aus denen andere Fische vertrieben werden.
Was A. nijsseni fressen.
Lebendfutter
Frostfutter
Weiße Mückenlarven
Schwarze Mückenlarven
Artemia
Bosmiden
Cyclops
Garnelen
Wasserflöhe
Trockfutter
Wie bei vielen Apistogramma kann es schwierig sein, sie an künstliches Futter zu gewöhnen.
A. nijsseni fressen auch 2 Zentimeter große Neonsalmler und junge Guppies. Rote Mückenlarven sollten nicht gefüttert werden.
Tipps zur Zucht
Weil A. nijsseni Deckenbrüter sind, müssen im Aquarium Höhlen vorhanden sein. Geeignet sind Blumentöpfe, Kokosnussschalen und aus Wurzeln gebildete Höhlen. Falls möglich, bauen die Tiere die Höhlen nach ihren Vorstellungen um. Das Innere wird z. B. ausgegraben und der Eingang zugebaut.
Das Wasser muss weich und sauer sein. Der Leitwert sollte zwischen 80 und 120 µS betragen. Es werden aber auch 150 µS vertragen. Der pH-Wert sollte um 6 liegen. Der pH-Wert zur Zucht sollte 5,5 betragen. Bei höheren Werten kommen weniger Junge durch. Um den pH-Wert zu senken kann über Torf gefiltert werden. Wenn der pH-Wert zur Zucht nicht so stark gesenkt werden kann, kann ein UV-Klärer sinnvoll sein. Evtl. ist der Keimdruck das eigentliche Problem. Der Keimdruck kann durch saures Wasser, also einen niedrigen pH-Wert, oder durch einen UV-Klärer verringert werden. Nach dem Schlüpfen der Larven wird der UV-Klärer ausgeschaltet, damit die Jungen durch einen moderaten Keimdruck widerstandsfähiger werden.
Das Gelege wird vom Weibchen bewacht. Die Männchen verteidigen nur grob das Revier. Nach ca. 48 Stunden schlüpfen die die Larven. Je nach Wassertemperatur schwimmen die Jungen nach 6 - 8 Tagen frei. Nach dem Freischwimmen werden sofort frisch geschlüpfte Artemia gefressen.
Das Weibchen bettet die Larven wahrscheinlich ein- oder mehrmals um. Die Verteilung der Geschlechter hängt stark von der Temperatur und dem pH-Wert ab.
In einem Fall betrug der Anteil an Weibchen bei relativ kühlem Wasser von ca. 22 °C 80 %. Auch im neutralen Temperaturbereich zwischen 25 und 26° schlüpfen manchmal nur Weibchen. Nach dem Cichlidenatlas von Mergus führen niedrige pH-Werte und hohe Temperaturen zu deutlich überhöhten Anteilen an Männchen. Niedrige Temperaturen und hohe pH-Werte führen zu hohen Anteilen an Weibchen. pH-Werte zwischen 4,5 und 6,5 haben bei A. nijsseni scheinbar kaum Einfluss auf das Geschlechterverhältnis.
Panda-Zwergbuntbarsche bei der Balz:
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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)
Der Panda-Zwergbuntbarsch (Apistogramma nijsseni) ist eine Art aus der Familie der Buntbarsche. Aquarianer zählen diese Art, bei der beide Geschlechter eine voneinander unterschiedliche und sehr auffällige Körperfärbung aufweisen, zu den schönsten südamerikanischen Zwergbuntbarschen.
Die Männchen des Panda-Zwergbuntbarsches werden bis zu 8 Zentimeter lang. Sie weisen eine gelbe Brust- und Bauchregion auf. Die runde Schwanzflosse hat einen halbrunden, feurroten Saum, während die Bauchflossen leuchtend gelb gefärbt sind. An der Körperoberseite weist der männliche Panda-Zwergbuntbarsch eine lichtblaue bis enzianblaue Färbung auf.
Von diesem Erscheinungsbild unterschieden sich die Weibchen sehr deutlich. Sie erreichen nur eine Körperlänge von etwa 5 Zentimeter. Ihre Körperfärbung ist ein leuchtendes gelb. Darauf befinden sich große schwarze Flecken.
[Bearbeiten]Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Wie für andere Apistogramma-Arten typisch, ist auch das Verbreitungsgebiet des Panda-Zwergbuntbarsches sehr klein. Bis jetzt hat man ihn nur an einer Grenzstation zwischen Peru und Brasilien an einer Straße in der Nähe des Río Ucayali gefunden.
Am bisher einzigen Fundort leben die Fische in einem bis zu achtzig Zentimeter tiefen Wasserlauf. Eine Schicht ins Wasser gefallener Blätter bedeckte den Gewässerboden. Unterwasserpflanzen dagegen fehlten. Das Wasser war sehr weich und sauer und wies eine Temperatur von 27,5 °C auf.
[Bearbeiten]Fortpflanzung
Panda-Zwergbuntbarsche sind Versteckbrüter, die ihren Laich bevorzugt an der Decke einer Höhle ablegen. Das Weibchen übernimmt die Brutpflege. Das Männchen verteidigt das Revier.
Die Jungfische sind recht schnellwüchsig. Im Aquarium sollte die Aufzuchttemperatur nicht zu hoch sein, sonst bekommt man einen sehr hohen Männchenanteil [1].
[Bearbeiten]Aquaristik
Die Fische wurden Ende der 1970er Jahre das erste Mal nach Europa importiert und sofort erfolgreich nachgezüchtet. Allerdings waren diese Stämme bereits in den frühen 1980er Jahren wieder ausgestorben. Ein zweiter Import erfolgte in den 1990er Jahren und die Fische wurden erneut erfolgreich nachgezüchtet. Sie sind daher gelegentlich im Handel erhältlich.
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