Schmetterlingskärpflinge
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Allgemeines zu Ameca splendens


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Ameca splendens

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Przemys?aw Malkowski

Ameca splendes wird im Aquaristikhandel mit verschiedenen deutschen Namen bezeichnet. Dazu gehören Flitterkärpfling, Ameca-Kärpfling und Ameca-Schmetterlingskärpfling. Statt Ameca wird hin und wieder auch Ameco geschrieben.

Die Art wurde wahrscheinlich am Ende der 1970er Jahre nach Deutschland eingeführt. Die Grundfarbe des Körpers ist Silber. Die Männchen haben ein schwarzes Längsband, den sogenannten Lateralstreifen. Die Männchen haben am Schwanz einen gelbschwarzen Rand. Die Weibchen haben schwarze Punkte.
Die Afterflosse der Männchen hat auch einen gelbschwarzen Rand und ist zu einem Andropodium umgewandelt.
In Aquarien haben sich zahlreiche Farbformen entwickelt, die vom ursrünglichen Typ so stark abweichen, dass sie wie andere Arten aussehen.

Die Fische werden ca. 10 cm groß. Das Aquarium sollte entsprechend mindestens 100 Liter Wasserinhalt haben.

Das Herkunftsgebiet

Ameca splendens kommt ursprünglich aus dem mexikanischen Hochland. Die Art stammt aus dem Rio Teuchitlan in der Nähe der Ortschaft Teuchitlan und aus dem Rio Ameca etwa 10 Kilometer östlich der Ortschaft Ameca.

Welche Wasserwerte brauchen Schmetterlingskärpflinge?

Das Wasser sollte eine Gesamthärte von mindestens 10° dGH haben. Der pH-Wert sollte zwischen 7 und 8 liegen. Die Wassertemperatur sollte zwischen 22° C und 28° C liegen. Bei Haltung und Zucht wird eine Absenkung der Temperatur um etwa 5° C in der Nacht empfohlen.

Ein leichter Salzgehalt von einem Teelöffel auf 10 Liter Wasser ist möglich. Die Fische reagieren empfindlich auf plötzliche Änderungen der Wasserchemie.

Was Schmetterlingskärpflinge fressen

Ameca splendens frisst Trocken-, Frost- und Lebendfutter jeder Art. Mückenlarven und Tubifex werden z. B. gerne gefressen. Da die Tiere auch pflanzliche Nahrung benötigen, sollten als Zusatzfutter Algen im Aquarium vorhanden sein. Hin und wieder sollte überbrühter Blattspinat gefüttert werden.

Wie sich Schmetterlingskärpflinge verhalten


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Ameca splendens Männchen

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: Marie France Janelle

Weil Ameca splendens gerne schwimmt, muss im Aquarium ausreichend Schwimmraum vorhanden sein.

Die Männchen tragen Kämpfe untereinander aus, durch die eine Rangfolge festgelegt wird. Das Alpha-Männchen kann an seinem dominanten Verhalten und am leuchtend gelben Querband am Hinterrand der Schwanzflosse erkannt werden. Bei diesem Männchen können auch die äußeren Enden von Dorsale und Anale gelb gefärbt sein.

Rangniedrige Männchen werden vom Alpha-Männchen vertrieben. Sind nur 2 oder 3 Männchen im Aquarium kann das dazu führen, dass rangniedrige Tiere zu Tode gejagt werden.
Dichter Pflanzenwuchs, Wurzeln, Steinaufbauten, Höhlen usw. geben den unterlegenen Tieren die Möglichkeit sich zu verstecken.
Werden mehr Männchen gehalten, verteilen sich die Aggressionen auf mehrere Tiere und die einzelnen rangniedrigen Tiere können sich zwischendurch erholen.

Es werden jeweils gleich viele Männchen und Weibchen gehalten. In einer größeren Gruppe sollten etwas mehr Männchen als Weibchen gehalten werden.

Vergesellschaftung mit anderen Fischen

Die Art kann im Gesellschaftaquarium gehalten und auch mit anderen größeren Arten problemlos vergesellschaftet werden.

Hinweise zur Zucht

Zuchtbecken für jeweils ein Weibchen sollten 10 Liter Wasserinhalt haben. Ameca splendens ist lebendgebärend. Alle 6 bis 8 Wochen wird ein Wurf abgesetzt. Bei jedem Wurf werden bis zu 40 Junge geboren. Die Jungtiere sind bei der Geburt bis zu 20 Millimeter lang. Die Jungen werden von den älteren Artgenossen nicht verfolgt.

Die Jungtiere können mit fein gesiebtem Zooplankton und Artemianauplien gefüttert werden. Nach einer Woche wird Püree aus Spinat als Zusatzfutter gegeben.

Der Bauch der Weibchen fällt nach der Geburt stark ein. Die Weibchen erhohlen sich jedoch schnell.

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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Ameca-Kärpfling
Systematik
Überordnung: Ährenfischverwandte (Atherinomorpha)
Ordnung: Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes)
Unterordnung: Cyprinodontoidei
Familie: Hochlandkärpflinge (Goodeidae)
Gattung: Ameca
Art: Ameca-Kärpfling
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Ameca
Miller & Fitzsimons, 1971
Wissenschaftlicher Name der Art
Ameca splendens
Miller & Fitzsimons, 1971

Der Ameca-Kärpfling, (Ameca splendens), häufiger Flitterkärpfling oder Amecahochlandkärpfling genannt, ist ein lebendgebärender Süßwasserfisch in der Familie der Hochlandkärpflinge aus dem westlichen Mexiko. In der Natur ist der Bestand erloschen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Der Flitterkärpfling verfügt über die typische Gestalt eines Hochlandkärpflings. Der gedrungene Körper erscheint zwischen dem spitzen Kopf und dem langen Schwanzstiel walzenförmig. Die transparente Rückenflosse setzt deutlich hinter der Körpermitte an und endet am Beginn des Schwanzstiels. Sie ist bei Weibchen dreieckig und kurz, bei adulten Männchen fahnenartig verlängert und großflächig. Auch die Brustflossen sind transparent. Bei Weibchen sind die Bauchflossen sowie die After- und Schwanzflosse silbrig mit schwarzer Fleckenzeichnung. Männchen tragen an der Afterflosse das Andropodium genannte Begattungsorgan. Dominante Männchen zeigen in der Mitte der Schwanzflosse dauerhaft einen breiten schwarzen Vertikalstreifen; bei ihnen sind After- und Schwanzflosse weiß bis leuchtend gelb gesäumt. Grundfärbung ist ein gräuliches Oliv. Unterhalb der Seitenlinie sind die Weibchen dunkelgrau bis schwarz gefleckt. Männliche Flitterkärpflinge zeigen vom Auge bis zum Ansatz der Schwanzflosse ein breites dunkles Längsband, das von leuchtenden Glanzschuppen überlagert wird. Die Bauchseite ist hell oder gefleckt. Je nach Lichteinfall schimmern die Flanken der Fische metallisch blau, grünlich oder sonnengelb. Männchen können eine Gesamtlänge von acht Zentimeter erreichen. Weibchen sind mit bis zu zwölf Zentimeter deutlich größer und fülliger.

Flossenformel: D 13-14, A 15-16, P 14-15, V 6-7.

[Bearbeiten] Verbreitung

Die Typuslokalität ist der namengebende Río Ameca in dem westmexikanischen Bundesstaat Jalisco. Die Erstbeschreiber nennen aber auch Vorkommen in dem benachbarten Rio Teuchitlan [1]. Seit der Erstbeschreibung wurden Flitterkärpflinge in diesen beiden Flüssen und ihren Einzügen nicht mehr nachgewiesen.
Bis in die ersten Jahre des 21. Jahrhunderts blieb der einzige bekannte Fundort das ?Balneario Teuchitlan?, nördlich des Ortes Teuchitlan, zehn Kilometer östlich der Stadt Ameca. Der in Beton gefasste Quelltopf der Hauptquelle des Rio Teuchitlan ist circa 170 m² groß und zwischen 30 und 150 Zentimeter tief. Der Quelltopf, der über Betonstufen betreten werden kann, ist das Hauptbadebecken dieser Freizeiteinrichtung, die mehrere Schwimmbecken, eine Riesenrutschbahn, Umkleidekabinen, Grillplatz, Restaurant und einen großen Kinderspielplatz umfasst. Über zwei Teichanlagen führt der langsam fließenden Rio Teuchitlan das Wasser nach Süden, in den wenige Kilometer entfernten Stausee ?Presa La Vega? [2].

Auch hier ist der Bestand mittlerweile erloschen. Im mexikanischen Hochland, dem Lebensraum aller Goodeiden, sind keine weiteren Biotope des Flitterkärpflings bekannt. Die IUCN führt Ameca splendens darum unter ?in der Natur ausgestorben? [3]. 1981 und 1983 konnte er als Neozoon in Rogers Spring, Nevada, festgestellt werden, der aktuelle Status ist unbekannt[4].

[Bearbeiten] Ökologie

Der Quelltopf verfügt über einen leicht felsigen, überwiegend mit feinem Kies und Sand bedeckten Untergrund. Demgegenüber ist der Boden der strömungsarmen Abläufe mit Schlamm bedeckt. Die Erstbeschreiber nannten für die Typuslokalität eine ganzjährige Durchschnittstemperatur des Wassers um 28 °C und gaben für den Monat April 32 °C an. Aquarianer, die den Quelltopf-Biotop Ende der 1990er Jahre besuchten, ermittelten durchschnittlich 25 °C und diese mit unbekannten Methoden gemessenen Parameter: pH-Wert 7,0; Karbonathärte 4 °dH; Gesamthärte 3 °dH. Nitrat und Nitrit jeweils 0 mg/l.
Als dichte Vegetation höherer Wasserpflanzen kamen ein Hornkraut (Ceratophyllum sp.) und die Dickstielige Wasserhyazinthe (Eichhornia crassiceps) vor. Der felsige Untergrund und die Mauern des Quelltopfs waren vollständig mit Kieselalgen überzogen. Weitere Fischarten waren Zoogoneticus quitzeoensis, Poeciliopsis infans, Poecilia sphenops sowie eine als Speisefisch ausgesetzte ?Tilapia?-Art aus der Gattung Sarotherodon [2].

Flitterkärpflinge ernähren sich überwiegend phytophag. In der Natur beweideten sie Kieselalgenfelder, nahmen aber auch Insektenlarven und kleine Crustaceen auf.

[Bearbeiten] Fortpflanzung

Neben Körpergröße und Färbung ist die Gestalt der Afterflosse das deutlichste sichtbare Merkmal zur Geschlechterunterscheidung. Bei allen Vertretern der viviparen Unterfamilie Goodeinae bilden die ersten Strahlen der männlichen Afterflosse ein formloses Läppchen, das Andropodium. Es handelt sich dabei nicht um ein Begattungsorgan sondern um ein Werkzeug, das den Befruchtungserfolg begünstigt. Bei der Paarung werden die männlichen und weiblichen Geschlechtsöffnungen dicht aneinander gepresst, so dass die frei beweglichen Spermien übertragen werden können. Die nun folgende Entwicklung der befruchteten Eier ist in der Süßwasserfischwelt einzigartig. Die im Mutterleib schlüpfenden Embryonen verbleiben dort in sogenannten Ovarhöhlen und werden über aus embryonalen Darmzellen gebildeten Nährschnüren, den Trophotaenien, mit Nährflüssigkeit versorgt. Die Trophotaenien sind an den nach 50 bis 60 Tagen geborenen Jungfischen noch mehrere Stunden bis wenige Tage sichtbar, bevor sie abfallen [5] [6] [7]. Es findet keine Vorratsbefruchtung statt. Die Anzahl der Nachkommen kann je nach Größe und Alter der Weibchen bis zu 30 betragen.

[Bearbeiten] Systematik

Die auf das mexikanische Hochland begrenzten goodeinen Kärpflinge verdanken ihre artenreiche Existenz dem Zusammenspiel von Vulkanismus und orogenen Auffaltungen während Pliozän und Pleistozän, als eine vielfältige Gewässerlandschaft entstand. Beginnend vor rund neun Millionen Jahren (aus dieser Zeit stammt der älteste fossile Goodeide Tapatia occidentalis) führte die weitere geologische Entwicklung zur Bildung zahlreicher, oft isolierter Nischen, in denen sich jeweils eine oder wenige Arten der Hochlandkärpflinge entwickelten.
Der erste Nachweis des Flitterkärpflings erfolgte am 13. Februar 1949 durch Arthur A. Alcorn aus dem Rio Teuchitlan. Erst 20 Jahre später sammelten Robert Rush Miller und John Michael Fitzsimos weitere Exemplare im Rio Ameca und beschrieben den Flitterkärpfling 1971 in einer neuen, monotypischen Gattung als Ameca splendens [8].

[Bearbeiten] Bedeutung für den Menschen

Flitterkärpflinge gehören nicht zum Standardsortiment des Aquarienfischhandels, werden aber regelmäßig angeboten. Die Ersteinfuhr lebender Gefangenschaftsnachzuchten aus den USA nach Deutschland erfolgte in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts durch Entlinger. Besonders unter auf lebendgebärende Fische spezialisierten Aquarienfreunden, meist in der Deutschen Gesellschaft für Lebendgebärende Zahnkarpfen (DGLZ) organisiert, kümmert man sich um die Erhaltungszucht gesunder Bestände.

[Bearbeiten] Quellen

  • Contreras-Balderas, S. & P. Almada-Villela, P. (1996): Ameca splendens. In: IUCN Red List of Threatened Species. Version 2010.1.
  • Greven, H. & M. Großherr (1992): Adelphophagy and oophagy in Ameca splendens Smith & Fitzsimons, 1971. Z. Fischkunde (2): 193-197.
  • Grier, H.J., Fitzsimons, J.M. & J.R. Linton (1978): Structure and Ultrastructure of the Testis and Sperm Formation in Goodeid Teleosts. J. Morphology 156 (3): 419-438.
  • Große-Wichtrup, L., Greven, H.(1981): Zur Struktur und Funktion der Trophotaenien bei Goodeiden (Teleostei, Cyprinodontiformes). Verh. Dtsch. Zool. Ges. 74: 230.
  • Miller, R.R. & J.M. Fitzsimons (1971): Ameca splendens, a new genus and species of Goodeid fish from Western Mexico, with remarks on the classification of the Goodeidae. Copeia (1): 1-13.
  • Parenti, L.R. (1981): A phylogenetic and biogeographic analysis of Cyprinodontiform fishes. Bull. Am. Mus. Nat. Hist. 168: 335-557.
  • Radda, A.C. (1990): Studien an cyprinodonten Fischen in Mexico, 1. Reisen 1978 u. 1979. DGLZ-Rundschau (2): 12-21.
  • Webba, S.A., Gravesa, J.A., Macias-Garciab, C. & A. E. Magurrana (2004): Molecular phylogeny of the livebearing Goodeidae (Cyprinodontiformes). Molecular Phylogenetics and Evolution, 30 (3): 527-544.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Miller, R.R. & J.M. Fitzsimons (1971): Ameca splendens, a new genus and species of Goodeid fish from Western Mexico, with remarks on the classification of the Goodeidae. Copeia (1): 1-13.
  2. ? Guenter Ellenberg, Spenge, Germany: Reisebericht Uwe Dost. Goodeiden.de. Abgerufen am 20. Juni 2010.
  3. Contreras-Balderas, S. & P. Almada-Villela, P. (1996): http://www.iucnredlist.org/apps/redlist/details/1117/0 Ameca splendens]. In: IUCN Red List of Threatened Species. Version 2010.1.
  4. Nonindigenous Aquatic Species. Nas.er.usgs.gov. Abgerufen am 20. Juni 2010.
  5. Greven, H. & M. Großherr (1992): Adelphophagy and oophagy in Ameca splendens Smith & Fitzsimons, 1971. Z. Fischkunde (2): 193-197.
  6. Grier, H.J., Fitzsimons, J.M. & J.R. Linton (1978): Structure and Ultrastructure of the Testis and Sperm Formation in Goodeid Teleosts. J. Morphology 156 (3): 419-438.
  7. Große-Wichtrup, L., Greven, H.(1981): Zur Struktur und Funktion der Trophotaenien bei Goodeiden (Teleostei, Cyprinodontiformes). Verh. Dtsch. Zool. Ges. 74: 230
  8. Parenti, L.R. (1981): A phylogenetic and biogeographic analysis of Cyprinodontiform fishes. Bull. Am. Mus. Nat. Hist. 168: 335-557.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Ameca splendens ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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