Lebendgebärende
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Das Wichtigste über lebendgebärende Zahnkarpfen (englisch)

Vorstellung verschiedener Arten lebendgebärender Zahnkarpfen

Wie lebendgebärende Zahnkarpfen vermehrt werden


Guppys und Schwertträger
Vergrößerung
Foto: Moritz Hertel

Zur Vermehrung von Lebendgebärenden sind ein bis zwei Männchen und zwei bis vier Weibchen der zu vermehrenden Art notwendig. Damit sind ständig neue Junge gesichert. Damit die Inzucht und damit verbundene Ausfälle gering bleiben, werden hin und wieder einige neue Männchen und Weibchen dazugekauft.

Wenn eine Gruppe nur erhalten werden soll, ist das Alter der Elterntiere unwesentlich. Wegen der Vorratsbefruchtung reicht in diesem Fall sogar ein einmal befruchtetes Weibchen. Ansonsten werden junge Tiere von ca. 6 Monaten bevorzugt. Junge, die nicht topfit sind, werden aussortiert. Also zu kleine, schwache oder kranke Junge. Die Gruppe bleibt nur gesund, wenn nur die wirklich fitten Tiere sich vermehren.

Die Zucht oder Hochzucht ist wesentlich aufwändiger und anspruchsvoller. Man muss sich entweder ernsthaft mit der Vererbungslehre beschäftigen oder immer wieder den kompletten Bestand weitergeben und eine neue Zucht aufbauen. Einige besonders schöne Männchen kann man dazu behalten und mit neu gekauften Weibchen paaren, die einer anderen Zucht entstammen müssen.

Vor Beginn der Vermehrung oder Zucht muss sichergestellt sein, dass die Jungen von anderen Aquarianern abgenommen werden.

Jungtiere müssen zur optimalen Aufzucht fünfmal am Tag gefüttert werden. Der Einsatz eines guten Futterautomaten ist sinnvoll. Der durch das Futter entstehende Dreck (Kot etc.) muss mit täglichen Wasserwechseln entfernt werden. Alternativ werden Durchflussaquarien mit einem Anschluss an den Wasserhahn und die Kanalisation verwendet.

Vermehrungsvariante 1

Es wird das größte Aquarium beschafft, das man sich leisten kann. Aufgrund der hohen Vermehrungsrate der Lebendgebärenden hat man bald hunderte von Jungfischen. Selbst das größte Aquarium ist relativ schnell gefüllt. Wegen der Vorratsbefruchtung können sie sich dann selbst vermehren, wenn keine Männchen im Aquarium sind.

Vermehrungsvariante 2

Wenn es dauerhaft Abnehmer für die Jungtiere gibt, lässt man ein einzelnes Weibchen in einem dicht bepflanzten Aquarium werfen. Dazu reicht ein Aquarium mit 10 Liter Wasserinhalt. Anschließend wird die Mutter entfernt.

Nach zwei bis drei Wochen werden die Jungen in ein Aquarium mit 60 Liter Wasserinhalt umgesetzt. Dort werden sie weiter aufgezogen, bis sie abgegeben werden. In diesem Becken können auch Junge verschiedener Arten der Lebendgebärenden aufgezogen werden, z. B. Guppy, Schwertträger usw.

Vermehrungsvariante 3

In mehreren, größeren Aquarien werden die Jungtiere einmal in jeder Woche nach ihrer Größe sortiert, damit die Jungtiere gleichmäßig groß werden. Sonst fressen die Größeren den Kleineren das Futter ständig weg und die Größenunterschiede werden immer auffälliger.

Zucht

Zur Zucht werden mindestens 8 kleine Aquarien mit 10 bis 20 Liter Wasserinhalt eingesetzt. In 4 dieser Becken werden Männchen verschiedener Generationen gehalten. In den vier anderen Becken werden Weibchen verschiedener Generationen gehalten.

Die Weibchen werden spätestens 14 Tage nach der Geburt von den Weibchen getrennt. Die Weibchen dürfen nicht ungewollt durch die Brüder schwanger werden. Die Männchen von z. B. Guppies werden mit etwa 21 Tagen geschlechtsreif.

Zur Zucht neuer Rassen sind wesentlich mehr kleine Aquarien erforderlich. Dazu sind nach den Mendelschen Kreuzungsregeln mehrere Linien notwendig.

Xiphophorus variatus und Xiphophorus helleri in natürlicher Umgebung:

Unterschiedliche Arten Lebendgebärender können sich miteinander vermehren

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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Lebendgebärende Zahnkarpfen
Systematik
Barschverwandte (Percomorpha)
Überordnung: Ährenfischverwandte (Atherinomorpha)
Ordnung: Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes)
Unterordnung: Cyprinodontoidei
Familie: Poeciliidae
Unterfamilie: Lebendgebärende Zahnkarpfen
Wissenschaftlicher Name
Poeciliinae
Garman, 1895

Die Lebendgebärenden Zahnkarpfen (Poeciliinae) umfassen mehr als 200 Arten und einige Unterarten. Wie der Name besagt, sind sie ovovivipar, das heißt, sie legen keine Eier, sondern bringen ihren Nachwuchs lebend zur Welt.

Ursprünglich wurden die Lebendgebärenden Zahnkarpfen als eigene Familie (Poeciliidae) neben den Eierlegenden Zahnkarpfen geführt. Neuerdings werden jedoch auch einige eierlegende Zahnkarpfen der Familie der Poeciliidae zugeordnet, etwa die in Afrika beheimateten Leuchtaugenfische. Die Lebendgebärenden bilden seither nurmehr eine Unterfamilie der Poeciliidae.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Übersicht

Die durchgehend recht kleinen Tiere leben überwiegend im Süßwasser, nur wenigen Arten begegnet man auch im Brackwasser. Die Fische werden meist je nach Art bis maximal 10 cm lang, der größte Vertreter ist der Hechtkärpfling (Belonesox belizanus), welche einer Körperlänge von 20 cm erreicht. Wirtschaftliche Bedeutung haben die Vertreter der Familie Poeciliidae einerseits als Moskitovertilger, andererseits als robuste, farbenschöne und daher allseits beliebte Aquarienfische. Der Einsatz der lebendgebärenden Zahnkarpfen zur Bekämpfung des Moskitos führte dazu, dass die ursprünglich im tropischen und subtropischen Amerika beheimateten Fische heute in nahezu allen wärmeren Regionen der Welt zu finden sind. Die Anpassungsfähigkeit der Tiere tat hierzu ein Übriges. Umgekehrt deutet die ursprüngliche Begrenzung ihres Vorkommens auf den amerikanischen Kontinent darauf hin, dass es sich entwicklungsgeschichtlich bei den lebendgebärenden Zahnkarpfen um eine recht junge Familie handelt, die sich erst nach der Trennung Amerikas von den übrigen Kontinenten entwickelt hat.

Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind bei den Lebendgebärenden Zahnkarpfen stark ausgeprägt: regelmäßig sind die männlichen Tiere etwas kleiner und sehr viel lebhafter gezeichnet als die Weibchen. Das Begattungsorgan der Lebendgebärenden Zahnkarpfen ist das Gonopodium, eine Verlängerung des Samenleiters nach außen. Das Gonopodium entwickelt sich in der Jungtierzeit der Männchen. Die Begattung vollzieht sich dergestalt, dass das Männchen das Weibchen stürmisch bedrängt und versucht, das Gonopodium in die Nähe der weiblichen Geschlechtsöffnung zu bringen und schließlich dort zu verankern. Die sehr langlebigen Spermien bleiben über längere Zeit im Leib des Weibchens, so dass eine Begattung mehrere Würfe ermöglicht.

Es wird behauptet, dass bei lebendgebärenden Zahnkarpfen eine Geschlechtsumwandlung vom Weibchen zum Männchen eintreten kann; beim Schwertträger (Xiphophorus hellerii) wurde dies vorgeblich in einzelnen Fällen beobachtet. In keinem Fall ist aber eine Umwandlung eines funktionsfähigen Männchens in ein funktionsfähiges Weibchen oder umgekehrt belegt. Ein ?funktionsfähiges Männchen? wäre eines, das nachweislich Nachwuchs gezeugt hat, analog ist der Begriff ?funktionsfähiges Weibchen? zu verstehen. Daher kann davon ausgegangen werden, dass diese ?Geschlechtsumwandlung? tatsächlich nur der Beobachtung der Entwicklung sogenannter ?Spätmännchen?, die einfach nur verhältnismäßig spät ihr Gonopodium ausbilden, entspricht.

Im Übrigen bestechen die Lebendgebärenden Zahnkarpfen durch ihre Vielseitigkeit, nicht nur bezüglich der äußeren Erscheinung, sondern auch im Hinblick auf die Lebensweise. Lebendgebärende Zahnkarpfen finden sich in schlammigen Tümpeln ebenso wie in klaren, schnellfließenden Flüssen. Die Fische sind überwiegend Fleischfresser: an der Wasseroberfläche erbeuten sie kleine Insekten oder Mückenlarven. Daneben fressen sie aber auch Algen oder die Blattspitzen von Wasserpflanzen.

[Bearbeiten] Innere Systematik

Die Gattungen der Lebendgebärenden Zahnkarpfen werden in eine Reihe von Tribus zusammengefasst. Die ursprünglichste Art ist Tomeurus gracilis, der weit entwickelte Eier ablegt. Im folgenden wird ein aktueller Vorschlag nach einer neueren phylogenetischen Studie[1] wiedergegeben:

Messerschwanzkärpfling
(Alfaro cultratus)
Koboldkärpfling
(Gambusia affinis)
Schwertträger
(Xiphophorus helleri)
Kaudi (Phalloceros caudimaculatus)

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Paulo Henrique Franco Lucinda, Roberto E. Reis: Systematics of the subfamily Poeciliinae Bonaparte (Cyprinodontiformes: Poeciliidae), with an emphasis on the tribe Cnesterodontini Hubbs. Neotrop. ichthyol. vol.3 no.1 Porto Alegre Jan./Mar. 2005 doi:10.1590/S1679-62252005000100001

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Poeciliinae ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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