Allgemeines über Liniendornwelse
Liniendornwelse, Platydoras costatus, werden auch Schokoladendornwelse genannt. Sie stammen aus dem Amazonastiefland aus dem Rio Paraquay, dem Rio Parana, und oft aus kleinen, sehr warmen und ziemlich verunreinigten Seen.
In der Natur werden sie bis 36 Zentimeter groß. Auch im Aquarium wachsen sie schon in den ersten drei Jahren auf 20 Zentimeter Größe und werden mindestens 25 Zentimeter lang. Das Aquarium sollte eine Bodenfläche von mindestens 150x50 Zentimetern haben. Der Boden sollte weich sein, weil die Tiere sich tagsüber bis zu den Augen eingraben.
Blumentöpfe und Kokosnussschalen können als Verstecke dienen. Für jedes Tier sollte mindestens eine Höhle zur Verfügung stehen. Die Höhlen müssen so groß sein, dass die Tiere sich darin herum drehen können. Sonst kommen sie evtl. nicht aus den Höhlen heraus und ersticken darin. Als Höhlen können auch Tonröhren zum Lagern von Weinflaschen verwendet werden, die es z.B. in Baumärkten gibt. Mit einer Flex können sie nach Bedarf längs und quer aufgeschnitten werden. Achteckige Röhren können auch gestapelt werden. Werden mit einer Flex Ritzen und Löcher in die Röhren geschnitten, können darauf Javafarn, Zwergspeerblätter etc. fest wachsen. Einige Tiere graben sich ihre Höhlen auch selbst, z.B. unter Wurzeln.
Liniendornwelse sollten in einer Gruppe mindestens mit 4 Tieren gehalten werden, weil sie gerne Körperkontakt mit Artgenossen haben. Sie können knurrende bzw. quakende Laute abgeben und werden deshalb Kwi-kwi genannt. Manchmal knurren sie, wenn sie aus dem Wasser geholt werden. Es knurren scheinbar nicht alle Tiere.
Sie sind in der Regel friedlich und ausgesprochen nachtaktiv. Wenn der eine oder andere Wels "aggressiv" auftritt, liegt das vermutlich an falschen Haltungsbedingungen, wie zu wenig Artgenossen oder zu kleines Aquarium.
Am Tag sieht man Liniendornwelse höchstens bei der Fütterung. Es kann aber passieren, dass sie nachts einen Neon, der in Bodennähe ruht, mit ihrem großen Maul versehentlich einsaugen. Nach einem Bericht wurde auch ein Panzerwels gefressen.
Bei Gefahr wird aus Brustflossenstacheln eine milchigweiße Flüssigkeit abgegeben. Ob diese Flüssigkeit giftig ist, ist unklar. In mindestens einem Fall starben auf unerklärliche Art, allerdings im Abstand von 2 Jahren, eine Schmerle und zwei Antennenwelse, die sich mit den Liniendornwelsen um Höhlen stritten. In mehreren anderen Fällen, lebten Liniendornwelse mit Antennenwelsen anderen Welsen problemlos zusammen, auch starken Besatz. Eine Aquarianerin wurde mit dem Stachel in die Hand gestochen. Die Hand schwoll für einen Tag leicht an.
Wegen der Stacheln sollte beim Fangen kein Netz verwendet werden.
An die Wasserwerte werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Die Temperatur kann 20 bis 32°C betragen.
Liniendornwelse fressen in der Natur vermutlich bevorzugt Aas. Im Aquarium sind sie Allesfresser. Sie suchen das ganze Aquarium nach Futter ab. Bevorzugt wird lebend- und Frostfutter gefressen. Sie gehen nicht an Algen. Pflanzen werden nicht gefressen. Futtertabletten mit Pflanzenanteil werden gefressen. Einige Tiere fressen z.B. Erbsen, ansonsten wird frisches Grünfutter nicht genommen.
Sie neigen dazu so viel zu fressen, dass sie fast wie Kugelfische aussehen und scheinbar zu Platzen drohen. Ein 20 Zentimeter großer Liniendornwels frisst locker 8 Futtertabletten.
Geschlechtsunterschiede sind nicht bekannt. Nachzuchterfolge sind nicht bekannt.
Liniendornwelse können mit Malawiseecichliden vergesellschaftet werden.
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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)
| Liniendornwels |
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| Systematik |
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| Wissenschaftlicher Name |
| Platydoras costatus |
| (Linnaeus, 1758) |
Der Liniendornwels (Platydoras costatus, Syn.: Platydoras dentatus, Platydoras helicophilus, Silurus costatus) gehört zur Familie der Dornwelse (Doradidae) aus der Ordnung der Welsartigen (Siluriformes). Wie alle Dornwelse ist auch der Liniendornwels in Südamerika heimisch, sein Herkunftsgebiet liegt im Amazonasgebiet und Berichten zufolge auch in Teilen Perus. Dort leben sie auf dem Boden schwach fließender Seitenarme der Flüsse, und verstecken sich tagsüber im Sand oder Schlamm.
[Bearbeiten] Beschreibung
Die Fische werden bis zu 30 cm lang und etwa 20 Jahre alt. Sie zeichnen sich durch ihre schöne Färbung und durch ihre Dornen und Stacheln aus. Die Stacheln verhaken sich sehr leicht in Netzen und die Fische sind fähig ein Gift zu produzieren, das auch für den Menschen gefährlich werden kann. Deswegen sollte er niemals mit der Hand oder einem Kescher gefangen werden, sondern mit einem Glas. Der Liniendornwels ist sogar imstande, ein Sekret abzusondern, dass für Beifische tödlich sein kann. Die Geschlechter kann man äußerlich nur schwer unterscheiden und somit ist auch die Nachzucht bis jetzt nur selten geglückt. Einzige Erfolge gab es, als man eine Gruppe von Fischen in mit Hormonen versetztes Wasser gab.
[Bearbeiten] Lebensweise
Die Liniendornwelse graben sich gerne in den weichen Untergrund ein und verbringen den größten Teil ihres Lebens eher versteckt. Sie sind nachtaktiv und recht scheu, was ihn im Aquarium zu einem selten gesehenen Fisch macht. Für die Vergesellschaftung eignet er sich hervorragend, da er ein friedlicher Zeitgenosse ist. In freier Wildbahn finden sich oft Gruppen von 5 bis 15 Tieren zusammen.
[Bearbeiten] Aquaristik
Die Ersteinführung nach Deutschland war 1964. Es sollten viele Verstecke angeboten werden, vornehmlich aus Wurzeln, Steinen und Tonröhren. Eine dichtere Bepflanzung im hinteren Beckenbereich und ein Bodengrund aus Sand fördern natürliches Verhalten. Aufgrund seiner Nachtaktivität sollte auch nach dem Löschen der Beleuchtung gefüttert werden, da tagsüber nicht genügend für die Tiere übrigbleibt. Eigentlich ist der Liniendornwels ein Allesfresser (Omnivore), der Futtertabletten, Algen, Flockenfutter, Sticks, aber auch Jungfische oder Insektenlarven nicht verschmäht.
[Bearbeiten] Weblinks
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