Fiederbartwelse
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Allgemeines über Synodontis


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Synodontis thamalakanensis

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Frederick Hermanus Van der Bank

Viele Fiederbartwelse, Synodontis, sind nur für sehr große Aquarien geeignet. In einem großen Aquarium sollten sechs bis acht Jungtiere in einer Gruppe zusammen aufgezogen werden. Ansonsten kommt es oft zu heftigen Raufereien, wenn sie ihre Reviere abstecken.

In der Natur sind Synodontis-Arten zumindest sehr gesellig. In großen Trupps großen Trupps leben sie in langsam fließenden Gewässern und Lagunen. Sie sind nachtaktiv. Nachtaktiv ist bei den meisten Welsen allerdings das falsche Wort. Meistens sind Welse lichtscheu. Wenn im Aquarium einige schattige Plätze sind, z.B. unter Pflanzen, sind viele Welse und auch die meisten Fiederbartwelse auch tagsüber recht munter.

Synodontis sind normalerweise aggressiv gegen Artgenossen und teilweise auch gegen andere Synadontis-Arten. In den Becken bei Zoohändlern wird durch die hohe Besatzdichte und die meistens mangelhafte Einrichtung das Verlangen herabgesetzt, ein eigenes Revier zu bilden. In Verkaufbecken können deshalb viele Tiere untergebracht werden.
Wenn die Tiere dann in ein Aquarium gesetzt, das so eingerichtet ist, dass die Tiere sich wohlfühlen, haben sie einen Grund ein Revier zu schaffen. Sie werden untereinander aggressiv, auch wenn sie im Händlerbecken zusammen waren.

An die Wasserhärte und den pH-Wert können sich Synadontis sehr flexibel anpassen.


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Synodontis petricola

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Nerezza

Fiederbartwelse sind Allesfresser. Hauptsächlich fressen sie Insektenlarven und Krebstiere. Weil sie gute und schnelle Jäger sind, können sie ab einer gewissen Größe auch Fische fressen. Sie müssen deshalb mit Fischen zusammen gehalten werden, die sie nicht versehentlich verschlucken können. Sie können z.B. mit entsprechend großen Antennenwelsen vergesellschaftet werden.

Sie halten sich gerne in Höhlen auf, so dass man sie hauptsächlich in der Dämmerung oder bei der Fütterung sieht.


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Synodontis woosnami

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Frederick Hermanus Van der Bank

Datenblatt für Synodontis angelicus

Datenblatt: Synodontis angelicus
Deutscher Name:
Perlhuhnwels
Herkunft:
Afrika: Niger, Weißer Nil, Tschadbecken
Größe:
10 – 12 cm
Aquarium
Länge:
100 – 200 cm
Inhalt:
200 – 400 Liter
Beleuchtung:
Nicht zu hell
Einrichtung:
Pflanzen, Steine, Wurzeln, Sandboden, Verstecke
Wasserwerte
Temperatur:
15 – 25 °C
ph-Wert:
6,5 – 7,5
KH:
 °dKH
GH:
4 – 15 °dGH
Verhalten
Anzahl:
 
Bereich:
Boden
Vermehrung:
Eierleger
Futter:
Lebendfutter, Gefrierfutter, evtl. Trockenfutter
Verhalten:
Friedlich zu anderen Fischen, untereinander aggressiv
Schwierigkeitsgrad
Anfänger mit Grundkenntnissen

Allgemeines über Synodontis angelicus


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Synodontis angelicus (Perlhuhnwels)

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Haps

Synodontis angelicus, Perlhuhnwelse, werden bis zu 55 Zentimeter groß. Wegen starker Exportbeschränkungen sind sie sehr teuer.

Perlhuhnwelse sind nicht einfach zu halten. Sie sind keine Fische für Anfänger.

Allgemeines über Synodontis congicus

Wie alle Fiederbartwelse stammen Synodontis congicus, Domino-Fiederbartwelse, aus Afrika. Das Aquarium sollte ca. 180 Zentimter lang sein. Die Beleuchtung sollte abgedunkelt sein. Weil die Welse stark wühlen, kann nur versucht werden, das Aquarium mit stark wurzelnden Riesenvalisnerien und robusten Pflanzen in Töpfen zu bepflanzen.

Geeignete Wasserwerte:

  • Gesamthärte: 5 bis 12
  • pH-Wert: 6,2 bis 7,2
  • Temperatur: 22 bis 25°

Dominowelse sind Räuber und ausschließlich Einzelgänger. Junge Synodontis congicus können noch zu mehreren zusammen gehalten werden. Ältere Tiere werden untereinander unverträglich, wenn das Aquarium nicht groß genug ist.
Die Welse sind nachtaktiv. Im Aquarium müssen unbedingt genügend Versteckmöglichkeiten geboten werden. Dorhin ziehen sie sich tagsüber zurück.
Dominowelse bilden eigene Reviere, die sie auch verteidigen. Ein Tier mit ca. 12 Zentimetern Länge beansprucht etwa 60 bis 80 Zentimeter Beckenlänge. Für 2 Tiere werden also schon 120 bis 160 Zentimeter Länge benötigt, damit es nicht zu Streitigkeiten kommt.
Nach einem Bericht musste einer von zwei Welsen aus einem 160 Liter Aquarium abgegeben werden, weil er ständig vom anderen gejagt wurde. Er bekam so gut wie kein Futter, da der andere es ihm immer wegfraß.

Angeblich sollen ausgewachsene Tiere kleinere Fische bis etwa Guppygröße fressen. Das ist zumindest nicht immer der Fall. Nach einem Bericht wurden sogar junge Guppx nicht gefressen.

Die Geschlechter können nicht unterschieden werden.

Geeignetes Futter:

  • Trockenfutter
  • Futtertabletten
  • Insektenlarven
  • Kleine, getocknete Würmer

Datenblatt Synodontis eupterus

Datenblatt: Synodontis eupterus
Deutscher Name:
Schmuckflossen-Fiederbartwels
Herkunft:
Afrika: Niger, Weißer Nil, Tschadbecken
Größe:
13 – 15 cm
Aquarium
Länge:
100 – 200 cm
Inhalt:
200 – 400 Liter
Beleuchtung:
Nicht zu hell
Einrichtung:
Pflanzen, Steine, Wurzeln, Sandboden, Verstecke
Wasserwerte
Temperatur:
22 – 26 °C
ph-Wert:
6,2 – 7,5
KH:
 °dKH
GH:
6 – 15 °dGH
Verhalten
Anzahl:
 
Bereich:
Boden
Vermehrung:
Eierleger
Futter:
Allesfresser, Trockenfutter
Verhalten:
Friedlich
Schwierigkeitsgrad
Anfänger mit Grundkenntnissen

Allgemeines über Synodontis eupterus


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Synodontis eupterus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Clive Walford

Synodontis eupterus, Schmuckflossen-Fiederbartwelse, stammen aus den Gewässern des Weißen Nil, des Tschad-Beckens (Gribingui), sowie aus Niger und Volta. Sie sind sehr friedlich. Selbst direkt vor ihnen schwimmende junge Platys werden nicht gefressen. Sie wachsen innerhalb weniger Monate von 3 Zentimeter auf 16 Zentimeter. Sie können bis 22 Zentimeter groß werden. Zusätzlich zur Länge werden sie auch sehr kräftig. Die Rückenflosse wird mindestens 5 Zentimeter hoch und ist fein gemustert.
Weil sie zeitweise rege durch das Aquarium schwimmen, muss das Becken schon bei dieser Größe mindestens 360 Liter Wasser groß sein. Geeignet ist z.B. ein Becken mit 100x60x60 Zentimetern. Zu anderen Zeiten tauchen die Tiere tagelang nur kurz zum Fressen auf und ruhen dann wieder in ihren Verstecken.

Die Tiere sind sehr friedlich. Selbst junger Platy-Nachwuchs konnte nach einem Bericht einem Synodontis eupterus direkt vor der Nase herumschwimme, ohne gefressen zu werden.

Synodontis eupterus fressen praktisch jedes Futter.

Geeignetes Futter für Synodontis eupterus:
  • Futtertabletten
  • Flockenfutter
  • Futtergranulat
  • Frostfutter

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Synodontis eupterus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Clive Walford

Futtertabletten werden einfach herunter geschluckt. Futtergranulat oder Frostfutter, das auf den Boden gefallen ist, wird eingesammelt und eingesaugt. Flockenfutter wird auch genommen.

Geeignete Wasserwerte für Synodontis eupterus:
  • Temperatur: 25°
  • Gesamthärte: 16
  • Karbonathärte: 6
  • pH-Wert: 7.5

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Synodontis eupterus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Haps

Datenblatt Synodontis multipunctatus

Datenblatt: Synodontis multipunctuatus
Deutscher Name:
Vielpunkt-Fiederbartwels
Herkunft:
Afrika: Tansania, Tanganjikasee
Größe:
12 – 15 cm
Aquarium
Länge:
120 – 200 cm
Inhalt:
240 – 400 Liter
Beleuchtung:
Hell
Einrichtung:
Pflanzen, Steine, Wurzeln, Sandboden, Verstecke
Wasserwerte
Temperatur:
21 – 25 °C
ph-Wert:
 
KH:
 °dKH
GH:
15 – 35 °dGH
Verhalten
Anzahl:
 
Bereich:
Boden
Vermehrung:
Eierleger
Futter:
Lebendfutter
Verhalten:
Friedlich, später Einzelgänger
Schwierigkeitsgrad
Anfänger mit Grundkenntnissen

Allgemeines über Synodontis multipunctatus


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Synodontis multipunctuatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.0
Urheber: Mario Rubio García

Synodontis multipunctatus, Vielpunkt-Fiederbartwelse bzw. Vielpunkt-Kuckuckswelse, stammen aus dem Tanganjikasee in Afrika. Sie werden ca. 12 bis 15 Zentimeter groß und ca. 15 Jahre alt.

Sie sind Gruppenfische und sollten in einem kleinen Trupp mit 4 bis 6 Artgenossen gehalten werden.

Synodontis multipuncuatus sind nachtaktiv. Tagsüber brauchen sie viele Höhlen als Verstecke.

geeignete Wasserwerte:

  • Temperatur: 21 - 25 °C
  • pH-Wert: 6,8 - 7,8
  • Gesamthärte: 15 - 30

Synodontis multipunctatus sind Brutparasiten


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Synodontis multipunctatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.0
Urheber: Lee Nachtigal

Synodontis multipunctatus sind Brutparasiten, d.h. sie schieben ihre Eier anderen Fischen unter. Wenn sie mit maulbrüternden Malawi-Buntbarschen zusammen gehalten werden, kann eine Nachzucht klappen.

Die Welse erkennen das Balzverhalten der Buntbarsche. Wenn die Buntbarsche ablaichen, legen die Welse ihre Eier dazu. Weil sich die Eier ähnlich sind nehmen die Buntbarsche die Eier meistens mit ins Maul und brüten sie aus.
Die jungen Welse schlüpfen früher als die Buntbarsche und ernähren sie sich am Anfang von den Eiern und Larven der Buntbarsche.

Einige maulbrütende Tanganjika-Cichkiden stellen ihre Vermehrungsversuche ein, wenn sie mit Synodontis multipunctatus zusammen gehalten werden. Das ist z.B. bei Tropheus-Arten zu beobachten.

Datenblatt Synodontis nigriventris

Datenblatt: Synodontis nigriventris
Deutscher Name:
Rückenschwimmender Kongowels
Herkunft:
Afrika: Zaire
Größe:
M 8 W 10 cm
Aquarium
Länge:
60 – 100 cm
Inhalt:
80 – 200 Liter
Beleuchtung:
Hell
Einrichtung:
Großblättrige Pflanzen, Steine, Wurzeln, Sandboden, Verstecke
Wasserwerte
Temperatur:
22 – 27 °C
ph-Wert:
 
KH:
 °dKH
GH:
  °dGH
Verhalten
Anzahl:
 
Bereich:
Überall
Vermehrung:
Eierleger
Futter:
Allesfresser, Trockenfutter
Verhalten:
Friedlich, kleiner Schwarm
Schwierigkeitsgrad
Anfänger

Allgemeines über Synodontis nigriventris


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6 Zentimeter großer Rückenschwimmender Kongowels

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Ich

Synodontis nigriventris, Rückenschwimmende Kongowelse, werden 6 bis 12 Zentimeter groß. Möglicherweise ist die Größe ein Unterscheidungsmerkmal für das Geschlecht.

Die Tiere fühlen sich im Schwarm wohler und sie brauchen Versteckmöglichkeiten. Dann kommen sie auch beim Füttern. Ansonsten sieht man sie tagsüber nicht viel. Zu helle Beleuchtung mögen Rückenschwimmende Kongowelse nicht. Sie benötigen gedämpftes Licht unter Wurzeln, Schwimmpflanzen oder ähnlichem. Damit sie zu sehen sind, sollten keine Höhlen im Aquarium sein, sondern dunkle Unterstände.
Wenn sie trotzdem selten zu sehen sind, kann es helfen, das Aquarium nit 2 Röhren zu beleuchten. Eine Röhre wird dann eine halbe Stunde vor der kompletten Dunkelheit ausgeschaltet. Die Welse kommen dann eher heraus. Alternativ kann das Aquarium mit einer kleinen Lampe neben dem Aquarium, nach der Beleuchtungszeit noch schwach beleuchtet werden.

Der Boden sollte weich und dunkel sein.

In Aquariengeschäften schwimmen Synodontis nigriventris in der Regel lebhaft herum, weil auf der Suche nach Deckung oder Höhlen sind.

Schwimmpflanzen und großblättrige Pflanzen werden von unten nach Futter abgesucht. Geeignete Pflanzen sind z.B. Muschelblumen. Dabei schwimmen die Welse auf dem Rücken.

Wenn sie zu viel fressen, können die Bäuche aufgetrieben wirken, besonders wenn viel überbrühter Salat gefüttert wird. Je Wels sollte nur ein kleines Salatblatt oder ein Stückchen Gurke gefüttert werden.

Tipps zur Zucht von Synodontis nigriventris

Kräftiges Lebend-, Frost- und Grünfutter, starke Temperaturwechsel zur Regenimmitation, abgedunkelte Becken und weiches, leicht saures Wasser regen Synodontis nigriventris zum Laichen an. Sie laichen in PVC-Rohren, Blumentöpfen oder Kokosnüssen ab und betreiben eine Art Brutpflege.

Rückenschwimmende Kongowelse können mit Ancistrus, Corydoras, Neons, Phantomsalmler, Schmetterlingsbuntbarschen und Garnelen vergesellschaftet werden.

Als Bepflanzung eignen sich Muschelblumen, Valisnerien, Echinodorus Ozelot, Anubias, Wildelov Farn, Sagitarien und Java Moos.


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8 Zentimeter großer Rückenschwimmender Kongowels

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Neale Monks

Datenblatt Synodontis schoudenti

Datenblatt: Synodontis schoudenti
Deutscher Name:
Marmorierter Fiederbartwels
Herkunft:
Afrika: Kongo
Größe:
12 – 14 cm
Aquarium
Länge:
100 – 200 cm
Inhalt:
200 – 400 Liter
Beleuchtung:
Nicht zu hell
Einrichtung:
Pflanzen, Steine, Wurzeln, Sandboden, Verstecke
Wasserwerte
Temperatur:
24 – 28 °C
ph-Wert:
6,9 – 20
KH:
 °dKH
GH:
6 – 20 °dGH
Verhalten
Anzahl:
 
Bereich:
Boden
Vermehrung:
Eierleger
Futter:
Allesfresser, Trockenfutter, zarte Pflanzen
Verhalten:
Friedlich, Einzelgänger, verjagt manchmal kleinere Artgenossen, nachtaktiv
Schwierigkeitsgrad
Anfänger mit Grundkenntnissen

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Synodontis nigromaculatus

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Frederick Hermanus Van der Bank


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Synodontis eupterus - 6 Jahre alt

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Cucumberkvp

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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Fiederbartwelse
Systematik
Kohorte: Ostarioclupeomorpha
Unterkohorte: Ostariophysi
Otophysi
Ordnung: Welsartige (Siluriformes)
Familie: Mochokidae
Unterfamilie: Fiederbartwelse
Wissenschaftlicher Name
Mochokinae

Die Fiederbartwelse (Mochokinae) leben mit weit über 100 Arten in afrikanischen Süßgewässern.

Sie haben ihren deutschen Namen von den beiden Unterkieferbarteln, die gefiedert sind. Das Bartelpaar des Oberkiefers ist meist ungefiedert (außer bei der Typusart der Gattung Synodontis, S. clarias). Auch die große, lange Fettflosse ist auffallend. Als anatomisch typisch zu bemerken ist eine kräftige, knöcherne Kopfkapsel. Ebenso charakteristisch sind je ein kräftiger Brust- und Rückenflossenstachel, die meist gezähnt sind und denen schon lange nachgesagt wird, dass sie giftig seien. Richtige Giftdrüsen, mit einem Reservoir und giftführenden Kanal fehlen allerdings. Wie eine neuere Untersuchung von Wright[1] gezeigt hat, wird das Gift durch Giftdrüsenzellen erzeugt, die sich besonders in der die Stachelstrahlen umgebenden Haut befinden. Diese Giftdrüsenzellen haben sich offenbar aus Schleimdrüsenzellen im Laufe der Evolution gebildet und kommen bei einer Vielzahl von Welsfamilien vor.

Aquaristisch beliebte Fiederbartwelse haben eine auffallende Flecken- oder Streifenzeichnung, während das Gros der Arten, vor allem der Gattung Synodontis und diese im Alter, eher einfarbig in schmucklosem Grau oder Braun gefärbt ist.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lebensweise

Manche Arten sind Schwarmfische, andere leben einzelgängerisch und sind gegenüber Artgenossen aggressiv. Einige Arten, wie der Rückenschwimmende Kongowels (Synodontis nigriventis) schwimmen mit dem Rücken nach unten und weiden die Unterseite der Blätter von Wasserpflanzen ab. Die kleinste Art Microsynodontis armatus wird nur 2,7 Zentimeter groß, während Synodontis xiphias eine Länge von 80 Zentimeter erreicht.

Pärchen des Großaugen-Kuckuckswels (Synodontis grandiops)

Der Kuckucks-Fiederbartwels (Synodontis multipunctatus) und der Großaugen-Kuckuckswels (Synodontis grandiops) legen ihre Eier den maulbrütenden Buntbarschen des Tanganjikasee unter und lassen sie von diesen "Wirten" ausbrüten. Dabei fressen die schneller schlüpfenden Welslarven die Eier und Larven der Buntbarsche. Man spricht in diesem Fall von Brutparasitismus.

Synodontis-Hybride mit westafrikanischen Wurzeln

Insbesondere in Osteuropa werden Synodontis-Hybriden unter Stimulierung durch Hypophysenextrakte gezüchtet, die in Massen in den Zierfischhandel gelangen. Diese Arten werden häufig unter den Namen von Tanganjika-Fiederbartwelsen verkauft, weil diese im Handel am teuersten sind[2].[3]

[Bearbeiten] Lautäußerungen

In viele Welsfamilien, auch bei den Mochokidae, sind die Tiere in der Lage, hörbare Laute zu erzeugen.[4] Sie reiben bei Belästigung einen dorsalen Knochenfortsatz des Brustflossenstrahls in einer Gelenkrinne. Die Laute entstehen sowohl beim Vorbewegen als auch beim Zurückbewegen der Brustflosse. Das Abspreizen der Brustflosse geht langsamer vor sich und der Laut ist dementsprechend länger als beim Anziehen. Die Pausen zwischen den Lauten sind gleich lang. Die größte Energie der Laute liegt zwischen 2 und 4 kHz. Die Mochokidae unterscheiden sich dabei z. B. von den Doradidae nur durch die raschere Bewegung der Brustflossen, d. h. die Laute und die Pausen zwischen den Lauten sind kürzer als bei den Doradidae.

[Bearbeiten] Systematik

  • Familie Mochokidae (Fiederbartwelse) Jordan, 1923
  • Unterfamilie Mochokinae Jordan, 1923
    • Gattung Acanthocleithron Nichols & Griscom, 1917
      • Acanthocleithron chapini Nichols & Griscom, 1917
    • Gattung Zwergfiederbartwelse (Microsynodontis) Boulenger, 1903
      • Microsynodontis armatus Ng, 2004
      • Microsynodontis batesii Boulenger, 1903
      • Microsynodontis christyi Boulenger, 1920
      • Microsynodontis emarginatus Ng, 2004
      • Microsynodontis hirsutus Ng, 2004
      • Microsynodontis laevigatus Ng, 2004
      • Microsynodontis lamberti Poll & Gosse, 1963
      • Microsynodontis nannoculus Ng, 2004
      • Microsynodontis nasutus Ng, 2004
      • Microsynodontis notatus Ng, 2004
      • Microsynodontis polli Lambert, 1958
      • Microsynodontis vigilis Ng, 2004
    • Gattung Mochokiella Howes, 1980
      • Mochokiella paynei Howes, 1980
    • Gattung Mochokus Joannis, 1835
      • Mochokus brevis Boulenger, 1906
      • Mochokus niloticus De Joannis, 1835
    • Gattung Synodontis Cuvier, 1816

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Wright, J. J. (2009): Diversity, phylogenetic distribution, and origins of venomous catfishes. BMC Evolutionary Biology, 2009, 9:282. [1]
  2. Kochetov, A. M. (2002): Neue Zuchtformen von Synodontis njassae KEILHACK, 1908. Aquaristik Fachmagazin 164: 111?112.
  3. Grant, S. (2003): Synodontis sp. ?zebrinus? (Siluriformes: Mochokidae). BSSW Report, 15 (3): 16-24.
  4. Wolfgang Pfeiffer: Die Lauterzeugung der Dornwelse (Doradidae) und der Fiederbartwelse (Mochokidae). (PDF) In: Zoomorphology. 54, 1965, S. 669-679.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Mochokidae ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Text und Bilder der Zusatzinformation stammen aus dem Artikel Fiederbartwelse der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Original-Artikel lässt sich hier bearbeiten.




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