Allgemeines über Bratpfannenwelse
Es gibt mehrere Arten von Bratpfannenwelsen. Bekannt ist vor allem die Art Bunocephalus coracoideus, Zweifarbiger Bratpfannenwels. Oft werden auch verschiedene Arten unter diesem Namen verkauft.
Je nach Art werden Bratpfannenwelse zwischen 7 und 25 Zentimeter groß.
- Großkopf-Bratpfannenwels bis 10cm
- Hoher Bratpfannenwels bis 8cm
- Zweifarbiger Bratpfannenwels bis 15cm
Andere Bezeichnungen für den Hohen Bratpfannenwels sind Bunocephalichthys verrucosus verrucosus, Bunocephalus verrucosus verrucosus, Hochrückiger Bratpfannenwels und Hochkopf Bratpfannenwels.
Bratpfannenwelse unterschiedlicher Art haben auch ein unterschiedliches Verhalten. Besonders bei der Suche nach Verstecken. Einige graben sich in den Boden ein. Dabei werden auch Pflanzen ausgegraben. Andere suchen sich Höhlen.
Sie können als Einzeltiere gehalten werden und je nach Art in Aquarien ab 60 Zentimeter Länge.
Alle Arten sind nachtaktiv. Dann können dann ziemlich aktiv und verfressen sein. Sie sollten nachts unbedingt gefüttert werden. Nach einem Bericht hat ein Bratpfannenwels eine Welstablette ganz verschluckt. Einige Tiere fressen selten tagsüber, andere kommen auch am Tag angestürmt, wenn es z.B. Welstabletten gibt. Dann setzen sie sich mit Schwanzschlägen auch gegen große Antennenwelse durch.
Am Tag sind die Tiere sind so phlegmatisch, dass sie sich manchmal den ganzen Tag nicht bewegen. Man kann sie sogar am Schwanz ziehen. Allerdings reagieren sie darauf sehr unwirsch. Bratpfannenwelse stehen gerne auf dem Kopf, wenn sie sich mal bewegen. Von einem Tier wurde geschrieben, dass es so langsam ist, dass sogar Schnecken auf ihm krabbeln.
Die Geschlechter sind schwer zu unterscheiden. Die Zucht ist sehr schwierig.
Die Haltungsbedingungen für Bratpfannenwelse
Bratpfannenwelse lieben Schwarzwasser. Der Boden im Aquarium sollte aus dunklem, feinkörnigem Sand bestehen. In den Sand oder eine dicke Schicht mit abgestorbenen Blättern, z.B. Buchenblättern, wühlen sie sich gerne hinein und verbringen dort Stunden. Es darf deshalb kein scharfkantiger Kies im Aquarium sein.
An die Wasserwerte scheinen Bratpfannenwelse keinen großen Ansprüche zu stellen. Die genauen Wasserwerte sind je nach Art etwas unterschiedlich.
Geeignete Wasserwerte für Bratpfannenwelse:
- Karbonathärte: 0,5 bis 5
- Gesamthärte: 6
- pH-Wert: 6,5 bis 7
- Temperatur: 20 bis 27°C
Die Tiere sind Allesfresser.
Futter für Bratpfannenwelse:
- Welstabletten
- JBL NOVO Fect-Tabletten
- geviertelte Dennerle Rote Hafttabletten
- Paprika
- Rote, gefrorene Mückenlarven
- Mehlwürmer
Bratpfannenwelse häuten sich
Bratpfannenwelse haben eine Art Reptilienhaut, die nicht mit wächst und deshalb ab und zu abgestreift werden muss. Der Vorgang beginnt mit weißen Stellen und Verdickungen, bzw. Beulen, auf der Haut. Insgesamt dauert eine Häutung etwa eine Woche. Zuletzt sieht es aus, als würde der Wels in einem durchsichtigen Raumanzug stecken. Die Haut bildet eine völlig intakte Blase im Abstand von einem halben Zentimeter zum Körper vom Kopf bis zur Schwanzwurzel.
Auf der Stelle liegend zuckt der Wels immer wieder, bis nach einer letzten heftigen Bewegung die Haut in Fetzen im Wasser schwimmt.
Gelegentlich scheinen Bratpfannenwelse dicker zu werden. Nach einiger Zeit werden sie wieder dünner. Evtl. pumpen sie sich vor einer Häutung mit Luft voll, um den Häutungsprozess einzuleiten.
Bratpfannenwelse fressen Aquarienfische
Bratpfannenwelse fressen andere Fische. Die kleineren Arten, wie die klassischen Bunocephalus oder Dysichtys-Arten, fressen zumindest Jungfische in der Größe frisch geschlüpfter Antennenwelse. Oft sperren sie dabei einfach beim Liegen das Maul auf und warten bis ein Jungfisch hineinschwimmt.
Die großen Peitschenwelse, z.B. die Aspredos fressen Salmler und sogar ganze Zwergbuntbarsche, z.B. Schmetterlingsbuntbarsche.
Zumindest einige Tiere fressen auch Schnecken.
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ein wirklich interessanter fisch... habe kürzlich einen gekauft und jetzt erstmals in der nacht beobachtet. so faul wie er tagsdurch ist (er bewegt sich keinen cm und nur seine schwanzflosse guckt aus dem sand raus), so aktiv ist er in der nacht. ...wirklich erstaunlich!
Wo bekomme ich den Wels? Er intressiert mich sehr
Liebe Grüsse
Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)
| Bratpfannen- und Banjowelse |
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| Systematik |
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| Wissenschaftlicher Name |
| Aspredinidae |
| Adams, 1854 |
Bratpfannen- und Banjowelse (Aspredinidae) kommen in Südamerika in Süßgewässern, teilweise auch im Brackwasser vor. Sie sind weit verbreitet und kommen im Río Magdalena, dem Stromgebieten des Orinoko, im Amazonasbecken, im Rio São Francisco und im Stromgebiet von Río Paraguay und Río Paraná vor.
[Bearbeiten] Merkmale
Sie haben einen stark verbreiterten, dorsoventral abgeplatteten Vorderkörper und einen langen, dünnen Schwanzstiel. Der Körper ist schuppenlos, die Haut ist rau und an den Körperseiten mit in Längsreihen angeordnenten, verhornten Tuberkeln besetzt. Die Kiemenöffnung ist zu einem kleinen Schlitz reduziert. Eine Fettflosse fehlt, ebenso fehlt den meisten Arten ein Stachelstrahl in der Rückenflosse. Die Schwanzflosse wird von zehn oder weniger Flossenstrahlen gestützt.
[Bearbeiten] Lebensweise
Bratpfannen- und Banjowelse sind träge dämmerungs- und nachtaktive Tiere, die den Tag meist vergraben im Bodengrund verbringen. Sie sind wahrscheinlich Allesfresser. Bei Magenuntersuchungen fand man wasserlebende Wirbellose, Landinsekten und Detritus. Amaralia ist ein Nahrungsspezialist, der eventuell nur von den Gelegen der im gleichen Lebensraum vorkommenden Harnischwelsen lebt. Die Fortpflanzung der Bratpfannen- und Banjowelse ist nur ungenügend bekannt. Die Weibchen von Aspredo, Aspredinichthys, Platystacus und Pterobunocephalus tragen die Eier an ihrer Bauchseite geheftet mit sich herum, wobei sie bei Pterobunocephalus direkt am Bauch befestigt sind, bei den übrigen drei Gattungen aber auf fleischigen Stielen (Cotylephoren) sitzen, die sich nur während der Fortpflanzungszeit entwickeln und eventuell dem Nährstofftransport zwischen Muttertier und Eiern dienen. Bunocephalus coracoideus laicht in flachen Gruben im Gewässergrund. Seine Eizahl ist sehr groß.
[Bearbeiten] Äußere Systematik
Die nächsten Verwandten der Bratpfannen- und Banjowelse innerhalb der Welsartigen wurde und wird kontrovers diskutiert. Verschiedene südamerikanische, afrikanische und asiatische Welsfamilien wurden als mögliche Schwestergruppen genannt. Eine jüngere Untersuchung auf der Grundlage von DNA-Sequenzierungen stellt die Bratpfannen- und Banjowelse in einem Schwestergruppenverhältnis mit den neotropischen Dornwelsen (Doradidae) und Falschen Dornwelsen (Auchenipteridae), die als Überfamilie Doradoidea vereint werden[1].
[Bearbeiten] Innere Systematik
Die Bratpfannen- und Banjowelse werden in drei Unterfamilien, 13 Gattungen und 39 Arten unterteilt.
[Bearbeiten] Unterfamilie Banjowelse
Die Banjowelse (Aspredininae) leben in den drei Guyanas und in Brasilien. Einige Arten gehen auch ins Brackwasser. Banjowelse besitzen eine sehr lange Afterflosse mit 50 und mehr Flossenstrahlen. Ihr Schwanzstiel ist kürzer als der der Bratpfannenwelse. Banjowelse werden 20 bis 38 Zentimeter lang.
- Gattung Acanthobunocephalus
- Acanthobunocephalus nicoi Friel, 1995
- Gattung Aspredo
- Aspredo aspredo (Linnaeus, 1758)
- Gattung Aspredinichthys
- Aspredinichthys filamentosus
- Aspredinichthys tibicen
- Gattung Platystacus
- Platystacus cotylephorus Bloch, 1794
[Bearbeiten] Unterfamilie Bratpfannenwelse
Die Bratpfannenwelse (Bunocephalinae) kommen im tropischen Südamerika, östlich der Anden, südlich bis zur Nordgrenze Uruguays, im Rio Magdalena und im Maracaibosee vor. Die dämmerungsaktiven Tiere bevorzugen flache, schnell fließende Bäche. Bratpfannenwelse besitzen eine kurze Afterflosse, einen längeren Schwanzstiel mit einer reduzierten Muskulatur und einer gerade abschließenden Schwanzflosse. Sie können sich nach dem Düsenprinzip fortbewegen, indem sie das Wasser aus den Kiemen schnell ausstoßen. Bratpfannenwelse sind kleine Fische, die meist unter zehn Zentimeter Länge bleiben. Sie sind Allesfresser. Zur Fortpflanzung graben sie flache Mulden in den Gewässergrund.
- Gattung Amaralia
- Amaralia hypsiura (Kner, 1855)
- Gattung Bunocephalus
- Bunocephalus aleuropsis Cope, 1870
- Bunocephalus amaurus Eigenmann, 1912
- Bunocephalus chamaizelus Eigenmann, 1912
- Bunocephalus colombianus Eigenmann, 1912
- Zweifarbiger Bratpfannenwels (Bunocephalus coracoideus) (Cope, 1874)
- Bunocephalus doriae Boulenger, 1902
- Bunocephalus erondinae Cardoso, 2010
- Bunocephalus knerii Steindachner, 1882
- Bunocephalus larai Ihering, 1930
- Großkopf-Bratpfannenwels (Bunocephalichthys verrucosus) (Walbaum, 1792)
- Gattung Micromyzon
- Micromyzon akamai Friel & Lundberg, 1996
- Gattung Pseudobunocephalus Friel, 2008
- Pseudobunocephalus amazonicus (Mees, 1989)
- Pseudobunocephalus bifidus (Eigenmann, 1942)
- Pseudobunocephalus iheringii (Boulenger, 1891)
- Pseudobunocephalus lundbergi Friel, 2008
- Pseudobunocephalus quadriradiatus (Mees, 1989)
- Pseudobunocephalus rugosus (Eigenmann & Kennedy, 1903)
- Gattung Pterobunocephalus
- Pterobunocephalus depressus
- Pterobunocephalus dolichurus
[Bearbeiten] Unterfamilie Hoplomyzontinae
Zusätzlich zu den alten Unterfamilien ist eine dritte, die Hoplomyzontinae aufgestellt worden. Ihr wurden Gattungen zugeordnet, die vorher zu den Bunocephalinae gehörten.
- Gattung Dupouyichthys
- Dupouyichthys sapito Schultz, 1944
- Gattung Ernstichthys
- Ernstichthys anduzei Fernández-Yépez, 1953
- Gattung Hoplomyzon
- Hoplomyzon atrizona
- Hoplomyzon papillatus
- Hoplomyzon sexpapilostoma
- Gattung Xyliphius
- Xyliphius anachoretes Figueiredo & Britto, 2010
- Xyliphius barbatus
- Xyliphius kryptos
- Xyliphius lepturus
- Xyliphius lombarderoi
- Xyliphius magdalenae
- Xyliphius melanopterus
[Bearbeiten] Literatur
- Günther Sterba: Süsswasserfische der Welt, Urania-Verlag, 1990, ISBN 3-332-00109-4
- Joseph S. Nelson: Fishes of the World, John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7
- Roberto E. Reis, Sven O. Kullander, Carl J. Ferraris: Check list of the freshwater fishes of South and Central America. Porto Alegre, Brasil : EDIPUCRS, 2003.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- JP Sullivan, Lundberg JG; Hardman M: A phylogenetic analysis of the major groups of catfishes (Teleostei: Siluriformes) using rag1 and rag2 nuclear gene sequences. In: Mol Phylogenet Evol.. 41, Nr. 3, 2006, S. 636?62. doi:10.1016/j.ympev.2006.05.044.
[Bearbeiten] Weblinks
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