Allgemeines über Schmetterlingsfische
Schmetterlingsfische, Pantodon buchholzi, sollten paarweise gehalten werden. 2 Schmetterlingsfische benötigen mindestens ein Becken der Größe 100 x 40 x 50 Zentimeter. Es darf keine starke Oberflächenströmung vorhanden sein. In Oberflächennähe sollte ein Unterstand vorhanden sein. Die Tiere mögen warme Temperaturen. Einige Angaben gehen von 25° bis 28° aus, andere von 27 bis 30° C.
Das Wasser soll weich bis mittelhart sein. Die Gesamthärte soll unter 10 dGH liegen. Der pH-Wert soll um 6,5 liegen. Zusatz von Torf ist sinnvoll.
Futter für Schmetterlingsfische
Schmetterlingsfische benötigen Lebendfutter. Gefressen werden Tubifex, Fliegen, Heimchen und Grillen. Einige Tiere fressen auch Flockenfutter.
Schmetterlingsfische richten sich nicht nach der Größe des Opfers. Was sie erwischen, wird angegriffen.
Schmetterlingsfische fressen deshalb auch Guppies. Guppies schlafen an der Oberfläche und werden nachts erbeutet. Teilweise werden die Schwänze abgebissen und die Guppies halbiert.
Dicke, fette Nachtfalter sind als Futter auch sehr beliebt. Die Flügel müssen richtig nassgemacht werden, damit die Falter sich nicht von der Wasseroberfläche erheben können. Nach einiger Zeit der argwöhnischen Beobachtung schnappt der Schmetterlingsfische dann blitzschnell zu.
Es werden Falter gefressen die fast genauso groß wie die Schmetterlingsfische sind. Bei sehr großen Faltern schauen noch eine ganze Weile die Flügel rechts und links aus dem Maul.
Ein Nachtfalter ist eine nahrhafte Mahlzeit. Fliegen sind dagegen ein kleiner Snack. 2 bis 3 dicke Nachtfalter pro Woche reichen als Futter aus.
Alternativ gibt es im Zoogeschäft Wachsmotten zu kaufen.
Tipps zur Zucht
Die Zuchttemperatur beträgt 25 bis 28° C. Für die Zuchttiere ist eine reichliche Fütterung mit Anflugnahrung notwendig, z. B. mit Insekten.
Nach einem Zuchtbericht wurden 2 Männchen und 5 Weibchen im Garten in einem größeren Behälter bei geringem Wasserstand gepflegt. Im Sommer stand der Bottich im Freien. Verwendet wurde ein flacher Kunststoffbottich von 150 mal 200 Zentimeter. Der Wasserstand betrug 40 Zentimeter.
Das Becken stand so, daß es die Morgensonne komplett mitbekam, aber ab Mittag zumindest zur Hälfte beschattet war. Damit die die Pantodons nicht heraus springen konnten, war der Rand mit einem 1 Meter hohem Netz geschützt.
Bepflanzt war der Bottich mit verschiedenen Seerosen und Stängelpflanzen.
Das Wasser wurde mit einem großen Eheim-Innenfilter mit 1200 l/Stunde umgewälzt.
Nachts wurde die Temperatur mit 2 Stabheizern mit je 250 Watt auf mindestens 23°C gehalten. Tagsüber stieg die Temperatur häufig auf 28°C und darüber.
Abends wurden mit Pflanzenlampe 2 Stunden lang Insekten angelockt. Die Pantodons sind regelrecht nach Schnaken, Schmetterlingen und kleinen Libellen gesprungen.
Wasserwerte zu Beginn:
- Gesamthärte: 4°dGH
- Karbonathärte: 1,5°dKH
- pH-Wert: 7,6
- Nitrit: nicht nachweisbar
- Nitrat: nicht nachweisbar
- Leitwert:180 µS/cm
Wasserwerte nach Ablaichen:
- Gesamthärte: 2°dGH
- Karbonathärte: nicht nachweisbar
- Nitrit: nicht nachweisbar
- Nitrat: nicht nachweisbar
- Leitwert: 120µS/cm.
Die Wasserveränderungen kamen durch Regen zustande. Erst ab einer gewissen Größe wurden die Jungen mit Cyclops aus dem Gartenteich und schließlich mit jungen Guppies gefüttert. Ca. 30 Jungtiere konnten so bis zum Verkauf groß gezogen werden.
Weil Schmetterlingsfische unter der Wasseroberfläche ablaichen, können die schwimmenden Eier auch abgeschöpft und in Aufzuchtbecken gebracht werden. Die Jungen halten sich an der Oberfläche auf. Sie werden mit Artemia- oder Cyclopsnauplien gefüttert. Damit genug Futter in die Nähe der Oberfläche kommt ist eine leichte Wasserbewegung durch einen Ausströmer wichtig. Aus dem selben Grund muss der Wasserstand im Aufzuchtbecken niedrig sein.
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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)
| Schmetterlingsfisch |
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| Systematik |
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| Wissenschaftlicher Name der Familie |
| Pantodontidae |
| Peters, 1877 |
| Wissenschaftlicher Name der Gattung |
| Pantodon |
| Peters, 1877 |
| Wissenschaftlicher Name der Art |
| Pantodon buchholzi |
| Peters, 1877 |
Der Schmetterlingsfisch (Pantodon buchholzi) ist ein Süßwasserfisch aus Flüssen und Bächen des tropischen Westafrika.
[Bearbeiten] Merkmale
Pantodon buchholzi wird zehn bis 15 Zentimeter lang. Er hat einen auf der Rückenseite abgeflachten Körper, der von großen Rundschuppen bedeckt ist. Das Maul ist groß und oberständig, die Nasenöffnungen röhrenförmig. In der Seitenlinienreihe (SL) zählt man 26 bis 30 Schuppen, 21 bis 26 befinden sich vor der weit hinten, kurz vor der Schwanzflosse liegenden Rückenflosse. Die kurze Rückenflosse wird von sechs, die lange Afterflosse von 9 bis 15 Flossenstrahlen gestützt. Der Hinterrand der Afterflosse ist bei den Weibchen annähernd glattrandig, bei den Männchen dagegen tief eingeschnitten. Die mittleren Strahlen bilden ein Röhre zur inneren Befruchtung. Die Schwanzflosse ist groß, lang und an ihrem Ende zerfranst. Ihre beiden mittleren Flossenstrahlen sind am längsten. Die Flossenstrahlen sind bei allen Flossen hell und dunkel geringelt. Die Brustflossen sind flügelartig vergrößert. Mit ihnen kann er bis zu zwei Meter weite Gleitsprünge vollbringen. Die Brustflossen flattern dabei nicht. Die Bauchflossen sitzen weit vorn und verfügen über vier fadenförmige sehr lange Flossenstrahlen, die nur körpernah mit Flossenmembran verbunden sind. Der Schmetterlingsfisch hat 30 Wirbel und acht Branchiostegalstrahlen. Im Kiemendeckelskelett fehlt das Suboperculum, auch das Interoperculum kann fehlen. Mit Hilfe der Schwimmblase kann der Schmetterlingsfisch Luft atmen. Er ist bräunlich gefärbt.
[Bearbeiten] Vorkommen
Der Schmetterlingsfisch lebt in den tropischen Regenwaldgewässern Westafrikas vom Ouémé in Benin über Nigeria und Kamerun bis zum Kongobecken und oberen Sambesi in Flachwasserzonen. Er kommt auch im Tschadsee vor.
[Bearbeiten] Lebensweise
Pantodon buchholzi von oben gesehen, mit ausgebreiteten Brustflossen.
Pantodon buchholzi lebt an der Wasseroberfläche in vegetationsreichen Sümpfen, Urwaldtümpeln, Bächen und ruhigen Abschnitten von Flüssen auf. Er ernährt sich vor allem von Insekten, frisst daneben auch kleine Krebstiere und Fische. Insekten werden vor allem von der Wasseroberfläche aufgenommen, wenn sie in das Gewässer gefallen sind, können aber auch in flachem Sprung erbeutet werden.
Die Fortpflanzung erfolgt nach einer langen Balz, bei der das Männchen stundenlang auf dem Rücken des Weibchens ?reitet? und sich mit seinen Bauchflossen festhält. Die Eier werden kurz vor der Ablage im Leib des Weibchens befruchtet. Dabei drehen sich die Tiere umeinander. Bei jedem Laichvorgang werden 3 bis 7 Eier gelegt, insgesamt 80 bis 220. Die Eier treiben an der Wasseroberfläche, die Jungfische schlüpfen bei einer Wassertemperatur von 25 °C nach drei Tagen.
[Bearbeiten] Systematik
Pantodon buchholzi ist der einzige Vertreter der somit monotypischen Gattung Pantodon. Er wird in seine eigene monotypische Familie, die Pantodontidae gestellt. Joseph S. Nelson, Autor des Standardwerks zur Fischsystematik Fishes of the World, zählt den Schmetterlingsfisch zu den Knochenzünglern (Osteoglossidae).
[Bearbeiten] Haltung im Aquarium
Obgleich Pantodon buchholzi oft im Zoohandel angeboten wird, ist er, laut den Richtlinien der Heidelberger Beschlüsse zum Tierschutz im Zoofachandel, für die Aquarienhaltung nur bedingt geeignet.[1] Dies ist vor allem auf sein spezielles Verhalten und seinen Futterbedarf zurückzuführen. Zudem ist die Art gefährdet, da Nachzuchten bisher kaum gelungen sind und somit hauptsächlich Wildfänge in den Handel gelangen.
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- http://www.zierfischverzeichnis.de/ungeeignet/index.html
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