Elefantenrüsselfische, Gnathonemus petersii, werden auch Tapirfische genannt. Es handelt sich um ungewöhnliche Fische, deren Anschaffung gut überlegt werden muss. Die Tiere werden ca. 25 Zentimeter groß und können 20 Jahre alt werden. Sie sind relativ anspruchsvoll, weil sie eine geeignete Beckeneinrichtung mit vielen Wurzeln, Verstecken und Pflanzen benötigen. Die Beleuchtung darf nur schwach sein und es sollte über Torf gefiltert werden.
Die Tiere können extrem schnell schwimmen. Aus dem Stand, nach oben, unten, vorwärts, rückwärts, hintereinander her, aufeinander zu usw. Zwischendurch liegen sie wie tot auf dem Boden, eingeklemmt zwischen Pflanzen. Manchmal auf der Seite oder mit dem Bauch nach oben.
Es sind zwar keine Langstreckenschwimmer, aber wegen der möglichen Endgröße und den Aggressionen ist ein 1000 Liter Aquarium nicht zu groß. In der Literatur werden 500 Liter für 3 Tiere angegeben. Das ist für eine Gruppe mit mehreren Tieren erfahrungsgemäß zu klein. Für 6 bis 7 Tiere sollte das Aquarium mindestens 800 Liter Wasserinhalt haben.
Beim Händler sollte man sich die Fütterung jedes Fisches vorführen lassen. Es muss genau beobachtet werden, ob die Tiere wirklich fressen. Manchmal nehmen sie Futter nur ins Maul und spucken es wieder aus. Futterverweigerer sind ziemlich sichere Todeskandidaten. Tiere die paddelnd in der Ecke stehenbleiben, sind solche Todeskandidaten. Auch bei sonst scheinbar gesunden Tieren darf nicht lange abgewartet werden. Auch wenn die Haltungsbedingungen gut sind, bessert sich der Zustand solcher Tiere nicht von allein.
Möglicherweise sind solche Tiere mit Würmern befallen. Eine frühzeitige Behandlung gegen Würmer, z. B. mit Concurat, könnte evtl. helfen. Es könnte sich aber auch um bakterielle Erkrankungen handeln.
Wenn die Tiere kein Trockenfutter fressen, bedeutet es evtl. nur, dass sie schon lange hungern. Die Tiere im Handel sind meistens ziemlich abgemagert. Der Kopf darf nicht hervorstehen, sondern muss eine Linie mit dem Körper bilden.
Elefantenrüsselfische kümmern sich wenig um andere Fische. Reviergrenzen werden nicht beachtet. Bei extrem aggressiven und großen Beifischen könnte es evtl. zu Verletzungen kommen.
Sie schnüffeln gerne in Pflanzengewirr und Falllaub. Sie schlafen auf den Rhizomen von Javafarn und unter Blättern oder Wurzeln. Steinhöhlen sind nicht so beliebt. Die Pflanzen sollten mit relativ wenig Licht auskommen, wie z. B. Javafarn.
Vor hellem Licht haben sie Angst und werden scheu. Wenn sie sich dann auch nicht verstecken können, können sie schon im Händlerbecken durch Dauerstress schwer geschädigt werden. Die Angst vor hellem Licht legt sich mit der Zeit etwas, aber es sind eben Wildfänge aus schlammigen Gewässern.
Sie mögen Abwechslung im Aquarium, können aber jähzornig werden.
Im Gegensatz zu einigen Literaturangaben können Elefantenrüsselfische nach einigen wissenschaftlichen Arbeiten hervorragend sehen. Danach ist das Sehvermögen durchaus mit dem menschlichen Sehvermögen vergleichbar.
Zusätzlich orientieren sie sich anhand schwacher elektrischer Felder. Mit umgewandelten Muskelzellen im Schwanz erzeugen sie elektrische Impulse mit wenigen Volt Spannung. Mit mehr als 500 Sensoren im Kinn messen sie das elektrische Feld, das sich dabei um sie aufbaut. Sogar wenn es völlig dunkel ist, können sie so das Material von Objekten unterscheiden, ohne diese zu berühren.
Nach Literaturangaben sind die Wasserwerte weniger wichtig als die Gestaltung des Lebensraums. In weichem Wasser mit einer Gesamthärte von 3 bis 4° dGH und mit Torffilterung scheinen sie sich aber wohler zu fühlen. Die Temperatur kann 25 bis 27° betragen. Kurzzeitig werden tiefere Temperaturen von z. B. 17° über 3 Tage vertragen.
Der Leitwert sollte zwischen 150 und maximal 300 Microsiemens liegen. Die Reichweite des elektrischen Sinns steigt mit sinkender Leitfähigkeit. Änderungen der Leitfähigkeit können Elefantenrüsselfische deshalb stark beeinträchtigen. Sie wissen dann nicht mehr, ob sie dem elektrischen oder dem visuellen Sinn trauen können. Die Tiere in normalem Wasser mit Salzzugabe gegen Krankheiten zu halten grenzt an Tierquälerei.
Wie schnell die Tiere wachsen hängt stark von der Ernähung ab.
Andere Arten der Mormyridae gibt es im Handel kaum. Elefantenrüsselfische sind sehr häufig und einfach zu fangen. Die anderen Arten sind sehr viel schwieriger zu fangen.
Elefantenrüsselfische leben in Rudeln. Die Aggressivität der Rudelmitglieder ist von Rudel zu Rudel unterschiedlich. Bei kleinen Gruppen kann ein dominantes Tier schonmal ein anderes Tier töten. Evtl. passiert das, wenn die Gruppe in einem zu kleinen Aquarium gehalten wird, die Gruppe mit weniger als 5 Tieren zu klein ist oder wenn Versteckmöglichkeiten fehlen. In anderen Gruppen kommt es trotz einer klaren Rangordnung nicht zu ernsthaften Streitereien untereinander. Meistens reagiert sich nur der Ranghöchste hin und wieder ab.
Die Tiere bilden keine Reviere. Sie schwimmen manchmal in Gruppen, manchmal alleine. In unbekannten Gegenden halten sie zusammen.
Die Tiere eines Rudels kennen sich individuell und jagen fremde Tiere. Bei den Jagden kommt es aber niemals zu Beißereien. Sie berühren sich nicht einmal. Sie ‚brüllen’ sich nur mit ihren elektrischen Organen an.
Elefantenrüsselfische sind sehr verspielt, neugierig und lernfähig. Auch die Kabbeleien untereinander wirken eher wie ein Spiel. Der Unterlegene hat keine Angst vor dem Streithahn. Neue Gegenstände werden ausgiebig erkundet. Das kann ein Fangnetz, ein Schlauch zum Mulm absaugen oder ein Katzenspielball sein. Bekannte Gegenstände werden schnell abgehakt. Metallische Gegenstände sind besonders interessant.
Möglicherweise werden ältere Tiere zu Einzelgängern. Allerdings werden einzeln gehaltene Tiere aggressiv. Neuzugänge werden dann anfangs kritisch gesehen. Evtl. stammt auch daher die Ansicht, dass sie Einzelgänger sind.
Die Einzelhaltung zumindest nicht ausgewachsener Tiere ist nach Erfahrungen und der wenigen brauchbaren Literatur sogar Quälerei. Ein einzeln gehaltener ausgewachsener Elefantenrüsselfisch schien in einem sehr großen Aquarium im Aquazoo Düsseldorf an einer Art Hospitalismus zu leiden. Er schwamm im immer gleichen Kreis und scheuchte dabei andere Arten ohne Grund.
Elefantenrüsselfische sind Nahrungspezialisten. Bei falscher Ernährung kümmern sie schnell. In der Natur leben sie hauptsächlich von Mückenlarven einer bestimmten Gattung. Deshalb ist es unter Umständen vertretbar, sie hauptsächlich mit Roten Mückenlarven zu füttern.
Sie benötigen hochwertiges und reichliches Lebend- und Frostfutter. Trockenfutter wird zumindest von einigen Tieren nicht gefressen. Hin und wieder wird etwas fein gehackter Spinat gefressen.
Es sollte mehrmals am Tag Futter gegeben werden. Sie fressen zwar gierig aber dennoch langsam, weil das Futter ertastet wird. Dabei schlagen sie sich den Bauch nicht so voll wie andere Fische.
Bei neu gekauften Tieren muss darauf geachtet werden, dass sie genug fressen. Später fressen sie mit etwas Übung sogar aus der Hand.
Das Gebiss scheint nicht besonders kräftig zu sein. Hartschaliges Futter und Futter dass größer ist als der Durchmesser des Mauls wird nicht oder nur schlecht gefressen. Rote Mückenlarven können z. B. zu groß sein.
Geeignet ist feines Futter. Das Futter sollte gut verteilt werden. Andere Fischarten fressen feines, verteiltes Futter nicht so schnell weg. Die Rüsselfische grasen alles ab.
Abgemagerte Tiere können mit feinem Fischrogen bzw. Lobstereiern aufgepäppelt werden.
Vergesellschaftung mit anderen Fischarten
Elefantenrüsselfische können nicht mit aggressiven oder schnellfressenden Arten vergesellschaftet werden. Sie erkennen die üblichen Drohgebärden anderer Fischarten nicht. Gegen nichtelektrische Fische wehren sie sich kaum und scheinen sie kaum zu registrieren.
Sie können zusammen mit Petrocephalus simus gehalten werden. Auch in der Natur leben diese in Elefantenrüsselfischrudeln. Eine Vergesellschaftung mit friedlicheren oder kleinen Buntbarschen ist möglich. Schmetterlingsfische passen auch gut in ein solches Biotop.
Erfahrungen mit vergesellschafteten Arten:
Weißstirnmesserfische (Apteronotes albifrons): für beide Arten kein Problem, beide Arten sehr groß
Bujurquina vittata: für beide Arten kein Problem
Petrocephalus simus: Eine weitere Mormyridenart, die sehr zu empfehlen ist. Sie schließen sich den Elefantenrüsselfsichen an, was sie auch in der Natur tun.
Apistogramma resticulosa: Diese sind aggressiv bei der Brutpflege und können nur in großen Becken mit Elefantenrüsselfischen zusammen gehalten werden.
Schmetterlingsfische (Pantodon buchholzii): für beide Arten kein Problem
Nicaragua-Buntbarsch (Hypo-xyz nicarugaensis): Sind zur Vergesellschaftung ungeeignet, weil sie gefräßig und aggressiv sind. Sie benötigen zudem ein anderes Biotop.
Astatotilapia: zur Vergesellschaftung ungeeignet
Neons: werden gefressen
Antennenwelse: ab einer gewissen Größe der Welse für beide Arten kein Problem, Kleine Antennenwelse können gejagt und totgebissen werden. Weil die Welse nicht gefressen wurden, kann das aus Langeweile passiert sein.
Rüsselbarben: sind nur bedingt geeignet, weil sie die Elefantenrüsselfische nerven, Manchmal werden die Rüsselbarben von Elefantenrüsselfischen gejagt.
Marmorkrebse: werden belästigt, ansonsten kein Problem für beide Arten
Die Geschlechtsunterschiede
Bei den Männchen ist die Afterflosse etwas eingebuchteter, der Unterschied ist aber kaum zu erkennen.
Nachzuchten sind nicht bekannt.
Eine erfolgreiche Nachzucht im Aquarium ist nicht bekannt. Verwandte Arten konnten nach der Kirschbaummethode gezüchtet werden.
Weitere Informationen
Einige Informationen bieten im Internet Forschungsinstitute, z. B. die Zoologie der Universität Bonn, an. Dort gibt es aber nur wenige Informationen zur Haltung. Weitere Informationen gibt es im, DATZ-Archiv, den Symposiumsbänden Verhalten der Aquarienfische und Fortpflanzungsbiologie der Aquarienfische vom Schmettkamp-Verlag. Mergus und andere allgemeine Aquarienbücher sind nicht geeignet.
Elefantenrüsselfische und Kongosalmler bei der Fütterung:
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Habe meinen "Rüssi" ( Neukauf, ca. 12 cm) in ein Gesellschaftsbecken gesetzt.
Das Becken: 250 Liter, Umwälzung durch Eheim, 2 Luftausströmer extra, Beleuchtung schwach hell, Aufbau: Steinwand, Kiesboden (nicht scharfkantig) Holzwurzel durchs ganze Becken, 1 Antennenwels 10 cm, 1 Wabenschilderwels 40 cm, ca 400 Platy.
Der Rüssi findet sich in der ersten Zeit sehr gut ein, akzeptiert und wird akzeptiert. Nach 2 Stunden vertreibt er den großen Wels aus seiner Steinhöhle und besetzt dieses Gebäude bis heute hartnäckig. Der Wels liegt seither verärgert irgendwo rum. Nach einem Tag liegen alle (!) Platy am Boden, in den Pflanzen und haben eine sehr hohe Sterblichkeitsrate. Nur die Steinhöhle ist fischfrei. Die Platyansammlungen drängen sich an Plätzen, die möglichst weit vom Rüsselfisch entfernt sind.
Hat jemand eine Erklärung für das Verhalten? Vor dem Einsatz des Rüsseltieres war alles munter und gesund...
Kann das elektrische Organ des Rüssis für das Verhalten der Tiere als Ursache angesehen werden?
Bitte um Eure Meinun.
Danke
Roman aus Tirol
Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)
Die Nilhechte (Mormyridae) sind eine Familie afrikanischer Süßwasserfische. Im Deutschen werden sie, je nach Maul- und Schnauzenform auch Elefantenfische, Rüsselfische oder Tapirfische genannt.
Das Verbreitungsgebiet dieser Fische umfasst ganz Afrika südlich der Sahara, aber ohne die Capensis, sowie den Nil. Die artenärmeren Gattungen haben kleinere Verbreitungsgebiete. Hyperopisus, Genyomyrus und Myomyrus kommen nur im Stromgebiet des Kongos vor, Paramormyrops nur in Kamerun, Isichthys in Westafrika mit Ausnahme des Kongos und Hyperopisus lebt im Gebiet zwischen Senegal und Nil. Von den artenreicheren Gattungen ist Stomatorhinus auf das Stromgebiet des Kongos und des Ogooué beschränkt. Boulenger gab 1909 für den Kongo 47 endemische Arten an, 14 für Westafrika nördlich des Kongogebietes, acht für das Kongogebiet und andere westafrikanische Flüsse, sieben für den Nil, sechs leben vom Nil über den Tschadsee, den Niger bis zum Senegal und zwei im Viktoriasee. [1] Bis heute wurden im Kongobecken über 100 Arten gefunden. Die Mormyriden stellen damit 16,2% aller Fischarten des Kongos und in einigen Regionen über 65% der Fischbiomasse. [2]
[Bearbeiten]Merkmale
Die Angehörigen dieser Familie werden, je nach Art, 5,2 Zentimeter bis 1,20 Meter lang. Der Schwanzstiel ist schmal, die Schwanzflosse immer gegabelt. Die Rückenflosse hat 12 bis 91 Flossenstrahlen, die Afterflosse 20 bis 70. Sie sitzen weit hinten am Körper und stehen sich oft symmetrisch gegenüber. Mormyriden besitzen 37 bis 64 Wirbel.
Die Körperform, die Relation der Größe von Rücken- und Afterflosse, Maul- und Schnauzenform der Nilhechte sind extrem variabel. Bei vielen (den ?Elefantenfischen?) ist die Schnauze sehr verlängert und nach unten gebogen (Gattung Gnathonemus), mit einem endständigen Maul oder mit einem verlängerten Unterkiefer. Andere haben einen abgerundeten Kopf und ein unterständiges Maul (Gattung Marcusenius). Arten, die vom Gewässergrund fressen, haben oft eine Kinnbartel, die den im Freiwasser fressenden fehlt. [3] Die Augen sind klein, die Haut dick, glatt und schleimig, die Färbung ist unscheinbar, meist dunkel gräulich, schwarz oder bräunlich. Von allen Knochenfischen besitzen die Nilhechte das größte Gehirn. Im Unterschied zu den Säugetieren ist hier jedoch nicht das Großhirn, sondern das Kleinhirn vergrößert, das weit nach vorne reicht und das Großhirn überdeckt. Nilhechte haben ein deutliches Lernvermögen und einen ausgeprägten Spieltrieb. Als einzige Fischgruppe drehen sich die Mormyriden zum Reiben auf den Rücken und bewegen sich vor und zurück. Die Geschlechter lassen sich bei einigen Arten an der Biegung der Körperprofillinie im Bereich der Afterflosse unterscheiden. [4]
[Bearbeiten]Elektrische Orientierung
Im Bereich des Schwanzstiels haben viele Arten vier schwache elektrische Organe, die der Orientierung in trüben, schlammigen Gewässern sowie der Revierabgrenzung dienen [4]. Das elektrische Organ befindet sich in Schwanznähe und setzt sich aus vielen sogenannten Elektrocyten zusammen, die sich phylogenetisch von Muskelzellen herleiten. Die Innervation der Elektrocyten erfolgt caudal. Die gleichzeitige Aktivierung der in Reihe geschalteten Elektrocyten sorgt, infolge der Ladungsumkehr, zuerst an der caudalen, dann an der rostralen Membran der Elektrocyten, für das Entstehen eines elektrischen Feldes. Mit Hilfe des so erzeugten elektrischen Dipolfeldes können die Fische Gegenstände oder Lebewesen, deren Leitfähigkeit sich von der des umgebenden Süßwassers unterscheidet und die sich in der Nähe ihres Körpers befinden, wahrnehmen. Dazu besitzen sie spezielle Elektrorezeptoren, die besonders dicht am Kopfende des Fisches sitzen und Veränderungen der Feldliniendichte an der Körperoberfläche perzipieren.
Vielfältiges, artenspezifisches Vokabular der Elektrokommunikation begünstigt die Ausformung einer großen Artenvielfalt.[5]
[Bearbeiten]Lebensweise
Mormyriden bewohnen meist schlammige und trübe Gewässer und sind dämmerungsaktiv. Die meisten sind unverträgliche Einzelgänger. Nur wenige leben gesellig. Sie ernähren sich vor allem von Kleintieren. Die Fortpflanzung ist nur ungenügend bekannt. Einige Arten sollen Nester bauen, andere graben für den Laich Gruben in den Sandboden [4]. Die Balz soll mit der Regenzeit beginnen, was zum Anstieg des Wasserspiegels und zum Absinken von Leit- und pH-Wert führt. Pollimyrus baut schwimmende Nester aus Pflanzenmaterial. Während der Balz geben die Fische Laute von sich und erzeugen bestimmte elektrische Entladungsmuster. Nach der Eiablage verjagt das Männchen das Weibchen und bewacht das Nest. Die Larven schwimmen nach etwa 18 Tagen frei. [6]
[Bearbeiten]Systematik
[Bearbeiten]Äußere Systematik
Die Nilhechte gehören zu den Knochenzünglerartigen (Osteoglossiformes), einer Gruppe sehr alter urtümlicher Knochenfische, die weltweit in tropischen Süßgewässern verbreitet ist. Zusammen mit den Großnilhecht (Gymnarchus niloticus), der einzigen Art der monotypischen Familie Gymnarchidae, bilden die Nilhechte die Überfamilie Mormyroidea. Sie unterscheiden sich vom Großnilhecht unter anderem durch ihr vergrößertes Kleinhirn.
[Bearbeiten]Innere Systematik
Es gibt etwa 215 Arten in 20 Gattungen und zwei Unterfamilien. Die Gattung Petrocephalus steht basal und ist die Schwestergattung aller anderen Gattungen:
Einige Mormyriden, besonders der Elefantenrüsselfisch werden zum Zweck der Aquarienhaltung gefangen und nach Deutschland importiert. Campylomormyrus cassaicus, Mormyrus rume, Pollimyrus isidori und Petrocephalus bovei wurden bereits in Gefangenschaft gezüchtet. Dazu wird eine künstliche Regenzeit simuliert, indem der Wasserstand erhöht wird und Leit- und PH-Wert abgesenkt werden. Pollimyrus isidori wurde im Aquarium 28 Jahre und 11 Monate alt, Mormyrus kannume erreichte ein Alter von 16 Jahre und 3 Monate. [6]
[Bearbeiten]Quellen
[Bearbeiten]Literatur
Kurt Fiedler: Lehrbuch der Speziellen Zoologie, Band II, Teil 2: Fische. Gustav Fischer Verlag Jena, 1991, ISBN 3-334-00339-6
Lavoué, Bigorne, Lecointre & Ágnèset: Phylogenetic Relationships of Mormyrid Electric Fishes (Mormyridae; Teleostei) Inferred from Cytochrome b Sequences. Molecular Phylogenetics and Evolution, Nr. 1, Jan. 2000 PDF
[Bearbeiten]Einzelnachweise
Petru Banaescu: Zoogeography of Fresh Waters. Seite 63, AULA, Wiesbaden 1990, ISBN 3-89104-480-1
Lavoué, Bigorne, Lecointre & Ágnèset (2000)
Joseph S. Nelson: Fishes of the World. John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7
? Peter Bucher: Zootierhaltung 5. Fische. Seiten 254 - 257 Deutsch Harri GmbH, 2005, ISBN 3-8171-1352-8
Lavoué, S., Sullivan J. P., & Hopkins C. D. (2003): Phylogenetic utility of the first two introns of the S7 ribosomal protein gene in African electric fishes (Mormyroidea: Teleostei) and congruence with other molecular markers. Biological Journal of the Linnean Society . 78, 273-292. PDF
Sullivan, J. P., Lavoué S., & Hopkins C. D. (2000): Molecular systematics of the African electric fishes (Mormyroidea: Teleostei) and a model for the evolution of their electric organs. Journal of Experimental Biology. 203, 665-683. PDF
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