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Datenblatt über Feuerschwänze

Datenblatt: Labeo bicolor
Deutscher Name:
Feuerschwanzfransenlipper
Herkunft:
Asien: Thailand
Größe:
12 cm
Aquarium
Länge:
120 cm
Inhalt:
240 Liter
Beleuchtung:
Schattig
Einrichtung:
Pflanzen
Wasserwerte
Temperatur:
22 – 26 °C
ph-Wert:
6 – 7
KH:
 °dKH
GH:
2 – 15 °dGH
Verhalten
Anzahl:
 
Bereich:
Boden
Vermehrung:
Eierleger
Futter:
Allesfresser
Verhalten:
Im Alter zunehmend ruppiger, im kleinen Schwarm verteilen sich die Aggressionen
Schwierigkeitsgrad
Erfahrene Aquarianer

Allgemeines über Feuerschwänze


Vergrößerung

Epalzeorhynchos bicolor - Feuerschwanz

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Caveman99

Feuerschwänze, Epalzeorhynchos bicolor, werden viel größer als die oft angegebenen 10 bis 12 Zentimeter. Sie benötigen große Aquarien. Es werden Größen von 25 Zentimetern in einem Aquarium mit 2,75 Länge angegeben.

In Aquarien von 2 bis 3 Metern Länge zeigen die Tiere, dass sie auch gesellig sind. Untereinander sind sie zwar ein wenig ruppig und bilden Reviere, trotzdem sind sie gesellig.
Versteckmöglichkeiten durch Pflanzen und Steinaufbauten müssen vorhanden sein. Wenn so große Aquarien dicht bepflanzt sind und Höhlen und Unterstände bieten, ist auch eine zufällige Vermehrung möglich.

Feuerschwänze sind keine Einzelgänger, obwohl das oft behauptet wird. Einzeln gehaltene Feuerschwänze jagen oft andere Fischarten.
Es sollten 5 bis 6 Feuerschwänze in einem großen Aquarium gehalten werden. Der Raum im Aquarium muss mit Sichtbarrieren stark gegliedert werden. Wie viele Fische neigen Feuerschwänze in zu beengten Verhältnissen zu Aggressivität. Sie dulden dann keine Artgenossen. Auch andere, ähnliche und schwarze Fischarten sehen sie als Artgenossen an. Bei mehreren Feuerschwänzen auf engem Raum kommt es zu Kämpfen.

Unter geeigneten Bedingungen sind Feuerschwänze durchaus friedlich. Je größer der Bestand ist, desto ruhiger werden die Tiere. Ab etwa 5 Tieren werden Feuerschwänze eher ruhig und friedlich. Der Revierbildungstrieb wird unterdrückt. Sie streiten dann nur hin und wieder.

Bei geeigneter Einrichtung können ca. 5 kleinere Feuerschwänze in einem 240 Liter Aquarium gehalten werden. Bei einer Größe von 10 bis 12 Zentimetern sollten sie dann in ein größeres Aquarium umgesetzt werden.

Gestresste Feuerschwänze werden grau.


Vergrößerung

Epalzeorhynchos bicolor - Feuerschwanz

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Pseudogastromyzon

Wenn Feuerschwänze unter Stress leiden werden sie grau. Das Rot der Schwanzflosse verschwindet. Es reicht schon, wenn ein Feuerschwanz keinen Unterstand bzw. keine Höhle hat.

Feuerschwänze werden auch grau, wenn sie in zu kleinen Aquarien leben und evtl. noch von anderen Feuerschwänzen ständig gejagt werden. Das dominierende Tier färbt sich dann oft prächtig aus. Die unterdrückten Tiere werden grau. Das gilt für Männchen und Weibchen.

Hinweise zur Zucht

Die Zucht soll mit einem Paar in Artenbecken ab 200 Liter Wasserinhalt möglich sein. Es muss eine starke Strömung vorhanden sein. Es werden etwa 1000 Eier abgelegt. Die Eier dürfen nicht auf den Boden kommen.

Feuerschwanz Fransenlipper im 112 Liter Aquarium :




Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Feuerschwanz-Fransenlipper

Feuerschwanz-Fransenlipper (Epalzeorhynchos bicolor)

Systematik
Überfamilie: Karpfenfischähnliche (Cyprinoidea)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Unterfamilie: Cyprininae
Tribus: Labeonini
Gattung: Epalzeorhynchos
Art: Feuerschwanz-Fransenlipper
Wissenschaftlicher Name
Epalzeorhynchos bicolor
(Smith, 1931)

Der Feuerschwanz-Fransenlipper (Epalzeorhynchos bicolor, Syn.: Labeo bicolor), oder auch nur Feuerschwanz genannt, ist ein Süßwasserfisch aus der Gattung Epalzeorhynchos in der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Trotz seiner Seltenheit in der Natur ist er ein beliebter und weit verbreiteter Zierfisch. Jährlich werden zehntausende Nachzuchten aus Thailand exportiert.[1]

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Feuerschwanz-Fransenlipper ist ein kleiner Karpfenfisch mit gestreckter Körperform[2], der eine maximale Gesamtlänge von 12 Zentimeter[1] erreicht. Das Maul ist klein, Barteln sind vorhanden. Seine Rückenflosse (Dorsale) ist etwas hoch, die Schuppen klein. Körper und Flossen, mit Ausnahme der leuchtend roten Schwanzflosse (Caudale), sind schwarz oder schwarzviolett. Oberhalb der Brustflossen (Pectorale) befindet sich ein kleiner Fleck, der Rand der Rückenflosse ist schmal weiß gesäumt.[2]

Die Geschlechter sollen an der Form der Rückenflosse unterscheidbar sein. Beim Männchen läuft sie nach hinten spitz zu, während der hintere Rand beim Weibchen gerade ist und einen rechten Winkel bildet. Außerdem sind die Weibchen meist kräftiger und blasser als die Männchen.[3]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Feuerschwanz-Fransenlipper ist ein Endemit Thailands. Er kommt im unteren Mae Nam Mae Klong, im Mae Nam Chao Phraya und im Mae Nam Bang Pakong-Flussgebiet vor. Der Feuerschwanz-Fransenlipper galt als in der freien Natur ausgestorben, nach neueren Informationen ist er örtlich im Mae Nam Chao Phraya wieder zu finden. Berichten nach ist er im Mae Nam Mae Klong und Mae Nam Bang Pakong verschwunden, weitere Untersuchungen sind allerdings notwendig.[4]

Lebensraum und Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Feuerschwanz-Fransenlipper bewohnt Flüsse mit felsigen oder sandigem und kiesigem Boden. Auch Überschwemmungsgebiete werden aufgesucht. Als Allesfresser nimmt er pflanzliche Nahrung und kleine benthische Lebewesen.[4][1]

Aquaristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick seitlich auf einen einjährigen Feuerschwanz-Fransenlipper

Die ersten Feuerschwänze wurden 1952 vom Aquarium Hamburg nach Deutschland eingeführt.[3] Im Zoofachhandel wird auch die albinotische Form von Epalzeorhynchos bicolor angeboten.

Zur Einrichtung des Aquariums: Als Bodengrund sollte feiner Sand verwendet werden. Es sollten Verstecke aus Wurzelholz und Steinaufbauten sowie viel freier Schwimmraum vorhanden sein. Es sollte so bepflanzt sein, sodass die Tiere Reviere bilden können, ohne dabei direkten Sichtkontakt zu ihren Nachbarn zu haben.[3]

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Lange Zeit wurde angenommen, dass Feuerschwänze einzelgängerisch sind. In der Tat neigt diese revierbildende Fischart zu Aggression. Mittlerweile geht man aber davon aus, dass der Feuerschwanz Artgenossen benötigt. In sehr kleinen Gruppen von zwei bis drei Tieren ist er auch gegen Artgenossen meist sehr bissig und unverträglich.[5] In einer Gruppe ab ca. 5 Tieren herrscht ein ausgeglichenes Machtverhältnis. Bei der Haltung im Aquarium ist ein ausreichend großes Becken ? die Angaben klaffen von 250 bis 500 Litern als Minimum auseinander ? die Voraussetzung.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ? Feuerschwanz-Fransenlipper auf Fishbase.org (englisch)
  2. ? C. Vidthayanon: Thailand Red Data : Fishes. 2005, Office of Natural Resources and Environmental Policy and Planning, Bangkok, Thailand, ISBN 974-9929-87-X, S. 21. (Online)
  3. ? Hans A. Baensch, Rüdiger Riehl: Aquarienatlas. Mergus, Auflage 14, 2002, ISBN 3-88244-101-1, S. 422.
  4. ? Epalzeorhynchos bicolor in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2017-1. Eingestellt von: C. Vidthayanon, 2011. Abgerufen am 20. Juni 2017
  5. epalzeorhynchos.de, abgerufen am 6. Januar 2011

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Feuerschwanz-Fransenlipper (Epalzeorhynchos bicolor) ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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Seite wurde zuletzt am 29.12.2011 16:43 Uhr geändert