Das Verhalten von Schmucksalmlern
Nach einem Bericht verhalten sich Schmucksalmler, Hyphessobrycon bentosi, untypisch für Hyphessobrycon.
Ein Schwarm von 8 Fischen war in einem Gesellschaftsbecken sehr scheu und wurde erst richtig munter, wenn es abends dunkel wurde und Aktivitäten, die sich im Raum abspielen, nicht mehr richtig von den Fischen registriert werden konnten.
Die Tiere wurden nicht über Gebühr gestört.
Gefressen wurde nur, wenn das Futter praktisch direkt vor die Mäuler geschüttet wurde. Flocken auf der Wasseroberfläche wurden nicht gefressen. Auch Frostfutter nicht.
Gefressen wurde nur Futter, das nach unten sinkt.
Auch dabei wurde ihnen das Futter oft von anderen gleichgroßen Fischen vor der Nase weggeschnappt.
Der Schwarm war munter und verhielt sich mindestens 2 Jahre so. Bei der kleinsten Bewegung vor dem Becken versteckten sie sich in den Pflanzen.
Normalerweise verlieren Hyphessobrycon, z. B. Rosensalmler, Hyphessobrycon bentosi rosacaeus, nach wenigen Tagen die anfängliche Scheu. Sie sind dann munter und neugierig. Bei ihrem typischen Fressverhalten schnappen sie blitzschnell nach Futter.
Die beschriebene Scheu tritt oft bei Aquarienfischen auf, die als Wildfänge in den Handel kommen, z. B. auch bei Corydoras. Oft bleiben sie während der gesamten Lebensdauer scheu und legen das Verhalten nicht ab.
Hinweise zur Zucht
Die Gesamthärte sollte bei 6° dGH und höchstens bei 10° dGH liegen, wenn eine größere Ausbeute angestrebt wird. Die Karbonathärte sollte zwischen 2 und 7 liegen, der pH-Wert zwischen 6,5 und 7,0. Eine geeignete Zuchttemperatur sind 26° C.
In ein vorher eingerichtetes Zuchtbecken wird ein Schmucksalmlerpaar eingesetzt. Das Zuchtbecken sollte nicht zu klein sein. Schmucksalmler können aber auch in 8 Liter-Becken gezogen werden, wenn die Jungen häufig umgesetzt werden und die Hygiene sehr gut ist.
Ein Laichrost ist wichtig. Wie fast alle Salmler stellen sie ihren Eiern nach.
Das Becken wird etwas abgedunkelt, damit die Eltern nicht so schreckhaft sind und der Laich keinen Schaden nimmt. Der Laich soll lichtempfindlich sein.
Das Paar bleibt höchstens 6 Tage im Zuchtbecken. Wenn dann noch keine Eier da sind, wird das Paar aus dem Zuchtbecken genommen und später neu angesetzt.
Ein Paar kann alle 12 - 14 Tage zur Zucht angesetzt werden. Es können jeweils ca. 30 - 80 Jungfische aufgezogen werden.
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Anmerkung zum Verhalten von Schmucksalmlern
Aus eigener Erfahrung:
Als ich mir eine Gruppe Kirschflecksalmler zugelegt hatte hatte sich dummerweise ein Schmucksalmlerweibchen mit in den Schwarm eingeschlichen und ich habe es erst zu Hause gemerkt. Ich behielt sie noch einige Zeit bei mir, da sich (noch) dieselbe Größe hatte wie die Kirschflecksalmler. Sie gliederte sich in den Schwarm Kirschflecksalmler problemlos ein und wurde sogar ein dominantes Weibchen!! Quasi eine kleine Chefin
Als ich sie nach einigen Wochen zu anderen Schmucksalmlern setzte reagierte sie auf diese äußerst aggressiv!!! Sie hat selbst andere Fischarten solange mit ihren Attacken belastet, dass einige durch das Mobbing eingingen!! Erst als ich sie zurück in die Kirschflecksalmler-gruppe setzte wurde sie wieder annähernd "normal". Ich hätte nicht gedacht, dass Schmucksalmler z.T. so aggressiv sein können...aber die männlichen Kirschflecken haben sie im Griff
Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)
| Schmucksalmler |
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| Systematik |
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| Wissenschaftlicher Name |
| Hyphessobrycon bentosi |
| Durbin 1908 |
Der Schmucksalmler oder Sichelsalmler (Hyphessobrycon bentosi) ist ein Süßwasserzierfisch aus der Gattung Hyphessobrycon. Der 4 bis 5 cm große Salmler ist ein in Guyana heimischer Schwarmfisch.
Ein enger Verwandter des Schmucksalmlers, der diesem auch äußerlich ähnelt, ist der Rosensalmler (Hyphessobrycon rosaceus). Zeitweise wurde dieser als Unterart H. bentosi rosaceus des Schmucksalmlers angesehen.
Die Männchen zeichnen sich durch längere Flossen aus. Je nach Herkunft ist er durchsichtig bis kräftig rot gefärbt.
[Bearbeiten] Vorkommen
Der Schmucksalmler lebt in Flüssen und Bächen des tropischen Südamerika. In Guyana, dort im Essequibo und Potaro. Die Gewässer, in denen er vorkommt, weisen folgende Wasserwerte auf:
[Bearbeiten] Aquaristik
Er ist ein wegen seiner Farbschönheit überaus beliebter und friedlicher Aquarienfisch, der jedoch vor allem dann zur Geltung kommt, wenn das Becken mit einem dunklen Bodengrund, Schwimmpflanzen, die das Licht abdämmen, und einer am Rande dichten Bepflanzung ausgestattet ist. Der Schmucksalmler ist unproblematisch und robust, er lässt sich leicht mit anderen Arten vergesellschaften. Der friedliche Fisch zieht mit gemäßigtem Tempo durch die mittleren und unteren Regionen des Gewässers. Da er ein Schwarmfisch ist, sollte er mit mindestens zehn Artgenossen das etwa 112 l große Aquarium teilen. Bei artgerechter Haltung kann er ein Alter von neun Jahren erreichen.
Gefüttert werden kann er mit Flockenfutter, Lebendfutter, Frost- und gefriergetrocknetem Futter.
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
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