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Die Haltungsbedingungen für Iratherina werneri


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Iriatherina werneri Männchen

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: Gianmaria Visconti

Filigran-Regenbogenfische, Iratherina werneri, werden auch Schmetterlingsregenbogenfische genannt. Als Gruppentiere sollten sie in einem kleinen Schwarm von mindestens 6 Tieren gehalten werden. Sie halten sich bevorzugt in den mittleren und oberen Wasserschichten auf. Sie sind relativ scheu. Iratherina werneri werden etwa 2 Jahre alt.

Sie sollten in einem Artenbecken gehalten oder nur mit sehr kleinen Fischen vergesellschaftet werden. Zwergbärblinge, Pseudomugil gertrudae und Zwergpanzerwelse sind geeignet. Beifische sollten ähnliche Ansprüche stellen, insbesondere an die Fütterung.
Bei den sonst üblichen Beifischen kommen I. werneri eigentlich immer zu kurz. Auch wenn die Beifische klein sind, wie Neons usw. Bei der Vergesellschaftung mit lebhaften Fischen kommen die zaghaften I. werneri zu kurz und kümmern schnell. Die anderen Fische würden ihnen das ganze Futter vor der Nase wegschnappen, bevor die I. werneri das Futter auch nur begutachtet haben.

Iratherina werneri gehören zu den wenigen Regenbogenfischen, die weiches Wasser bevorzugen. Im Fundgebiet ist das Wasser je nach Lage der Tümpel und Teiche mehr oder weniger brackig oder gänzlich süß. Teilweise kommen sie auch in extrem sauren Wasser vor, z. B. bei einem ph-Wert von 3,9. Insgesamt sind sie also recht anpassungsfähig. Gegen plötzliche Änderungen sind sie aber empfindlich. Eine Salzzugabe zum Aquarienwasser ist nicht notwendig.

Geeignete Wasserwerte:

  • Leitwert: 400
  • KH: 6 bis 7
  • GH: 6 bis 10
  • pH-Wert: 7,2
  • Temperatur: 26 bis 28° C
  • CO’_2_’: 5 bis 10 mg/l

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Iriatherina werneri Männchen - Variante mit gelben Flossen

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 2.5
Urheber: Gianmaria Visconti

In einem Aquarium mit 60 Zentimeter Länge können drei Paare I. werneri mit 5 Corydoras panda oder einigen Corydoras pygmaeus zusammen gehalten werden. I. werneri sind recht flotte Schwimmer, so dass ein 40 Zentimeter Becken zu klein ist. Besonders die Männchen umflattern die Weibchen bei der Balz sehr intensiv und spreizen dabei ihre langen Flossen stark. 60 Zentimeter, also 54 Liter sind das Minimum für I. werneri.

Als Bepflanzung eignen sich Cryptocorynen, viel Javamoos und eine Echinodorus schlüteri in der Beckenmitte.

Der Bodengrund kann aus Sand bestehen.

Als Beleuchtung kann eine 15 Watt Leuchtstoffröhre verwendet werden. Der Filter sollte nur eine kleine Strömung erzeugen, keinen Wellenschlag. Je nach Filter wird ein grober Schaumstoffwürfel am Ansaugkorb befestigt, damit Jungfische nicht eingesaugt werden. Ideal sind Schaumstoffinnenfilter oder Mattenfilter mit Luftheber.

Sehr wichtig ist sauberes Wasser. Die organische Belastung darf nur gering sein. Der Nitratwert muss niedrig sein. Reichliche Wasserwechsel sind notwendig. Dabei sollten stärkere Veränderungen von Temperatur, ph-Wert und Wasserhärte vermieden werden.

Futter für Filigran-Regenbogenfische

Filigran-Regenbogenfische haben nur ein sehr kleines Maul bzw. einen kleinen Schlund. Sie können also nur sehr feines Futter aufnehmen.

Geeignetes Futter:

  • feine Cyclops
  • Artemianauplien
  • Sera micropan
  • Sera FD cyclops

Lebendfutter dieser Größe ist am Besten geeignet. Frostfutter wird nach Gewöhnung auch genommen.

Probleme beim Kauf von Filigran-Regenbogenfischen

Tiere im Handel haben oft eine schlechte Qualität und sind teilweise bereits abgemagert. Das erforderliche feine Futter wird im Handel nicht immer gefüttert.
Solche Tiere sollten auf keinen Fall gekauft werden. Besser sind die Chancen auf gesunde Tiere bei privaten Nachzuchten, z. B. über die IRG.

Filigran-Regenbogenfische sind sehr transportempfindlich. Sie müssen so vorsichtig wie möglich in das Aquarium eingesetzt werden. Die Wasseranpassung muss über mindestens 1 bis 2 Stunden erfolgen.
Geeignet ist die Eimermethode. Die Fische werden mit dem Händlerwasser in einen Eimer gesetzt. Mit einem dünnen Schlauch tropft Aquarienwasser über mehrere Stunden langsam dazu. Der Eimer wird dabei gut abgedunkelt. Die Fische stehen sonst zu stark unter Stress. Eine plötzliche Änderung der Wasserparameter, d. h. Härte, pH-Wert und Temperatur, muss unbedingt vermieden werden. Änderungen vertragen sie überhaupt nicht.

Die Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechter sind schon bei halbwüchsigen Tieren sehr leicht zu unterscheiden. Weibchen haben keine Farbe in den Rücken- und Afterflossen. Die Flossen sind völlig durchsichtig). Alle anderen Tiere sind Männchen. Im Handel sind fast ausschließlich Männchen.

Hinweise zur Zucht

Der Laich von Regenbogenfischen ist glasklar und so gut wie gar nicht zu sehen. Unter Umständen sieht man den Laich, wenn man das Laichsubstrat im Seitenlicht betrachtet. Wenn die Eier schon teilweise entwickelt sind, d. h. bereits die schwarzen Augenpunkte im Ei zu sehen sind, kann man den Laich besser erkennen.

Laich von Regenbogenfischen findet man am Besten, wenn man das Laichsubstrat, meistens Javamoos oder ähnlich feinfiedrige Pflanzen, Faser für Faser mit den Fingern abtastet. Die Laichkörner sind relativ hart. Die Eier können so auch leicht mit den Fingern abgesammelt werden.

Man kann auch einige der Pflanzen aus dem Zuchtbecken in ein leeres Aquarium oder in eine größere Schale mit Wasser aus dem Aquarium legen. Oft erscheinen dann nach einigen Tagen Jungtiere, obwohl keine Eier zu sehen waren.

Die Jungfische sind winzig klein. Das erste Futter muss deshalb staubfein sein und an der Oberfläche schwimmen.

Filigran-Regenbogenfische:

Filigran-Regenbogenfische und Melanotaenia praecox :

Balz und Paarung bei Filigran-Regenbogenfischen:

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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Prachtregenbogenfisch
Systematik
Überordnung: Ährenfischverwandte (Atherinomorpha)
Ordnung: Ährenfischartige (Atheriniformes)
Unterordnung: Regenbogenfischverwandte (Melanotaenioidei)
Familie: Regenbogenfische (Melanotaeniidae)
Gattung: Iriatherina
Art: Prachtregenbogenfisch
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Iriatherina
Meinken, 1974
Wissenschaftlicher Name der Art
Iriatherina werneri
Meinken, 1974

Der Prachtregenbogenfisch (Iriatherina werneri), auch Fadenflossen-Regenbogenfisch oder Filigran-Regenbogenfisch, stammt aus Nordaustralien und dem zentralen und südlichen Neuguinea.

Er wurde zuerst 1973 von den Aquarianern Werner und Frech in einem Reisfeld in der Nähe von Merauke in West-Papua gesammelt, nach Deutschland importiert und 1974 vom Aquarianer und Ichthyologen Hermann Meinken wissenschaftlich beschrieben.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Die Männchen haben lang ausgezogene Rücken-, After- und Schwanzflossen, die an den Rändern zart gefärbt sind und die sie beim Imponieren und Balzen spreizen. Die Weibchen haben dagegen kurze Flossen und sind farblos. Männliche Prachtregenbogenfische werden etwa vier Zentimeter lang, Weibchen bleiben etwas kleiner. Exemplare aus Neuguinea sind normalerweise dunkler gefärbt, als Australische Populationen.

[Bearbeiten] Vorkommen und Habitat

In Neuguinea sind Filigranregenbogenfische aus küstennahen Flüssen zwischen Merauke und dem Fly bekannt. Im Fly River sind sie in sumpfigen Lagunen neben dem Hauptstrom bis zu 500 Kilometer stromaufwärts gesammelt worden.[1] In Australien kommen sie auf der Kap-York-Halbinsel vor, sowie im Arafura-Sumpfgebiet und einigen Flüssen im Northern Territory.

Der Filigran-Regenbogenfisch bevorzugt klares Wasser in Sümpfen, Entwässerungsgräben, Billabongs und langsam fließenden Gewässern, die stark bewachsen sind. In diesen Habitaten wurden Filigran-Regenbogenfische bei Temperaturen von 22 bis 30°C und pH-Werten von 5,2 bis 7,5 angetroffen.

In der Natur fressen Prachtregenbogenfische wahrscheinlich Diatomeen und kleine Krebstiere.

[Bearbeiten] Aquarienhaltung

Diese Art ist nicht so robust, wie andere Regenbogenfische, und sollte deshalb bevorzugt im Artaquarium gehalten werden. Empfehlenswert ist ein Aquarium ab 60 Zentimeter Länge und die Gruppenhaltung von mindestens fünf Exemplaren bei Temperaturen von 23 bis 28°C und pH-Werten von 6 bis 7 in eher weichem Wasser.

Die Männchen zeigen zur Paarung, aber auch bei Revierstreitigkeiten, ein imposantes Flossenspiel.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1.  G.R. Allen, A.W. Storey, M. Yarrao: Freshwater Fishes of the Fly River. Ok Tedi Mining, Tabubil 2008, ISBN 978-0-646-49605-4.

[Bearbeiten] Literatur

  • Meinken H. (1974). Mitteilung der Fischbestimmungsstelle des VDA, Nr. 77. Aus Neu-Guinea kommt eine neue Gattung und Art der Ährenfische (Pisces, Atherinidae). Aquarium Aqua Terra v. 8 (no. 55). 9-11.
  •  G.R. Allen, D.F. Hoese: A Collection of Fishes from the Jardine River, Cape York Peninsula, Australia. In: Journal of the Royal Society of Western Australia. 63, Nr. 2, 1980, ISSN 0035-922X, S. 53?61.
  •  Bruce Hansen: Werneri from the wild. In: Fishes of Sahul. 4, Nr. 2, 1987, ISSN 0813-3778, S. 165?168.
  • Günther Sterba: Süßwasserfische der Welt. Urania, Leipzig 1990, ISBN 3-332-00109-4.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Prachtregenbogenfisch ? Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien


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