Diamant Regenbogenfische
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Datenblatt über Diamant-Regenbogenfische

Datenblatt: Melanotaenia praecox
Deutscher Name:
Diamant-Regenbogenfisch
Herkunft:
Neuguinea: Mamberanofluss in Irian Jaya
Größe:
6 cm
Aquarium
Länge:
100 cm
Inhalt:
120 Liter
Beleuchtung:
Schattig
Einrichtung:
Viele feingliedrige Pflanzen
Wasserwerte
Temperatur:
24 – 26 °C
ph-Wert:
7
KH:
 °dKH
GH:
10 °dGH
Verhalten
Anzahl:
6
Bereich:
Mitte
Vermehrung:
Eierleger
Futter:
Allesfresser
Verhalten:
Schwarmfisch, schwimmfreudig
Schwierigkeitsgrad
Fortgeschrittene

Die Haltungsbedingungen für Diamant-Regenbogenfische


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Melanotaenia praecox

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Raimond Spekking

Diamant-Regenbogenfische, Melanotaenia praecox, werden auch Neon-Regenbogenfische genannt. Sie werden ca. 6 bis 7 Zentimeter groß. Weil sie sehr temperamentvoll sind, brauchen sie trotz der geringen Größe viel Platz. Es sind sehr schwimmfreudige Bewohner, die sehr gerne im Schwarm durch das gesamte Aquarium ziehen oder gegen die Strömung anschwimmen.
Sie schwimmen aber nicht immer in einem Schwarm durch das Aquarium. Es hängt immer von der Stimmung und dem Alter der Tiere ab.

Besonders bei der Balz wird Platz gebraucht. In Aquarien ab 100 bis 120 Zentimeter Länge können die Tiere richtig durch das Becken ziehen. 60 Zentimeter lange Becken sind zu klein.

In der Literatur wird empfohlen, 2/3 des Aquariums als Schwimmraum von Pflanzen freizuhalten. Wenn ein Becken dicht bepflanzt ist, schwimmen die Tiere zwischen den Pflanzen umher. Ein kleiner freier Bereich mit niedrigen Vordergrundpflanzen sollte aber zum Wettschwimmen zur Verfügung stehen.

Obwohl Diamant-Regenbogenfische teilweise sehr lebhaft sind und auch ein wunderschönes Schwarmverhalten zeigen, belästigen sie keine anderen Tiere. Amanogarnelen sind z. B. trotz der Diamant-Regenbogenfische aktiv und lassen sich nicht stören.

Die Körperform ähnelt der Körperform von Melantontia trifasciata. Die Tiere sind silbrigblau gefärbt. Männchen sind violett überhaucht und kräftiger gefärbt. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflossen sind bei Männchen rötlich, bei Weibchen gelblich gefärbt. Verschiedene Standortvarianten haben z. B. blassere Flossen, kräftig rote Flossen usw.

M. praecox (Imponiergehabe)
M. praecox (Imponiergehabe)
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Foto: Philippe Coulon

Die metallisch leuchtende Farbe der Tiere wirkt bei seitlichem Lichteinfall am Schönsten, also z. B. in der Morgendämmerung oder bei dimmbarer Beleuchtung, wenn seitlich etwas Licht einfällt. Zu dieser Zeit zeigen sie ihre Balzspiele. Tagsüber stehen sie oft dekorativ in Gruppen unter Pflanzen.

Diamant-Regenbogenfische zupfen manchmal an Pflanzen, vor allem morgens, um Algen oder Futterreste zu fressen, die sich in den Pflanzen abgesetzt haben. Die Pflanzen selbst werden nicht gefressen.

Melanotaenia praecox sollten bei Temperaturen von 24 bis 26° C gehalten werden. Die Tiere kommen nicht wie die meisten Regenbogenfische aus Gebieten mit härterem Wasser. Die Wasserhärte spielt bei Regenbogenfische aber keine so große Rolle wie bei anderen Fischarten. Ein Salzzusatz zum Wasser ist nicht angebracht.

Die Tiere werden ungefähr 3 Jahre alt.

Sie benötigen sehr sauberes und unbelastetes Wasser, weil sie anfällig für Tuberkulose und Tumore sind. Das Wasser sollte möglichst kein Nitrit und Nitrat beinhalten.

Mit Tieren aus dem Aquarienhandel gibt es unterschiedliche Erfahrungen. Es gibt Berichte, nach denen Tiere aus dem Handel nach 3 Monaten bis zu 18 Monaten elend an Tumoren gestorben sind. Nach anderen Berichten gab es bei Tieren aus dem Handel keine Probleme.
Selbst nachgezogene Junge scheinen bei guter Haltung gesund zu bleiben.

Futter für Diamant-Regenbogenfische

Diamant-Regenbogenfische benötigen tierische und pflanzliche Nahrung. Gefressen wird fast jedes Futter. Die Futterauswahl sollte möglichst groß und abwechslungsreich sein.

Geeignetes Futter:

  • Granulatfutter
  • Flockenfutter
  • Cylops
  • Mückenlarven
  • Fruchtfliegen
  • Spinat
  • Erbsen
  • Gurke
  • Zuccini

Hinweise zur Zucht


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Melanotaenia praecox

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: Public domain
Urheber: Leo-nie-weh-oh

Zur Zucht ist Wasser mit einer Karbonathärte um 1 und einem pH-Wert zwischen 6,0 und 6,5 geeignet. Die Zucht gelingt aber auch in härterem Wasser.

Bei der Balz zeigen Diamant-Regenbogenfische einen leuchtenden Streifen, der von der Schnauze bis zur Rückenflosse oben am Kopf entlangläuft.

Diamant-Regenbogenfische sollten zur Zucht alleine in ein Artenbecken bzw. ein Zuchtbecken gesetzt werden. Geeignet sind z. B. 50 Zentimeter Becken. Die Elterntiere kommen für drei bis fünf Tage zum Ablaichen in das Becken. In das Aquarium sollten viele feinfiedrige Pflanzen gesetzt werden, die bis an die Oberfläche wachsen.

Die Laichmenge kann etwas gesteigert werden, wenn vor dem Laichen ein großer Wasserwechsel durchgeführt wird und die Tiere ein paar Tage vorher mit guter Gefrierkost oder besser noch mit Lebendfutter gefüttert werden. Frischwasser und die damit verbundene Temperaturabnahme regt vermutlich die Laichbereitschaft an.

Der Laichvorgang ist ergiebig und kann mehrere Tage dauern, so dass die Eltern noch laichen, wenn schon die ersten Jungen geschlüpft sind. In der Regel findet man alle paar Tage Jungfische an der Wasseroberfläche. Die Jungfische sind extrem klein. Im Gesellschaftsbecken kommen die Jungen deshalb kaum durch.
Andererseits kann der Laich schon durch Umsetzen von Pflanzen in andere Becken verschleppt werden, so dass dort plötzlich junge Diamant-Regenbogenfische auftauchen.

Als Laichsubstrat kann auch ein Laichmopp verwendet werden, der ca. 10 Zentimeter unter der Wasseroberfläche aufgehängt wird. Möglichst an einer Stelle, an der morgens etwas Sonnenlicht einfällt. Der Mopp kann z. B. aus grünen Perlonfasern von Sera hergestellt werden und mit einem Gummisauger befestigt werden. Es kann auch Javamoos verwendet werden.

Alle anderen Pflanzen, die sich als Ablaichsubstrat eignen, werden etwas gekürzt. Vor allem Schwimmpflanzen mit langen Wurzeln.

Wenn die Fische früh morgens gut gefüttert werden, kann der Laichmopp am Mittag aus dem Becken genommen und der Laich herausgelesen werden. Bis zum Abend sind die Laichkörner unter Umständen von den Eltern gefressen.

Es gibt unterschiedliche Erfahrungen, ob die Eltern den Laich und die Larven fressen. Angeblich fressen sie die Jungen, wenn sie es nicht von Anfang an gewöhnt sind, dass Jungfische bei ihnen im Becken aufwachsen. Laut Literatur fressen sie nach einmaligem Umsetzen die Jungen. Auch die älteren Geschwister sollen den Laich und die frisch geschlüpften Larven gerne fressen.

Wenn die Kleinen schlüpfen, verziehen sich die Eltern meistens in eine Ecke in Bodennähe. Die Eltern können dann wieder in das Gesellschaftsbecken gesetzt werden.

Je nach Temperatur schlüpfen die Jungen nach 3 bis 14 Tagen. Bei 26° C schlüpfen die Jungen nach 3 bis 5 Tagen, bei 25° C nach 12 Tagen und bei 24° C nach 12 bis 14 Tagen.

Als erste Nahrung für die Jungen können Cyclopsnauplien, Rädertierchen, Kaffeeweißer oder ganz wenig hartgekochtes Eigelb gegeben werden.

Eine Aufzucht im Laichnetz oder Laichkasten ist nicht sinnvoll. Die Jungen gedeihen darin bei Weitem nicht so gut wie im Aquarium.

Die Jungtiere können mit ca.1 Zentimeter Größe zu den Eltern in das Gesellschaftsbecken gesetzt werden.

Die Jungen sind nach etwa 6 Monaten ausgewachsen.

Diamant-Regenbogenfische:

Diamant-Regenbogenfische kämpfen:

Diamant-Regenbogenfische Balz:

4 Tage alte Diamant-Regenbogenfische:

6 Tage alte Diamant-Regenbogenfische:

7 Wochen alte Diamant-Regenbogenfische:

Junge Diamant-Regenbogenfische:




Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Diamant-Regenbogenfisch

Diamant-Regenbogenfisch (Melanotaenia praecox)

Systematik
Ovalentaria
Überordnung: Ährenfischverwandte (Atherinomorphae)
Ordnung: Ährenfischartige (Atheriniformes)
Familie: Regenbogenfische (Melanotaeniidae)
Gattung: Melanotaenia
Art: Diamant-Regenbogenfisch
Wissenschaftlicher Name
Melanotaenia praecox
(Weber & Beaufort, 1922)

Der Diamant- oder Neon-Regenbogenfisch (Melanotaenia praecox) ist ein als Aquarienfisch bekannter Süßwasserfisch aus der Familie der Regenbogenfische.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Körper der Diamant-Regenbogenfische ist neonblau mit roten Rücken-, After- und Schwanzflossen. Die Körperlänge beträgt 6, selten bis zu 8 cm. Die Geschlechter sind verhältnismäßig einfach zu unterscheiden: Die Färbung der etwas kleineren weiblichen Tiere ist blasser und ihre Beflossung ist meist gelblich-orange.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Diamant-Regenbogenfisch ist im Mamberamo-Flusssystem in West Papua, Neuguinea heimisch, wo er zuerst 1910 vom Holländer W.C. van Heurn in einem Zufluss gesammelt wurde. Dort lebt er in langsam fließenden und oft durch verrottende Vegetation teefarbenen kleinen Urwaldgewässern.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diamant-Regenbogenfische im Aquarium

Aufgrund seiner Färbung und seiner für Regenbogenfische geringen Größe, ist der Diamant-Regenbogenfisch für die Aquarienhaltung besonders geeignet. Lebende Exemplare wurden Anfang der 1990er Jahre von einem Aquarianer in die USA und vom Abenteurer Heiko Bleher nach Europa gebracht und werden heute weltweit kommerziell nachgezüchtet.

1998 wurden dem bekannten Diamant-Regenbogenfisch sehr ähnlich aussehende Tiere in kleinen Bächen und sumpfigen Teichen im Tirawiwa, einem Zufluss des Wapoga in der Nähe von Siewa, etwa 200 km westlich des Mamberamo-Beckens gefunden. Diese Exemplare wurden mittlerweile als neue Schwesterart Melanotaenia rubrivittata beschrieben und unterscheiden sich genetisch von den Fischen aus dem Mamberamo-Becken und morphologisch durch rote Längsstreifen zwischen jeder Schuppenreihe.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Graf: Auf der Suche nach dem Neon-Regenbogenfisch. Amazonas Nr. 22 März/April 2009; 5(2); 58?64
  • Heinrich Gewinner: Regenbogenfische. Die Gattung Melanotaenia. Natur und Tier-Verlag, 2010, ISBN 978-3-86659-154-7
  • Heiko Bleher: Mamberamo. 1994 Aqua Geographia 7: 6?35.
  • Heiko Bleher: The Fish of the Century. 1995 Fishes of Sahul 9 (1): 385?391.
  • Weber, M. and L. F. de Beaufort (1922): The fishes of the Indo-Australian Archipelago.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Allen, G.R., Unmack, P.J. & Hadiaty, R.K. (2015): Melanotaenia rubrivittata, a new species of rainbowfish (Melanotaeniidae) from Northwestern Papua Province, Indonesia. Fishes of Sahul, 29 (1): 846?858.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Melanotaenia praecox ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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Seite wurde zuletzt am 30.12.2011 17:47 Uhr geändert
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