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Gifte und Stacheln bei Panzerwelsen


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Crowntail-Kampffisch droht Panzerwelsen, die das nicht beeindruckt

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: JohnnyMrNinja

Panzerwelse sollten nicht zusammen mit anderen Fischarten zusammen in einem Beutel transportiert werden. Das Transportwasser sollte auf keinen Fall in das Aquarium gegeben werden.
Es ist zwar nicht eindeutig belegt, welche Panzerwelsarten für andere Fische schädliche Gifte oder Eiweißstoffe abgeben und wie sie diese Stoffe abgeben, aber zahlreiche Hinweise zeigen, dass Vorsicht angebracht ist.
Einige Händler geben deshalb zusätzlich Aktivkohletabletten mit in den Transportbeutel.

Zumindest einige Panzerwelsarten geben bei Panik oder Stress scheinbar für andere Fischarten giftige Stoffe in das Wasser ab. Einige Quellen sprechen von Gift, andere von leichten Nervengiften. Wieder andere Quellen sprechen von Eiweißstoffen.
Es ist auch von Warnstoffen die Rede, der den Schwarm vor Gefahr warnen soll.

Im Internet soll eine Besprechung einer Veröffentlichung eines Autors mit Namen Sands zu dem Thema zu finden (gewesen) sein, die unter den Suchworten "Toxinen" oder "Neurotoxinen Corydoras Sands" gefunden werden konnte.


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Crowntail-Kampffisch droht Panzerwelsen, die das nicht beeindruckt

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: JohnnyMrNinja

Allerdings müsste ein wirklich giftiges Sekret irgendwo produziert werden. Oder eine normal vorhandene Schleimschicht müsste plötzlich giftig werden. Wenn ein Fisch gezielt ein Gift verströmen kann, muss er entweder eine oder mehrere Drüsen haben, die dieses Gift produzieren können. Das gilt auch, wenn nur die Schleimschicht plötzlich giftig würde.
Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass bei so lange bekannten Arten wie Panzerwelsen solche Giftdrüsen nicht schon lange wissenschaftlich nachgewiesen wären.
Das könnte darauf hinweisen, dass es sich um normale Stoffwechselprodukte der Welse handelt, die für andere Fischarten unangenehm sind. Unter Stress könnten Panzerwelse solche Stoffe vermehrt abgeben. Im Transportbeutel angereichert könnten andere Arten geschädigt werden.

Einige Panzerwelsarten sollen Stacheln haben. Einige Arten sollen an den Brustflossen feststellbare, harte Strahlen besitzen, die Pectoralstacheln genannt werden. Die Bezahnung der Stacheln soll für die jeweilige Art typisch sein.
Diese Stacheln sollen Stiche verursachen können, die beim Menschen tagelang schmerzen, wie z.B. Bienenstiche. Weil gestochene Menschen allergisch reagieren können, sollte man beim Umsetzen vorsichtig sein. Andere Fische können empfindlich gestochen werden, wenn sie im gleichen Behälter transportiert werden.
Es ist unklar, ob die Stacheln Gift abgeben. Es können mindestens kleine Verletzungen entstehen, die durch Bakterien etc. infiziert werden und so stichähnliche Entzündungen verursachen können.

Als Verteidigungsmechanismus gegen Fressfeinde soll bei einigen Arten der erste Flossenstrahl der Rückenflosse verlängert und verhärtet sein. Der Strahl wird so zu einer Art Widerhaken, so dass Feinde den Panzerwels nicht verschlucken können.

In dem Buch „Panzerwelse“ schreibt Hans-Georg Evers auf Seite 8:

„Wer schon einmal einen Panzerwels in der Hand hielt und von diesem mit dem Brustflossenstachel gestochen wurde, weiß wie schmerzhaft das sein kann. Die Panzerwelse besitzen keinerlei Giftdrüsen, viel eher handelt es sich bei den 'Giften' um körpereigene Eiweiße, die ein scharfes Brennen an der gestochenen Stelle hervorrufen. Dabei ist die Wirkung bei den verschiedenen Arten durchaus unterschiedlich. Die schmerzhafteste Erfahrung machte ich bisher bei halbwüchsigen Corydoras atropersonatus. Der Stich ging direkt unter einen Daumennagel, der Finger tat noch am nächsten Morgen weh. Überhaupt scheinen die punktierten Corydoras-Arten die schmerzhaftesten Stiche hervorzurufen. Genaue Untersuchungen über Zusammensetzung und Wirkungsgrad der Eiweiße stehen noch aus, die Ergebnisse wären aber sicher nicht nur für Wissenschaftler interessant.“

Auf einem Vortrag berichtete Hans-Georg Evers über Panzerwelse, die eine Substanz absondern, die auch sie selber töten können, wenn das Behältnis zu klein ist. Je älter und größer die Tiere seien, umso mehr Substanz könnten sie absondern.

Im Buch "Mein Panzerwels" von Frank Schäfer aus der Reihe Aqualog (Minis) steht ein Absatz über Panzerwelse mit Giftstacheln.

Es gibt Berichte, nach denen das Wasser nach längerem Transport von Panzerwelsen auch in großen 10 Liter Beuteln milchig war und muffig roch, während das Wasser in Beuteln mit anderen Arten klar und geruchlos war. Allerdings kann es sich dabei auch um Mittel gegen Stress oder um Mittel zum Schleimhautschutz gehandelt haben, die bei längeren Transporten oft in das Wasser gegeben werden.

Mir persönlich (NH) hat ein Händler beim Kauf von jungen Corydoras arcuatus berichtet, dass er selbst eine heftige allergische Reaktion auf Eiweiß hatte, nachdem er mit dem Flossenstrahl von ausgewachsenen Corydoras arcuatus "Bekanntschaft" gemacht hatte. Das Wasser in den Transportbeuteln sei stark milchig gewesen. Die ausgewachsenen Welse, auf die er sich bezog, waren allerdings auch richtig "dicke Brummer". Es handelte sich um Wildfänge. Evtl. auch um die Art Corydoras narcissus.

Von Corydoras sterbai und Corydoras schwartzi wird ebenfalls berichtet dass sie unter Stress Gift abgeben können.

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25.05.2008 - 08:43

daniel?

Ja , Gift vom Panzerwelsen!

Also Panzerwelse haben ein Abwehsekret. Dieses sondern sie in besonderst stressigen Situationen ab. Sie selbst erleiden keinen schade aber können andere Fische töten. (d.h. PASST IM ZOOHANDEL ODER BEIM DIREKT HÄNDLER AUF DAS PANZERWELSE IMMER IN EINER EXTRA TRANSPORTTÜTE SIND)

04.02.2011 - 11:16

dosn?

Mir ist das eben so gegangen. Habe Leopardpanzerwelse und zehn Rotkopfsalmler gekauft(ein Beutel). Zu Hause waren alle Rotkopfsalmler tod.Ärgerlich!

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ds 85.177.163.xx21.12.2006 20:40 Uhr [X]
Hallo,

ich habe ein aquarium, was seit über drei monaten ohne probleme lief. hatten 3 panzerwelse, 10 zwerggarnelen (red cherry und red crystal). hatten zudem noch 3 saugschmerlen und 8 augenfleckbärblinge. lief, wie gesagt alles prima. haben nach dem kauf der augenfleckbärblinge eine woche später noch 8 kupfersalmler und einen panzerwels dazugekauft. muss dazu sagen, dass es sich um ein 60 l aquarium handelt. zwei tage lief alles prima. dann starb einer der älteren metallpanzerwelse (ich hatte schon kurz nach dem kauf bemerkt, dass dieser keine barteln mehr besaß). haben den wels sogleich aus dem aq entfernt. am nächsten morgen waren plötzlich bis auf die metallpanzerwelse und 5 garnelen alle fische und garnelen tot. woran kann das gelegen haben ? zu viele fische auf einmal eingesetzt, oder lag das ggf. an dem toten metallpanzerwels. kann das ggf. auch daran gelegen haben, dass wir beim einsetzen des neuen metallpanzerwelses das transporterwasser dummerweise mit ins aq gegeben haben ?

vielen dank für eure antworten
Seite wurde zuletzt am 06.10.2010 11:51 Uhr geändert
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