Welcher Boden ist für Panzerwelse geeignet?
Besonders gut geeignet als Boden für Panzerwelse ist Sand. Sie bohren ihre Mäuler tief in den Sand, um nach Nahrung zu suchen. Oft sieht man den Sand aus den Kiemen heraus rieseln.
Wenn der Boden im Aquarium praktisch vollständig von Pflanzen bedeckt ist, sollte für Panzerwelse zumindest eine kleine Sandecke eingerichtet werden
Zwergpanzerwelse, wie z.b. Corydoras habrosus und C. pygmaeus, sind in der Regel wesentlich schwimmfreudiger, als die großen Panzerwelsarten. Sie halten sich teilweise nur selten am Boden auf und benötigen eine Sandecke nicht unbedingt. Diese Arten sind oft im freien Schwimmraum anzutreffen und suchen Nahrung oder ruhen auf den Blättern der Pflanzen.
Allerdings gibt es mit C. habrosus auch Erfahrungen, dass sie sich fast nur am Boden aufhalten und im Sand stöbern.
Eine Sandecke ist demnach praktisch für alle Panzerwelsarten sinnvoll. Dazu kann z.B. eine Plastikschachtel mit Sand in eine Aquarienecke gestellt werden. Damit die Sandecke schnell angenommen wird, kann ein Tubifex-FD-Würfel oder anderes geeignetes Futter darin vergraben werden.
Wie gut oder eher wie schlecht Panzerwelse mit einem bestimmten Boden zu recht kommen, kann man schnellsten an den Barteln erkannt werden. Bei scharfkantigem Kies werden die Barteln schnell kürzer und können ganz verschwinden. Scheinbar kann das auch bei abgerundetem Kies passieren.
Allerdings können die Barteln auch von bakteriellen Infektionen betroffen sein und dadurch kürzer werden. Natürlich können bakterielle Infektionen von ungeeignetem Boden zumindest mit verursacht oder verschärft werden.
Eine Sandecke nachträglich einrichten
Dazu kann z.B. eine kleine Gefrierdose mit Sand gefüllt und so weit in den Kies gedrückt werden, bis der Rand nur etwas heraus steht. Der Rand kann mit Kieselsteinen oder Holzstücken gut versteckt werden. Der Sand mischt sich so nicht zu stark mit dem Kies.
Um die Dose mit Sand in einem eingerichteten Aquarium in den Boden zu bringen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Variante 1
Bei einem Wasserwechsel etwas Kies zur Seite schieben. In die freie Stelle eine leere Plastikschale stellen. Danach mit einem Plastikmessbecher ganz vorsichtig den Sand einfüllen. Dabei entsteht eine Staubwolke, die sich aber bald wieder legt.
Variante 2
Eine Plastikschale komplett mit Sand füllen und mit einem Deckel schließen. Die Schale in den Kies graben und den Deckel entfernen.
Den Sand vor dem Versenken in der Schale richtig durchfeuchten, damit möglichst kein Sand aufgewirbelt wird.
Variante 3
Eine leere Plastikschale wird an geeigneter Stelle im Aquarium positioniert und befestigt. Auf einen 9/12er Aquarienschlauch wird ein Haushaltstrichter gesteckt.
Der gereinigte Sand wird in den Trichter gegeben und rutscht durch den Schlauch in die Schalte. Wenn mit dem Schlauch gut gezielt wird, entsteht recht wenig Sandnebel.
Trichter oder Schlauch müssen oberhalb des Wasserspiegels trocken bleiben. Sonst klebt der Sand im Trichter oder im Schlauch fest und rutscht nicht in die Schale.
Variante 4
Sand in ein relativ hohes Gefäß füllen, allerdings nicht bis zum Rand. Je nach Sandmenge sind z.B. Messbecher, Trinkgläser usw. geeignet. Das Gefäß wird langsam etwas schräg in das Aquarium gegeben, so dass das zufließende Wasser den Sand zwar im Glas aufwirbeln, ihn aber nicht herausspülen kann. Wenn das Glas komplett unter Wasser ist, kann man den Sand knapp über dem Boden richtiggehend ausgießen und er kommt dahin, wo er hin soll. Evtl. hilft es währenddessen den Filter auszuschalten.
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