Rote Neons, Paracheirodon axelrodi, sind Schwarzwasserfische. Sie leben in dunkleren, mit Huminsäuren und Gerbstoffen bräunlich gefärbtem Wasser und schattigen Gebieten. Deshalb sind die Tiere auch so prächtig gefärbt. Sie können sich so auch in dunkleren Gewässern gegenseitig erkennen.
Neons bevorzugen naturnahe Verhältnisse, also leicht abgedunkelte Beleuchtung. Die Beleuchtung sollte auf keinen Fall stärker sein als normale Aquarienbeleuchtung. D. h. 1 - 2 Röhren je nach Beckengröße.
Moorkienwurzeln sollten im Becken sein. Wurzeln strukturieren den Raum und bieten bei entsprechendem Aufbau viele dunklere Verstecke. Am Anfang färben Moorkienwurzeln das Wasser braun. Als Ersatz können Torfextrakte verwendet oder über Torf gefiltert werden. Das Wasser wird so mit Huminsäuren angereichert und erhält eine bernsteinartige Färbung. Das Wasser ähnelt den natürlichen Heimatgewässern dann auch optisch. Die Tiere sehen darin auch viel schöner aus.
Das Aquarium sollte dicht bepflanzt werden, mit Pflanzen die hoch werden und das Becken abschatten. Geeignet sind Amazonasschwertpflanzen, Aponogeton und Vallisnerien. Zusätzlich werden fein gefiederte Pflanzen gesetzt, z. B. Javamoos und Konsorten. In solchen Pflanzen balzen Neons gerne. Schwimmpflanzen und zusätzliche abschattende Pflanzen, z. B. Tigerlotus, verstärken den Schattenwurf zusätzlich.
Das Wasser sollte weich sein. 4 Grad dGH sollten nicht überschritten werden, besser sind 1 - 2 Grad wenn nachgezüchtet werden soll. Der pH-Wert sollte deutlich unter 7, besser unter 6 liegen. Optimal ist ein pH-Wert zwischen 5 und 5,8. Gerade noch zur Haltung geeignet sind eine Gesamthärte um 7, eine Karbonathärte um 4 und ein pH-Wert zwischen 6,5 und 6,8.
Temperaturen um 24° sind geeignet. Im Sommer kann die Temperatur auch zeitweise 30° betragen.
Wenn im Aquarium Kompromisse eingegangen werden müssen, können Rote Neons auch in mittelhartem, neutralem bis leicht basischem, Wasser gehalten werden.
Ideal ist die Haltung einer Gruppe von mindestens 10 Tieren. Damit die Neons Schwärme bilden, ist viel Platz notwendig. Ein Schwarm kann nur ziehen, wenn er Platz hat. Daher sollte ein solches Becken mehr als 1 Meter Länge und 50 cm Tiefe bieten.
Geschlechtunterschiede bei Roten Neons
Auchgewachsene Weibchen sind fülliger und runder im Bauch als Männchen. Männchen wirken im Vergleich etwas unterernährt. Meistens sind Weibchen auch größer. Die Männchen sind schlank, schmal und kleiner.
Die Bauchflossen sind bei Weibchen von der Afterflosse weiter weg als bei den Männchen.
Als Beifische eignen sich alle friedlichen Tiere aus ähnlichen Ursprungsgebieten. Die Fische müssen nicht ausschließlich aus Südamerika stammen. Geeignet sind Panzerwelse, Harnischwelse, Keilfleckbarben, Kongowelse, Zwergbuntbarsche usw.
Das Aquarium darf natürlich nicht zu stark besetzt sein. Starke Schwimmer als Beifische beeinträchtigen auch das Wohlbefinden der Neons.
Die Art des Bodengrunds, ob also Kies oder Sand verwendet wird, ist für Rote Neons gleichgültig, weil Neons nicht im Boden gründeln.
Wenn das Aquarium mit genug Pflanzen eingerichtet ist, die Schatten geben, ist die Farbe des Bodengrundes ziemlich egal.
Wie alt werden Neons?
In der Natur werden Rote Neons oft nur ein Jahr alt. Im Aquarium werden sie im Durchschnitt bei guter Haltung drei bis 6 Jahre. Das Höchstalter beträgt bei Roten Neons ca. 12 Jahre, bei Neonsalmlern ca. 10 Jahre.
Scheinbar erkennen Rote Neons an der Form der Skalare, dass Skalare Fressfeinde sind. Darauf deutet eine Beobachtung hin, als 6 Wildfang Altum-Skalare mit erst 3 bis 5 Zentimeter Größe in ein Aquarium mit Roten Neons gesetzt wurden.
Sobald ein kleiner Skalar aus dem Pflanzengebüsch kam, formierte sich der Neonschwarm sehr eng und wich dem Skalar in einer Glockenform aus. Danach stellten sich die Neons dicht gedrängt in eine Ecke, wo kein Skalar zu sehen war.
Offensichtlich erkannten die Neons nicht, dass die Skalare noch gar nicht gefährlich werden konnten. Fressfeinde müssen scheinbar nicht wesentlich größer sein als die Neons. Es reicht, wenn die Form eines Fressfeindes zu erkennen ist.
Rote Neon stehen meistens in Kleinrevieren:
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Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)
Der Rote Neon, auch Kardinaltetra, (Paracheirodon axelrodi) ist ein Süßwasserzierfisch aus der Ordnung der Salmlerartigen. Er stammt aus Südamerika. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Venezuela und Brasilien bis Kolumbien. Er kommt im Orinoco und Rio Negro und in deren Zuflüssen vor. Der Rote Neon hält sich bevorzugt an beschatteten, dunkleren Uferstellen auf[1]. Vor der Aufstellung der Gattung Paracheirodon wurde der Rote Neon wissenschaftlich auch als der Gattung Hyphessobrycon oder Cheirodon zugehörig betrachtet. Rote Neons werden bis zu fünf Zentimeter lang und können bis zu 10 Jahre alt werden. Die Geschlechter der Neons sind kaum zu unterscheiden, meist sind die Weibchen etwas rundlicher als die schlanken Männchen.
Die Haltung im Aquarium ist für Anfänger unproblematisch, die Zucht ist sehr schwierig und nur für Erfahrene geeignet. Weniger anspruchsvoll ist der Neonsalmler. Wildimporte reagieren sehr sensibel auf die Wasserwerte, während Nachzuchten, die inzwischen sehr oft aus Tschechien kommen, robuster sind.
Sie sollten mit Lebend- oder Trockenfutter gefüttert werden. Im Aquarium bevorzugen die Roten Neons hauptsächlich den mittleren Beckenbereich als Schwimmraum. Die Beckenbepflanzung sollte üppig ausfallen, jedoch sollte man gleichzeitig darauf achten, dass den schwimmfreudigen Tieren noch genügend Bewegungsfreiraum zur Verfügung steht.
Dieser sehr gesellige und friedliche Fisch fühlt sich im Schwarm am wohlsten. Um diesem Verhalten gerecht zu werden, sollten mindestens 6-7 Artgenossen zusammen gehalten werden. Er gilt als einer der schönsten Aquarienfische.
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