Torf und andere Laichsubstrate für Killifische
Killifische benötigen ein Substrat in dem sie ablaichen. Oft wird dazu Torf benutzt. Verwendbar ist Filtertorf aus dem Aquarienhandel oder ungedüngter Torf aus dem Gartenbedarf. Gewünscht sind die weichen Fasern, nicht die Inhaltsstoffe.
In nicht zu großen Zuchtbecken kann der Torf in einer 6 bis 10 Zentimeter hohen Schicht auf den Boden, z. B. feinen Sand, gelegt werden.
In der Regel reicht ein etwa faustgroßer Torfballen. Die Killifische suchen sich zum Laichen den besten Platz im Becken und finden den Torf normalerweise. Ein Torfballen sollte nicht in einem Netz gebündelt werden, damit sich die Fische nicht im Netz verheddern können. Außerdem können sie dann besser in den Torf hineintauchen.
Einige Halter verwenden feinfaserigen Torf, andere langfaserigen Torf. Langfaseriger Torf gilt als besser, weil weniger Kleinteile in das Aquarium gelangen und im Wasser schwimmen. Der Torf muss gut ausgekocht, etwa 10 Minuten lang. Danach wird der Torf gut gespült, damit die feinsten Torfteile nicht in das Aquarium kommen. Dazu wird der Torf unter fließendem Wasser gespült, bis das ablaufende Wasser klar ist.
Die restlichen Fasern sinken zu Boden und treiben nicht im Becken herum. Torf säuert allerdings das Wasser an und färbt aus. Das Wasser wird braun bzw. gelb. Wie stark sich das Wasser färbt, hängt von der Torfsorte und der Torfmenge ab.
In kleinen 10 Liter Becken, in die die Fische nur zum Ablaichen einige Tage eingesetzt werden, kann Torf als Boden verwendet werden. Nach dem Ablaichen wird der gesamte Torf mit den Eiern entfernt.
Der Torf kann auch in einer kleinen Kunststoffschale in das Aquarium gesetzt werden. So kann der Torf wöchentlich ausgewechselt werden.
Killifische laichen auch in anderen Substraten, z. B. Javamoos. Auch das Laub einiger Baumarten bietet geeignete Verstecke.
Es können auch Kokoserde bzw. ungedüngte Kokosbriketts verwendet werden. Beim Aufgießen sinkt Kokoserde schneller ab und gibt so die Wasseroberfläche frei. Kokosmull trocknet auch schneller als Torf. Kokoserde gibt es in Gartencentern oder beim Bedarf für Terrarien.
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