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Grundsätzliches über Killifische


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"Nigeria Prachtkärpfling", Fundulopanchax gardneri nigerianus "Makurdi" (Clausen, 1963). Ein westafrikanischer Eierlegender Zahnkarpfen der Ordnung Cyprinodontiformes. Dieses erwachsene Männchen stammt aus einem Ort außerhalb von Makurdi, Nigeria.

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Tommy Kronkvis

Killifsche sind im Handel nicht oft zu kaufen. Meistens sind nur weinige, bekannte Arten im Angebot. Viele Killifische benötigen Lebendfutter, sie springen gerne und sie sind nicht unbedingt geeignet für Gesellschaftsbecken.

Es handelt sich aber um interessante und vielseitige Fische. Im Sommer können viele Arten draußen gehalten werden, nicht nur die bekannten eurasischen Arten.
Es gibt schöne afrikanische Killifische, die Temperaturen über 22° C nicht mögen. Solche Arten werden selten gehalten, weil nur wenige Aquarianer geeignete Bedingungen bieten können.

Killifische werden je nach Art bis zu 5 Jahre alt. Die sogenannten anuellen Arten werden maximal 12 Monate alt.

Bei einigen Arten der Killifische benötigen die Eier zur Entwicklung eine Zeit außerhalb des Wassers. Wenn die benötigte Pause abgelaufen und Zeit für den Schlupf ist, werden die Eier wieder ins Wasser gelegt. Die Jungen schlüpfen dann nach ca. 4 bis 5 Stunden. Die Jungen können mit Artemianauplien gefüttert werden.


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Fundulus majalis Weibchen (horizontale Streifen)

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Steven G. Johnson

Je nach Art und Herkunftsgebiet benötigen Killifische biologisch und chemisch sauberes Wasser. Das Wasser darf nur wenig mit Abfallstoffen belastet sein. Es soll in der Regel weich bis mittelhart und leicht sauer sein.

Das Wasser sollte weich oder mittelhart sein. Für die meisten Killifische sollte der pH-Wert im neutralen Bereich um 7 liegen oder leicht sauer sein.

Grundsätzlich sind Killifische einfach zu halten und vermehren sich gerne. Es sollte regelmäßig ungefähr 1/3 des Wassers gewechselt werden. Etwas niedrigere Temperaturen als normal im Aquarium sollen die Lebenserwartung erhöhen.


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Fundulus majalis Männchen (vertikale Streifen)

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Steven G. Johnson

Probleme können beim Umsetzen in andere Aquarien entstehen. Killifische sollten langsam eingewöhnt werden. Normalerweise fressen Killifische von Lebendfutter bis zu Flocken, Tabletten usw. alle Futterarten.

Killifische sind nicht aggressiv. Sie können mit anderen Arten vergesellschaftet werden. Einige Arten können in relativ kleinen Becken gehalten werden.

Natürlich gibt es zu diesen allgemeinen Angaben auch Ausnahmen. Einige Killifische fressen nur Lebendfutter usw. Einige Arten fressen unter Umständen die Flossen anderer Fische an.

Größere Arten, z. B. Hechtlinge, sind gut geeignet, um den Nachwuchs anderer Fischarten zu begrenzen. Je nach Individuum und Hunger trauen sie sich auch an Fische in der Größe kleinerer Guppymännchen.


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Lucania Parva in einem Kalksteinloch (Cenote) im Sian Khan Reservat

Quelle: Bild auf Wikimedia Commons
Lizenz: CC Attr. SA 3.0
Urheber: Richard A. Ingebrigtsen

Wenn mehrere Männchen zusammen gehalten werden, kann es je nach Art unter den Männchen zu Maulzerren als Kampfverhalten kommen. In der Regel entstehen dabei keine Verletzungen.

Wenn zu Männchen auch die passenden Weibchen vorhanden sind, kann es zu Beißereien zwischen den Männchen und Weibchen kommen. Bei Hechtlingen kann es besonders am Anfang der Balz zu heftigen Streitigkeiten kommen.

Dabei evtl. entstandene Verletzungen müssen genau beobachtet werden, weil Wunden bei Killifischen nach einigen Angaben leicht verpilzen.

Das Leben von Killifischen in ihren Herkunftsgebieten:

Aphyosemion franzwerneri in der Natur:

Rauferei unter Killifischen (Aphyosemion gabuense gabuense):




Informationen aus der Wikipedia (Mit externen Links)

Die Einteilung der Lebewesen in Systematiken ist kontinuierlicher Gegenstand der Forschung. So existieren neben- und nacheinander verschiedene systematische Klassifikationen. Das hier behandelte Taxon ist durch neue Forschungen obsolet geworden bzw. ist nicht Teil der in der deutschsprachigen Wikipedia dargestellten Systematik der Gruppe.

Bei den Eierlegenden Zahnkarpfen (auch Killifische) handelt es sich um eine Gruppierung innerhalb der Zahnkärpflinge, die in der Aquaristik große Popularität genießt. Traditionell rechnet man dazu die Arten aus den Familien Cyprinodontidae, Aplocheilidae, Fundulidae, Profundulidae, Rivulidae und Valenciidae sowie den als Leuchtaugenfische bezeichneten Unterfamilien Aplocheilichthyinae und Procatopodinae, die heute zusammen mit den Lebendgebärenden Zahnkarpfen zur Familie Poeciliidae gerechnet werden.

Herkunft des Namens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name ?Eierlegende Zahnkarpfen? stammt noch aus der Zeit, als man die Zahnkärpflinge in Lebendgebärende und Eierlegende Zahnkarpfen unterteilte.

Die ersten Killifische wurden in den Entwässerungsgräben (den sogenannten Kills) der holländischen Kolonien in Nordamerika gefunden. Es handelte sich dabei um eine Variante der Eierlegenden Zahnkarpfen. Der Begriff wurde nach einiger Zeit auch für andere Fische verwendet, die ähnliche Lebensräume bewohnten. Schließlich verwendete man ihn stellvertretend für alle Eierlegenden Zahnkarpfen.

Die Klasseneinteilung ist heute aus phylogenetischer Sicht veraltet. Die Namen haben aber noch große Bedeutung unter Aquarianern. Im Gegensatz zu den Lebendgebärenden Zahnkarpfen sind die Eierlegenden Zahnkarpfen Exoten, die man meist nur in spezialisierten Fachgeschäften bekommt. In der ?Deutschen Killifisch Gemeinschaft? sind viele Liebhaber dieser Fische auch organisatorisch verbunden.

Unterteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für verschiedene Gruppen von Killifischen haben sich in der Aquaristik Sammelbezeichnungen etabliert, die jedoch keine Bezeichnung eines Taxons sind.

Derartige Gruppen sind

Die zu diesen Gruppen gerechneten Gattungen stellen aber keineswegs die Summe aller Killifische dar, dazu kommen beispielsweise noch die amerikanischen Arten der Familie Rivulidae einschließlich der Bachlinge (Rivulus) und eurasische Killifische.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eierlegende Zahnkarpfen kommen in über 770 Arten auf allen Kontinenten mit Ausnahme Australiens vor.

Mittelmeerkärpflinge kommen nur in den Regionen rund um das Mittelmeer vor, dort besiedeln sie auch Brackwasserbiotope.

Die farbenprächtigsten Arten stammen aus den tropischen Gebieten Afrikas und Amerikas, wo die meisten kleine Bäche und Rinnsale besiedeln. Einige der afrikanischen und amerikanischen Arten sind Saisonfische, d. h., sie leben nur in der Regenzeit und legen Dauereier, die die Trockenzeit überstehen, während sie selbst am Ende der Regenzeit verenden. Sie leben auch in stehenden Gewässern. Innerhalb des abgelegten Laiches gibt es meist auch eine (exponentiell abnehmende) Anzahl Eier, die zur Sicherheit auch weitere Trockenheit überstehen können. Das ist jedoch von Art zu Art verschieden. Die maximale Lagerzeit kann bis zu drei Jahren betragen.

Killifische in der Aquaristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insbesondere männliche Killifische sind äußerst farbintensiv und schön gezeichnet, was ihre Beliebtheit bei Aquarianern erklärt.

Die meisten Killifische leben einzelgängerisch. Sie sind sowohl gegenüber Artgenossen als auch gegenüber artfremden Fischen recht aggressiv, weswegen sie vorzugsweise in einem Artbecken gehalten werden sollten. Dort empfiehlt sich die Haltung von einem Männchen mit mehreren Weibchen. In größeren Becken ist meist auch die Vergesellschaftung von mehreren Männchen möglich.

Die Leuchtaugenfische Afrikas sind jedoch Schwarmfische und deutlich besser verträglich (allerdings auch weniger farbenfroh).

Alle Killifische sind Warmwasserfische, die meisten bevorzugen Temperaturen um 23 °C. Ausnahmen sind einige amerikanische Arten (Wüstenkärpflinge), die teilweise an Temperaturen über 35 °C angepasst sind und damit recht außergewöhnliche ökologische Nischen besetzen. Ein Großteil der Killifische zeichnet sich durch hohe Springfreudigkeit aus. Jungfische, besonders der afrikanischen Nothobranchius-Gruppe, aber auch anderer, besitzen eine sehr hohe Wachstumsgeschwindigkeit. Sie kann unter günstigen Bedingungen drei bis vier Wochen vom Schlupf bis zur Geschlechtsreife betragen. Je nach Umweltbedingungen können extrem verschobene Geschlechterverhältnisse auftreten. Alle Fundulupanchax-Arten sind untereinander kreuzbar.

Den Umstand der Dauereier nutzt man in der Aquaristik, indem diese ? in angefeuchtetem Torf verpackt ? bequem mit der Post an andere Aquarianer weltweit verschickt werden können.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Norbert Dadaniak, Reinhard Lütje, Wolfgang Eberl: Faszination Killifische: die ?Aphyosemion cameronense?- Gruppe. 1995.
  • Lothar Seegers: Killifische. Eierlegende Zahnkarpfen im Aquarium. 1980.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



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